Einschlaftipps für Babys

Die ersten Monate – jeden Abend und jede Nacht ist das Baby wach, weil es gestillt werden muss, Bauchschmerzen hat oder einfach nicht schlafen will. Die meisten Eltern sind da völlig hilflos und überfordert. Über Wochen hinweg werden die meisten Mütter und Väter um ihren wohlverdienten Schlaf gebracht. Spätestens am nächsten Abend fängt das ganze Prozedere wieder von vorne an. Kein Wunder, denn die Kleinen haben noch keineneigenen Tagesrhythmus. Ihre innere Uhr tickt nämlich ganz anders und es dauert eine Weile, bis sie sich an den Tagesablauf von uns Erwachsenen angepasst haben Erst mit der Zeit lernen sie, Tages- und Nachtzeiten zu unterscheiden und ihre Schlafphasen in die Nacht zu verlegen. Mit ein paar Tricks können Eltern helfen, ihrem Liebling einen Tagesrhythmus beizubringen und ihn nach einigen Monaten zum Durchschlafen zu bringen. Am besten, man führt „bestimmte” Rituale ein, die zu „bestimmten” Tageszeiten regelmäßig auch angewendet werden. Welche Rituale man dabei übernimmt, kann jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist natürlich, dass es dem Kind – aber auch der Mutter oder dem Vater – Spaß macht!

Manche Babys werden kurz vor dem Schlafengehen gebadet. Das macht sie ziemlich müde: sie schlafen nach der Wasserschlacht wunderbar ein. Doch man muss aufpassen: manche Kinder werden von dem Plantschen erst richtig aufgeweckt und munter. Und manche Babys lassen sich einfach nicht gerne baden und erheben dabei lautes Protestgeschrei. Deshalb sollte man es erst mal ausprobieren, wie das Kind auf das Baden überhaupt reagiert!

Selbstverständlich können auch andere Rituale (z.B. ein Gute-Nacht-Lied) eingeführt werden. Auch wenn das Baby noch ganz klein ist: bevor man es abends ins Bett bringt, zieht man ihm einen bequemen Schlafanzug an. Denn schon der Kleiderwechsel signalisiert dem Kind den Übergang von Tag zur Nacht: es ist also Zeit zum Schlafengehen…

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Und natürlich gibt es noch jede Menge Tricks, die helfen, dass das Baby gut schlafen kann:
Ein zusammengerolltes Frotteehandtuch an den Rücken gelegt unterstützt die Seitenlage. Und es verhindert, dass der Säugling im Schlaf auf den Bauch oder Rücken rollt. Auf ein Kopfkissen sollte man verzichten, damit das Baby nicht mit dem Kopf darunter kommt und erstickt. Ein getragenes T-Shirt mit dem Duft der Mama wirkt beruhigend und hilft oftmals beim Einschlafen.

Kinder lieben es, im kuscheligen Bettchen zu liegen und einer schönen Melodie zuzuhören. Fasziniert lauschen sie den Klang der Spieluhr, schauen den lustigen Figuren nach und schlummern so sanft in den Schlaf. Übrigens: ist das Kind eingeschlafen, muss man nicht auf Zehenspitzen durch die Wohnung gehen: leise, dumpfe Geräusche oder die Stimmen der Eltern, die durch eine angelehnte Tür zu hören sind, wirken sogar eher beruhigend.
Besonders gut schläft ein Kind, wenn der Schlafraum gut gelüftet ist und es weder zu warm noch zu kalt ist. Am Besten ist eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad. Dann wacht ein Baby sicherlich nicht auf, weil es friert oder stark schwitzt.

Zwar können die meisten Säuglinge auch bei einer Festbeleuchtung tief einschlafen: das hilft ihnen aber nicht, einen Tag-Nachtrhythmus zu finden. Viele Kinder schlafen allerdings leichter ein, wenn es nicht ganz so dunkel ist. Ideal ist ein Nachtlicht für die Steckdose. Oder eine herunter gedimmte Nachttischlampe.

Immer mehr Eltern lassen ihr Kind von Geburt an im Ehebett schlafen. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden. Gerade wenn das Baby nachts aufwacht, weil es gestillt werden muss, braucht man nicht extra aufzustehen. Das nimmt den nächtlichen Mahlzeiten viel von ihrer ermüdenden Wirkung. Sicherheitshalber sollte man dann die Matratzen auf den Fußboden legen, oder das Bett mit einer Seite an die Wand stellen, damit das Baby nicht herausfallen kann. Viele Eltern legen außerdem ein Stillkissen zwischen sich und ihr Kind. Aus Angst, es im Schlaf zu erdrücken.

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Nachts sollte man Babys nur wickeln, wenn die Windel richtig voll ist. Viele Mütter wickeln ihr Kind im Bettchen, damit es nicht unnötig wach wird. Ganz gleich, wo man es auch macht: grelles Licht ist auf alle Fälle zu vermeiden.

Wird das Kleine dennoch wieder richtig munter, sollte man sich mit dem Kind nicht ausgiebig beschäftigen. Spielzeit ist tagsüber und nicht Nachts! Durch liebevolle Neckereien werden Babys nämlich nur aufgeweckt und finden erst recht nicht mehr in den Schlaf zurück. Das gilt übrigens auch dann, wenn ein Kind nach der nächtlichen Mahlzeit nicht mehr einschlafen will.

Wenn ein Baby beim Einschlafen oder nachts nur leicht quengelt oder anfängt zu weinen, sollte man erst mal einige Minuten abwarten. Man muss den Kindern eine Chance geben, sich selbst zu beruhigen.

Aber man darf ein Baby nie lange schreien lassen! Sein Schrei ist ein Hilferuf. Ganz gleich, ob es Hunger hat, die Windel voll ist oder sich alleine fühlt und spielen will: ein Baby ist total von seinen Eltern abhängig. Ihm bleibt gar nichts anderes übrig, als auf diese Weise Hilfe herbeizuholen. Und „verwöhnte” Babys, die ihre Eltern einfach nur ärgern wollen, gibt es in diesem Alter garantiert noch nicht.

Drückt ein Kind nachts kaum die Augen zu, hilft ein Schlafprotokoll oft weiter. Über 2 Wochen lang werden alle Schlaf- und Wachzeiten in eine Tabelle eingetragen. Solche Schlafprotokolle können vom Kinderarzt oder Psychologen ausgewertet werden. Viele Eltern staunen oftmals nicht schlecht, wie viele Schlafstunden beim Nachzählen tatsächlich herauskommen!

Nur wenn der mangelnde Schlaf das Baby gesundheitlich zu bedrohen scheint und die junge Familie mit dem Schlafrhythmus überhaupt nicht zurecht kommt, ist der Besuch beim Kinderarzt erforderlich. Ansonsten ist ein regulärer Arztbesuch erst in der sechsten Lebenswoche und im dritten Lebensmonat fällig.

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Was viele Eltern nicht wissen: Jedes Kind hat ein ganz eigenes Schlafbedürfnis. Es gibt Neugeborene, die schlafen 20 Stunden lang. Andere kommen schon mit der Hälfte aus. Die meisten Babys schlafen zwischen 14 und 18 Stunden – und zwar auf Tag und Nacht verteilt. Der Hauptgrund für nächtliches Aufwachen – vor allem bei Stillkindern – ist einfach nur Hunger! Aber auch satte Kinder werden wach: wie bei Erwachsenen ist es auch bei den Kleinen völlig normal, dass ein Kind in der Nacht mehrmals wach wird. Die meisten Kinder schlafen sofort wieder ein, ohne dass es die Eltern überhaupt merken. Einige Kinder finden allerdings nicht mehr von alleine ihren Schlaf, werden richtig wach und fangen an zu weinen. Die Eltern werden aus dem tiefsten Schlaf gerissen und müssen ihren Liebling wieder zum schlafen bringen

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