Warzen – oh wie peinlich!

Wir sind ein ziemlich „verschämtes“ Völkchen: Nach einer Untersuchung der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) sind Warzen, Herpes, Fußpilz und Akne richtige Tabuthemen. 38 Prozent der Befragten empfinden Warzen als peinlich. Anscheinend spielt dabei der Familienstand eine wichtige Rolle: Denn während 45,3 Prozent der Singles ihr Fußpilz peinlich war, schämten sich nur 36,6 Prozent der Verheirateten. Vor allem Frauen mieden nach einer Infektion mit Warzen oder Pilzinfektion öffentliche Badeanstalten oder Saunen, wo frau barfuß läuft. Mann war dagegen weniger gehemmt.

So entstehen Warzen

Es sind bisher 66 Warzenviren bekannt. In den meisten Fällen handelt es sich um Gewöhnliche Warzen, die sich überall am Körper, bevorzugt aber an Händen, Füßen und im Gesicht sowie unter den Fingernägeln ausbreiten. Warzenviren gelangen durch kleine Verletzungen in die obere Hautschicht. Nach mehreren Wochen beginnen sich an der Hautoberfläche Hautwucherungen zu bilden. Die Viren vermehren sich und können bei Berührung freigesetzt werden, sodass auch andere Hautstellen oder andere Menschen angesteckt werden. Bei idealen und feuchten Vermehrungsbedingungen können Warzen auch direkt ansteckend sein.

Wer ist anfällig?

Die Empfänglichkeit für Warzen ist von Mensch zu Mensch verschieden: Besonders anfällig sind Kinder, da ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist, sowie Menschen älter als 50 Jahre. Erwachsene können auch Immunität gegenüber dem Erreger entwickeln, erkranken dann also nicht ein zweites Mal. Die Ansteckungsgefahr steigt, wenn die Hautbarriere schon vorgeschädigt ist, z. B. durch Schweiß, Kälte oder schlechte Durchblutung. In die dünne trockene Haut können Warzenviren viel einfacher eindringen. Extrem ansteckend sind blutende Warzen, deshalb ist es wichtig, nicht an einer Warze herumzukratzen.

Am liebsten heimlich zum Onkel Doktor

Die meisten Betroffenen wenden sich dann schnellstmöglichst an einen Arzt und nur ein Bruchteil geht mit seinem Problem zum Apotheker. Dabei kann bei Gewöhnlichen oder Dornwarzen ein Gang in die Apotheke Wartezeiten, Schmerzen und manchmal Narben ersparen. Die Warzen werden vom Arzt meist durch Vereisung oder einem scharfen Löffel entfernt. Leider bleiben nach der unangenehmen Prozedur häufig Narben zurück und bei Kindern löst die Behandlung oft Angst und Schmerzen aus. Einfacher und vor allem zu Hause können Warzen mit Pflaster und dem Wirkstoff Monochloressigsäure entfernt werden.

Sauna: Schöne Entspannung mit unschönen Folgen – Warzen: Virenfalle Sauna

FußSaunabaden stärkt die Abwehrkräfte. Aber man kann sich in der Sauna auch etwas sehr Unschönes einfangen: Warzen! Mono-Chloressigsäure ist in diesem Fall eine gute Therapie. Häufiges Saunieren erhöht die Gefahr, sich Warzen einzuhandeln, denn in der Sauna und ähnlichen öffentlichen Nassbereichen lauern Warzenviren, die das feucht-warme Klima ebenfalls mögen.

Nässe begünstigt die Infektion

Eine Warze ist eine Virusinfektion der Haut. Durch kleine Verletzungen gelangen Warzenviren in die obere Hautschicht und bilden nach einiger Zeit an der Hautoberfläche Wucherungen. Zum Beispiel in Nassräumen: Ein mit Warzen infizierter Fuß hinterlässt virenhaltige Zellen auf dem Boden, die nasse Haut anderer Personen ist besonders anfällig – weil durchlässiger – es kann zur Übertragung der Viren kommen.

Lassen Sie die Warzen auf dem Trockenen sitzen

Was tun, wenn man bei sich Warzen entdeckt? Laserbehandlungen beim Arzt sind oft schmerzhaft. Schmerzfrei sind dagegen Monochloressigsäure-Präparate aus der Apotheke. Mit einem Spatel wird der Wirkstoff auf die Warze aufgetragen, dann lässt man die betupfte Stelle eintrocknen. Mit einer einmaligen Anwendung pro Woche über maximal fünf Wochen hinweg lassen sich Warzen im günstigsten Fall gänzlich auskurieren.

Wichtiges zu Warzen:

  • nie aufkratzen, aufschneiden oder aufstechen!
  • Infektion über kleinste Hautverletzungen möglich
  • besondere Gefahr in Sauna, Schwimmbädern etc.
  • schmerzfreie Therapiemöglichkeit: Monochloressigsäure
Kategorie: News
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