Was Sie schon immer über Sex wissen wollten …

Alkohol erhöht die Lust bei Frauen

Eine in „Nature” veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass die Testosteronproduktion und damit der Liebes- und Lustdrang bei Frauen durch den Genuss von Alkohol erhöht wird. Obwohl es immer heißt, dass Alkohol zwar enthemmt, die Manneskraft aber schwächt, ist es doch lediglich eine Frage der Menge. Man(n) sollte vor dem Sex nicht mehr als ein halbes Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, wenn die sexuelle Energie nicht zu sehr beeinträchtigt werden soll. Bei einem Mann von 75 Kilo Gewicht wäre die kritische Dosis bei etwa einer halben Flasche Wein also schon überschritten.

Rauchen hemmt Sexualität

Der US-Psychologe James White hat die sexuelle Aktivität bei 51 männlichen Rauchern untersucht. Nachdem diese ihre Partnerin vorher nur zweimal pro Woche küssten, taten sie es nach einer Raucher-Entwöhnungskur gleich viermal, noch dazu viel leidenschaftlicher. Die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs stieg dann von 1,2mal auf 2,6mal pro Woche an. Sobald diese Männer rückfällig wurden, sank auch ihr Bedürfnis nach Sex wieder auf das vorherige Niveau zurück. Nach Meinung von White reduziert das Rauchen den Anteil der Hormone, die den sexuellen Trieb steuern, und verlangsamt somit den Blutfluss zum Penis. Bei Raucherinnen muss mit ähnlichen Reaktionen gerechnet werden.

Selbstbefriedigung

In einer Studie der Universität Bonn wurden 108 Frauen und 83 Männer zu ihren sexuellen Erfahrungen und Ansichten befragt. Laut der Psychologinnen Annette Boeger und Caroline Mantey sagten etwa 86% der Frauen von sich selbst, gelegentlich zu masturbieren. Im Vergleich zu den 80er Jahren, in denen es 75% waren, und den 60er Jahren mit 50%, ist das ein deutlicher Aufschwung. Erstaunlich ist allerdings: Männer haben beim Masturbieren bevorzugt eine Traumfrau vor Augen. Wohingegen Frauen, wenn sie sich selbst befriedigen, meist keinen konkreten Phantasien nachgehen. Das eigentliche Gefühl wird dabei zum Zentrum ihrer Empfindungen.

Lustkiller Pille?

Ein Problem vieler Frauen: Sobald sie mit der Pille verhüten, verlieren sie die Lust auf Sex. Scheint zwar widersprüchlich, ist aber das Ergebnis einer Studie der Universität San Francisco. Dabei wurde untersucht, wie sich orale Verhütungsmittel auf die weibliche Libido auswirken. Es zeigte sich, dass der Gebrauch von Dreiphasenpräparaten Info den Hormonhaushalt der Frau weniger negativ beeinflussen als die Einnahme von Einphasenpräparaten . Eine unterschiedlich hoch angesetzte Dosierung des Hormons Progesteron, das den Gebärmutterschleim bzw. Zervixschleim verdickt und den Eisprung unterbindet, soll der Grund dafür sein.

INFO Einphasenpräparate
Sogenannte Einphasenpräparate oder auch monophasische Präparate besitzen die gleiche Dosis von beiden Hormonen in einer Tablette. Es muss keine richtige Reihenfolge bei der Einnahme berücksichtigt werden. Die Anpassung der Pilleneinnahme an eine andere Zeitzone, z.B. bei Fernreisen mit dem Flugzeug, oder Verschiebungen der Monatsblutung sind sehr einfach möglich.

INFO Zwei- und Dreiphasenpräparate
Sogenannte abgestufte Präparate mit wechselnder Hormondosis von Östrogen und Gestagen; Ihre Entwicklung basierte auf der Vorstellung, dass im natürlichen Zyklus einer Frau nicht immer die gleiche Menge an Hormonen zur Verfügung steht.

Sex als Medizin

Herr Doktor, bitte ein Rezept für Leidenschaft! Klingt wunderbar, da sogenannte Nebenwirkungen so gut wie ausgeschlossen sind. „Sexuelle Fitness” kann Menstruationsbeschwerden lindern, Verspannungen lösen und sogar bei chronischen Beschwerden wie Arthritis oder einfachen Rückenproblemen helfen. Laut der Amerikanischen Vereinigung für Sexerzieher, -berater und -therapeuten gibt es für diese Ergebnisse eine biologische Erklärung: Die Empfindungen im Gehirn und in den Nervenregionen, die unsere Schmerz- und Glücksgefühle kontrollieren, sind miteinander gekoppelt. Ein amerikanischer Migränearzt regt seine Patientinnen sogar dazu an, während einer Migräneattacke mit ihrem Partner zu schlafen – mit positiven Resultaten bei ganzen 25%. Lust kann also scheinbar Schmerzen blockieren.

Eine an 90.000 Amerikanern durchgeführte Langzeitstudie hat belegt: Das Antistresshormon Endorphin und das Liebeshormon Oxytocin, das u.a. den Hormonhaushalt im Gleichgewicht hält, stärken das Immunsystem. Menschen, die sexuell aktiv sind, werden nicht so oft krank, sind geselliger und ausgeglichener und haben mehr Freude am Leben.

Das Ergebnis einer britischen Studie der Universität Bristol belegte, dass Männer mit mindestens zwei Orgasmen pro Woche zu 50% weniger tödlich verlaufende Herzinfarkte erleiden als Sexbanausen des gleichen Alters.

Sex statt Sport

Sex ist ergiebiger als Sport! Das entdeckten Mediziner beim Messen der Energieverbrennung, obwohl sie ursprünglich untersuchen wollten, wie gefährlich sexuelle Aufregung für herzkranke Patienten ist. Der menschliche Körper verbrennt beim Sex an die 100 bis 150 Kalorien, beim Orgasmus selbst sogar noch mehr. Das ist in der Kalorienzahl vergleichbar mit einem flotten 20minütigem Spaziergang. Übrigens: Wer regelmäßig Sport betreibt, kann auch mehr sexuelle Höchstleistungen erbringen!

Vaginalcreme als HIV-Schutz?

Eine große Studie des US-Gesundheitsministeriums untersucht den aktuellen Stand von HIV-bekämpfenden Vaginalcremes. Wissenschaftler forschen augenblicklich an einem Mittel, dass gegen das HIV-Virus angehen soll, indem es den pH-Wert in der Scheide senkt. Ein an weiblichen Affen gestestetes Präparat bewies in einer Studie 100%igen Schutz. Im Jahr 2000 sind aber die neuen Produkte selbst in den USA noch nicht auf dem Markt. US-Wissenschaftler untersuchen auch zur Zeit die Effektivität von VCF – ein Vaginalmittel mit dem Spermizid Nonocinol 9 – als mögliche HIV-Schutzmaßnahme. In Amerika ist dieses Präparat zwar bereits als Verhütungsmittel auf dem Markt, trotzdem können chemische Mittel vorerst nicht als wirklich sichere Methode gegen eine HIV-Infektion angesehen werden.

SEX-Wüsche per Computer

Wenn es stimmt, was Ärzte und Zukunftsforscher sagen, dann wird dieses Jahrtausend ein Paradies der Lust und Erotik: Orgasmus-Pillen, Liebesroboter und Sex-Chips. Partnersuche stellt dann selbst für die ganz Verzweifelten kein Problem mehr dar! Ein Computer-Chip ist genau auf die Bedürfnisse des Menschen, der ihn trägt, abgestimmt. Er speichert elektronisch persönliche Daten über die Merkmale, die der gewünschte Gefährte mitbringen soll, sei es nun Körpergröße, Lieblings-Haarfarbe, bevorzugte Stellung beim Sex o.a. Der Chip sucht einfach auf Knopfdruck das Umfeld nach dem geeigneten Partner ab – ob im Büro, in der Disco oder im Café. Sobald die entsprechende Person bzw. ein komplementärer Chip mit den passenden Informationen geortet wurde, fängt dieser an zu piepsen!Frauen-Träume werden wahr: Der Wunsch nach einer Liebesnacht mit Pierce Brosnan soll spätestens im Jahr 2030 in Erfüllung gehen. Bis dahin wird man Roboter entwickelt haben, die als Sex-Sklaven zum Einsatz kommen.

Eine Orgasmus-Pille schon in naher Zukunft? Ursprünglich suchten Chemiker nach einer Arznei gegen Depressionen. Doch stattdessen bekamen die Testpersonen einen ultimativen Orgasmus.

Bis zum Jahre 2050 kann jeder seinen Sex-Phantasien durch Schlucken eines Mikrocomputers, klein wie ein Blutkörperchen, hemmungslos nachgehen: Der Computer platziert sich im Gehirn und leitet alles, was die Person sieht, hört und fühlt an die Cyberwelt weiter. Dadurch kann dann auch jeder Sex als Mann, Frau oder auch als beide zum gleichen Zeitpunkt erleben.

Sex ohne Verhütungsstress: Ab 2012 wird es laut Forscher einen Dauerempfängnisschutz in Form eines Serums geben.

Kategorie: Liebe & Sexualität
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