Granatapfel – die Frucht der Götter

Der Granatapfel (Punica granatum) ist bereits seit dem Mittelalter bei uns bekannt. Mittlerweile ist er zu einem richtigen Superfood mutiert, der sich größter Beliebtheit erfreut. In Überlieferungen wird der Apfel oft, als Frucht der Götter bezeichnet und der Legende nach, war es jene Frucht, die Eva Adam im Paradies überreichte.

Seit mehreren Jahrtausenden wird der Granatapfel als natürliches Hausmittel genutzt. Samen, als auch der Saft sollen zahlreiche medizinische Wirkungen aufweisen. Dazu werden der Frucht nachgesagt, sie sei reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Der Granatapfel ist also nicht nur lecker, sondern er kann auch so einiges in Sachen Gesundheit.

Geschichte des Granatapfels

Höchstwahrscheinlich liegt der Ursprung vom Granatapfel in Persien. Heute wird er in unterschiedlichen Ländern kultiviert. Dazu gehören:

  • Spanien
  • Israel
  • Ägypten
  • Türkei

Während sich die süße Kulturform des Granatapfels stark verbreitet hat, dient er in Indien, als Gewürz. Granatäpfel wachsen auf kleinen Sträuchern oder auf Bäumen, die bis zu 5 Meter hoch wachsen können. Die Frucht selber hat in etwa die Größe von einem Apfel, wie wir ihn kennen.

Der Granatapfel gehört wegen seiner Größe gerade noch so zu den Beeren, was viele jedoch als Grenzfall ansehen. Im Inneren ist die Frucht mit Wänden durchzogen, die sich in mehrere Kammern aufteilen. In diesen finden sich bis zu 400 Samen, die wiederum von einer durchsichtigen Membran umgeben sind.

Die Frucht gehört der Familie der Weiderich Gewächse an. Der lateinische Name Punica leitet sich von der römischen Bezeichnung der Phönizier ab. Der Baum kann einige hundert Jahre alt werden. Die Blütezeit liegt zwischen Frühling und Sommer. Geerntet werden die Früchte zwischen September und Dezember. Zu dem bei uns bekannten Apfel besteht keine Ähnlichkeit.

Inhaltsstoffe Granatapfel

Der Granatapfel verdankt seinen Inhaltstoffen einiges. Wegen ihnen hat sich die Frucht auch bei uns in den vergangenen Jahren durchgesetzt. Besonders der hohe Gehalt an bioaktiven Inhaltsstoffen zeichnet den Apfel aus. Er enthält nicht nur größere Mengen an Polyphenolen und Flavonoide, sondern auch:

  • Vitamin C
  • Eisen
  • Kalium
  • Betulin
  • Östradiol
  • Östron
  • Beta- Sitosterol
  • Gallussäure
  • Mineralstoffe
  • Ellagsäure
  • Ellagtannine

Die hohe Anzahl der Polyphenole übertreffen sogar hervorragende Antioxidantien, wie sie zum Beispiel im Rotwein, Blaubeer- oder im Cranberry Saft vorhanden sind. Der Frucht werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Sie bietet Schutz bei oxidativem Stress, bei Herz- Kreislauf- Erkrankungen oder bei einem zu hohen Blutdruck.

Weitere positive Ergebnisse soll der Granatapfel bei der Behandlung von Prostatakrebs liefern. Er ist reich an natürlichen Antioxidantien, die wiederum die Abwehrkräfte gegen freie Radikale unterstützen.

Anwendungsgebiet Granatapfel

Der Punica granatum gilt als wohl älteste Heilfrucht der Menschheit. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften sind bei diversen Kulturen bekannt und werden auch genutzt. Da der Granatapfel mehr Antioxidantien (Polyphenole und Gerbstoffe) aufweist, als ein durchschnittlicher Rotwein, wird die Frucht, auch als Saft oder Extrakt, zur Prävention von folgenden Erkrankungen empfohlen:

  • Herz- Kreislauf- Gefäß- Erkrankungen
  • Schlaganfall
  • Arteriosklerose
  • Alterserkrankungen
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Der Saft des Granatapfels soll angeblich sogar gegen Prostatakrebs wirken.

Hinweis:
Momentan gibt es noch zu wenige Studien zu diesem Thema, sodass keine gesicherten Aussagen vorliegen. Fakt ist, der Saft der Frucht kann zu einer gesunden Ernährung beitragen, allerdings nur dann, wenn es sich um ein Produkt handelt, welches mit einem schonenden Verfahren hergestellt wurde.

Eine Langzeit- Studie zeigte, dass der Saft des Granatapfels eventuell gegen das Fortschreiten von Arteriosklerose wirkt. Bewirkt wurde eine Reduktion der Verengung an der Halsschlagader.

Die Krankheit wird im Wesentlichen durch oxidativen Stress ausgelöst. Der Stress ist immer dann gegeben, wenn sich freie Radikale ungehindert im Körper entfalten können. Unter normalen Umständen, entstehen in jeder Körperzelle bestimmte sauerstoffhaltige Substanzen, diese zeichnen sich durch eine hohe Reaktionsbereitschaft aus.

Das Sauerstoffatom besitzt hierbei nur ein einzelnes ungepaartes Elektron, welches sich auf der äußersten Elektronenschale findet. Ihr drastisches Streben durch ein weiteres einzufangendes Elektron die äußere Schale zu füllen, macht die Substanz aggressiv. Daher rührt der Name „freie Radikale“.

Sie reagieren mit unterschiedlichen Verbindungen und können in einer oxidativen Reaktion zerstören. Ein stetiger Anfall der freien Radikalen ist untrennbar mit der normalen Funktion des gesunden Organismus verbunden.

Von oxidativem Stress ist dann die Rede, wenn sich freie Radikale im Organismus eines Menschen entfalten. Das kann zweierlei Gründe haben, zum einen könnten zu viele freie Radikale produziert werden, zum anderen kann die Abwehrkraft geschwächt sein.

Granatapfel für die gesunde Ernährung

Um für einen ausreichenden Oxidationsschutz zu sorgen, muss sich der Mensch möglichst gesund ernähren. Nur wenn die Nahrungsmittel mit Bedacht ausgewählt wurden und eine abwechslungsreiche, frische Kost auf den Tisch kommt, ist das möglich.

Bei einzelnen Krankheiten, die das Herz- Kreislauf- System betreffen und bei Arthrose, werden behandlungsbegleitende Kuren mit Granatapfelsaft empfohlen. Die Gründe hierfür, liegen in den zahlreichen gesunden Inhaltsstoffen der Frucht.

Typische Antioxidantien sind Vitamin C und E, die reichlich im Granatapfel enthalten sind. Darüber hinaus natürlich, die schon erwähnten, Polyphenole, die für den Geschmack, aber auch die Farbe zuständig sind.

Weitere Anwendungsgebiete

  • Diabetes
  • degenerative Erkrankungen (Alzheimer, Augen-, Gelenks-, Gefäßerkrankungen)
  • Makuladedegeneration
  • Katarakt

Zudem gilt der Granatapfel als blutdrucksenkend. Die Frucht wirkt bei Wechseljahrsbeschwerden, ebenso wie bei Herzkreislauferkrankungen.

Die Heilwirkungen sind:

  • entzündungshemmend
  • gefäßschützend
  • vitalisierend
  • zellschützend
  • hormonausgleichend
  • durchblutungsfördernd

Auch in den Anwendungsbereichen ist der Granatapfel, als mannigfaltig zu betrachten. Unter anderem wirkt die Frucht positiv auch bei:

  • erhöhten Blutfettwerten
  • Leberschwäche
  • Rheuma
  • Übergewicht
  • Verdauungsbeschwerden
  • Arthritis
  • Entzündungen

Darreichungsformen

Bisher gibt es zwar noch keine ausreichenden Forschungsergebnisse um den Granatapfel den Status eines Medikamentes zuzuschreiben, vermutet werden jedoch positive Effekte bei folgenden Erkrankungen:

  • Stärkung des Immunsystems
  • bei zu hohem Cholesterinwert
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Entzündungen
  • Verdauungsproblemen
  • Zellschutz
  • Arteriosklerose

Der Handel bietet eine große Anzahl von Granatapfel- Präparaten. Sie sind allerdings nicht, als offizielles Heilmittel anerkannt, trotzdem unterliegen sie dem deutschen Lebensmittelrecht und werden in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten.

In Kombination mit Holunder, den Vitaminen A und D, sowie dem Mineralstoffen Selen und Zink, sollen sie das Immunsystem stärkend unterstützen. Zu den beliebtesten Darreichungsformen gehören:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Tropfen
  • Tinkturen
  • Pulver
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Als besonders gesund gilt der fermentierte Saft der Frucht. Dieser soll aller Wahrscheinlichkeit nach, die Polyphenole besser verfügbar machen.

Als Nahrungsergänzungsmittel bietet der Handeln Kapseln an, die entweder mit einem Konzentrat oder mit fermentiertem, gefriergetrocknetem Saft (Monatsdosis 35 Kapseln), sowie mit Granatapfelsaft (pro Liter 18 Kapseln), als auch Saftkonzentrat (pro Liter rund 48 Kapseln) beinhaltet sind.

Andere Verwendungsmöglichkeiten

Gern werden Bestandteile des Granatapfels, als Zusatz bei kosmetischen Produkten genutzt. Eine Creme soll beispielsweise gegen reife, trockene, beanspruchte und empfindliche Haut hilfreich sein. Die Creme soll zudem regenerieren und straffend wirken. Auch das Granatapfel- Kernöl kann zur Hautpflege genutzt werden.

Tipp:
Das Öl kann zur äußeren Anwendung selber hergestellt werden. Hierzu Samen trocknen und mit Hilfe eines Mixers zerkleinern. In einem Glas mit Schraubdeckel mit einem hochwertigen Pflanzenöl, für mindestens zwei Wochen aufbewahren und ziehen lassen. Das Öl kann so wertvolle Inhaltsstoffe aufnehmen und nach dem Abseihen direkt zur Hautpflege angewendet werden.

Das ist zu beachten!

Der Granatapfel besitzt eine Menge an Fruchtsäuren. Personen, mit einem empfindlichen Magen könnten darauf reagieren. Es ist besser, wenn diese den Saft nicht auf nüchternem Magen verzehren. In großen Mengen kann Granatapfelsaft Durchfall verursachen. Handelt es sich um ein Fertigpräparat, sollte der Anwender, es auf jeden Fall nach den Mahlzeiten einnehmen.

Hinweis:
Da Fruchtsäure in der Lage ist den Zahnschmelz anzugreifen, sollte nach dem Trinken eine halbe Stunde vergehen, bis Zähne geputzt werden. Zudem gehört eine eventuelle medizinische Anwendung immer in fachkundige Hände. Personen, mit gesundheitlichen Problemen, sollten vor einem Verzehr ihren Arzt konsultieren.

Wirkung und Nebenwirkungen

Dem Granatapfel werden mehrere Wirkungen nachgesagt. So soll er zum Beispiel die Entstehung von Thrombosen, Lungenembolie oder einen Schlaganfall verhindern. Da es sich hierbei nicht um ein Medikament, sondern lediglich um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, sind spezifische Aussagen zur Linderung, Behandlung oder Heilung gesetzlich verboten.

Weitreichende Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Es kann jedoch sein, das zwischen Granatapfelsaft und einigen Medikamenten eine Wechselwirkung auftreten kann, ähnlich wie beim Grapefruitsaft. Durch die Hemmung des Cytochrom- P450- Systems in der Leber, werden Medikamente langsamer abgebaut. Unter Umständen könnte dieser Vorgang zu einer toxischen Reaktion führen. Es dürfen deshalb Medikamente und Granatapfelsaft nie zur selben Zeit eingenommen werden. Um den genauen zeitlichen Abstand zu erfahren, ist der Arzt oder Apotheker zu befragen.

Wissenswertes über den Granatapfel

Es gibt Früchte, die einfacher zu essen sind, aber der Granatapfel ist in der Lage, jedes Gericht so richtig aufzupimpen. Zudem hilft er dem menschlichen Körper, Bakterien, als auch Viren zu bekämpfen.

  • Antioxidantien machen einen Granatapfel zu einem leckeren und gesunden Lebensmittel
  • er ist reich an Kalium, welches wichtig für Energiestoffwechsel und Zellgesundheit ist
  • die Frucht eignet sich hervorragend für eine basische Ernährungsweise
  • Granatäpfel sind zu empfehlen, wenn es um eine gesunde Ernährung geht
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Die große, leuchtend rote Frucht gilt seit jeher als Inbegriff für Fruchtbarkeit und ist zudem ein Symbol für Liebe.

Die Kultivierung von Punica granatum findet mittlerweile in den gesamten subtropischen und tropischen Regionen statt. Der Grenadine oder auch punische Apfel zählt zu den Scheinbeeren und die Blüten entwickeln sich trompetenförmig und korallenrot.

Sämtliche Pflanzenteile, von der Granatapfel- Schale bis hin zur Baumrinde, wurden im vorderen Orient und in Asien zu medizinischen Zwecken verwendet. Heute ist der Granatapfel besonders in der Küche beliebt. Er besitzt ein erfrischendes exotisches Aroma und schmeckt zwischen süß- säuerlich und fein- herb, was an den enthaltenen Bitterstoffen liegt.

Gegessen werden die kugelrunden Kerne der Frucht. Sie eignen sich beispielsweise für:

  • Obstsalat
  • Eis
  • Garnitur zu Blattsalaten
  • Fleischgerichte

Der Saft des Granatapfels ist beliebt um Wildgericht- Soßen zu verfeinern oder um selber Eis herzustellen.

Der Verbraucher kommt an die Kerne, indem er die Frucht halbiert oder an der Stielseite ein Keil schneidet. Den Granatapfel danach aufbrechen und mithilfe eines Esslöffels die Kerne vorsichtig auslösen.

Mit Granatapfel abnehmen

Der Granatapfel ist nicht nur gesund, er eignet sich sogar zur Gewichtsreduktion. Ein mittelgroßer Apfel wiegt rund 160 Gramm und liefert gerade einmal 125 Kilokalorien. Das gesamte Potenzial liegt im Saft der Frucht. Dieser bietet:

  • 70 % Antioxidantien
  • Ballaststoffe
  • Vitamin C
  • Vitamine B 1 und 2
  • Kalium
  • Betacarotin
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Eisen

Die Antioxidantien regen nicht nur den Stoffwechsel an, sie sollen auch Kilos purzeln lassen. Laut Tierversuchen soll sich der Granatapfel positiv auf die Reduzierung von Körpergewicht auswirken. Vergleichbare Studien am Menschen liegen derzeit nicht vor. Fakt ist jedoch: aufgrund seiner wertvollen Nährstoffe eignet sich die Frucht gut, um den Speisplan aufzupeppen und während einer Diät etwaigen Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Gesundheitlich stärkt der Apfel im Winter die Abwehrkräfte und wirkt sich positiv auf das Gewicht aus. Unter anderem wird den Polyphenolen nachgesagt, dass sie den Stoffwechsel anregen.

Kauf und Lagerung

Im Gegensatz zu den uns bekannten Äpfeln, sieht der Granatapfel nicht so appetitlich aus. Die Schale ist in den meisten Fällen eher fleckig und unregelmäßig gefärbt. In der Regel weist die Frucht unschöne, kleine Dellen auf und besitzt einen vertrockneten Blütenansatz.

Zum Reifetest gehört beim Kauf das Betasten der Schale. Zeigen sich weiche und verfärbte Stellen, deutet es auf einen Reifeprozess hin, der längst abgeschlossen ist. Diese Früchte bitte nicht erwerben!

Bei Zimmertemperatur bleibt der Granatapfel für rund zwei bis drei Wochen lang frisch. Besser ist die Aufbewahrung im Kühlschrank im Gemüsefach. Hierin kann er einige Monate verzehrbereit bleiben. Die Früchte können zwar unansehnlich werden und etwas verschrumpeln, das Innere bleibt dennoch saftig und aromatisch.

Die Kerne sind ein leuchtender Blickfang auf jedem Müsli und auch auf einem Salat bilden sie das perfekte Topping. Zudem bekommt der Anwender so einen ganz besonderen Vitamin- Kick für den Start in den Tag.

Kategorie: Naturheilkräuter
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