Ginseng

Der Ginseng – Wurzel werden so ziemlich alle Eigenschaften nachgesagt, um Erkrankungen zu bekämpfen. Sie soll nicht nur das Leben verlängern, sondern auch schöner und vitaler machen und nicht zuletzt die Liebesfähigkeit erhalten. Diesen legendären Ruf besitzt der Ginseng schon seit Jahrhunderten und ist bis in die heutige Zeit ungebrochen.

In unserem Klima konnte der Ginseng, über einen langen Zeitraum, nicht kultiviert werden, daher greifen auch heute noch, Verbraucher in der Regel zu Fertigpräparaten. Doch Augen auf, denn nicht überall wo Ginseng draufsteht, ist auch Ginseng drin. Während der echte chinesische Ginseng kaum zu bezahlen ist, halten sich viele an die japanische Variante, obwohl der weniger hochwertig ist.

Geschichte vom Ginseng

Schon seit ewigen Zeiten träumt die Menschheit vom ewigen Leben und immerwährender Gesundheit. Es wurde seit Menschengedenken nach einem Mittel gesucht, das diese Eigenschaften innehatte. Koreanische Legenden berichten, dass es einen Weg gibt, um all diese zu erlangen, nämlich durch den Saft der Ginseng – Wurzel, allerdings sollte die über 300 Jahre im Boden gewesen sein.

Um die Wurzel ranken sich bis heute viele Mythen und Legenden, aber sie ist ein Sinnbild, für ein langes und gesundes Leben. Der Ginseng wurde so begehrt, dass er mit Gold und Silber aufgewogen wurde, dass führte dazu, dass er als allgemeines Zahlungsmittel eingesetzt wurde.

Arabische Seeleute brachten die Wurzel schon relativ früh nach Spanien, sie geriet aber wieder in Vergessenheit, da man mit ihr nicht anzufangen wusste. Erst im Jahr 1610 wurde der Ginseng auch in Europa heimisch, diesmal waren es die Holländer, die die asiatische Handelsware einführten. Doch auch jetzt gelang es nicht, den Ginseng als medizinischem Produkt zu etablieren.

Erst Anfang des 18. Jahrhunderts, taucht der Ginseng in Geschichtsbüchern wieder auf. Er wird beschrieben, als beruhigend und schwächebekämpfend. Trotz allem, dauerte es noch rund 200 Jahre, bis die Wurzel anerkannt wurde.

Heute ist sie ein anerkanntes Heilmittel, was durch die Schulmedizin schon dutzendfach bestätigt wurde. Im Vergleich zu Asien hinken wir deutlich hinterher, aber in der Zwischenzeit wird Ginseng auch bei uns vertrieben, in Form von Pulver, Tee oder Tabletten.

Inhaltsstoffe von Ginseng

Die Ginseng – Wurzel (Panax ginseng), besitzt wichtige Inhaltsstoffe. Darunter fallen:

  • Triterpensaponine (Ginsenoside)
  • ätherische Öle
  • Panaxane
  • Zuckerverbindungen (Polysaccharide)

Die gesundheitlichen Wirkungen verursachen in erster Linie, die Triterpensaponine, die in unterschiedlichster Art und Weise, Körpergewebe, als auch Organe beeinflussen. Zudem finden sich in der Wurzel Mineralstoffe, Kalium, Kalzium, Spurenelemente, Magnesium, Natrium, Mangan, Zink und Germanium.

Enthalten sind außerdem Vitamine der B – Gruppe und Vitamin B 12. Wertvolle Aminosäuren, Fette und Zucker runden das Gesamtbild ab. Einen wichtigen Inhaltsstoff besitzt die Wurzel noch, dass sind Ginsenoside, daher kommen auch die entzündungshemmenden, blutdrucksenkenden und krampflösenden Eigenschaften. In Deutschland müssen alle Produkte, die Ginseng beinhalten, mindestens 1,5 Prozent der Ginsenoside enthalten.

Die Inhaltsstoffe sind überwiegend in der Wurzelrinde zu finden. Hier lautet der Grundsatz, je älter und größer die Pflanze ist, desto höher ist auch die Konzentration der Inhaltsstoffe. Zudem enthält die Wurzel 0,05 Prozent ätherisches Öl, was wiederum 200 verschiedene Einzelstoffe besitzt. Diese werden als Polyazetylene bezeichnet, die als Zellgift gegen Tumorzellen wirken sollen. Sie sorgen aber auch dafür, dass das Blut seine Fließfähigkeit behält und das Blutplättchen nicht verkleben. Geschieht das nicht, würden sie sich zu einer Art Pfropf zusammenschließen, was einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen könnte.

Hinweis:
Nebenwirkungen von Ginseng sind kaum bekannt, allerdings wird durch die Wurzel, die Blutgerinnung beeinflusst. Besonders vor einer Operation sollte mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden, welche Präparate eingenommen werden dürfen.

Ginseng ist schon lange eine Wurzel mit Power, die als echtes Superfood bezeichnet werden kann. Signifikante Ergebnisse liefert sie, denn ihr Wirkungsspektrum ist einzigartig. So wirkt sie:

  • stärkend auf das Herz – Kreislaufsystem
  • nervenstärkend
  • förderlich auf die körpereigenen Abwehrkräfte
  • positiv auf die Leber
  • leistungsfördernd
  • positiv auf die Potenz

Ginseng hat eine relativ breite Produktpalette und ist nicht nur in der traditionellen chinesischen Medizin weit verbreitet. Die Wurzel wird zwischenzeitlich auch in der Nahrungsmittelindustrie verarbeitet und zwar, als Suppen, in Getränken oder zu Sirup. Darüber hinaus taucht Ginseng auch in unterschiedlichen kosmetischen Produkten auf, hier sind es Cremes, Shampoos und ähnliches.

Die verschiedenen Mineralstoffe sind für den menschlichen Körper ungeheuer wichtig. Das gilt im Übrigen nicht nur im ernährungstechnischen Sinn, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht. Zu den relevantesten Mineralstoffen zählen:

  • Magnesium: ist für den Körper lebenswichtig und muss immer in ausreichenden Mengen vorhanden sein.
  • Kalium: zählt zu den lebenswichtigen Elementen im Körper. Ist unter anderem am Zellwachstum, der Blutdruckregulation und der Bioelektrizität beteiligt.
  • Eisen: ist ein Spurenelement und ebenso wichtig. Es hat eine große Bedeutung, wenn es um die Bildung von Hämoglobin und dem Sauerstofftransport geht. Eisen ist auch als Komplex in Hormonen vorhanden.
  • Selen: ist wie Eisen auch, ein Spurenelement. Es gehört zum zellulären Schutz vor oxidativen Prozessen und ist ein Radikalfänger. Allerdings kann Selen, in zu hohen Dosen, toxisch wirken.
  • Kalzium: Kalzium ist am Aufbau der Knochen ebenso beteiligt, wie auf die Zahnsubstanz. Es spielt eine tragende Rolle, bei der Blutgerinnung und der Stabilität der Zellmembran.

Anwendung und Darreichungsformen von Ginseng

Heute bietet der Handel zahlreiche Produkte, in denen Ginseng verarbeitet wurde. Diese Produkte haben nicht nur unterschiedliche Konzentrationen, sondern auch Wirkungen und nicht zu vergessen, unterschiedlich hohe Preise.

Die Wurzel ist zu finden in Bonbons oder Keksen und in Shampoos und Ölen. In der Küche findet sie ebenfalls Verwendung, entweder im frittierten, gebratenen oder gedünstetem Zustand. Wurzelextrakte kann der Verbraucher erwerben als Tabletten, Kapseln oder in Form von Pulver.

Beim Kauf ist allerdings einiges zu beachten, denn die Bezeichnung Ginseng ist nicht geschützt. Das beste Unterscheidung – und Qualitätsmerkmal ist, dass die lateinische Bezeichnung auf der Verpackung zu lesen ist. Ist der Name „Panax ginseng” dort aufgeführt, kann der Käufer nichts verkehrt machen.

Was noch interessieren dürfte, beim Ginseng handelt es sich definitiv nicht um eine Droge. Es ist ein natürliches Heilkraut, welches sich positiv auf den menschlichen Körper auswirkt. Besonders bei Stresssituationen, kommen die Inhaltsstoffe zum Tragen.

Die Einnahme ist relativ einfach, denn wenn es nicht anders verordnet wird, kann eine Tagesdosis von täglich 1 bis 2 Gramm nicht schaden. Ginseng Präparate sollten jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, denn die Wirkung setzt erst später ein. Es kann durchaus zwischen 3 und 4 Wochen dauern, bis der Nutzer etwas bemerkt.

Weiterhin sollten Produkte mit Ginseng während dem Essen eingenommen werden. Werden die Bitterstoffe nicht so gut vertragen, kommt auch eine Einnahme danach in Frage.

Tipp:
Ginseng aktiviert nicht nur, er bringt den Körper auf Hochtouren. Gute Ergebnisse kann der Verbraucher erzielen, wenn Präparate morgens und nach dem Mittagessen eingenommen werden.

Die Wurzel wird in Form von geschnittenen Wurzelscheiben, einem Trockenextrakt oder als Tee vertrieben. Zudem sind Kapseln, Tabletten, Dragees und Pastillen erhältlich. Dazu gibt es Ginseng Schnaps, der ebenso im Handel zu erwerben ist. Damit eine therapeutische Wirkung erzielt wird, sollte die Tagesdosis bis zu 10 Milligramm betragen, wobei in Asien durchaus höhere Dosierungen üblich sind.

Die Wirkung

Ginseng steigert die Aktivität des zentralen Nervensystems. Was über eine Stimulation der Ausschüttung erregender Überträgerstoffe, wie zum Beispiel, Noradrenalin und Serotonin geschieht. Das wiederum führt zu einer Erhöhung der Konzentration und steigert die Aufmerksamkeit.

Ferner werden die Zellen des Immunsystems angeregt und es kommt zu einer Erhöhung der Belastbarkeit und zur Vermehrung der Stressresistenz. Weitere Wirkeigenschaften von Ginseng sind, eine Verbesserung der Lungenfunktion, was gerade bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen von Vorteil sein dürfte.

Ginseng soll, sowohl bei Grippe, als auch bei Asthma und Heuschnupfen seine positiven Eigenschaften entfalten können. Gerade da herkömmliche Therapien bei Asthma nicht selten mit Nebenwirkungen verbunden sind, könnten Ginseng Präparate eine gute Alternative sein.

Sogar Personen, die unter Magenproblemen leiden, dürfen auf Ginseng setzen, denn sie leiden häufig unter Mundgeruch. Ginseng ist sogar in der Lage, eine angestrebte Gewichtsreduktion hilfreich zu unterstützen. Hierfür sollte es allerdings der rote Ginseng sein, der Zellen daran hindert, Fett längerfristig einzulagern.

Begleitend zu Entschlackungskuren und Diäten ist Ginseng gut einzusetzen und, als natürlicher Muntermacher wird die Wurzel, sowieso schon lange gehandelt. Diejenigen, die chronisch müde sind und deren Leistungsfähigkeit im Berufsleben auf der Strecke bleibt, sollten sich über verschiedene Ginseng – Produkte informieren.

Nebenwirkungen

Ginseng ist zwar ein natürliches Heilmittel, kann aber in sehr seltenen Fällen doch Schlafstörungen auslösen. Zu hoch dosierte Mengen, können zu Magen – Darm – Beschwerden und vaginalen Blutungen oder Bluthochdruck führen. Gerade Patienten mit Arteriosklerose oder Bluthochdruck, sollten daher Vorsicht walten lassen und sich genau an die Packungsanweisungen halten.

Vorsicht ist auch bei Diabetikern geboten, denn Ginseng ist in der Lage, den Blutzuckerspiegel zu senken. An Diabetes Erkrankte, sollten auf jeden Fall vor einer Einnahme dieses mit ihrem Arzt besprechen. Auf Schwangerschaften und Stillzeiten hat Ginseng in der Regel keinen Einfluss, aus Sicherheitsgründen, sollte jedoch auf die Einnahme verzichtet werden.

Vorsicht:
Studien und Untersuchungen bei Kindern, liegen bei Arzneimitteln mit Ginseng noch nicht vor. Deshalb sollten Kinder unter 12 Jahren keine Anwendungen, die Ginseng beinhalten, bekommen.

Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Blutzuckerregulation können nicht ganz ausgeschlossen werden. Präparate können die Blutgerinnung beeinflussen und Medikamente vom Cumarin – Typ, könnten möglicherweise nicht mehr ihre volle Wirkung entfalten. Eventuell kann es sein, dass Dosierungen neu eingestellt werden müssten.

Auf koffeinhaltige Getränke sollte der Nutzer ganz oder zumindest eingeschränkt verzichten, denn diese entfalten eine stärkere Wirkung. Unter Umständen kann auch die Wirkung von Östrogen – und Kortison Präparaten verstärkt werden.

 

Kategorie: Naturheilkräuter
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