Bockshornklee – Pflanze mit vielseitigen Wirkungen

Das Aussehen des Bockshornklee, ähnelt stark dem „echten Klee“, das Kraut gehört jedoch zur Familie der Hülsenfrüchte. Der Duft erinnert eher an Sellerie, aber die Pflanze selber hat einen ungeheuren Gehalt an Eisen und Kupfer. Dazu kommen eine Vielzahl an Vitaminen und Pflanzenstoffen.

Die Anwendungsgebiete vom Bockshornklee sind vielseitig, denn er lässt sich zu einem gehaltvollen Öl verarbeiten oder kann als Schrot und Pulver genutzt werden. Zu finden ist der Bockshornklee beispielsweise, in einigen Currymischungen, in Broten oder auch im Käse.

Geschichte von Bockshornklee

In früherer Zeit wurde der Bockshornklee, speziell in Griechenland, als Viehfutter verwendet. Schon damals wussten die Menschen, dass er einen sehr hohen Vitamingehalt besitzt und seine Mineralstoffe sind auch nicht ohne. In diversen Regionen, wird er auch heute noch, als „Griechisch Heu“ bezeichnet.

Den Klee gab es jedoch schon viel früher, denn er ist die wohl älteste Heilpflanze. Schon um das Jahr 3700 v. Chr. wussten die Chinesen um die legendäre Wirkung des Bockshornklees. Allerdings war bis dahin nur die schleimlösende Wirkung bekannt, wie überliefert wurde.

Seit Hippokrates allerdings, ist bewiesen, dass der Klee über heilende Eigenschaften verfügt, die auch später die Römer zu nutzen wussten. Von ihnen kam die Pflanze über die Alpen in den mitteleuropäischen Raum.

Im 12. Jahrhundert war es keine Geringere, als Hildegard von Bingen, die den Bockshornklee bei Appetitlosigkeit, gegen diverse Hautkrankheiten und zur Steigerung der Abwehrkräfte empfahl. Später waren es Albertus Magnus und Paracelsus, die sich lobend über die Pflanze äußerten.

Inhaltsstoffe von Bockshornklee

Die Potenz beim Mann soll durch die Samen gesteigert werden, da diese die Testosteronproduktion ankurbeln. Bei stillenden Müttern regen die Phytohormone den Milchfluss an und die Pflanzenhormone, stärken sogar den Haarwuchs, bereits an den Haarwurzeln.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören:

  • fettes Öl
  • Saponine
  • Steroide
  • Flavonoide
  • ätherisches Öl
  • Aminsosäuren (Lysin, Cholin usw.)

Rund 30 Prozent der Bestandteile der Samen sind Schleimstoffe. In 100 Gramm finden sich:

  • 23 Gramm Proteine
  • 191 Milligramm Magnesium
  • 176 Milligramm Kalzium
  • 33,5 Milligramm Eisen
  • 3 Milligramm Vitamin C
  • 0,6 Milligramm Vitamin B6

Dazu kommen noch Vitamin A, D und B3, sowie das Coenzym B12, sowie das Hormon Foenugraecin und ätherische Öle. Ein weiterer Inhaltsstoff sind Bitterstoffe, die adstringierend, schmerzlindernd und stoffwechselfördernd wirken.

Bockshornklee ist interessant, denn er soll nicht nur den Muskelaufbau fördern, sondern auch den Stoffwechsel regulieren und nicht zuletzt ist Kalzium ein wichtiger Baustein für die Knochen. Eisen ist gut für die Blutbildung, Magnesium unterstützt die Muskel – und Nervenfunktion und Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte. Vitamin A wirkt sich positiv auf die Sehkraft aus.

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In 100 Gramm Bockshornklee finden sich rund 323 Kilokalorien, darüber hinaus enthalten diese bei 100 Gramm:

Kohlenhydrate: 58 Gramm darunter 25 Gramm Ballaststoffe
Proteine: 23 Gramm
Fett: 6 Gramm darunter 1,5 Gramm gesättigte Fettsäuren
Natrium: 67 Gramm
Kalium: 770 Gramm

Des Weiteren sind die Samen von Bockshornklee frei von Cholesterin, weshalb sie auch gut für Personen, mit einem erhöhten Cholesterinspiegel geeignet wären. Zudem wird unter anderem noch die Verdauung angeregt, denn die Samen verfügen über einen hohen Anteil an Ballaststoffen und somit wird über diesem Weg auch gleich die Darmgesundheit gefördert.

Anwendungsbereiche von Bockshornklee

Vom Bockshornklee werden vor allen Dingen die Samen verwendet. Die Anwendungsbereiche sind mannigfaltig, zu ihnen gehören:

  • Appetitlosigkeit
  • Magerkeit
  • starkes Schwitzen
  • Potenzsteigerung
  • Verdauungsstörungen
  • Hauterkrankungen
  • Allgemeinschwäche

Bockshornklee entweder, als Tee gekocht, regt den Appetit an und verbessert gleichzeitig den Allgemeinzustand. Zur äußerlichen Anwendung kann die Pflanze als Umschlag genutzt werden, hier ist vor allem der Breiumschlag zu empfehlen. Unterschiedliche Erkrankungen der Haut können so gelindert und auch zum Abklingen gebracht werden.

Hinweis:
Prinzipiell gehen von Bockshornklee keine Nebenwirkungen aus. Bei besonders empfindlichen Personen, können in sehr seltenen Fällen, allergische Reaktionen ausgelöst werden. Diese sind generell eher untypisch, sodass von einer guten Verträglichkeit gesprochen werden kann.

 Bockshornklee ist in vielen Ländern, als wirksames Mittel, gegen Haarausfall bekannt. Ebenfalls lassen sich starkes Ergrauen, Schuppen und andere Haarprobleme damit gut behandeln. Vor allen Dingen, wenn es sich um genetisch bedingten Haarausfall, ungesunde Ernährung oder hormonelle Umstellungen handelt, kennen sich Personen mit diesem Phänomen aus.

Bockshornklee hilft gegen Haarausfall, das wurde bereits in einer Studie, die 2006 stattfand, bewiesen. Täglich zwei Kapseln Bockshornklee genügten um festzustellen, dass in einem Zeitraum von 6 Monaten, die Haare deutlich an Volumen zunahmen. Die Haardichte und auch die Haardicke signifikant verbessert wurden.

Präventivmaßnahmen für schöne Haare

Es können hormonelle Störungen, Chemotherapien oder auch Gewohnheiten sein, die Haare schnell unschön werden lassen und im schlimmsten Fall sogar zu Haarausfall führen. Dagegen kann jeder etwas tun, wenn einige Dinge Beachtung finden.

Nicht immer hat der Ausfall mit besorgniserregenden Gründen zu tun, denn es können hormonelle Verhütungsmittel bei Frauen sein oder auch Haare, die immer wieder mit chemischen Produkten behandelt werden. Der Lockenstab wird zu heiß eingestellt oder es ist das falsche Shampoo, welches über einen längeren Zeitraum genutzt wurde.

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Von „innen“ lässt sich einiges bewegen, was den Haaren wieder zu alter Schönheit verhilft. Kapseln mit Bockshornklee sind eine Variante, aber auch der Verzicht von Alkohol oder ungesundem Essen kann zum Erfolg verhelfen.

Mit kleinen Maßnahmen und diversen Anwendungen mit Bockshornklee lässt sich für schönes Haar und gegen Haarausfall einiges bewirken. Sichtbare Folgen von Stress, Mangelerscheinungen, Erkrankungen oder hormonellen Schwankungen werden vermieden. Das natürliche Mittel Bockshornklee sorgt für gesundes Haar, was bereits an den Haarwurzeln beginnt.

Darreichungsformen von Bockshornklee

In der Regel handelt es sich um pulverisierte Bockshornkleesamen, welche zur Anwendung kommen. Je nach Beschwerdebild können zum Beispiel Umschläge oder Auflagen hergestellt werden. Dazu kann der Verbraucher ganze Samen mit Hilfe eines Mörsers zerstoßen und auf die betroffenen Stellen auftragen.

Wer sich die Mühe nicht machen möchte, kann auf naturbelassene Kapseln zurückgreifen, die im Handel oder dem Internet erhältlich sind. Anwendungsgebiete sind hierbei:

  • leichte Form von Geschwüren
  • Schleimbeutelentzündung
  • Entzündungen in Gelenken ( Tennisellenbogen)
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Rheuma
  • Brustbeschwerden bei stillenden Frauen

Weitere Darreichungsformen sind Tonikum und Tees, die beide eine stärkende Wirkung auf den gesamten Organismus haben. Sie unterstützen weiterhin nicht nur die Verdauung, sondern helfen bei Katarrhen der oberen Atemwege und haben zudem eine positive Auswirkung auf Blutzucker und den Tonus des Herzens.

Besonders hilfreich kann Bockshornklee bei stillenden Müttern sein, denn er unterstützt die Bildung von Muttermilch. Dieses wird auf den hohen Saponin – Gehalt zurückgeführt, zudem hilft der Klee besser Zink und Kupfer zu verwerten.

Selbst in der heimischen Küche kann der Klee eingesetzt werden und zwar als Gewürz. In Spanien, Nordafrika und auch Südindien ist er aus unterschiedlichen Gerichten nicht mehr wegzudenken und auch bei uns, werden Verbraucher immer mehr auf ihn aufmerksam.

In Deutschland ist Bockshornklee aus Gewürzmischungen, wie beispielsweise, Currygewürzmischungen bekannt. Im Aroma kommt er dem bekannten Liebstöckel (Maggikraut) sehr nahe, im Geschmack wirkt er allerdings ein wenig bitter, richtig eingesetzt kann er zu einem wirklichen Geschmackserlebnis werden.

Dosierung und Wirkung von Bockshornklee

Zahlreiche Hersteller bieten mittlerweile Nahrungsergänzungsmittel mit Extrakten von Bockshornklee an. Je nach Hersteller können sich die enthaltenen Mengen jedoch unterscheiden, daher ist es dem Verbraucher anzuraten, immer auf den Saponin – Gehalt zu achten. Dieser ist der wichtigste Wirkstoff und letztendlich für die gewünschte Wirkung verantwortlich.

Im Idealfall sollte der Saponin – Gehalt zwischen 40 und 50 Prozent liegen. Generell liegt die Einnahmeempfehlung in einer Größenordnung von 1000 Milligramm Bockshornklee – Extrakt oder 500 Milligramm Saponin am Tag.

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Saponine kommen in großer chemischer Vielzahl vor und haben daher eine vielfältige Wirkung. Dazu zählen unter anderem antibiotische, immunmodulierende, blutdrucksteigernde und cholesterinsenkende Effekte.

Durch die Vielfalt an Wirkstoffen, die im Bockshornklee zu finden sind, ist er in Bezug auf die Gesundheit äußerst wertvoll. Er wirkt:

  • schleimlösend
  • entzündungshemmend
  • appetitfördernd
  • stärkend
  • wundheilend
  • schmerzstillend
  • milchbildend
  • potenzsteigernd
  • fiebersenkend

Männer können besonders profitieren, denn der Klee steigert die körpereigene Produktion von Testosteron. Dieses wirkt sich wiederum positiv auf Libido und Potenz aus. Testosteron ist ebenfalls an der Bildung von Muskelmasse beteiligt, aus diesem Grund wird Bockshornklee – Extrakt auch bei Sportlern bevorzugt.

Nebenwirkungen

In klinischen Studien gab es keine nennenswerten Nebenwirkungen. Allerdings kam es in einigen Fällen zu vorübergehendem Durchfall oder Blähungen. Diabetikern wird angeraten, wegen des zuckersenkenden Effekts, des Öfteren den Blutzucker zu messen. Bei einem Brei aus Bockshornklee, der auf die Haut kam, kann es zu Hautirritationen kommen, die jedoch schnell wieder verschwanden.

Hinweis:
Es gibt Personen, die auf Kichererbsen allergisch reagieren. Da diese eng mit dem Bockshornklee verwandt sind, kann es auch bei ihnen zu Reaktionen kommen. Für alle Verbraucher gilt, gut auf Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln zu achten, denn Bockshornklee verbirgt sich oft, unter der Pauschalbezeichnung „Gewürze“.

Ebenso sollten schwangere Frauen, Säuglinge und Kleinkinder auf den Genuss verzichten, da es keine vorliegenden Studien gibt. Allerdings, kann der Klee bei Schwangeren die Gebärmutter aktivieren, sodass es zu Wehen oder eine vorzeitigen Geburt kommen könnte.

Bockshornklee Präparate können unter Umständen Cumarine enthalten. Diese weisen einen Effekt bei der Blutgerinnung auf. Personen, die Blutverdünner nehmen, sollten daher vorsichtig beim Verzehr sein.

Medikamente sollten generell nicht mit Bockhornklee eingenommen werden, denn schleimige Präparate und Ballaststoffe können die Aufnahme im Darm verhindern. Ebenso können Extrakte den Kalium Spiegel niedrig halten, dass gilt im Zusammenhang mit Blutdrucksenkern, Abführmittel und Mineralocorticoide.

Wissenswertes über Bockshornklee

Personen, mit einem zu hohen Cholesterinspiegel, können diesen mit Bockshornklee auf ein normales Niveau bringen. Der Klee ist auch geradezu prädestiniert dafür, bei Männern und Frauen, für volles und schönes Haar zu sorgen. Bockshirnklee enthält alle Nährstoffe, die für Wachstum und Stärkung der Kapillaren wichtig sind.

Bockshornklee soll sich sogar auf die Brüste der Frau auswirken können, um diese zu vergrößern. Hierzu kann angeblich eine Kur beitragen, die so lange fortgeführt werden darf, bis der gewünschte Umfang erreicht ist. Hierzu sind allerdings noch keine Studien bekannt.

Kategorie: Naturheilkräuter
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