Probiotika Test: Die besten Probiotika im Vergleich (auch für Kinder geeignet)

Auf dieser Seite finden Sie neben wertvollen Informationen zu Probiotika auch unseren Testbericht zu Probiotika Pulver & Kapseln. Ausschließlich die am besten bewerteten Produkte werden für diesen Vergleich unter die Lupe genommen, dabei achten wir auf seriöse Shops die nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz liefern.

In der Bestenliste finden sie die TOP-Auswahl aus dem Probiotika – Online Angebot. So können Sie Probiotika Pulver oder Kapseln günstig und schnell kaufen.

Der Ratgeber informiert Sie außerdem über die wichtigen Eigenschaften, die Wirkung & Vorteile für den menschlichen Organismus und alle erforschten Anwendungsgebiete.

Probiotika kaufen

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Das Wichtigste über Probiotika im Überblick

  • Als Probiotika werden Nahrungsmittel oder Präparate bezeichnet, die diverse Stämme nützlicher Darmbakterien enthalten.
  • Durch Regulation der Darmflora, können Probiotika die Gesundheit unterstützen und Darmbeschwerden lindern.
  • Probiotika sind in verschiedenen Formen erhältlich, z. B. als natürliche probiotische Lebensmittel, mit probiotischen Stämmen angereicherte Lebensmittel oder als Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel-, Tabletten-, Pulver- oder Flüssigform.
  • Probiotika können präventiv oder zur Therapie bestehender Probleme eingenommen werden. -Anwendungsgebiete der Probiotika sind zum Beispiel allgemeine Magen-Darm-Beschwerden, Laktoseintoleranz, Reizdarmproblematik, Erkältungen oder Darmsanierungen nach Antibiotikatherapie.
  • Die Einnahme sollte regelmäßig über mindestens vier Wochen erfolgen, um eine Wirkung zu erzielen.
  • Hochwertige Probiotika enthalten eine Vielfalt an Bakterienstämmen und sind frei von Zusatzstoffen.
  • Probiotika können von jungen wie alten Menschen eingenommen werden. Für Kinder existieren spezielle Präparate.
  • Menschen mit Kurzdarmsyndrom oder stark Immunsupprimierte sollten von der Anwendung absehen.

Probiotika Kapseln Test & Vergleich

Hier haben wir die besten Probiotika Kapseln  für Euch getestet.

Die Bestenliste aus unserem Probiotika Test

Platz 1: Kulturen Komplex aus 20 Bakterienstämmen mit Bio Inulin (Unser Testsieger)

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Platz 3: Resistentes Dextrin mit Inulin, Biotin & 6 Bakterien-Kulturen. L. plantarum, L. reuteri, S. boulardii, S. thermophilus, B. lactis, B. longum. 

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Platz 4: NATURE LOVE Probiona Kulturen Komplex – 20 Bakterienkulturen + Bio Inulin – Lactobacillus, Bifidobacterium, Vegan

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Platz 5: GloryFeel Probivia Kulturen Komplex – 18 Bakterienstämme mit Lactobacillus & Bifidobacterium + Inulin 

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Platz 6: MADENA Darmkur – Bifidobacterium breve, Bif. lactis, Lactobacillus casei, Lactobacillus gasseri, Lactobacillus plantarum, Lactobacillus rhamnosus

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Platz 7: Probiotika mit fortschrittlicher ultrahochfester Formel mit Lactobacillus und Acidophilus (120 vegane Kapseln)

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Platz 8: PROBIOLAC Kulturen Komplex 15 Darmbakterien – Vegane Kapseln mit Lactobacillus Acidophilus und Milchsäurebakterien

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Platz 9: Nihoa Pure Probiotic Darmsanierung Kur, Probiotika Kulturen hochdosiert, 30 Kapseln

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Platz 10: LifeWize Kulturen Komplex Lactobacillus + Bifidobacterium mit Bio Inulin – Hochdosiert & vegan

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Was sind Probiotika?

Probiotika sind Nahrungsmittel oder Präparate, die probiotische Bakterienstämme wie Laktobazillen und/oder Bifidobakterien enthalten. Solche Bakterien werden als „gute“ Bakterien bezeichnet, da sie einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit haben. Sie besitzen ähnliche Eigenschaften wie die Bakterien der körpereigenen, gesunden Darmflora.

„Gute“ Bakterien können auf natürliche Weise in Lebensmitteln enthalten sein. Diese Lebensmittel werden als natürliche, probiotische Lebensmittel bezeichnet. Lebensmittel können aber auch mit den Bakterienstämmen angereichert worden sein – dies sind die sogenannten „Functional Foods“, da sie verändert worden sind, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Zusätzlich sind „gute“ Bakterien auch in reiner Form als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Functional Foods oder Nahrungsergänzungsmittel können aktive oder inaktive Bakterienstämme enthalten.

Damit ein Probiotikum eine Wirkung erzielen kann, sollte die Dosierung hoch genug sein. Bei den natürlichen, probiotischen Lebensmitteln, die nur sporadisch aufgenommen werden, ist das häufig nicht der Fall. Eine effektive Dosis wird nicht erreicht. Bei Probiotika-Präparaten dagegen, kann meist genau festgestellt werden, wie viele Bakterieneinheiten im Produkt enthalten sind. Die Angabe erfolgt in KBE (Koloniebildende Einheiten). Damit eine ausreichende Anzahl lebender Bakterien in den Darm gelangt, sollte ein Probiotikum gewählt werden, das zwischen 5 bis 10 Milliarden KBE enthält. Ein Präparat, das weniger als 1 Milliarde KBE besitzt, ist nicht ausreichend wirkungsvoll. Zudem sollte das Probiotikum täglich eingenommen werden.

Wie viel von dem Präparat ein Mensch einnehmen sollte, kann jedoch nicht pauschal angegeben werden. Menschen reagieren aufgrund von Unterschieden in der Genetik, der Umweltbedingungen, der Ernährung oder des Lebensstils unterschiedlich auf Probiotika. Die Dosis muss für jeden Fall individuell ermittelt werden. Generell wird empfohlen, mit einer niedrigen Dosierung zu beginnen und diese bei Bedarf und bei guter Verträglichkeit anzupassen.

Richtlinien

Seit dem Jahr 2002 existieren Richtlinien zur Evaluation von Probiotika. Kommerzielle, probiotische Produkte sollten demnach resistent gegenüber Magensäure, Gallensäuren und Pankreasenzymen sein, damit die Bakterien in ausreichender Anzahl den Darm erreichen und dort wirken können. Die verwendeten Bakterienstämme müssen außerdem fähig sein, sich an der Darmwand anzuheften. Zudem sollten Angaben über die Stabilität des Produktes gemacht werden, da die Bakterien eine gewisse Lagerungszeit sowie die Einnahme lebend überstehen müssen.

In einem guten probiotischen Produkt sollten Laktobazillen mit Bifidobakterien kombiniert vorkommen.

Wie wirken Probiotika?

Probiotika sollen eine gestörte Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen. „Schlechte“, gesundheitsschädliche Bakterienstämme sollen minimiert und durch „gute“, gesundheitsfördernde Stämme ersetzt werden. Eine geschädigte oder entzündete Darmschleimhaut kann sich regenerieren, wodurch Darmbeschwerden gelindert werden. Da viele Krankheiten auf einer Störung der Darmfunktion beruhen, kann sich mit der Einnahme von Probiotika auch der allgemeine Gesundheitszustand verbessern. Gesunde Darmschleimhäute resorbieren Nährstoffe effektiver. Der Körper erhält die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die er braucht, was sich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Die Anfälligkeit gegenüber Erkrankungen sinkt.

Es gibt viele Gründe, warum die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten kann. Pestizide, Medikamente und Antibiotika können Bakterien – so auch die „guten“, körpereigenen Bakterien – abtöten. Zucker, künstliche Süßstoffe sowie genmanipulierte Produkte, fettreiches Essen oder Alkohol können die Bakterienflora verändern und das Gleichgewicht in Richtung „schlechte“ Bakterien verschieben. Auch Reizungen der Darmschleimhaut oder Entzündung führen dazu, dass sich schädliche Bakterien vermehren. Bewegungsmangel, Stress und Schlafstörungen tragen häufig dazu bei.

Was sind die Auswirkungen von Probiotika auf den Körper?

Die tägliche Einnahme von Probiotika soll zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit haben. Dazu gehören die Gesunderhaltung der Darmflora, die Unterstützung bei der Gewichtsreduktion, die Stärkung des Immunsystems, ein verbessertes Hautbild, eine verbesserte psychische Gesundheit sowie die Reduktion von Allergiesymptomen.

Die Fehlbesiedlung von Haut, Mundhöhle oder Darm kann zu Erkrankungen dieser Organsysteme führen. Bei der sogenannten Dysbiose sind zu viele „schlechte“ Bakterien vorhanden, die durch ihre Stoffwechselprodukte der Gesundheit Schaden zufügen können.

Probiotika sollen helfen das Gleichgewicht zwischen den „guten“ und „schlechten“ Bakterien wiederherzustellen, das heißt, die Besiedlung mit „guten“ Bakterien zu fördern. Der menschliche Darm enthält über 400 verschiedene Bakterienstämme. Je höher die Vielfalt an Bakterienstämmen (im Darm und im Probiotikum), desto besser. Nimmt eine Bakterienspezies überhand und vermehrt sich ungehindert, verdrängt sie die anderen Arten. Mit der Neubesiedlung des Darms durch die Zuführung von Probiotika, wird versucht, der Überbesiedlung mit schädlichen Bakterien entgegenzuwirken.

Ist das Gleichgewicht wieder hergestellt und hat sich die Darmschleimhaut regeneriert, kann das mehrere positive Auswirkungen haben. Da der Körper wieder optimal versorgt wird, hält das Sättigungsgefühl länger an. Weniger Kalorien werden aufgenommen und eine Gewichtsreduktion kann erzielt werden. Verdauungsbeschwerden, zum Beispiel bei Reizdarmsyndrom oder Laktoseintoleranz, lassen nach. Durch die Stärkung des Darmimmunsystems sinkt auch die Anfälligkeit für Reisedurchfälle. Ein gesunder Darm wirkt sich zudem positiv auf die Psyche aus.

Angstgefühle und Müdigkeit nehmen ab. Gehen chronische Entzündungen im Körper zurück (z. B. die Entzündung der Darmschleimhäute) verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs. Ein starkes Immunsystem reduziert zudem Allergiesymptome und die Anfälligkeit für Infektionen.

Anwendungsgebiete von Probiotika

Probiotika können präventiv, als Kur oder zur Therapie bestehender Beschwerden eingenommen werden. Typische Anwendungsgebiete sind unspezifische Magen-Darm-Beschwerden, spezifische Magen-Darm-Erkrankungen, Darmsanierungen nach einer Antibiotika-Therapie, Autoimmun- und Gelenkserkrankungen, Depressionen, Allergien sowie grippale Infekte.

Durch Einnahme von Probiotika und den Aufbau der Darmflora können Symptome von Magen-Darm-Entzündungen oder einer Magen-Darm-Infektion wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung verbessert werden. Sind Antibiotika verordnet worden, sollten die Probiotika zusätzlich zu der Therapie und bis über die Therapie hinaus eingenommen werden.

Um die Symptomatik bei Reizdarmsyndrom zu vermindern, werden Probiotika häufig als Langzeittherapie eingesetzt.

Zudem haben sich Probiotika bei Mageninfektionen mit Helicobacter pylori als hilfreich erwiesen. Zur Linderung chronischer Erkrankungen und zur Stärkung des Immunsystems können Probiotika gewählt werden, die zusätzlich durch Vitamine und andere Stoffe wie Vitamin B12, Vitamin C, Zink oder Biotin ergänzt worden sind. Durch eine starke Abwehr sinkt die Anfälligkeit für Infekte. Auch Allergiesymptome, zum Beispiel bei Heuschnupfen, werden gelindert.

Mittlerweile existieren Studien zur Wirkungsweise bestimmter probiotischer Stämme. So gibt es zum Beispiel Bakterienstämme, die besonders erfolgreich bei der Gewichtsreduktion eingesetzt werden können oder andere Stämme, die die Mundhygiene unterstützen.

Bei Laktoseintoleranz haben sich Bifidobacterium breve und longum, Lactobacillus bulgaricus, acidophilus und caseishirota sowie Streptococcus thermophiles als besonders wirksam erwiesen. Diese Bakterien spalten den Milchzucker (Laktose) im Dünndarm und verändern die Mikroflora im Dickdarm. Laktose wird insgesamt besser toleriert.

Probiotika können die Anfälligkeit für Reisedurchfälle senken. In Studien konnte gezeigt werden, dass für diesen Zweck unter anderem folgende Stämme wirksam sind: Lactobacillus bulgaricus und acidophilus, Streptococcus thermophiles sowie Bifidobacterium bifidum.

Für Kinder existieren spezielle Probiotika-Produkte, die auf das sich noch entwickelnde Immunsystem zugeschnitten sind. Solche Präparate enthalten weniger KBE und sind für die Darmflora von Heranwachsenden entwickelt worden.

Bei schweren Erkrankungen oder starker Immunsuppression sollte vor einer Einnahme von Probiotika ein/e Arzt/Ärztin konsultiert werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten natürliche Probiotika?

Viele frische Lebensmittel oder auch fermentierte Nahrungsmittel enthalten natürliche Probiotika. Da heutzutage weniger Lebensmittel fermentiert werden, hat die Versorgung mit probiotischen Milchsäurebakterien stark abgenommen. Der Konsum von industriell verarbeiteten Produkten wirkt sich negativ auf die Darmgesundheit aus. Solchen Produkten sind häufig Stoffe zugesetzt, die schädlich für die gesunde Darmflora sind oder die Darmschleimhäute reizen.

Lebensmittel, die natürliche Probiotika enthalten, sind zum Beispiel Sauerkraut, vergorene Säfte, Apfelessig, Joghurt oder fermentierte Milchprodukte, aber auch saure Gurken. Sauerkraut ist reich an Vitamin C und enthält zudem Verdauungsenzyme. Wählt man Joghurt als natürliches Probiotikum, sollte es die zuckerfreie Variante sein.

Weitere natürliche Probiotika sind Kombucha (fermentierter Tee), Kefir oder Kwas (fermentiertes Getränk aus Brot, Früchten oder Rüben).

Generell wirken alle fermentierten Gemüse probiotisch. Natto und Tempeh zum Beispiel, sind fermentierte Sojaprodukte aus Asien; Kimchi ist fermentiertes Gemüse aus Korea. Und auch Sojasauce hat probiotische Eigenschaften.

Bei den natürlich probiotischen Lebensmitteln kann allerdings oft nicht genau gesagt werden, welche Bakterienstämme vorkommen und selten ist die Menge, die bei einer Mahlzeit aufgenommen wird, ausreichend. Die Dosis ist zu gering, um eine Wirkung zu erzielen. Bei geringen Beschwerden kann eventuell auf Naturjoghurt zur Darmregulierung zurückgegriffen werden. Soll allerdings eine hochgradige Dysbiose bekämpft werden, ist die tägliche Einnahme von hochdosierten Probiotika-Präparaten sinnvoll.

Zu den natürlichen, präbiotischen Lebensmitteln, das heißt, den Lebensmitteln, die das Wachstum von probiotischen Kulturen fördern können, gehören zum Beispiel Artischocken, Obst und Gemüse, Nüsse oder Spargel.

Welche Nahrungsmittel sind mit Probiotika angereichert?

Nahrungsmittel, die mit Probiotika angereichert sind, gehören in die Lebensmittel-Gruppe der „Functional Foods“. Hier werden häufig spezifische Bakterienstämme zugesetzt, die aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse die Gesundheit auf eine bestimmte Weise positiv beeinflussen können. Die verwendeten Stämme und die Menge sind normalerweise auf der Packung angegeben. Manchmal gibt der Name des Produktes schon Hinweise auf die enthaltenen Stämme. Fruchtsäfte, probiotische Smoothies, Joghurts oder auch Käse gehören in diese Nahrungsmittel-Gruppen.

Welche Arten von Probiotika gibt es?

Neben den natürlichen Probiotika, das heißt, den Lebensmitteln, die von Natur aus Milchsäurebakterien enthalten und den „Functional Foods“, gibt es Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel. Das können Kapseln, Tabletten, Pulver oder auch Flüssigkeiten sein. Solche Präparate enthalten einen oder mehrere Stämme in reiner Form. Die Menge der vorhandenen Bakterien ist wesentlich höher, als in den probiotischen Lebensmitteln, sodass gewährleistet werden kann, dass genug Bakterien den Darm erreichen.

Manchmal enthalten probiotische Präparate zusätzlich andere Stoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente oder auch Präbiotika. Präbiotika sind Stoffe, die den probiotischen Bakterien als Nahrung dienen und deren Wachstum fördern. Ein präbiotischer Stoff, der häufig in Probiotika zu finden ist, ist beispielsweise das Inulin. Die Kombination von Präbiotika mit Probiotika bezeichnet man auch als Synbiotika.

Flüssige Probiotika enthalten neben den probiotischen Bakterienstämmen häufig noch Kräuter-, Heilpflanzen- und Heilpilzextrakte. Auch Präbiotika können enthalten sein. Diese Inhaltsstoffe sollen die Darmschleimhaut beruhigen und ein optimales Milieu für das Wachstum der Bakterien generieren.

Zusätzlich zu den probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln existieren probiotische Kosmetika. Das sind zum Beispiel Cremes mit probiotischen Bakterienstämmen, die die Mikroflora der Haut ins Gleichgewicht bringen und Unreinheiten oder Reizungen bekämpfen sollen.

Beispiele für probiotische Bakterienstämme in Nahrungsmitteln

Bei den probiotischen Bakterienstämmen in Lebensmitteln handelt es sich in erster Linie um Laktobazillen oder Bifidobakterien.

Lactobacillus gasseri, plantarum und rhamnosus finden sich beispielsweise in Produkten, die das Abnehmen erleichtern sollen, wobei Lactobacillus plantarum auch bei Helicobacter pylori-Beschwerden helfen kann. Lactobacillus reuteri reduziert Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen und unterstützt die Zahngesundheit. Zudem hat sich gezeigt, dass das Bakterium die Allergieanfälligkeit senkt und dabei hilft, einem ausgeglichen Cholesterinspiegel aufrechtzuerhalten. Lactobacillus helveticus fördert die Resorption von Mineralstoffen und die Osteoblasten-Neubildung und wirkt sich daher positiv auf den Knochenaufbau und die Knochengesundheit aus. Bifidobacterium breve und longum-Zusätze helfen bei Laktoseintoleranz.

Vor- und Nachteile von Probiotika Kapseln

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Vorteile

 

  • Ein Vorteil der Kapsel-Präparate ist sicherlich, dass sie eine bestimmte festgelegte Dosis an Bakterienstämmen enthalten.
  • Die Kapseln können nach Gewicht dosiert werden. Je nach kg Körpergewicht wird eine bestimmte Anzahl Kapseln eingenommen. Zudem sind Kapseln sehr gut für unterwegs geeignet.
  • Im Gegensatz zu den gepressten Tabletten enthalten Kapseln viele lebende Bakterien.
  • Der Prozentsatz der ursprünglich vorhandenen Menge, der den Darm erreicht, ist im Endeffekt höher.

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Nachteile

  • Der Nachteil der Kapseln liegt darin, dass sie sich erst auflösen müssen, damit die Bakterienstämme freigesetzt werden und sich an der Darmwand anheften können. Säureresistente Kapseln passieren beispielsweise zunächst unversehrt den Magen.
  • Der Wirkungseintritt kann verzögert sein.
  • Bei Kapseln sollte außerdem darauf geachtet werden, ob sie vegan hergestellt wurden oder Stoffe enthalten sind, die nicht für Vegetarier/Veganer geeignet sind. Kapsel werden zum Beispiel häufig aus Gelatine hergestellt.
  • Weiterhin können Kapseln aufgrund der Größe Probleme beim Schlucken bereiten.
  • Kapsel-Präparate sind oft teurer als andere Produkte.

Vor- und Nachteile von Probiotika Pulver

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Vorteile

  • Mit Probiotika-Pulver kann eine noch individuellere Dosierung vorgenommen werden kann, als mit Kapseln. Es kann mit einer niedrigen Dosierung begonnen werden, die dann je nach Wirkung angepasst und gesteigert werden kann.
  • Zudem wird das Pulver Getränken wie Fruchtsäften, Wasser oder Tee zugemischt, was die Einnahme erleichtert.
  • Bei Pulvern findet man ein großes Angebot verschiedener Produkte.

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Nachteile

  • Der Nachteil kann genannt werden, dass die Pulver wesentlich schlechter für unterwegs geeignet sind, da die Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen muss.
  • Zudem kommt es bei Pulvern wie auch Tabletten häufiger vor, dass Zusatzstoffe zur Haltbarmachung oder Füllstoffe bzw. Trennmittel enthalten sind. Hier sollte die Inhaltsstoffliste genau beachtet werden.

Darmsanierung mit Probiotika

Für eine Darmsanierung hat es sich gezeigt, dass mit einer Kombination aus Kapsel- und Flüssig-Präparaten gute Erfolge erzielt werden. Bei der Darmsanierung geht es in erster Linie um die Regeneration und Reinigung der Darmschleimhaut. Entzündungen sollen geheilt werden. Die Darmflora soll sich stabilisieren und das Immunsystem gestärkt werden. Die „schlechten“ Bakterien und Pilze sollen durch die „guten“ Bakterien ersetzt werden. Zusätzlich werden bei einer Darmsanierung gesundheitsschädliche Stoffwechselprodukte entfernt. Leber und Nieren werden so entlastet. Ziel ist es, die Gesamtgesundheit positiv zu beeinflussen.

Neben der Einnahme von Probiotika sollten Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Fastenkuren, eine gesunde und ausgewogene Ernährung die Darmsanierung begleiten. Zusätzlich können Leinsamen und Flohsamen zum Einsatz kommen. Sie liefern unlösliche Ballaststoffe, stimulieren die Darmmotilität und dienen den probiotischen Kulturen als Präbiotikum. Zudem sollte bei jeder Darmsanierung auf die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit geachtet werden. Eine Menge von 1,8 bis 2 Liter pro Tag (Tee oder Wasser) wird empfohlen.

Eine Darmsanierung kann als Kur über einen Monat durchgeführt werden und bis zu zweimal pro Jahr wiederholt werden.

Was sind die Alternativen zu Probiotika?

In den Fällen, in denen mit Probiotika keine Verbesserung des Zustandes erzielt werden kann oder in denen sogar eine Verschlechterung der Symptome eintritt, sind Alternativen gefragt.

Dass Probiotika nicht vertragen werden, kann mehrere Gründe haben. Zunächst kann es sein, dass das falsche Produkt gewählt wurde. Hat das Präparat keine ausreichende Qualität, sind oft nicht mehr genug lebende Bakterienstämme vorhanden und die Wirkung bleibt aus. Es kann auch sein, dass das Präparat Bakterienstämme enthält, die nicht mit dem Stoffwechsel des Patienten vereinbar sind. In solchen Fällen kann versucht werden, ein anderes, qualitativ hochwertiges Produkt zu wählen oder eines, das eine andere Kombination von probiotischen Bakterien enthält.

Ist der Darm sehr stark entzündet können Probiotika unter Umständen sogar zu einer Verschlimmerung der Symptomatik führen. Hier sollte zunächst ein/e Arzt/Ärztin aufgesucht werden. Zu Beginn einer Probiotika-Therapie kann sich die Symptomatik allerdings kurzfristig ebenfalls verschlimmern, nämlich dann, wenn beim Absterben anderer Bakterien vermehrt Schadstoffe freigesetzt werden oder wenn der Stoffwechsel dabei ist, sich umzustellen. Diese sogenannte „Erstverschlimmerung“ sollte allerdings nach etwa zwei Wochen abgeklungen sein oder sich zumindest deutlich verbessert haben.

Generell sollten Probiotika nur unterstützend zu einer gesunden Lebensweise eingenommen werden. Fetthaltige oder zuckerhaltige Lebensmittel sollten gemieden, Alkohol und Kaffeekonsum eingeschränkt werden. Regelmäßige Bewegung ist ebenso wichtig, wie eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Eine Ernährung, die zusätzlich zu Probiotika die Darmgesundheit unterstützt, kann aus Naturjoghurt, Vollkornprodukten, fermentierten Lebensmitteln, Flohsamen und präbiotischen Nahrungsmitteln wie Bananen, Artischocken oder Spargel bestehen. Wird eine darmschonende Ernährungsweise dauerhaft durchgehalten, kann das eine Alternative zu der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln darstellen.

Wie lange werden Probiotika eingenommen?

Die Einnahme sollte vor (bis zu 30 Minuten) oder direkt zu den Mahlzeiten erfolgen, so ist gewährleistet, dass möglichst viele Bakterien den Darm erreichen und sich an den Darmwänden anheften können. Die Magensäureproduktion ist vor den Mahlzeiten geringer und steigt erst während und nach dem Essen deutlich an. Das salzsäurehaltige Magensekret dient als Schutzfunktion und soll Keime eliminieren, die mit dem Essen aufgenommen werden. Auch die „guten“, probiotischen Bakterien können Schaden nehmen.

Wie lange die Einnahme erfolgt, hängt von dem Zweck ab, der verfolgt wird, sowie von dem persönlichen Ansprechen und Wohlbefinden. Generell sollten Probiotika zunächst einmal länger als zwei Wochen eingenommen werden, um der Darmflora Zeit zu geben, sich zu stabilisieren. Hat nach zwei Wochen die Umstellung stattgefunden und haben eventuelle, anfängliche Nebenwirkungen nachgelassen, kann der Erfolg oder Misserfolg beurteilt werden. Empfehlungen besagen, Probiotika mindestens vier bis zwölf Wochen als Kur einzunehmen.

Bei Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom kann aber auch eine dauerhafte Anwendung angebracht sein. Bei Antibiotika-Therapien wird die Einnahme während der Therapie begonnen und mindestens drei Wochen nach Absetzten des Antibiotikums weitergeführt.

Was ist beim Kauf von Probiotika zu beachten?

Beim Kauf von Probiotika sollte auf die Anzahl der KBE und die Vielfalt der Bakterienstämme geachtet werden. Je mehr Stämme enthalten sind, desto besser. Die natürliche Darmflora eines Menschen enthält mehr als 400 Stämme. Probiotika, die eine große Vielfalt an Stämmen bieten, sollten bevorzugt werden.

Forschungsergebnisse belegen spezifische Wirkungen bestimmter Stämme. Zielt man auf eine bestimmte Wirkung ab, kann es sinnvoll sein, sich genau über die entsprechenden probiotischen Bakterien zu informieren und darauf zu achten, dass diese Stämme in ausreichender Anzahl im Präparat enthalten sind.

Wichtig ist auch, dass das Präparat möglichst viele lebende und wenig inaktive Stämme enthält. Zusatzstoffe wie Zucker, Aromastoffe, Trennmittel oder Süßstoffe sollten nicht enthalten sein.

Kaufkriterien und Qualität

Ein Produkt hochwertiger Qualität zeichnet sich durch folgende Kriterien aus:

  • eine genaue Benennung der enthaltenen Stämme (ein gutes Probiotikum sollte sieben oder mehr unterschiedliche Stämme enthalten)
  • Angabe über die Konzentration der Bakterien (Mindestanzahl lebender Bakterien im Präparat)
  • Haltbarkeitsdauer der Stämme im Präparat
  • empfohlene Einnahmemenge
  • Angaben zur Lagerung (bei vielen Probiotika ist eine Kühlung erforderlich)
  • Kontaktdaten des Herstellers
  • eventuell Herkunft der Stämme
  • Aussagen über den gesundheitlichen Effekt des Präbiotikums, eventuell Studienergebnisse
  • Angaben über weitere Inhaltsstoffe

Zusammensetzung und Inhaltsstoffe

Bei zusätzlichen Inhaltsstoffen kann es sich um Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente handeln, die den Körper und die Gesundheit zusätzlich stärken. Es können aber auch Kräuter- oder Pflanzenextrakte gemeint sein, die eine beruhigende Wirkung auf die Darmschleimhäute ausüben. Weiterhin können Präbiotika zugesetzt sein, die das Wachstum und die Entwicklung der probiotischen Bakterien unterstützen. Die Präparate sollten frei sein von Zusatzstoffen wie Zucker, Aromastoffe, Trenn- oder Süßungsmittel.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Probiotika sind in vielen Preisklassen erhältlich. Je nach Hersteller, Qualität, enthaltenen Stämmen und Formulierung, kann der Preis variieren. Es gibt sowohl Produkte für unter 20 Euro pro 100 g, als auch Präparate für 100 Euro oder mehr pro 100 g. Da es große, individuelle Unterschiede in der Verträglichkeit von Probiotika gibt, kann keine allgemeine Empfehlung gegeben werden, welches Produkt das richtige ist. Es muss ausgetestet werden, mit welchem Produkt die erwünschte Wirkung erzielt werden kann.

Probiotische Präparate oder mit Probiotika angereicherte Lebensmittel sind in vielen Drogeriemärkten, Apotheken und Onlineshops erhältlich.

Probiotika für Veganer

Viele vegane Lebensmittel enthalten von Natur aus Probiotika. Natürlich probiotische Nahrungsmittel wie Sauerkraut, saure Gurken, Oliven, Sojamilch oder -joghurt, Kombucha, Tempeh (veganer Fleischersatz) oder fermentiertes Gemüse, Spargel, Mandeln oder Leinsamen sind häufig im Speiseplan von Veganern enthalten. Milchfreier Kokosnuss-Kefir ist eine weitere probiotische, vegane Alternative. Zudem gibt es vegane, fermentierte Käseersatzprodukte.

Auch Nahrungsergänzungsmittel können als vegane Variante gekauft werden. Hier sollten die Hinweise auf der Packung angeschaut werden. Normalerweise existiert eine Liste der Inhaltsstoffe. Zudem sollte angegeben sein, ob eine rein vegane Herstellung erfolgt ist.

Für Veganer sollten folgende Stoffe nicht im Präparat enthalten sein:

  • Kasein (Milchprotein)
  • Gelatine (Produkt tierischer Herkunft)
  • Honig, Bienenwachs, Gelee Royal etc.
  • Magnesiumstearat
  • Vitamin A (häufig aus Fisch oder Leber)
  • Cholecalciferol

Probiotika-Produkte für Veganer sind nicht unbedingt teurer, als die nicht-veganen Varianten.

Wissenswertes

Ballaststoffe dienen als unlösliche Präbiotika, die das Wachstum und die Aktivität der probiotischen Bakterien unterstützen. Pektin in Obst und Gemüse, Kartoffelstärke, Flohsamen oder Leinsamen gelten als solche Ballaststoffe und können helfen, die Wirkung der Probiotika zu optimieren. Synbiotika sind Präparate, die probiotische Stämme enthalten und zusätzlich mit einem Präbiotikum (zum Beispiel Inulin) versetzt sind. Hier soll eine synergistische Wirkungsweise erzielt werden, erstens zwischen den unterschiedlichen Bakterienstämmen und zweitens zwischen den Bakterienstämmen und dem präbiotischen Stoff, der die Bakterien nährt und das Wachstum fördert.

Wie lange sind Probiotika haltbar?

Mit probiotischen Kulturen versetzte Produkte sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Tabletten oder Pulver können mitunter auch an einem anderen, trockenen und nicht zu warmen Ort gelagert werden. Probiotika verderben nicht unbedingt, sie verlieren aber ihre Wirksamkeit etwa drei Monate nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums – bereits geöffnete und nicht im Kühlschrank gelagerte Produkte eventuell auch wesentlich früher.

Helfen Probiotika beim Abnehmen?

Es wird davon ausgegangen, dass Übergewichtige oder Menschen, die zu Übergewicht neigen, eine andere Darmflora besitzen als Normalgewichtige. Die Firmicutes-Bakterien zum Beispiel, werden auch als „Dickmacher-Bakterien“ bezeichnet. Es handelt sich um Bakterien, die normalerweise unverdauliche Ballaststoffe zersetzen können. Das führt zu einem schnell nachlassenden Sättigungsgefühl und damit zu einer erhöhten Kalorienaufnahme.

Mit der Anwendung von Probiotika und im Speziellen von Lactobacillus gasseri-, plantarum- und rhamnosus-Bakterien kann die Darmflora so beeinflusst werden, dass die Firmicutes-Bakterien reduziert und durch die Abnehmbakterien ersetzt werden. Auch eine Darmsanierung hilft, die Dickmacher loszuwerden Allerdings ist eine solche Therapie nur dann erfolgreich, wenn auch nach der Darmreinigung eine gesunde Ernährung beibehalten wird. Die falschen Bakterien siedeln sich sonst schnell wieder an.

Auch Entzündungen oder Reizungen des Darms können zu Übergewicht führen. Herrschen Entzündungen, ist die Darmbarriere nicht stabil. Wichtige Stoffe werden nicht resorbiert, was das Hungergefühl steigern kann. Werden die Entzündungen bekämpft, können Nährstoffe wieder effektiv aufgenommen werden, der Körper wird optimal versorgt und Heißhungerattacken lassen nach.

Doch nicht alle Stämme oder jedes Probiotikum hilft beim Abnehmen. Stämme, die erwiesenermaßen eine positive Auswirkung auf das Gewicht haben, sind Lactobacilli casei, plantarum, gasseri, acidophilus, reuteri, paracasei, rhamnosus, amylovorus und Bifidibacterium animalis.

Die Nebenwirkungen von Probiotika

Aufgrund der unterschiedlichen Bakterienstämme, die enthalten sind, hat jedes Probiotikum- Präparat andere Eigenschaften und wirkt auf eine spezielle Weise. Daher kann jedes Präparat auch über andere, individuelle Nebenwirkungen verfügen. Der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, eventuelle Vorerkrankungen, die individuelle Darmflora und die Anfälligkeit für mögliche Nebenwirkungen spielen eine große Rolle. Präparate, die bei einem Menschen Nebenwirkungen hervorrufen, bereiten einem anderen vielleicht kaum oder gar keine Probleme.

Menschen mit Kurzdarm-Syndrom allerdings, die einen Teil des Dünndarms operativ entfernt bekommen haben, vertragen Probiotika erwiesenermaßen eher schlecht.

Nebenwirkungen, von denen häufiger berichtet wird und die auftreten können, sind in erster Linie Magen-Darm Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, die sich aber nach einigen Tagen bis Wochen zurückbilden sollten. Nach der Gewöhnung an die Ernährungsumstellung, sobald die Darmflora sich wieder reguliert hat und die neuen Bakterienstämme sich erfolgreich angesiedelt haben, lassen diese Beschwerden nach.

Tritt nach circa zwei Wochen keine Verbesserung der Symptome ein, ist es wahrscheinlich, dass es sich tatsächlich um Nebenwirkungen des Präparats handeln könnte. Diese können aufgrund der enthaltenen Stämme oder aufgrund von Zusatzstoffen verursacht werden. Hier kann versucht werden, auf ein anderes Präparat wechseln, das besser vertragen wird.

Studienergebnisse aus 2018 haben zudem die Frage aufkommen lassen, ob Probiotika eventuell selbst zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms führen können. Bei einer solchen Fehlbesiedlung reichern sich die Laktobakterien aus den Probiotika im Dünndarm übermäßig stark an. Durch die Fermentierung von Kohlenhydraten entstehen Gase im Dünndarm, was starke Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Durchfälle verursachen kann. Bei den Bakterien handelt es sich außerdem um D-Milchsäurebildner. Ist der Dünndarm mit diesen Bakterien überwuchert, werden große Mengen von D-Milchsäure produziert, die schlecht vom Körper metabolisiert werden kann.

Sie wird vom Darm absorbiert und gelangt in die Blutbahn. Das wiederum führt zu einer Übersäuerung des Blutes (Laktatazidose). D-Milchsäure soll zudem negative Auswirkungen auf die Gehirnfunktion haben. So soll sie Konzentrationsprobleme und Verwirrtheit fördern, was häufig direkt oder auch erst mehrere Stunden nach der Einnahme registriert werden kann. Es konnte gezeigt werden, dass Menschen, die exzessiv Probiotika schlucken, 2-3 Mal mehr D-Milchsäure im Blut haben, als Menschen, die keine Probiotika anwenden.

Bisher gelten die Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel. Die Einnahme erfolgt nach eigenem Ermessen der Patienten, was zu Überdosierungen und damit verbundenen Nebenwirkungen führen kann. Eine Kontrolle der richtigen Einnahme durch eine/n Arzt/Ärztin ist daher anzuraten.

Nebenwirkungen können auch beobachtet werden, wenn Patienten an einer verminderten Darmmotilität leiden. Dadurch ist die Darmpassagezeit der Ingesta verlängert und die Bakterien können sich vermehrt ansiedeln. Verminderungen in der Darmmotilität können aufgrund von Erkrankung wie Diabetes oder aufgrund von Medikamenteneinnahmen zustande kommen. Hie sind insbesondere Antidepressiva, Diuretika, Eisenpräparate oder Parkinsonmedikamente zu nennen. Durch die zu lange Darmpassagezeit, können sich die Laktobazillen im Dünndarm ansiedeln, statt in den Dickdarm zu wandern.

Nimmt man zusätzlich Säureblocker gegen Magenbeschwerden ein, kann das dazu führen, dass die Bakterien aus den Probiotika aufgrund der verminderten Magensäuresekretion nicht dezimiert werden. Zu viele Bakterien erreichen den Dünndarm und können dort zu einer Überwucherung führen. Bei Diabetes sollten daher eher Flüssig-Präparate statt Probiotika in säureresistenten Kapseln gewählt werden.

Rein kurzfristige Nebenwirkungen der Probiotika, wie leichte Magen-Darm-Beschwerden, können vermindert werden, wenn die Probiotika zum Essen eingenommen werden und ausreichend Flüssigkeit getrunken wird.

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