Röteln (Rubeolen, Rubella)

Röteln sind eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit mit harmlosen Verlauf, die meist bei Kindern auftritt und mit feinfleckigem Ausschlag einher geht. Erkrankt hingegen eine Frau in den ersten Schwangerschaftsmonaten an Röteln, so kann das ungeborene Kind Fehlbildungen entwickeln. Insbesondere drohen Anomalien der Augen, Herzfehler und eine Schädigung des Innenohrs.
Der Erreger, das Rötelnvirus (Rubellavirus), wird über Tröpfcheninfektion oder bei Schwangeren über den Mutterkuchen auf das Ungeborene übertragen (Rötelnembryopathie). Ansteckend sind Röteln eine Woche vor Ausbruch bis maximal zum Abklingen des Ausschlags.
Die häufigsten Symptome der Röteln sind geschwollene Lymphknoten, besonders im Nacken. Auch Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen können auftreten. Vom Kopf angefangen breitet sich im Verlauf der Krankheit allmählich ein roter Hautausschlag über den ganzen Körper aus.
Der überwiegend unkomplizierte Verlauf der Röteln erfordert keine Behandlungsmaßnahmen. Wichtig, insbesondere aufgrund des Risikos der Rötelnembryopathie, ist v.a. für Mädchen die Infektionsprophylaxe durch eine Impfung.

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