Wellnessboom aus Fernost

Die wohltuende Wirkungsweise der fernöstlichen Schulmedizin wird zunehmend auch in der westlichen Welt anerkannt. Zahlreiche Atem- und Bewegungstherapien, Massagen und Wärmebehandlungen sowie Konzentrations- oder Körperübungen verfolgen im Prinzip das gleiche Ziel: Der Mensch soll sich wohl fühlen. Die Gesundheit ist nach der traditionellen chinesischen Medizin abhängig vom Gleichgewicht zwischen Yin und Yang. Erst durch die Harmonie dieser gegensätzlichen Paare, kann die Lebensenergie Qi ungehindert fließen. Mit Hilfe der verschiedener Methoden versucht man Störungen und Blockaden dieses Flusses aufzuspüren und zu beseitigen. Nachfolgend werden einige der Behandlungsweisen beschrieben, die auch in Europa einer immer häufiger angewendet werden.

Meditation

Die einfachste Form der Meditation ist das Gebet. Aber auch Menschen, die nicht beten, entdecken immer häufiger diese ca. 5000 Jahre alte Entspannungstechnik. Ziel der Meditation ist es, den Körper völligzur Ruhe kommen zu lassen. Diesgeschieht, indem man einen Bewusstseinszustand erlangt, bei dem die Umwelt vernachlässigt und die Gedanken auf ein bestimmtes Objekt reduziert werden. Wer regelmäßig in sich kehrt, fühlt sich ausgeglichener und hat mehr Energie für die täglichen Belange.

Akupunktur

In westlichen Ländern erlernen zunehmend mehr schulmedizinisch ausgebildete Ärzte die Technik der mehr als 2500 Jahren alten Heilmethode der Akupunktur. Dabei werden Nadelstiche an bestimmten Energiebahnen des Körpers, den sogenannten Meridianen, vorgenommen. Neben 12 Yin und Yang Hauptmeridianen existieren auf der Mittellinie der Körpervorder- und Körperhinterseite zwei weitere wichtige Meridiane. Entlang dieser 14 Meridiane liegen 361 klassische Akupunkte, über die man mittels Nadelstich Energie zu- bzw. abführen kann. Die Nadeln belässt in der Regel 15 bis 30 Minuten in der Haut. Während man in China diese Behandlungsmethode prinzipiell für alle Erkrankungen einsetzt, findet die Akupunktur hierzulande nur bei bestimmten Krankheiten Anwendung. Dazu gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Migräne sowie rheumatische Beschwerden.

Akupressur und Shiatsu

Akupressur sowie Shiatsu verfolgen das Ziel, den Energiefluss in den Meridianen – den Energiebahnen des Körpers – zu stärken. Dies geschieht durch eine Massageform, bei der entgegen der klassischen Massagetechnik nicht geknetet oder gerieben wird, sondern durch Abgabe des Körpergewichtes des Behandelnden gedehnt und gedrückt wird. Dieser Druck wird mittels Fingerkuppen, Daumen, Handflächen oder Ellbogen ausgeübt. Gegenüber der üblichen Massagetechnik wird also keine Kraft angewendet, sondern abgegeben. Die korrekte Anwendung setzt eine bestimmte Geisteshaltung voraus, die der Meditation nahe kommt. Akupressur findet seine Ursprünge in China während Shiatsu die japanische Variante dieser Behandlungsmethode ist.

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Reiki

Dr. Mikao Usai, ein japanischer Mönch und Gelehrter gilt als Wiederentdecker der uralten Heilkünste des Reiki. Danach wird eine Harmonisierung und tiefe Entspannung durch Auflegen der Hände erreicht. Reiki soll auch vor organischen und psychischen Krankheiten schützen.

Die Fußreflexzonen-Massage

Diese therapeutische Massagetechnik wird bereits seit Jahrtausenden in Asien praktiziert. Dabei geht man davon aus, dass jede Stelle des Körpers eine entsprechende Reflexzone im Fußbereich hat. Diese Zonen machen sich qualifizierte Masseure zu nutze, um bestimmte Störungen, wie etwa Kopfschmerzen, durch eine gezielte Fußreflexzonen-Massage zu beseitigen.

Tai Chi

Tai Chi ist eine alte chinesische Bewegungskunst. Sie folgt dem Prinzip des Yin und Yan, wonach jeder Bewegung eine Gegenbewegung folgt. Die traditionelle Langform des Tai Chi soll bereits im ersten Jahrtausend praktiziert worden sein, wurde aber aufgrund der unsicheren politischen Verhältnisse nur an wenige vertrauenswürdige Schüler weiter vermittelt. Ab dem 19ten Jahrhundert wurde Tai Chi in China flächendeckend ausgeübt. Dabei versucht man, seine innere Ruhe mit Hilfe meditativen Schattenboxens zu finden. Auf viele Europäer wirken die weichen, fließenden und ruhigen Bewegungen sehr befremdlich. Dennoch glauben auch hierzulande immer mehr Menschen an die Selbstheilungskräfte von Tai Chi.

Ayurveda

Nach Bachblüten und Reika ist unter Naturfans jetzt „Ayurveda” angesagt. Dabei ist diese Methode keineswegs eine modische Neuerfindung: die in Südindien entwickelte Heilkunst wurde bereits vor über 3000 Jahren zur Behandlung verschiedenster Leiden eingesetzt. Und auch heute noch praktizieren in Indien und Sri Lanka über die Hälfte der Mediziner nach dieser Methode. Auf deutsch übersetzt ist Ayurveda „Die Wissenschaft vom Leben”. Wie bei den meisten alternativen Heilmethoden handelt es sich auch bei Ayurveda um ein ganzheitliches Therapieverfahren, bei dem der Mensch mit seinem Körper, seinem Geist und seiner Seele im Mittelpunkt steht.

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Feng-Shui

Vor über 4000 Jahren fand Feng Shui seine Ursprünge am Fluss Li in der Landschaft der chinesischen Provinz Guilin. Einfach ausgedrückt geht es beim Feng Shui um die Wissenschaft vom Leben in Harmonie mit der Umgebung. Die Bauern von Guilin verstanden es, ihre Lebensbedingungen zu verbessern, indem sie aufgrund genauer Naturbeobachtungen Standortveränderungen vornahmen. Diese bewirkten sowohl eine Produktivitätssteigerung, als auch ein friedlicheres Miteinander der Bevölkerung. Seitdem machen sich die Chinesen beim Entwurf von Häusern und Dörfern, aber auch bei der Suche nach geeigneten Grabstätten die Wissenschaft des Feng-Shui zu nutze. Auch die westliche Welt beginnt sich immer mehr für die Lehre von Wind und Wasser – der sinngemäßen Übersetzung von Feng-Shui – zu interessieren. So beauftragte British Airways neben zweier Architekten auch einen Feng-Shui-Spezialisten zur Erstellung der Hauptverwaltung in London.

Gesundes Wohnen durch Feng-Shui

Können sich eine Milliarde Menschen irren? So viele sind es nämlich, welche die alte chinesische Lehre über die Gesetzmäßigkeiten zwischen Mensch und Raum anwenden, um gesund und harmonisch zu leben. Stressoren, wie ungesunde Ernährung, Umweltverschmutzung oder Elektrosmog verbrauchen zuviel Lebensenergie. Kaum ein Gebäude in Hong Kong ist ohne die Weisheiten eines Feng-Shui-Meisters erstellt worden. Dessen Aufgabe ist es, die äußere Umgebung, die Bauweise und die Positionierung von Einrichtungsgegenständen so zu wählen, dass möglichst viel frische und gute Lebensenergie Chi fließt. Wie Sie in Ihrer Wohnung Feng-Shui anwenden können und welche Wirkungsweise die Umgestaltungen mit sich bringen sollen, erfahren Sie im weiteren Verlauf.

Schutz vor äußeren Gefahren

Feng-Shui leitet sich aus der Lehre des Taoismus ab. Danach beeinflussen sich die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser gegenseitig. Ziel ist es, eine ausgewogene Mischung dieser fünf Elemente zu erreichen. Hat man beispielsweise den „bedrohlichen” Ausblick auf spitze Dächer (Feuer), so kann man dies entschärfen, in dem man beispielsweise eine Vase (Wasser) auf die Fensterbank stellt. Sieht man dagegen auf Bäume (Holz), so lässt sich die Harmonie mit Hilfe von Metall wieder herstellen.

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Reichtum leicht gemacht

Durch verstärktes Einsetzen der Farben rot und gelb in den Räumlichkeiten erwartet man nicht nur eine Anregung des Kreislaufes, sondern auch Reichtum. Innerhalb einer Wohnung oder Büros gilt die linke hintere Ecke als Bereich für finanziellen Wohlstand. Daher schmückt man diese Orte gerne mit außergewöhnlichen Dingen. Einen Schritt weiter gehen viele fernöstliche Banken. Um den Reichtum und den Erfolg nicht auszusperren, sind beispielweise alle Bankeingänge in Hongkong so gelegen, dass sie in Richtung aufgehende Sonne liegen.

Hunde geben Gesundheitstipps

Hunde sind im Gegensatz zu Katzen quasi Strahlenflüchter. Dies bedeutet für den Wohnbereich, dass die Örtlichkeiten, an denen sich Hunde gerne aufhalten in der Regel strahlungsärmer sind. Diese Bereiche sind demzufolge auch für die menschliche Gesundheit relativ unbedenklich. Umgekehrt kann seltsames Verhalten oder krank werden der Haustiere andeuten, dass die Energie der Wohnung nicht im Gleichgewicht ist.

Einsam wegen der Hausnummer

Schenkt man den Weisheiten des Feng-Shuis glauben, so verheißen Häuser mit einstelligen Hausnummern Einsamkeit. Ausgesprochenes Unglück ist bei den Hausnummern 1,3 oder 4 zu befürchten. Feng-Shui bietet aber für diese Fälle Lösungsmodelle an. Bereits durch den verstärkten Einsatz von Farben wie rot und gelb kann man dem entgegenwirken.

Das Aquarium beim Chinesen

Wer ab und an chinesisch Essen geht, dem wird aufgefallen sein, dass sich in jeder Lokalität ein Aquarium befindet. Dies ist kein Zufall. Vielmehr begünstigen Aquarien das Sammeln der guten Lebensenergie Chi.

Eine Portion frisches Chi

Durch die Erhellung sowie die optische Vergrößerung eines Raumes lässt sich der Energiefluss erhöhen. Keine Sorge, Sie brauchen nicht gleich die Wand einzureißen. Mit Hilfe von Spiegeln und Lampen erhalten auch Sie eine zusätzliche Portion frisches Chi.

Das ideale Schlafzimmer

Das Schlafzimmer ist der wohl wichtigste Raum der Wohnung, da man sich hier in der Regel am längsten aufhält. Als Ruheraum sollte er weit entfernt vom Haupteingang liegen. Das Bett selbst ist möglichst von Türen und Fenstern fernzuhalten, wobei das Kopfteil aufgrund der Magnetfelder niemals in Richtung Norden liegen sollte.

Kategorie: Fitness
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