Schwerhörigkeit

In Deutschland leiden ca. 14 – 16 Millionen Menschen an einem Hörschaden. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Deutschen Grünen Kreuzes 1993. In der Umfrage wurden die Zahlen nur für die alten Bundesländer erfasst und auf die neuen Bundesländer hochgerechnet. Somit ist etwa jeder 5. Bundesbürger hörgeschädigt. Unter den Älteren über 65 Jahre leidet jeder 2. Mann und jede 3. Frau unter Schwerhörigkeit.Die Schwerhörigkeit ist eine Volkserkrankung, deren Behandlung eine enorme Bedeutung hat und weit über die hals-nasen-ohren-ärztliche Tätigkeit hinausgeht.Die Zahl der Schwerhörigen wird sich auch in der Zukunft noch deutlich vergrößern, einmal aufgrund der steigenden Zahl von Personen, die berufs- oder freizeitbedingt unter Schwerhörigkeit leiden (allg. zunehmende Lärmbelästigung, Disco etc.) und zum anderen aufgrund der zunehmenden Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland, denn Hörschäden bzw. Schwerhörigkeit treten mit zunehmendem Lebensalter häufiger auf.

Doch auch bei jungen Menschen sollen Hörschäden immer mehr zunehmen: Das Umweltbundesamt rechnet nach neuesten Untersuchungen mit einem Anstieg der Schwerhörigkeit bei jungen Menschen auf bis zu 5 Millionen innerhalb der nächsten 10 Jahre.

Wie das Hören funktioniert

Schallwellen, die von einer Schallquelle – wie z.B. einem Gong ausgehen – sind der Reiz für unser Gehörorgan. Die Schallwellen werden in Flüssigkeiten, festen Stoffen und v.a. in der Luft fortgeleitet. Sie erreichen das Hörorgan hauptsächlich über den Gehörgang, der am Trommelfell endet. Die Schallwellen versetzen das Trommelfell in Schwingungen, welche sich über die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel auf das Innenohr übertragen. Im Innenohr befinden sich Nervenzellen, die den Hörreiz ans Gehirn weitergeben.

INFO Schallwellen
Schallwellen legen bei einer Temperatur von 0°Celsius eine Geschwindigkeit von 332 Metern pro Sekunde zurück. Das menschliche Ohr hört Schall mit einer Frequenz von 16 Hertz bis circa 20000 Hertz. Die obere Hörgrenze kann im Alter auf bis zu 5000 Hertz herabsinken. Am empfindlichsten ist das Ohr im Frequenzbereich von 2000 bis 5000 Hertz.

Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt viele Ursachen für die Entstehung eines Hörschadens, deshalb ist eine Klärung der Zusammenhänge nicht immer möglich.

Schall-Leitungsschwerhörigkeit (Störung im äußeren oder Mittelohr)
Schall-Empfangsschwerhörigkeit (Störung im Innenohr – Sinneszellorgan bzw. Hörnerv). In die Gruppe der angeborenen Schwerhörigkeit sind neben den vererbbaren Hörstörungen (z.B. Missbildungen des äußeren und/oder mittleren Ohres; Schädigungen in der Gehörschnecke) auch die Hörstörungen einzuordnen, die durch eine Erkrankung der Mutter oder durch andere Störungen während der Schwangerschaft entstanden sind. Alle Störungen des Schwangerschaftsverlaufs und alle Allgemeinerkrankungen der Mutter in dieser Zeit stellen eine Gefahr für das Kind und sein Gehör dar. Weitere Risikofaktoren sind eine Frühgeburt und Sauerstoffmangelzustände des Kindes unter der Geburt.
Die Ursachen einer erworbenen Schwerhörigkeit sind ebenfalls zahlreich, denn während des gesamten Lebens besteht eine Vielzahl von Gefahren für das Hörvermögen. Hierbei werden nur die anteilmäßig am häufigsten auftretenden Ursachen bzw. Hörrisiken erwähnt.

Ohrerkrankungen:

Tabelle über Krankheiten des Ohres, die mit Schwerhörigkeit in Zusammenhang gebracht werden:

äußeres Ohr
Mittelohr Innenohr
Missbildungen (Dysplasien) Akuter u. chronischer Tubenmittelohrkatarrh (Serotympanon, Mukotympanon) Menière Krankheit (Labyrinthschwindel)
Ohrenschmalzpfropf (Cerumen) Akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) Ohrgeräusche (Tinnitus aurium)
Ohrfurunkel (Otitis externa circumscripta) Chronische Mittelohrentzündung (Otitis media chronica) Akutes Lärmtrauma
Trommelfellriß (Ruptura membranae tympani) Erbliche Mittelohr- schwerhörigkeit
(Otosklerose)
Lärmschwerhörigkeit (Chronisches Lärmtrauma)
Ekzem der Ohrmuschel und des Gehörganges (Otitis externa diffusa) Hörsturz
Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis)
Gehörlosigkeit (Taubstummheit)

Eine Mittelohrentzündung kann bei unkompliziertem Krankheitsverlauf zu einer vorübergehenden Schwerhörigkeit führen. Bei rechtzeitiger und sachgemäßer Behandlung kann ein bleibender Hörverlust nur als Folge von Komplikationen oder beim Übergang in eine chronische Entzündung entstehen, der dann in der Regel einen chirurgischen Eingriff erforderlich macht.

Ein Ohrenschmalzpfropf führt zu einer Schwerhörigkeit begleitet von Druckgefühl im Ohr, Ohrenschmerz und Ohrensausen. Dieser Hörschaden kann durch ärztliche Behandlung behoben werden.

Otosklerose ist eine sog. “Verkalkung im Ohr”, d. h. der Krankheitsprozess besteht in einem knöchernen Umbauvorgang am Steigbügel bei seinem Übergang zum Innenohr mit dem Ergebnis einer langsam fortschreitenden ein- oder beidseitigen Schwerhörigkeit. Sie kann mit Ohrensausen verbunden sein. Behandlung ist nur durch Operation möglich.

Bei der Menière – Krankheit (Labyrinthschwindel) setzen die Krankheitszeichen plötzlich in Form von Dreh- oder Schwankschwindel mit Übelkeit und Erbrechen, verbunden mit Ohrensausen und einseitiger Schwerhörigkeit. Es droht eine dauernde Schwerhörigkeit.

Infektionskrankheiten:

Sie zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen und werden durch Viren und Bakterien hervorgerufen. Hörschäden treten dabei nur vereinzelt auf. Eine Gefahr für die Sinneszellen des Ohres und den Hörnerv sind besonders Viruserkrankungen wie Röteln, Masern, Mumps, Grippe, und Gürtelrose. Durch den Erregerbefall kann es zu einer Schädigung im Innenohr kommen, die zu einer Schwerhörigkeit führt. Bakterielle Infektionen, die zur Hörschädigung führen können, sind Diphtherie, Scharlach, Hirnhautentzündung und Typhus.

Vergiftungen:

Von vielen Fremdstoffen, unter denen sich auch sehr wirksame Medikamente finden, ist bekannt, dass sie zu Innenohrstörungen (Innenohrschwerhörigkeit) führen können. Hierbei sollen nur einige wichtige Medikamente genannt werden, für die eine schädigende Wirkung vermutet wird oder bewiesen ist:
Streptomycin ( z.B. zur Tuberkulosebehandlung) und ihm verwandte Antibiotika
Chinin (in hohen Dosen zur Malaria-Therapie)
Salicylsäurepräparate (Schmerzmittel in hoher Dosierung)
Missbrauch von Genussmitteln wie Nikotin und Alkohol
Wenn die Hörstörungen frühzeitig bemerkt werden, ist eine völlige Rückbildung der Beschwerden möglich.

Unfälle:

Folge von Verletzungen (z.B. Verletzungen des Trommelfells)

Lärmeinwirkungen:

Lärm ist die weitaus häufigste Ursache für Hörschäden. Der Schaden betrifft vor allem die Sinneszellen und erst im fortgeschrittenen Stadium auch die Hörnerven. Das Ausmaß der Schädigung ist abhängig von der Höhe des Lärmpegels und seiner Einwirkungszeit. Hohe Schallintensitäten, wie z.B. bei einem Knall, bedürfen einer nur sehr kurzen Einwirkungsdauer, um einen bleibenden Hörschaden zu verursachen. Bei einer berufsbedingten Lärmarbeit führt schon ein Schallpegel von mehr als 85 dB am Arbeitsplatz über Jahrzehnte zu einer Hörschädigung. Der Hörschaden betrifft beide Ohren in etwa gleicher Weise und ist nicht wieder rückgängig zu machen.

Allgemeinerkrankungen:

Erkrankungen, die eine Auswirkung auf den gesamten Organismus haben, können auch zu Störungen am Innenohr führen, z.B. Zuckerkrankheit, Herz-, Nieren-, Leber- und Schilddrüsenerkrankungen. Aufgrund von Stoffwechselveränderungen kommt es zu Funktionsstörungen der Sinneszellen, die sich als Schwerhörigkeit und Ohrgeräusche bemerkbar machen.

Altersveränderungen:

Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich das Hörvermögen der meisten Menschen aufgrund natürlicher Abbauprozesse im Bereich des Innenohres. Der Abbauprozess ist individuell sehr verschieden und abhängig von den durchgemachten Ohr- und Allgemeinerkrankungen und den verschieden starken Lärmeinwirkungen während des gesamten Lebens. Aufgrund der langsamen und schleichenden Veränderung fällt dem Betroffenen selbst die Hörverschlechterung nicht auf. Bewusst wird es ihm erst, wenn ein bestimmter Grad der Schwerhörigkeit erreicht ist oder er durch Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht wird.

Nach dem jeweiligen Ort der Schädigung im Hörorgan werden drei Arten von Schwerhörigkeit unterschieden: Schalleitungsschwerhörigkeit, Schallempfindungsschwerhörigkeit und die kombinierte Schwerhörigkeit. Als Ursachen für Schalleitungsschwerhörigkeit gelten Ohrenschmalzpfropfen, Verschluss des äußeren Gehörganges durch Fremdkörper oder Entzündungen, Missbildungen, Folgen von Verletzungen, Tubenmittelohrkatarrh, akute und chron. Mittelohrentzündung und Otosklerose.

Häufigste Ursachen für die Schallempfindungsschwerhörigkeit ist Lärm. Weitere Ursachen sind Vererbung, Nebenwirkungen von Medikamenten, chron. Mittelohrentzündung, Entzündungen des Innenohres, Folge von Hirnhautentzündung, Multiple Sklerose, Menièrsche Krankheit, Missbildungen und Hörsturz

Krankheitsbild

Schwerhörigkeit ist eine Minderung des Hörvermögens unterschiedlichen Grades, die ein- oder beidseitig bestehen kann. Sie ist angeboren oder sie wurde im Laufe des Lebens erworben. Eine Schwerhörigkeit kann je nach ihrer Art und Ursache vorübergehend, zunehmend oder andauernd sein. Man unterscheidet zwischen dem Leiserhören (“Hörschwäche”), dem Andershören (“Fehlhörigkeit”) und der Kombination von beidem.

Schwerhörigkeit kann man nach dem Krankheitsverlauf einteilen:

Akute Schwerhörigkeit (z.B. Hörsturz, akutes Schalltrauma)
Mittelfristig auftretende Schwerhörigkeit (z.B. ausgelöst durch Infekte, wie Erkältung oder Mittelohrentzündung, oder toxische Schäden – auf einer Vergiftung beruhend)
Sich langsam entwickelnde Schwerhörigkeit (z.B. Altersschwerhörigkeit, chronische Lärmtraumen, Tumore, degenerative Veränderungen des ZNS oder chronische Vergiftungen)
Vererbte oder frühkindlich erworbene Schwerhörigkeit.

Nach dem jeweiligen Ort der Schädigung im Hörorgan werden drei Arten von Schwerhörigkeit unterschieden.

Schalleitungsschwerhörigkeit

Sie betrifft das äußere und mittlere Ohr, d.h. die Schädigung liegt im Gehörgang, am Trommelfell oder im Mittelohr. Die Zuleitung des Schalls zum Innenohr ist gestört.

Schallempfindungsschwerhörigkeit (sensoneurale Schwerhörigkeit)

Sie kann sowohl im Innenohr als auch im Bereich des Hörnervs oder in den Hirnzellen selbst liegen, d.h. es liegt eine Schädigung der Sinnesorgane (feine Haarzellen im Innenohr) oder eine Schädigung der Weiterleitung zum Gehirn über den Hörnerv vor.

Kombinierte Schwerhörigkeit

Die dritte Art der Schwerhörigkeit ist die kombinierte Schwerhörigkeit, eine Mischform von Schalleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Grad einer Schwerhörigkeit

Die drei Grundtypen der Schwerhörigkeit werden nach Graden eingeteilt. Grundlage dieser Einteilung sind Bezugswerte, die durch ein Sprach- bzw. Tonaudiogramm ermittelt werden und die den Hörverlust in Prozenten angeben. Ursprünglich wurde das Verstehen der Umgangssprache aus verschiedenen Entfernungen geprüft. Die Einteilung der Schwerhörigkeit und die erwähnten Bezugswerte wurden folgendermaßen gestaffelt:

Grad der Schwerhörigkeit Umgangssprache wird verstanden aus Hörverlust in %
geringgradig mehr als 4 Meter 10-40
mittelgradig 1-4 Meter 40-60
hochgradig 0,25 – 1Meter 60-80
an Taubheit grenzendmehr als 4 Meter weniger als 0,25 Meter 80-95

Auswirkungen

Bei der Schalleitungsschwerhörigkeit hängt der Hörverlust vom Ausmaß der gestörten Schallzuleitung ab (kann max. 60dB betragen u. betrifft meist alle Frequenzen gleich stark). Kennzeichnend ist, dass die Schallübertragung nur über die Luftleitung gestört ist; die Knochenleitung umgeht das Hindernis und ist unbeeinträchtigt. Von der Auswirkung dieser Hörstörung kann man sich leicht selbst überzeugen, indem man den Gehörgang fest abschließt: es wird alles leiser u. man hört wie von fern.
Die Schalleitungsschwerhörigkeit geht mit einem Lautheitsverlust einher, jedoch treten keine Qualitätsveränderungen auf. Wichtig ist, dass die Kontrolle der eigenen Sprache über die Knochenleitung stets gewährleistet ist.

Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit können über die Luft- oder Knochenleitung angebotenen Schallreize nicht oder nur ungenügend aufgenommen, verarbeitet u. weitergeleitet werden. Je nach Ausmaß der Schädigung ist der Hörverlust unterschiedlich groß und kann bis zur Taubheit reichen.

Hierbei kommt es sowohl zum quantitativen Verlust (Lautheitsverlust) als auch zu qualitativen Veränderungen der Lautwahrnehmung; je nach Sitz d. Schädigung im Innenohr können Hörverluste im Hoch- ton-, Mittelton- u. Tieftonbereich auftreten. Diese Ausfälle bestimmter Frequenzgebiete führen zu Klangveränderungen. Durch Veränderung des Klangbildes kommt es auch zu Verzerrungen und Entstellungen der Sprache, die das Verstehen zusätzlich erschweren. Die Betroffenen sind trotz des Hörverlustes lärmempfindlicher, d.h. die Erhöhung der Lautstärke führt nicht zwangsläufig zum besseren Verstehen, es tritt sogar das Gegenteil ein. Der Dynamikbereich (Abstand zwischen Hör- u. Unbehaglichkeitsschwelle) ist auf sehr kleine Werte zusammengeschrumpft, was ein Problem für die Hörgeräteanpassung ist.

Erkennung/Untersuchungen

Bereits mit Hilfe eines einfachen Fragebogens können Ärzte Schwerhörigkeit erfassen. In dem Fragebogen sollen Patienten 12 Fragen zu ihrem Hörvermögen im Alltag beantworten.Zur Erkennung und Beurteilung der Schwerhörigkeit eignen sich die folgenden Untersuchungen:

Orientierende Hörprüfung: Mit der Hörweitenprüfung für Flüster- und Umgangssprache ist eine schnelle u. einfache quantitative Beurteilung des Hörvermögens möglich. Dabei wird die Entfernung bewertet, aus der die Testworte verstanden u. richtig nachgesprochen werden. Durch Verwendung einer Stimmgabel kann der Luftleitungs- u. Knochenleitungsweg getrennt beurteilt werden.
Audiometrische Untersuchungen: Mit elektroakustischen Messgeräten (Audiometer) ist eine weitaus sicherere und aufschlussreichere Diagnostik möglich. Das Hörorgan wird in zuverlässiger Weise auf seine Funktion überprüft.

Es gibt eine Vielzahl audiometrischer Untersuchungen, von denen hier nur die wichtigsten genannt werden: Bestimmung der Hörschwelle, sog. Tonschwellenaudiogramm (Test zur Wahrnehmung von Tönen unterschiedlicher Frequenzen), Bestimmung der Unbehaglichkeitsgrenze ( Abgrenzung des Lautstärkebereichs, in dem Töne zu laut u. unangenehm empfunden werden) und die Sprachaudiometrie ( Messung des Hörvermögens für Sprache – Ermittlung des Sprachverständnisses).

Therapie

Liegt eine Schalleitungsschwerhörigkeit vor, kann das Hörvermögen durch technische (Hörgeräte) oder medizinische Hilfen (Operation) ganz oder teilweise wiederhergestellt werden. Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit ist nicht zu operieren und kann auch mit technischen Hilfen (Hörgerät) nicht oder nur im frühen Kindesalter (1. Lebensjahr) behoben werden.

Vorsorge

Um dem Entstehen einer Schwerhörigkeit oder der Verschlechterung eines schon bestehenden Hörschadens vorzubeugen, sind einige Maßnahmen und Verhaltensweisen zu empfehlen.

Vorbeugende Maßnahmen sind:

  • Anwendung von Gehörschutz gegen Lärmeinwirkungen am Arbeitsplatz
  • Vermeidung von Lärm auch im privaten Bereich (selbst kleine Lärmdosen durch Hobbyarbeiten und laute Musik summieren sich im Laufe der Zeit zu merklichen Hörschäden)
  • Vermeidung von Genussmitteln (Alkohol und Nikotin) in hohen Dosen
  • Selbstbehandlung mit Medikamenten über einen längeren Zeitraum nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt

Wer insgesamt die Grundregeln einer gesunden Lebensführung befolgt und konsequent Risikofaktoren für eine Hörschädigung vermeidet, schützt damit sein Gehör.

Häufige Fragen

Ich bin Musiker und kann daher Lärm nicht vermeiden? Muss ich mit einer Hörschädigung rechnen?
Wenn Sie Ihr Gehör nicht schützen, kann dies zu einer Schädigung des Gehörs führen. Sie können Ihr Gehör jedoch mit speziellen Ohrstöpseln schützen, die die Lärmeinwirkung gerade während Konzerten deutlich vermindern.

Mein Sohn hört regelmäßig sehr laut mit Kopfhörern Musik. Ist das gefährlich?
Auf Dauer kann das Hörschäden verursachen, die im Laufe der Zeit zunehmen. Vielleicht kann Ihr Sohn bei Zimmerlautstärke Musik hören und durch ein Beratungsgespräch beim Arzt auf die Gefahren, die mit dem lauten Musikgenuss verbunden sind, hingewiesen werden.

Die Sprachentwicklung von meiner Tochter ist stark verzögert. Kann dies durch einen Hörschaden verursacht sein?
Das ist durchaus möglich. Sie können einen Hörtest durchführen lassen, um dies abzuklären. Schwerhörigkeit bei Kindern kann z.B. durch häufige Infekte verursacht sein. Nach einer Mittelohrentzündung ist das Hörvermögen häufig noch einige Wochen aufgrund von Schleimansammlung vermindert. Treten neue Mittelohrentzündungen in kurzer Abfolge auf, wird das Hörvermögen dauerhaft eingeschränkt. Hier helfen Röhrchen, die den Abfluss des Schleims aus dem Mittelohr erleichtern.

Wichtige Adressen

Deutscher Schwerhörigenbund (DSB)
Ortsverein Essen e.V.
Weberplatz 1
45127 Essen
Telefon: (0201) 176 92 72
Telefax: (0201) 22 21 32
e-mail: DSB.Essen@Schwerhörigen-Netz.de

Verein der Schwerhörigen und Ertaubten Düsseldorf e.V.
Himmelgeisterstraße 107
40225 Düsseldorf
Telefon: (0211) 31 33 91
Telefax: (0211) 31 33 98
e-mail: martina.graf@gmd.de

Evangelische Schwerhörigenseelsorge
Pastor Josef Groß
Erich-Müller-Str. 28
40597 Düsseldorf
Telefon: (0211) 710 00 46
Telefax: (0211) 71 21 13
e-mail: ProDeaf@t-online.de

Kategorie: Krankheiten
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