Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die FSME (Frühsommer – Meningoencephalitis) ist eine Infektion der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks, die durch virusinfizierte Zecken verursacht wird. Das Virus wird durch den Stich einer blutsaugenden Zecke, meist dem “gemeinen Holzbock” (Ixodes ricinus), mit virushaltigem Speichel übertragen. Bei der FSME kommt es nach einer ersten grippeähnlichen Phase in einer zweiten Phase zur Erkrankung des Zentranervensystems mit entsprechenden neurologischen Symptomen.Bei 30 % aller Erkrankten muß mit bleibenden Folgeschäden wie anhaltenden Kopfschmerzen, Lähmungen, vegetativen Beschwerden oder auch Konzentrationsstörungen gerechnet werden. In Deutschland ist das FSME – Virus hauptsächlich in Gebieten Bayerns und Baden – Württembergs (Bayerischer Wald und Teile des Schwarzwaldes) verbreitet. Außerhalb Deutschlands bestehen sogenannte Endemie – Gebiete in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakischen Republik, Polen, der ehemaligen Sowjetunion sowie in Südschweden und Südfinnland. Für Menschen mit erhöhter Gefährdung, z.B. Förster oder Waldarbeiter, besteht die Möglichkeit einer aktiven Impfung, die aber nicht ganz risikolos ist und auch keinen hundertprozentigen Schutz bietet. Nach Zeckenbissen in einem Endemiegebiet besteht für die Betroffenen die Möglichkeit einer passiven Immunisierung, d.h. der Verabreichung von spezifischen Antikörpern (Immunglobuline) gegen das Virus.

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