Gebärmutterkrebs (Gebärmuttertumoren)

Mit Gebärmuttertumoren bezeichnet man sämtliche Geschwülste der Gebärmutter. Da sie von allen Strukturen ausgehen können, treten sehr unterschiedliche Formen auf. Unter den gutartigen Gebärmuttertumoren sind Leiomyome am häufigsten vertreten, unter den bösartigen das Uteruskarzinom. Durch gestörte Hormoneinwirkung kann es in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zu gutartiger Verdickung und Wucherung der Schleimhaut (Endometriumhyperplasie) und der Ausbildung von Polypen kommen. Besteht diese länger, kann der Übergang in ein bösartiges Endometriumkarzinom erfolgen. Sehr viel seltener gehen bösartige Tumoren vom Stützgewebe aus (Endometriumsarkome). Gutartige Gebärmuttertumoren im Bereich der Muskelschicht (Myometrium) sind häufig (Leiomyome), deren Entartung in ein bösartiges Leiomyosarkom dagegen sehr selten. Zu den gutartigen Veränderungen im Gebärmutterhals (Zervix) zählen virusbedingte Kondylome und Polypen. Krebsvorstufen (Präkanzerosen) des Epithels sind relativ häufig und können zu bösartigen Gebärmuttertumoren entarten (Zervixkarzinome). Seltener sind die vom Stütz- und Muskelgewebe ausgehenden Uterussarkome.

© 1997-2019 | -