Menstruationsbeschwerden – Prämenstruelles Syndrom (PMS), Dysmenorrhoe, Blutungsunregelmäßigkeiten

Jede Frau wurde in ihrem Leben auf die eine oder andere Weise schon einmal damit konfrontiert – Menstruationsbeschwerden. Oft leiden betroffene Frauen über viele Jahre und glauben, dass ihnen nicht geholfen werden kann. Die Beschwerden sind unterschiedlichster Art: starke Schmerzen vor und während der Menstruation sowie unregelmäßige Blutungen sind nur ein Teil der auftretenden Übel. Denn auch das Spannen der Brüste, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, die sogar bis zur Migräne gehen können, werden mit der Monatsblutung in Verbindung gebracht. Um Ihnen einen umfassenden Einblick geben zu können, gehen die folgenden Seiten auf drei mögliche Krankheitsbilder ein: das prämenstruelle Syndrom (PMS), die Dysmenorrhoe und Blutungsunregelmäßigkeiten.

INFO Prämenstruelles Syndrom (PMS)
zusammenfassender Begriff für charakteristische Beschwerden, der körperliche und psychische Veränderungen von individuell unterschiedlicher Intensität beschreibt. Hierzu gehören Stimmungsschwankungen, Nervosität, schmerzhafte Schwellungen und Spannungen in der Brust, Hitzewallungen, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, depressive Verstimmung, Verdauungsbeschwerden und Gewichtsschwankungen durch Flüssigkeitseinlagerung. Meist beginnen diese Beschwerden einige Tage nach der Zyklusmitte (Eisprung) und klingen mit Beginn der Monatsblutung ab.

 

 

INFO Dysmenorrhoe
schmerzhafte Menstruation. Die Schmerzen sind teilweise krampfartig und werden evtl. von Übelkeit und Kreislaufbeschwerden begleitet. Man unterscheidet bei der Dysmenorrhoe die primäre Dysmenorrhoe seit der allerersten Menstruation (= Menarche) von der sekundären Dysmenorrhoe, die im allgemeinen nur bei ovulatorischen Zyklen, d.h. Zyklen in denen ein Eisprung stattfindet, auftritt.

Ursachen/ Risikofaktoren

Die Ursache für Zyklusunregelmäßigkeiten ist meist hormonell bedingt.
Die Ursache für das prämenstruelle Syndrom ist nicht vollständig geklärt. Hormonelle Veränderungen vor und während der Periode spielen in jedem Fall eine Rolle; daneben wird eine Fehlfunktion der Schilddrüse, die bei Frauen häufiger als bei Männern auftritt, diskutiert. Für die Dysmenorrhoe Info gibt es mehrere Ursachen. Eine der organischen Ursachen ist eine Erkrankung, die Endometriose Info genannt wird. Bei dieser Krankheit beginnen die Schmerzen häufig 1-2 Tage vor der Monatsblutung und klingen mit dem Einsetzen der Blutung langsam ab. Oft findet man bei diesen Patientinnen das Phänomen der Dyspareunie Info. Weitere mögliche Ursachen sind organische Erkrankungen der Gebärmutter, wie z.B. Entzündungen, Myome Info, Tumore oder ein verengter Gebärmutterhals (Zervixstenose). Manchmal kann ein auch vergessenes Intra-Uterin-Pessar die Ursache sein. Weiterhin gibt es die Möglichkeit funktioneller Störungen, die v.a. hormonaler und vegetativer Natur sind.

Allen Menstruationsbeschwerden gemein ist eine mögliche psychosomatische bzw. psychische Ursache. Kann sich eine Frau mit ihrer weiblichen Rolle nicht recht identifizieren, liegt es nahe, dass sie Probleme besonders an den Tagen ihrer Menstruation bekommt. Partnerkonflikte, familiäre Probleme und eine berufliche Überlastung spielen ebenfalls eine Rolle. Allerdings sollte man diese persönlichen Ursachen keinesfalls ausschließlich für die Menstruationsbeschwerden verantwortlich machen und etwa die körperlichen Beschwerden der Patientinnen vernachlässigen.

INFO Dysmenorrhoe
schmerzhafte Menstruation. Die Schmerzen sind teilweise krampfartig und werden evtl. von Übelkeit und Kreislaufbeschwerden begleitet. Man unterscheidet bei der Dysmenorrhoe die primäre Dysmenorrhoe seit der allerersten Menstruation (= Menarche) von der sekundären Dysmenorrhoe, die im allgemeinen nur bei ovulatorischen Zyklen, d.h. Zyklen in denen ein Eisprung stattfindet, auftritt.

 

 

INFO Endometriose
Die Endometriose beschreibt eine Erkrankung, bei der die Schleimhaut der Gebärmutter auch außerhalb der üblichen Region vorkommt. Die Gebärmutterschleimhaut hat sich dann oft auf die Gebärmuttermuskulatur und/oder die Eileiter ausgebreitet, steht aber mit der normalen Gebärmutterschleimhaut in Verbindung. in selteneren Fällen wächst die Gebärmutterschleimhaut in den Eierstöcken oder ganz außerhalb vom Genitalbereich, in der Bauchdecke, in der Harnblase oder in der Lunge. Natürlich ist dieses Gewebe den gleichen zyklischen Veränderungen wie die Gebärmutterschleimhaut selbst unterworfen. Deshalb treten vor allem mit dem Menstruationszyklus assoziierte Schmerzen (Dysmenorrhoe) von zunehmender Intensität auf (fehlender Abfluss des Menstruationsblutes führt zu Verwachsungen und Verklebungen). Möglich ist auch ein Dauerschmerz. Die Endometriose kann die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein, da sie u.a. zu Verwachsungen der Eileiter führen kann. Denkbar ist eine operative Entfernung der Herde, im Anschluss daran ist eine Hormontherapie erforderlich. Bei geringere Ausprägung der Erkrankung ist auch eine alleinige Hormontherapie denkbar.

 

 

INFO Dyspareunie
Schmerzen, die eine Frau während des Geschlechtsverkehrs hat. Die Ursache kann eine Endometriose sein, die zu inneren Verklebungen führt. Aber auch psychische Belastungen v.a. durch die Partnerschaft können diese Schmerzen auslösen.

 

 

INFO Myom
Gutartiger Tumor, der überwiegend aus Muskelzellen der Gebärmutter besteht und einen scharf abgegrenzten Knoten in der Gebärmutter bildet. Kann je nach Lage die unterschiedlichsten Beschwerden verursachen.

Krankheitsbild

Die Anzeichen für Menstruationsbeschwerden können unterschiedlich sein. Oft vergisst frau, dass die bestehenden Beschwerden ursächlich bei der Monatsblutung liegen, da sie so vielfältig sind. Schmerzen im Unterleib und im Rücken in Form von Dauerschmerzen oder einem wellenartigen Schmerz können auf eine bestehende Dymenorrhoe hinweisen. Als Dysmenorrhoe bezeichnet man die schmerzhafte Menstruation. Die Schmerzen sind teilweise krampfartig und werden evtl. von Übelkeit und Kreislaufbeschwerden begleitet. Man unterscheidet bei der Dysmenorrhoe die primäre Dysmenorrhoe seit der allerersten Menstruation (= Menarche) von der sekundären Dysmenorrhoe, die im allgemeinen nur bei ovulatorischen Zyklen, d.h. Zyklen in denen ein Eisprung stattfindet, auftritt.
Spielen Körper und Seele verrückt; Stimmungsschwankungen und Nervosität können Anzeichen für ein prämenstruelles Syndrom sein. Sie fühlen sich schlapp und ausgelaugt, reagieren gereizt im Job und zu Hause und können sich nur schlecht konzentrieren. Wenn dann noch körperliche Beschwerden wie empfindliche Brüste, Hitzewallungen, Gewichtszunahme in Folge von Wassereinlagerung im Gewebe, Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen hinzu kommen, kann man den Frust vieler Frauen vor und während „der” Tage verstehen.

Blutungsunregelmäßigkeitenstörungen können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen: die Möglichkeiten schwanken zwischen wenigen Tagen Pausen zwischen den Blutungen bis hin zum vollständigen Ausbleiben der Periode. Einen Überblick soll die nachfolgende Tabelle geben. Die angegebenen Werte sind nur als Richtgrößen zu verstehen. Eine medizinische Diagnose kann letztendlich nur Ihr Frauenarzt stellen. Ein durchschnittlicher Zyklus dauert 28 Tage. Die Menstruation dauert durchschnittlich 5 Tage an

Definition der Blutungsunregelmäßigkeiten*

Veränderungen der Blutungsdauer
Menorrhagie Verlängerte Periodenblutung

> 6 Tage

Brachymenorrhoe Verkürzte Periodenblutung

< 3 Tage

Veränderungen der Blutungsstärke
Hypermenorrhoe Verstärkte Periodenblutung

> 5 Vorlagen/Tag

Hypomenorrhoe Verminderte Periodenblutung

< 2 Vorlagen/Tag

Spotting Schmierblutung vor und nach der Periode, auch miiten im Zyklus (oft Hinweis auf den monatlichen Eisprung)
Metrorrhagie Zusatzblutung außerhalb der Periode
Veränderungen der Blutungshäufigkeit
Polymenorrhoe Unregelmäßig oder regelmäßig verkürzte Zyklen

Zyklus
< 25 Tage

Oligomenorrhoe stark verlängerte Zyklen

Zyklus
>35 Tage

Sekundäre* Amenorrhoe keine Periodenblutung

> 3 Monate

*Tabelle modifiziert nach Görke: Klinikleitfaden der Gynäkologie und Geburtshilfe
** bedeutet, dass die Patientin bereits (normal) menstruiert hat. Hatte eine Frau noch nie eine Periodenblutung, nennt das eine primäre Amenorrhoe.

Auswirkungen

Viele Frauen reagieren während ihrer Menstruation gereizt. Bestehende Spannungen werden dadurch verstärkt. Die körperlichen Beschwerden senken die Aufnahmekapazität und Leistungsfähigkeit im beruflichen Leben. Die Patientinnen kommen sich teilweise minderwertig vor und haben Selbstzweifel. Betroffene Frauen schämen sich und vermeiden das Problem mit der Person, die es besonders betrifft, dem Intimpartner, zu besprechen. Ein Teufelskreis beginnt, der aber durch einen Besuch beim Gynäkologen ein abruptes Ende finden kann.

Erkennung/Untersuchungen

Die Vielzahl der Symptome scheint eine Abklärung nicht unbedingt zu erleichtern. Doch meist führt gerade die Vielfältigkeit der von den Patientinnen geschilderten Beschwerden auf die richtige Spur. Wenn Ihr Arzt oder Ihre Frauenärztin also eine ausführliche Anamnese (Krankheitsgeschichte) erhebt, scheuen Sie sich nicht, alle Probleme zu erzählen. Denn nur so kann Ihnen tatsächlich geholfen werden. Um eventuelle ernsthaftere Unterleibserkrankungen ausschließen zu können, ist eine eingehende gynäkologische Untersuchung notwendig.

Therapie

Die Therapiemöglichkeiten sind so verschieden wie die Symptome. Eine deutliche Besserung ist oft schon durch die Aufklärung der Ursache möglich. Auf diesem Weg kann den Patientinnen die Angst vor möglichen schweren Erkrankungen genommen werden, und sie erfährt, dass ihr „persönliches Problem” kein Einzelfall ist.
Beim prämenstruellen Syndrom hilft regelmäßige Bewegung. Sanfte Bewegung kann entspannen, spezielle gymnastische Übungen fördern die Entspannung. Fahrrad fahren oder Spazieren gehen fördert die Durchblutung des Beckens, wodurch innere Verkrampfungen gelöst werden, die durch die Schmerzen verursacht wurden. Außerdem tut jede Form von Wärme gut: Sauna, ein warmes Bad oder eine Wärmflasche auf dem Bauch kann Gebärmutterkrämpfe lösen. Im Handel befinden sich Mittel, die Gänsefingerkraut und Mönchspfeffer enthalten, und zur pflanzlichen Behandlung des prämenstruellen Syndroms eingesetzt werden. Gleichfalls hilft Tee aus Gänsefingerkraut. Fischöl oder Magnesium beugen bei regelmäßiger Einahme den krampfartigen Schmerzen vor. Auch die klassische Homöopathie und die Akupunktur können weiterhelfen. Ein gängiges homöopatisches Mittel zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms ist Cimicifuga.

Die durch den Arzt und die Frauen angestrebte Änderung der ursächlichen Lebensumstände ist oft gar nicht oder wenigstens nicht sofort möglich. Deshalb behilft man sich in diesen Fällen vorerst mit einer symptomatischen Therapie, z.B. mit lindernden Schmerzmitteln (Paracetamol, Ibuprofen) oder krampflösenden Präparaten. Auch die Akupunktur verspricht Erfolge. Bei unregelmäßigen Blutungen kann das hormonelle Ungleichgewicht z.B. durch die Gabe einer Antibabypille oder andere gezielter wirksame Hormonpräparate ausgeglichen werden. Liegen organische Ursachen zugrunde, müssen sie häufig durch eine operative oder hormonelle Behandlung behandelt werden.

Vorsorge

In jedem Fall sollten Sie Ihre Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen und eine Abklärung durch Ihren Frauenarzt veranlassen. Wie Ihnen in den vorangegangenen Kapiteln sicherlich bereits aufgefallen ist, können Sie selbst sehr viel zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen. Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie dafür, dass Sie sich körperlich wohl fühlen. (Bewegung, gesundes Essen, Sauna, Entspannung etc.). Planen Sie keine besonderen Aktionen oder extremen Anstrengungen für die Tage während und vor der Menstruation ein. Sport und Aktivitäten wirken sich solange positiv aus, solange sie Ihnen Spaß machen. Bei Gewichtszunahme und dicken Beinen in der zweiten Zyklushälfte, beides ein Hinweis auf Wassereinlagerung im Gewebe, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Salzverbrauch reduzieren. Würzen Sie statt dessen mit frischen Kräutern! Bei Depressionen und Stimmungsschwankungen können auch pflanzliche Arzneimittel helfen, z.B. Johanniskraut oder Kava-Kava.

Magnesiumpräparate (ca. 300 mg/Tag, am besten in einer Dosis) können sich positiv auf Unterleibsschmerzen auswirken, da sie zur Entspannung der verkrampften Muskeln beitragen. Sie erhalten Magnesium rezeptfrei in Tabletten- oder Pulverform in Drogeriemärkten und Apotheken. Denken Sie auch an die entkrampfende Wirkung von Wärme.

Pflanzliche und homöopathische Arzneimittel können vorbeugend und bei bereits bestehendem prämenstruellem Syndrom eingenommen werden, da sie zyklusregulierend wirken. Erkundigen Sie sich nach derartigen Präparaten bei Ihrem Apotheker. Präparate mit Borretschöl, Nachtkerzenöl oder Fischöl zum Einnehmen enthalten Linolsäure und andere ungesättigte Fettsäuren und reduzieren so das Auftreten von Beschwerden des prämenstruellen Syndroms. Vitamin B-Präparate können sich bei regelmäßiger vorbeugender Einnahme ebenfalls positiv auswirken.

Häufige Fragen

Manchmal bekomme ich meine Periode bis zu einer Woche früher. Muss ich mir deshalb Sorgen machen?
Die Ursache für die Unregelmäßigkeiten kann unterschiedlicher Natur sein. Monate, in denen es nicht zum Eisprung kommt (sog. anovulatorische Zyklen) sind neben Stress-Situationen (beruflicher Neuanfang, Umzug etc.) und Jetlags durch Reisen mögliche Erklärungen. Sollten Sie dabei auch starke Schmerzen und Unterbauchkrämpfe haben, suchen Sie besser einen Gynäkologen auf. In diesem Fall könnte nämlich eine Bauchhöhlenschwangerschaft mit einer Reizung des Bauchfells vorliegen.

Ich bin jetzt 21 Jahre alt und hatte noch nie eine Periode. Leide ich an einer schweren Erkrankung?
Mädchen, die ansonsten normal entwickelt sind (Zeichen: Brust, Achsel- und Schamhaare), sollten einen Gynäkologen aufsuchen. Neben Fehlentwicklungen der Geschlechtsorgane kann auch ein Verschluss des Jungfernhäutchens die Ursache dafür sein. In diesem Zusammenhang treten meist „monatliche Bauchschmerzen” auf. Denn eigentlich bekommt die Patientin ihre Periode, aber das Menstruationsblut kann nicht abfließen. Bei nicht altersgerecht entwickelten Mädchen (s.o.) kann eine genetische Erkrankung vorliegen. Auch in diesem Fall muss eine Abklärung durch den Arzt erfolgen.

Ist es normal, dass man bei Einnahme der Pille keine Periode hat ?
Die Pille lässt die Periode oft verkürzt und vermindert auftreten. Manchmal kann die Periode auch ganz verschwinden. Dann sollte in Abstimmung mit dem Arzt das Präparat gewechselt werden. Wurde die Pille zwischendurch vergessen oder erbrochen, kann auch eine Schwangerschaft die Ursache für die ausbleibende Periode sein.

Ich bin 19 Jahre alt , meine Menstruation wechselt ständig in Dauer und Stärke der Blutungen. Muss ich mich beunruhigen?
Bei jungen Mädchen stellt sich der Körper mit seinem Hormonhaushalt auf das „Frau-sein” um. Dabei kommt es häufig zu Unregelmäßigkeiten bei der Periode. Sie kann auch für einige Monate vollständig ausbleiben. Gute Wirkung hat dann die Pille: sie reguliert den Zyklus und verhindert gleichzeitig eine ungewollte Schwangerschaft.

Ich habe sehr schmerzhafte und starke Monatsblutungen. Mein Arzt hat mir deshalb die Pille verschrieben. Ist das eine gängige Behandlung?
Die Pille wird sehr häufig verschrieben, um die Monatsblutung zu regulieren und zu kontrollieren. Sollte nach einer ausführlichen Anamnese und der anschließenden gynäkologischen Untersuchung alles in Ordnung sein, ist die Verschreibung einer niedrig dosierten Pille eine sehr häufige Therapie. Gleichzeitig kann dem evtl. bestehenden Wunsch nach Verhütung nachgekommen werden.

Die letzten vier Monate hatte ich unregelmäßige Perioden. Außerdem habe ich Krämpfe und starke Blutungen, manchmal setzen sich regelrechte Blutkoagel ab.
Starke Blutungen führen über kurz oder lang zu einer Blutarmut (Anämie), die behandlungsbedürftig ist. Insofern sollte auf jeden Fall ein Arztbesuch erfolgen. Wahrscheinlich spielt Ihr Hormonhaushalt verrückt, die Ursachen sind vielschichtig. Therapeutisch kommt neben einer medikamentösen Therapie auch eine Gebärmutterauskratzung in Frage, an deren Anschluss die entfernte Gebärmutterschleimhaut untersucht wird.

Zwischen meinen Tagen habe ich Schmierblutungen. Manchmal verspätet sich meine Periode, ich bin mir aber ganz sicher, dass ich nicht schwanger bin.
Viele Dinge können einen Einfluss auf den „gewöhnlichen” Zyklus haben: sportliche Betätigung, eine veränderte Ernährung, Aufregung und Stress, ein gestörter Hormonhaushalt, Probleme mit der Schilddrüse und vieles mehr. Eine Möglichkeit wäre es, ein genaues Tagebuch über Aktivitäten und Ereignisse und dies zusammen mit dem Blutungskalender beim nächsten Arztbesuch zu besprechen.

weitere Infos

Laura Fenster, MD, Department of Health Services in Emeryville, USA führte mit Kollegen eine Studie durch, die belegt, dass Frauen, die starke Kaffeetrinkerinnen sind, eine zweifach höhere Wahrscheinlichkeit für verkürzte Menstruationszyklen haben als Frauen die kein Koffein zu sich nehmen. In der Studie wurden 403 gesunde Frauen beobachtet, die einen täglichen Konsum von mehr als 300 Milligramm Koffein pro Tag hatten. Das entspricht drei Tassen Kaffee bzw. 9 Tassen Tee oder 6 Büchsen eines koffeinhaltigen Softgetränks. Die Wahrscheinlichkeit für diese starken Kaffeetrinkerinnen, eine starke Periode zu haben stellte sich als sehr gering heraus. Der gesamte Menstruationszyklus der Frauen tendierte dazu, kürzer zu sein, mit der Folge, dass starke Kaffeetrinkerinnen ein zweifach höheres Risiko haben, einen Zyklus von 24 Tagen oder weniger zu haben. Ein geringer Kaffeekonsum anderer Frauen hatte keinen konkreten Einfluss auf den monatlichen Zyklus.

Die Auswirkung dieser Ergebnisse sind noch nicht vollständig geklärt. Aber es konnte bereits erforscht werden, dass der weibliche Menstruationszyklus mit seiner Dauer und Häufigkeit einen Einfluss auf den weiteren Gesundheitsverlauf einer Frau im Alter hat.(Quelle: American Journal of Epidemiology 1999, 149: 550-557)

Wichtige Adressen

Dachverband der Frauengesundheitszentren eV
Goetheallee 9
37073 Göttingen
Tel. + Fax 0551/487025

Empfehlenswerte Links

www.gyn.de
Webseite vom Bund deutscher Gynäkolog(inn)en

www.mum.org
Museum of Menstruation Women`s Health

Kategorie: Krankheiten
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