Folsäure

Der Name Folsäure bezeichnet eine Gruppe von Stoffen mit gleicher biologischer Wirkung

Wirkung:

Die Folsäure ist eine Schlüsselsubstanz bei der Bildung von Nukleinsäuren, den Trägern der Erbsubstanz, daher ist sie maßgeblich beteiligt an Zellteilung und Zellneubildung, sowohl beim Erwachsenen als auch bei der Entwicklung des Fötus.

Mangelerscheinungen:

treten am häufigsten auf bei jungen Frauen, besonders während einer Schwangerschaft. 60% aller Schwangeren zeigen eine Unterversorgung mit Folsäure, was nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind gefährlich werden kann (Gefahr von Fehlbildungen im Bereich der Wirbelsäule, Früh- oder Totgeburt). Ursache dafür ist meist nicht nur zuwenig frisches Obst und Gemüse, sondern auch falsche Zubereitung, v. a. zu lange Koch- und Warmhaltezeiten in Kantinen und Restaurants. Auch Erkrankungen von Leber und Dünndarm, Alkohol- und Drogenmissbrauch können zu Folsäuremangel führen, in seltenen fällen auch eine zu hohe Zufuhr von Vitamin B6, das Folsäure im Körper “verdrängt”.

Symptome:

Veränderungen des Blutbilds Blutarmut (Blässe, Müdigkeit)
entzündete, überempfindliche oder häufig blutende Schleimhäute Verschlimmerung einer bestehenden Psoriasis
schnelle geistige Ermüdung Verdauungsstörungen

Bedarf:

laut DGE-Empfehlung 100 Mikrogramm freie Folsäure bzw. 300 Mikrogramm Gesamtfolsäure (davon werden nur max. 40% in den Körper aufgenommen) pro Tag, mehr während Schwangerschaft, Stillzeit und Einnahme der Antibabypille.

Eine Überdosierung ist selten, Symptome sind:

Schlaflosigkeit
Gereiztheit
Persönlichkeitsveränderungen

Quellen:

Leber Grünkohl
Hefe Bohnen
Erbsen Spinat
Endivien Fenchel
Rote Bete
Kategorie: Vitamine
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