Niacin

Niacin ist ein Schlüsselstoff für die Energiegewinnung und -bereitstellung sowie den Sauerstofftransport im Blut und die Reparatur geschädigter Erbinformation, wirkt daher der Entstehung von Krebs und vorzeitigen Alterungsprozessen entgegen. Es trägt zur Funktion von Nervensystem und Magen-Darm-Trakt bei.

Mangelerscheinungen treten vor allem bei eiweißarmer und/oder vollvegetarischer Ernährung auf:

rauhe Haut glanzlose, strohige Haare
hochrote, geschwollene Zunge entzündete Mundschleimhaut
Appetitlosigkeit Erbrechen
Verdauungsstörungen Schlaflosigkeit
Gedächtnisstörungen Kopfschmerzen

in schweren Fällen: Schüttelkrämpfe, Depression, Psychose

Bedarf:

15-18 Milligramm pro Tag. Bei Überdosierung (mehr als 100 Milligramm pro Tag):

Gefäßerweiterung Hautjucken
Übelkeit Allergien
Verschlechterung einer bestehenden Gicht

Quellen:

Leber Fleisch
Fisch in geringen Mengen: Pfifferlinge, Getreidesprossen, Grünkohl

Weitere Hinweise

Natürliche Vitaminquellen sind generell besser als Pillen und Pulver, weil in den Nahrungsmitteln Begleitstoffe enthalten sind, die die Aufnahme der Vitamine wesentlich verbessern. Flavonoide z. B., Farbstoffe, die in allen Pflanzen vorkommen, verstärken die biologische Wirkung von Vitamin C um das 30- bis 50fache.

Viele Vitamine zersetzen sich unter dem Einfluss von Hitze, Licht und Sauerstoff, d. h. man sollte Frischkost nicht zu lange lagern und roh essen bzw. nur kurz kochen oder braten.
Wählt man eine Ernährungsform, die bestimmte Nahrungsmittel ausschließt, so muss man verstärkt Sorge tragen, dadurch entstehende Vitamindefizite auszugleichen. Eine vollwertige vegetarische Ernährung z. B. kann man nicht dadurch erreichen, dass man aus der in Mitteleuropa üblichen Mischkost einfach das Fleisch weglässt. Der so entstandene Mangel an Eiweiß und Vitaminen muss durch den verstärkten Verzehr von Hülsenfrüchten, Hefe und bestimmten Gemüsesorten ausgeglichen werden.

Kategorie: Vitamine
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