Verspannungen

Schmerzen im Bereich der Muskulatur, die auf Verspannungen zurückgehen, sind weit verbreitet. Im Vordergrund stehen Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskeln. Sie können die Ursache für chronische Rückenschmerzen oder Spannungskopfschmerzen sein. Spannungskopfschmerzen zählen zur häufigsten Form von Kopfschmerzen.

Verspannungen: Ursachen/Risikofaktoren

Als Ursachen von Verspannungen kommen Fehlhaltungen, langes Sitzen am Schreibtisch, falsche Sitzhaltung, verdrehte Körperhaltung beim Sitzen, vornüber gebeugte Sitzhaltung (Hals-Nackenbereich wird stark gedehnt), längere Reisen mit Auto, Bahn oder Flugzeug, eine zu weiche Matratze im Bett und zu viel Stress in Frage. Zugluft, Stress oder Erkältungen sind wohl die häufigsten Auslöser von Nackenschmerzen.

Doch denken Sie daran, dass Verspannungsschmerzen im Rücken auch ein Warnsignal für Depressionen sein können, für ständige Überforderung, Frust, Angststörungen, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder in der Familie, mit denen man nicht mehr fertig wird. Was passiert im Muskel? Durch die Fehlbelastung oder Überbelastung werden die Muskeln schlecht durchblutet und nicht mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das macht sie hart und sie beginnen zu schmerzen. Die Entwicklung ist oft schleichend und kann sich über Jahre hinziehen. Die erhöhte Muskelspannung belastet dauerhaft den Bewegungsapparat (Knochen, Sehnen, Bänder), so dass dort die nächsten Probleme vorprogrammiert sind. Der Teufelskreis beginnt mit Schmerzen. Sie führen dazu, dass sich die Muskulatur immer mehr verspannt, wodurch die Schmerzen zunehmen. Auffallend viele Menschen, die mit dem Rücken Probleme haben, verfügen über eine zu schwache Muskulatur, welche mit der Haltearbeit überlastet ist. Dadurch kommt es zu Überdehnungen von Bändern und Sehnen.

Krankheitsbild

Im Vordergrund stehen der Schmerz und die eingeschränkte Beweglichkeit. Der Druck auf bestimmte Muskelgruppen oder Punkte in bestimmten Muskelgruppen lässt aufstöhnen. An diesen Stellen haben sich schmerzhafte Knötchen (Myogelose) gebildet.

INFO Myogelose:
Auch Muskelhärte oder Hartspann genannt. Kennzeichen sind knötchen- oder wulstförmige Verhärtungen der Muskulatur, die sehr schmerzen, wenn man darauf drückt. Kommt vor bei Überbeanspruchung, ständigen Fehlhaltungen, aber auch entzündlichen Muskel- und Gelenk- erkrankungen.

Ein weiteres Kennzeichen sind die Triggerpunkte, deren Berührung ausstrahlende Schmerzen auslöst. Kennzeichen von Verspannungen im Nacken ist der “steife Hals”. Der Kopf kann kaum noch nach rechts und links bewegt werden.

Bis zum Spannungskopfschmerz ist es nur noch ein kleiner Schritt. Der Schmerz ist typischerweise drückend oder ziehend und verstärkt sich bei körperlicher Aktivität im Gegensatz zur Migräne. Die Übelkeit fehlt, aber Lichtscheue und Geräuschempfindlichkeit können vorhanden sein. Die genaue Abgrenzung von der Migräne ist sehr wichtig, da ein Spannungskopfschmerz ganz anders behandelt werden muss als ein Migränekopfschmerz.

Ständiger Stress, innere Unruhe, Überforderung, Frust oder Angststörungen können auch Ursache für Schmerzen im Gesicht sein. Viele verspannen dabei ganz unbewusst die Kaumuskeln, wenn sie krampfhaft (!) versuchen, nach Außen “das Gesicht zu wahren”. Kennzeichen für ein Verspannen im Kaumuskelbereich ist ein Knacken im Kiefergelenk oder die eingeschränkte Beweglichkeit des Unterkiefers.

Auswirkungen

Probleme mit Bandscheiben, Gelenken, Sehnen und Bändern sind die Folge von Verspannungen, da die steifen und harten Muskeln den Körper in einer Fehlstellung fixieren. Gelenke und Wirbel werden fehlbelastet, Sehnen und Bänder verkürzen sich oder werden zu sehr gedehnt.

Die verspannten und harten Muskeln im Nacken drücken auch auf die Blutgefäße. Damit gelangt weniger Blut und Sauerstoff ins Gehirn, was sich in Kreislaufstörungen, Schwindel und Unwohlsein äußert.

Wenn der Körper bei falscher Sitzhaltung ständig nach vorn gebeugt ist, können Verdauungsstörungen auftreten. Wenn ein Schmerzzustand zu lange anhält, können sich die Schmerzen verselbständigen und chronisch werden. 17 % aller Neuzugänge von Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten sind Folgen von Rückenschmerzen!
In Deutschland leiden 70 Prozent der Menschen zumindest zeitweise an Kopfschmerzen. Von ihnen hat wiederum etwa die Hälfte Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Eine von vielen Ursachen sind Muskelverspannungen.
Folgen ständiger Schmerzen sind Rückzug, Passivität und Depression, in deren Folge sich die Schmerzen noch verstärken.

Erkennung/Untersuchungen

Sind Muskelverspannungen die Ursache von Rückenschmerzen, dann sind oft druckempfindliche verhärtete Punkte (Triggerpunkt und Hartspann) in den Muskelsträngen tastbar. Ein Druck auf einen Triggerpunkt löst einen ausstrahlenden Schmerz und gelegentlich Muskelzuckungen aus. Der Schmerz ist meist auf ein Areal begrenzt.

Sind die Schmerzen nicht eindeutig auf Muskelverspannungen zurückzuführen, wird der Arzt die Beweglichkeit der Wirbelsäule testen. Eventuell ist sie der Ausgangspunkt der Schmerzen. Genauso wie Muskelverspannungen durch die damit verbundene aufgezwungene Fehlhaltung über längere Zeit Wirbel und Gelenke schädigen können, sind mitunter Veränderungen an der Wirbelsäule oder den Gelenken (z. B. verschiedene Länge der Beine) die Ursache von Muskelverspannungen und Muskelschmerzen. Ein Beispiel ist die Skoliose.

Je nach Befund wird der Arzt eine weitere Diagnostik veranlassen. Zum Beispiel Laboruntersuchungen, um entzündliche Erkrankungen auszuschließen, bildgebende Verfahren zum Ausschluss von Knochenveränderungen oder Haltungsschäden, ein Skelettszintigramm wenn ein Verdacht auf Tumor, Metastasen oder Entzündungen im knöchernen Bereich besteht.

Bei Verdacht auf einen Spannungskopfschmerz ist es wichtig, dass Ihr Arzt möglichst viele Informationen von Ihnen erhält. Beschreiben Sie Ihre eigenen Beobachtungen: Wann tritt der Schmerz auf, in welchen Situationen, wie lange hält er an, ist er von anderen Symptomen wie z. B. Übelkeit, Schwindel begleitet, welche Qualität hat der Schmerz (dumpf, drückend, pochend, ziehend….), haben Sie Schlafstörungen.
Es ist sinnvoll, ein Kopfschmerztagebuch oder einen Kopfschmerzkalender zu führen und dort jeden Tag alle Beobachtungen einzutragen. Bei Kopfschmerz vom Spannungstyp ist oft der Druck auf bestimmte Stellen in der Kopfmuskulatur schmerzhaft – ähnlich wie bei den Triggerpunkten und Muskelhartspann in der Rückenmuskulatur.

Therapie

Trotz Schmerzen sollten Sie versuchen in Bewegung zu bleiben. Sind die Schmerzen so stark, dass sie die Bewegung einschränken, kann ein Schmerzmittel sinnvoll sein.

Bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp sollten Muskelrelaxantien nur in seltenen Ausnahmefällen eingenommen werden. Sie reduzieren bei krankhaft angespannter Muskulatur die Anspannung und damit die Schmerzen. Länger eingenommen, können sie zu einer psychischen Abhängigkeit führen und Nebenwirkungen wie Schwindel oder Müdigkeit hervorrufen. Außerdem sind viele Spannungskopfschmerzen nicht direkt auf eine Muskelverspannung zurückzuführen. Meist gut verträgliche Schmerzmittel sind Acetylsalicylsäure und Paracetamol.

Als pflanzliches Mittel gegen Schmerzen eignet sich Pfefferminzöl , das äußerlich angewandt wird. Bei Kopfschmerzen reibt man es ein in die Stirn-, Schläfen- und Nackenregion ein. Schon 15 bis 30 Minuten nach dem Einreiben lassen die Kopfschmerzen deutlich nach. Es ist eine gut verträgliche Alternative zu Medikamenten und schont Magen und Leber.

Eine weitere pflanzliche Alternative zur Schmerzbehandlung ist der Weidenrindentee. Dieser Auszug aus Weidenrinden enthält verschiedene Inhaltsstoffe, die im Körper zur schmerzlindernden Salizylsäure umgebaut werden – einem ähnlichen Stoff wie Acetylsalicylsäure. Da der Körper die Salicylsäure erst aus den Inhaltsstoffen bilden muss, setzt die Wirkung verzögert ein. Deshalb eignet sich die Weidenrinde gut zur Behandlung von leichten bis mäßig chronischen Schmerzzuständen, weniger von Akutschmerzen. Der Vorteil ist, dass bisher keine Störungen der Blutgerinnung nachgewiesen werden konnte wie bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure Info in Tablettenform.

Auch die Teufelskralle (Hapargophytum procumbens)eignet sich als pflanzliches Mittel zur Schmerzbehandlung. Sie setzten schon die Naturvölkern bei Muskelschmerzen ein. Verwendet wird ein Extrakt aus der Teufelskrallenwurzel, der auch als Fertigarzneimittel erhältlich ist. Die Pflanze stammt aus Südamerika. Die Inhaltsstoffe wirken schwach schmerzlindernd. Da die Verträglichkeit gut ist, eignet sich dieses pflanzliche Medikament auch zur längerfristigen Einnahme bei Rücken- und Kopfschmerzen. Wer unter Gallensteinen leidet, sollte Teufelskrallenextrakt allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür dürfen den Extrakt nicht einnehmen.

Nicht medikamentöse Therapieverfahren

Die nichtmedikamentösen Behandlungen stehen bei Schmerzen, die auf Verspannungen zurückzuführen sind, stark im Vordergrund. Das oberste Gebot lautet, die Muskeln immer gut warm zu halten.

Wärmebehandlungen:

Wärme steht bei Muskelverspannungen an erster Stelle. Sie steigert die Durchblutung und lockert die Muskeln. Das Bindegewebe wird elastischer und die Gelenkschmiere flüssiger. Als Wärmeanwendungen bieten sich warme Umschläge, warme Bäder (mit Zusätzen, die Muskeln lockern wie z. B. Wacholder), Dampfbäder, Infrarotlicht, Sauna, durchblutungsfördernde Pflaster oder Salben (in Apotheken erhältlich) an.

Chiropraktische Maßnahmen

Sie zeigen gute Erfolge, wenn Blockierungen oder Fehlstellungen vorhanden sind, welche für die Muskelverspannungen verantwortlich sind. Die Blockierungen werden mit bestimmten Grifftechniken gelöst. Diese Maßnahmen müssen – vor allem im Halswirbelsäulenbereich – mit großer Sorgfalt von einem gut geschulten Chiropraktiker durchgeführt werden.

Massagen

Massagen lösen Muskelverspannungen und machen das Bindegewebe elastisch. Es gibt verschiedene Massagetechniken. Massagen eignen sich nicht bei Blutgerinnungsstörungen oder frischen Verletzungen.

Stretch und spray

Diese Methode eignet sich gut bei Muskelverspannungen. Ein Kältespray wird auf die schmerzhafte Muskelpartie gesprüht. Dadurch wird die Stelle schmerzunempfindlich und der Muskel kann jetzt entgegen seiner Zugrichtung gedehnt werden. Im Anschluss erfolgt eine Wärmebehandlung, um den Muskel zu lockern.

Injektion von Lokalanästhetika

Häufig werden bei Rückenschmerzen aufgrund von Muskelverspannungen niedrig konzentrierte Lokalanästhetika in einen Triggerpunkt gespritzt. Die Behandlung muss manchmal mehrfach wiederholt werden, bis der Teufelskreis Schmerz-Verspannung-Schmerz unterbrochen ist. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen. Diese Methode darf nicht bei Gerinnungsstörungen, akuten Entzündungen und schwerer Herzkrankheit zum Einsatz kommen.

Ultraschall

Ultraschallwellen erzeugen eine Vibration, wobei die Schallwellen etwa acht Zentimeter tief eindringen. Dies fördert die Durchblutung und lockert die Muskeln auch in tieferen Schichten. Auch Verklebungen, die durch alte Entzündungen entstanden sind, lösen sich. Man vermutet, dass der Ultraschall auch die Schmerzweiterleitung der Nerven beeinflusst.

TENS (Transcutane elektrische Nervenstimulation)

Bei diesem Verfahren werden Nervenendigungen an Triggerpunkten oder Akupunkturpunkten elektrisch stimuliert. Dadurch kommt es zu einer Schmerzreduktion. Diese Methode wirkt auf ähnliche Weise wie Injektionen von Lokalanästhetika.

Krankengymnastik

Hier werden unter anderem Dehnungsübungen zur Lockerung der Muskulatur mit aktiven Übungen zum Aufbau der Muskulatur kombiniert.

Rückenschule

Sie ist sehr empfehlenswert für Patienten mit häufig wiederkehrenden oder chronischen Rückenschmerzen. Die Patienten lernen alltägliche Tätigkeiten auszuführen, ohne dabei den Rücken unnötig zu belasten.

Entspannungsverfahren

Durch autogenes Training, das regelmäßig durchgeführt wird, können Sie bewusst ein tiefes Entspannungsgefühl herbeiführen und die Muskeln dabei sehr gut lockern.
Bei der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen lernen Sie bestimmte Muskelgruppen zu entspannen, indem Sie diese erst anspannen und dann locker lassen.

Biofeedback ist eine Methode, bei der man lernt seine vegetativen Körperfunktionen bewusst zu beeinflussen. Sie erhalten z. B. eine Rückmeldung über Ihre Muskelanspannung durch ein Tonsignal, dessen Lautstärke von der Muskelanspannung abhängt

Vorsorge

Die Muskeln übernehmen einen Großteil der Haltearbeit und entlasten Sehnen, Gelenke und Wirbelsäule. Auffällig viele Rückenschmerzpatienten haben eine unterentwickelte Muskulatur. Wichtig ist daher das Muskeltraining. Seine Muskeln kann man z. B. im Fitnessstudio trainieren, aber auch durch regelmäßige Yogaübungen. Empfehlenswert sind Krankengymnastik und Rückenschule. In der Rückenschule lernt man wie man z. B. Lasten hochhebt ohne den Rücken zu sehr zu belasten (immer aus der Kniebeuge heraus).

Werfen Sie einen kritischen Blick auf Ihren Arbeitsplatz und Ihre Sitzhaltung. Eine vornüber gebeugte Sitzhaltung dehnt die Muskeln im Nacken-Hals-Bereich und kann zu heftigen Kopfschmerzen führen. Prüfen Sie den Sehabstand zum Bildschirm. Der Bildschirm darf nicht spiegeln. Ist Ihre Sehkraft noch ausreichend gut oder brauchen Sie eine neue Brille? Wenn Sie ständig die Augen anstrengen, verspannt das viele Muskeln. Prüfen Sie Ihre Körperhaltung – Sitzen Sie etwa verdreht? Muskelschmerzen stellen sich auch ein, wenn die Arme und Beine zu stark abgewinkelt sind. Das passiert, wenn Tisch oder Stuhl zu niedrig sind.

Kleine Leute sollten wiederum einen Fußschemel benutzen. Die Muskeln schmerzen auch, wenn die Beine im Sitzen nach unten hängen. Machen Sie regelmäßig Lockerungsübungen, um die Muskeln zu entspannen. Planen Sie Ihre Entspannungspausen und wechseln Sie so häufig wie möglich zwischen Sitzen und Gehen.

Sparen Sie auch nicht an der Matratze. Sie sollte weder zu hart noch zu weich und gut gepolstert sein. Reduzieren Sie Übergewicht. Auch das strapaziert die Muskeln. Vermeiden Sie Zugluft. Wenn Sie immer wieder unter einem steifen Nacken leiden, dann tragen Sie ein leichtes Seidentuch um den Hals, um ihn vor Zugluft zu schützen.
Zur Lockerung der Muskeln eignen sich außerdem gut Tai Chi Chuan oder Aqua Jogging.

Häufige Fragen

Ich leide unter Spannungskopfschmerz. Ist der Spannungskopfschmerz allein auf Muskelverspannungen zurückzuführen?

Muskelverspannungen können ein Grund sein, aber nicht der einzige. Die genauen Abläufe der Schmerzentstehung sind noch nicht geklärt. Es gibt Untersuchungen, wonach eine Störung der körpereigenen Schmerzabwehr besteht. Im Gehirn gibt es eine Art Schmerzfilter, bei dem der Botenstoff Serotonin eine Rolle spielt. Durch ständige Schmerzreize wie ein dauernd angespannter Nacken oder durch Stress, wenig Schlaf oder Alkohol werden die Botenstoffe, die den Schmerzfilter regulieren, verbraucht und das Gehirn nimmt Schmerzen wahr. Bei manchen könnte bereits im Ruhezustand ein relativer Mangel dieser Botenstoffe vorhanden sein. Das erklärt, weshalb manche Menschen schon bei geringen Reizen Kopfschmerzen bekommen. Wer dazu neigt, sollte also besonders darauf aufpassen, seine Muskeln nicht durch eine falsche Sitzhaltung zu verspannen.

Wie unterscheiden sich der Schmerz, der von einer Muskelverspannung hervorgerufen wird, von einer Fibromyalgie?

Gemeinsamkeiten mit einer Fibromyalgie sind nicht von der Hand zu weisen: Die Muskeln schmerzen, der Druck auf die Muskeln schmerzt, Wärme und leichte körperliche Bewegung bessern in beiden Fällen die Schmerzen und die Patienten klagen über Müdigkeit und schlechten Schlaf.

Der Druck mit dem Finger zeigt aber meist schnell, um welchen Schmerzzustand es sich handelt. Sind Muskelverspannungen die Ursache, findet man oft Triggerpunkte in den verhärteten Muskelsträngen. Der Druck löst ausstrahlende Schmerzen aus und häufig eine lokale Muskelzuckung. Die Schmerzausstrahlung beschränkt sich auf ein begrenztes Areal.

Auch bei der Fibromyalgie gibt es schmerzempfindliche Punkte. Sie heißen in diesem Fall Tender points. Die Tender points sind zwar auch druckempfindlich, doch löst der Druck auf diese Punkte keine ausstrahlenden Schmerzen aus. Eine Injektion in die Triggerpunkte führt zu einer deutlichen Schmerzreduktion, eine Injektion in die Tender points hingegen nicht.

Einen Hinweis liefert auch der Beginn der Schmerzen, denn Schmerzen aufgrund von Muskelverspannungen beginnen akut, eine Fibromyalgie beginnt schleichend.
Zusätzlich sind bei der Fibromyalgie noch vegetative Symptome vorhanden wie zum Beispiel trockener Mund, starkes Schwitzen oder Zittern der Hände.

wichtige Adressen

Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) e. V.
Lingener Str. 12
48155 Münster
Tel.: 0251/6090707

Aktion Gesunder Rücken e. V.
Postfach 1361
27423 Bremervörde
Tel.: 04761/979179
Fax: 04761/979180
e-Mail: Info@AGR -EV.de

Bundesverband WIRBEL e. V. Dortmund
Am Oelpfad 1-3
44263 Dortmund-Hörde
Tel.: 0231/417029

AOK-Selbsthilfeservice
Schmerzklinik Kiel
Heikendorfer Weg 9 – 27
24149 Kiel
Tel.: 0431/2009939

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