Bluthochdruck – Ursachen

Fragen und Antworten rund um das Thema Bluthochdruck “Ursachen”
(die Informationen zu “Bluthochdruck Ursachen” stammen aus 2004 – 2006. Analyse & Behandlung können sich mittlerweile geändert haben. Bitte suchen Sie bei Problemen IMMER einen Arzt auf)

Inhalt

Bluthochdruckkrisen

Frage:
Mein mann hat blutdruckschwankungen seit einem jahr ,immer am morgen bis 220/135 ,puls zwischen 50 und 60 und dauert eine bis fünf minuten nacher ist wieder ca. 120/77. Er hat schon 24 stund blutdruckmessung gemacht und durchschnit ist sehr tief hat der kardiologe gesagt.Es gibt tage ohne diese hochdruck.Tachykardie hat er vor zwei jahre bekommen und hatte drei ablationen, letzte wahr vor 14 monaten.Nach dem hat der blutdruck problem angefangen.Langzeit EKG hat fast keine tachykardie gezeigt nur wenig. Er nimmt ISOPTIN RR 120 ein mall am morgen.Wir werden nicht ernst gennomen wegem diesem problem mit blutdruck weil der durchschnit unter der durchschnit ist (auch vor einahme vom isoptin rr wahr das so). Mall hat er werend dem hochdruck starke kopfschmerzen oder enge in der brust und zitter und wird blass aber wie gesagt nur par minuten und dan ist alles ok.Danke
von kole am 07.04.2006 14:54

Experten-Antwort:
Wichtig ist zunächst einmal, dass die Blutdrucklangzeitmessung bei Ihrem Mann einen normalen bzw. einen eher niedrigen Blutdruck ergeben hat. Das bedeutet, dass bei Ihrem Mann kein dauerhaft erhöhter Blutdruck besteht. Für starke plötzliche Anstiege des Blutdrucks, so genannte „hypertensive Krisen oder Entgleisungen“ bei normalem Blutdruck in der Langzeitmessung gibt es zwei Ursachen:

1. Bei starken seelischen (psychischen) Belastungen bzw. Aufregungen und körperlichen (physischen) Anstrengungen kann der Blutdruck teils ganz erheblich ansteigen. Diese Anstiege sind normal, der Blutdruck normalisiert sich nach Ende der Belastung von selbst und muss deshalb nicht behandelt werden. Diese Art der „Blutdruckkrisen“ ist sehr häufig.

2. Wenn Blutdruckkrisen ohne Belastung, d.h. in körperlicher und seelischer Ruhe auftreten, kann ein Phäochromozytom vorliegen. Bei dieser – allerdings sehr seltenen – Erkrankung kann es zu einer plötzlichen Hormonausschüttung aus der Nebenniere und dann zu einem vorübergehenden, evtl. sehr starken Blutdruckanstieg kommen. Bei dieser Erkrankung sind im 24-Stunden-Sammelurin die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Metanephrine, Normetanephrine und Vanillinmandelsäure erhöht. Fragen Sie den Arzt, ob eine solche Untersuchung bei Ihrem Mann gemacht werden soll. Er wird Ihnen dann entweder ein Sammelgefäß geben, in dem Ihr Mann den gesamten Urin über 24 Stunden sammelt oder ihn zu einem Arzt oder in ein Labor schicken, wo diese Untersuchung gemacht wird.

Plötzlich Bluthochdruck

Frage:
Meine Mutter (wird 60) leidet seit kurzem an stark erhöhtem Blutdruck (Spitze 210/149) und war vor kurzem auch im Krankenhaus, Verdacht auf Herzinfarkt. Sie ist keineswegs Risikopatient: schlank, ernährt sich gesund, bewegt sich sehr viel. Im KH wurde keine organische Ursache gefunden. Nach einem 24-h-EKG wurden wieder Spitzen festgestellt und nun soll sie BetaBlocker schlucken. Sie ist sehr besorgt. Ihre Eltern haben im Alter auch unter Bluthochdruck gelitten. Muss man sich denn nun damit abfinden, dass sie eine der Personen ist, die im Alter (60 ist ja noch kein Alter) einfach einen hohen Blutdruck bekommen? Muss sie die Tabletten nun ständig schlucken? Ich wäre sehr dankbar für Antworten, denn auch ich mache mir Sorgen. Meine Mutter, die niemals krank war, ist plötzlich derart eingeschränkt und wir möchten einfach nur wissen, WARUM auf einmal dieser hohe Blutdruck auftritt. Herzlichen Dank für Ihre Antworten. J.T.
von Julia am 09.03.2006 09:28

Experten-Antwort:
1. Anlagen und Vererbung spielen beim Bluthochdruck eine wichtige Rolle. Häufig – wie bei Ihrer Mutter – haben Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Diese Veranlagung wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität. Bei einer entsprechenden Anlage kann Bluthochdruck aber auch auftreten, wenn man schlank ist, sich gesund ernährt und körperlich aktiv ist.

2. Bluthochdruck ist eine typische Erkrankung des höheren Lebensalters, d.h. er tritt zunehmend häufiger ab etwa dem 50. Lebensjahr auf. Natürlich will niemand krank werden, aber es ist doch immerhin besser, man bekommt den Bluthochdruck erst mit 60 Jahren, statt schon als Kind.

3. Jede Erkrankung ist ein Schicksalsschlag, aber es gibt viel schlimmere Erkrankungen als Bluthochdruck. Denn Bluthochdruck kann man heute sehr gut behandeln, so dass seine Folgen verhindert werden können. In den allermeisten Fällen ist eine lebenslange Einnahme der Blutdrucksenker erforderlich. Die Behandlung führt zu keiner dauerhaften Beeinträchtigung und an die Einnahme der Tabletten gewöhnt man sich sehr schnell.

Bluthochdruck durch Angst und Schlafstörungen?

Frage:
Kann es einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen/Angst und Bluthochdruck geben?
Ich bin in Behandlung und nehme Blopress und Ramipril ein. Oder könnte Ramipril die Ursache sein?
M.f.G. Michael
von Michael am 05.03.2006 12:05

Experten-Antwort:
1. Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Nervosität, Ärger, aber auch Angst und Unruhe, erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Es macht keinen Sinn, den Blutdruck während solcher Zustände zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Solche Blutdruckerhöhungen sind natürlich und ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Natürlich spielen auch Temperament und Charakter eine große Rolle, so dass die Schwankungen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. In der Nacht sollte der Blutdruck nach dem Aufwachen bzw. bei Schlafstörungen nicht gemessen werden. Aussagekräftig sind nur die Blutdruckwerte, die während der Langzeitmessung beim schlafenden Patienten gemessen werden.

2. Deshalb muss der Blutdruck immer in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden und es kommt nicht auf einzelne erhöhte Werte an, entscheidend sind vielmehr die Mittelwerte häufig wiederholter Messungen.

3. Bei Patienten, die schnarchen, im Schlaf Atempausen haben und tagsüber müde sind, kann eine Schlafapnoe bestehen. Diese Schlafstörung kann zu dauerhaft erhöhtem Blutdruck führen. Wenn diese Beschwerden bestehen, müssen Sie dies Ihrem Arzt berichten, damit eine entsprechende Untersuchung erfolgt.

4. Die beiden Medikamente, der ACE-Hemmer Ramipril und der AT1-Rezeptorblocker Candesartan (im Blopress) erhöhen nicht den Blutdruck. Ganz im Gegenteil: beide Medikamente sind Blutdrucksenker.

Wie entsteht eine Bluthochdruckkrise

Frage:
Wie und wodurch entsteht eine Hochdruckkrise???
von kzille am 13.02.2006 09:35

Experten-Antwort:
Für sehr starke plötzliche Anstiege des Blutdrucks, so genannte „hypertensive Krisen oder Entgleisungen“ gibt es zwei Ursachen:

1. Bei starken seelischen (psychischen) Belastungen bzw. Aufregungen und körperlichen (physischen) Anstrengungen kann der Blutdruck teils ganz erheblich ansteigen. Diese Anstiege sind normal, der Blutdruck normalisiert sich nach Ende der Belastung von selbst und muss deshalb nicht behandelt werden. Diese Art der „Blutdruckkrisen“ ist sehr häufig.

2. Wenn Blutdruckkrisen ohne Belastung auftreten, kann ein Phäochromozytom vorliegen. Bei dieser – allerdings sehr seltenen – Erkrankung kann es zu einer plötzlichen Hormonausschüttung aus der Nebenniere und zu einem evtl. sehr starken und gefährlichen Blutdruckanstieg kommen. Bei dieser Erkrankung sind im 24-Stunden-Sammelurin die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Metanephrine, Normetanephrine und Vanillinmandelsäure erhöht.

Hoher Blutdruck und Puls bei Lungenentzündung?

Frage:
Ich bin 36 Jahre, weiblich, 54 kg, 170 cm und bin sehr sportlich. Vor 3 Monaten ergaben meine Blutdruckwerte am frühen Vormittag 135/85 mmHg. Vor ein paar Tagen wurde ich mit einer akuten Lungenentzündung, hohem Fieber und starken Schmerzen beim Einatmen ins Krankenhaus eingeliefert. Man stellte einen sehr hohen Puls fest (115/min) und meine Blutdruckwerte lagen bei 140/80 mmHg, also zu hoch. Muß ich mir Sorgen machen oder können die erhöhten Werte eine Folge meines schlechten Befindens aufgrund der Lungenentzündung sein?
von Bella3000 am 10.02.2006 13:08

Experten-Antwort:
Während akuter, vor allem fieberhafter Krankheiten, insbesondere auch bei einer Lungenentzündung und während eines Krankenhausaufenthaltes, können Puls und Blutdruck vorübergehend ansteigen.

Überprüfen Sie Ihre Werte, wenn die Erkrankung ausgeheilt ist und Sie wieder zu Hause sind. Am besten durch Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends möglichst immer zu den gleichen Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist.

Herzklopfen durch Pfefferminz?

Frage:
Ich habe einen Blutdruck von ca. 158/95 mmHg. Jetzt fällt mir des öfteren auf, daß ich Herzklpfen bekomme, wenn ich Pfefferminz in Schokolade esse. Kann das tatsächlich durch die ätherischen Öle ausgelöst werden? (Medikamente nehme ich keine, außer Weißdorn.) Dank im voraus für die Beantwortung.
von lola am 07.02.2006 21:45

Experten-Antwort:
1. Wenn Ihr Blutdruck bei wiederholten, korrekten Messungen um 158/95 mmHg liegt, ist er erhöht. Es muss dann eine Untersuchung erfolgen und bei Bestätigung des Bluthochdrucks eine Behandlung erfolgen.

2. Bei Herzklopfen (Palpitation) verspürt der Mensch in der Regel sein normal und regelmäßig schlagendes Herz. Das ist fast immer völlig normal, vor allem bei Patienten, die in sich hineinhorchen. Durch Pfefferminz und Schokolade wird Herzklopfen nicht ausgelöst. Wenn Sie sich wegen Ihres Blutdrucks untersuchen lassen, berichten Sie dem Arzt vorsichtshalber auch über das Herzklopfen.

Niedriger Blutdruck

Frage:
Mein Mann (65 Jahre) hat des öfteren Blutdruckwerte von z.B.
98/54/35 mmHg. Was kann dahinter stecken?
von delphin am 23.01.2006 12:50

Experten-Antwort:
Für die untere Grenze gibt es keinen bestimmten Wert, ab dem ein Blutdruck „zu niedrig“ ist. Vielmehr wird die Diagnose eines zu niedrigen Blutdrucks (Hypotonie) nur gestellt, wenn bei niedrigen Werten entsprechende Beschwerden bestehen. Es gibt Menschen, die fühlen sich bei Werten von 90/60 mmHg pudelwohl, andere haben Beschwerden. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Leistungsschwäche, Schwindel, evtl. sogar kurze Bewusstlosigkeiten oder Stürze können von einem niedrigen Blutdruck kommen. Es gibt zahlreiche Ursachen für zu niedrigen Blutdruck, so dass bei niedrigem Blutdruck mit Beschwerden eine ärztliche Untersuchung erfolgen muss. Ohne genaue Befragung, ohne körperliche Untersuchung, ohne Blutdruckmessung im Liegen und Stehen und ohne weitere Untersuchungen des Blutes oder mit Geräten kann man Ihre Fragen nicht beantworten, ob der niedrige Blutdruck Ihres Mannes normal oder krankhaft ist und was dahinter steckt.

Erhöhte Blutdruckamplitude

Frage:

Ich bin 55 Jahre alt und sportlich aktiv, Gewicht 68 kg bei einer Größe von 1,82m. In den letzten Monaten wird die Blutdruckdifferenz immer größer und ich habe seit Wochen eine starke Benommenheitsproblematik an mir festgestellt mit Konzentrationsstörungen und Kopfdruck. Ebenso nach der Sauna und bei Kraftanstrengungen. Der Blutdrck schwankt über den Tag zwischen 120/55 bzw. 105/60 mmHg bei einem Puls zwischen 45 und 50/min. Weil ich mich so benommen fühle und dabei vergesslich werde, wüßte ich gerne, was ich gegen diese Probleme unternehmen kann.
von Acer am 19.01.2006 21:33

Experten-Antwort:
Ohne eigene Befragung und Untersuchung, ohne Kenntnis aller Befunde und evtl. Begleiterkrankungen kann man über die Ursache Ihrer Beschwerden nichts Zuverlässiges sagen. Sie müssen sich ärztlich untersuchen lassen.

Wenn Sie Ausdauersport betreiben, ist ein Puls von 45 – 50/min nicht ungewöhnlich. Doch sollte vorsichtshalber das Herz untersucht und ein EKG geschrieben werden. Wenn dabei auch sehr seltene Herzfehler (Aorteninsuffizienz, angeborener Herzfehler) durch Abhören des Herzens ausgeschlossen werden, sind Ihre Beschwerden wie Benommenheit, Konzentrationsstörungen und Kopfdruck nicht durch die von Ihnen genannten Blutdruckwerte verursacht.

Ursache der isolierten systolischen Hypertonie

Frage:
Blutdruck von 172/82 mmHg.
Frage: wie kann man sich den pathologischen Wert von 172 und den relativ gesunden (normalen Wert) von 82 mmHg erklären?
von Geist am 18.01.2006 10:51

Experten-Antwort:
Mit Werten von 172/82 mmHg haben Sie einen erhöhten oberen (systolischen) und einen normalen unteren (diastolischen) Blutdruck, d.h. eine isolierte systolische Hypertonie. Die häufigste Ursache ist eine Abnahme von Dehnbarkeit und Elastizität der Hauptschlagader und der großen Arterien. Das ist eine typische Alterserscheinung und kommt in der Regel jenseits des 60. – 70. Lebensjahres vor. Deshalb wird diese Form des Bluthochdrucks häufig auch als Altershochdruck bezeichnet.

Weil die großen Gefäße steif sind, steigt der systolische Blutdruck immer dann, wenn sich das Herz zusammenzieht, d.h. bei der Kontraktion des Herzens in der Systole besonders stark an. Da das Blut aber ganz normal in die einzelnen Körperregionen abfließen kann, bleibt der diastolische Wert normal.

Der isolierte systolische Bluthochdruck ist gefährlich wie jeder andere dauerhafte Bluthochdruck und muss deshalb mit Blutdrucksenkern behandelt werden. Alle Blutdrucksenker sind für diese Form des Bluthochdrucks geeignet.

Stressbedingter Bluthochdruck vor dem Excamen?

Frage:
Ich bin 29 Jahre alt, schlank, Nichtraucher, LDL 90/HDL 84, gesunde Ernährung ohne Fleisch, regelmässig Sport, leider auch leicht erregbar. Bis vor kurzem hatte ich regelmässig bei Messungen einen Blutdruck von 125/80. Seit 2 Monaten befinde ich mich in einer extremen Stressphase (universitäre Abschlussprüfungen), die noch bis Ende Januar dauern wird. Ich fühle mich momentan wie dauerhaft unter Strom, wache früh auf, kann nicht abschalten. Seitdem messe ich in Ruhe wiederholt Werte im Bereich bis 145/95, die aber abends wieder in den Bereich 130/80 sinken! Ist das bei Stressphasen normal und bildet sich danach zurück? Oder könnte es schon eine essentielle Hypertonie sein? Mache mir ernsthafte Sorgen! Ich messe zwar wie vorgeschrieben in körperlicher Ruhe, aber “seelische Ruhe” erreiche ich momentan nicht. Vielen Dank!
von Thorsten am 11.01.2006 09:45

Experten-Antwort:
In Stressphasen steigt der Blutdruck an. Da absehbar ist, dass die Anspannung durch das Examen Ende Januar beendet sein wird, sollten Sie jetzt den Blutdruck gar nicht mehr messen. Ihre Angaben sprechen dafür, dass Sie keinen dauerhaften Bluthochdruck haben. Überprüfen Sie Ihren Blutdruck nach Abschluss des Examens. Dazu eignen sich zwei Methoden:

a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends möglichst immer zu den gleichen Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist.

b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät.

Niedriger, diastolischer Blutdruck

Frage:
Was sagt ein diastolischer Blutdruck zwischen 50-60 mmHg und in der Dialysebehandlung aus und gibt es Therapien, dieses zu verbessern?
von dialy am 07.01.2006 20:33

Experten-Antwort:
Es kommt immer auf beide Werte, den oberen (systolischen) und den unteren (diastolischen) Wert an. Beispielsweise kann der systolische Wert trotz eines niedrigen diastolischen Wertes zu hoch sein, so dass er mit Blutdrucksenkern behandelt werden muss.

Wenn bei einem niedrigen unteren (diastolischen) Wert der Arzt beim Abhören bzw. bei der Untersuchung des Herzens keine Besonderheiten feststellt und Sie keine Beschwerden haben und leistungsfähig sind, liegt in der Regel keine krankhafte Störung vor. Eine Behandlung von niedrigen diastolischen Werten bei Patienten ohne Beschwerden und ohne Herzerkrankung ist nicht erforderlich.

Blutdruckdifferenz bei Stenose der A. subclavia

Frage:
In meiner Arteria subclavia links ist wegen einer Stenose vor 9 Monaten ein Stent eingesetzt worden. Vor dem Eingriff waren meine Blutdruckwerte links 120/70 und rechts 160/80. Jetzt, nach täglicher Dosis von Delix 2,5 mg, hat sich wenig verändert. Der obere Wert am rechten Arm liegt zwischen 130/160, der untere bei 70. Die Differenz zum linken Arm liegt immer noch bei ca. 30 mmHG. Was könnte die Ursache dafür sein? Mein Ruhepuls ist zeitweise auch schon mal unter 50. Ich bin 64 Jahre, treibe Sport und bin Nichtraucher. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
Klaus Kirchner
von Klaus am 27.11.2005 19:46

Experten-Antwort:
1. Wenn weiterhin eine konstante Blutdruckdifferenz zwischen rechtem und linken Arm besteht, dann hat der Stent die Stenose in der A. subclavia entweder nicht bzw. nicht völlig beseitigt oder es hat sich – wenn nach der Stenteinlage die Differenz zunächst verschwunden war – vor, in oder hinter dem Stent eine neue Stenose gebildet.

2. Es sollte jetzt zuverlässig – am rechten (!!!) Arm, dem Arm mit dem höheren Blutdruck – überprüft werden, ob Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht ist. Dazu eignen sich zwei Methoden:

a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends möglichst immer zu den gleichen Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist.

b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät. Wenn der Blutdruck erhöht ist, muss er intensiver, d.h. mit einer höheren Dosis von Delix oder zusätzlich mit einem zweiten Blutdrucksenker behandelt werden. Falls der Blutdruck, insbesondere auch der untere (diastolische) Wert deutlich erhöht sind, sollten Sie die Ärzte, die Ihre Subclavia-Stenose behandelt haben oder einen Arzt für Gefäßkrankheiten (Angiologie) fragen, ob evtl. bei Ihnen nicht nur eine Subclavia-Stenose, sondern auch eine Nierenarterienstenose als Ursache für den Bluthochdruck vorliegen könnte.

3. Bei langsamem Puls sollte vorsichtshalber ein EKG gemacht werden. Allerdings haben Personen, die viel Sport, insbesondere Ausdauersportarten treiben, häufig einen langsamen Puls, der völlig normal ist.

Bluthochdruck durch Darmpilze?

Frage:
Ich leide seit ein paar Monaten unter Bluthochdruck! Aber mein Arzt kann keine Ursache feststellen! Vor 2 Jahren wurde bei mir ein Darmpilz diagonstiziert, den ich allerdings nach ein paar Wochen nicht habe weiter behandeln lassen! Jetzt meine Frage, kann der Darmpilz mit dem Bluthochdruck im Zusammenhang stehen? Habe schon eine Stuhlprobe weggebracht. Vielen Dank!
von Resi am 23.11.2005 12:10

Experten-Antwort:
1. Darmpilze verursachen keinen Bluthochdruck.
2. Nur in seltenen Fällen wird ein Bluthochdruck (eine sekundäre Hypertonie) durch Hormonstörungen, Nieren- oder Gefäßkrankheiten verursacht, die der Arzt durch entsprechende Untersuchungen erkennen und evtl. spezifisch, z.B. durch Operation oder Katheterdilatation behandeln kann. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten mit erhöhtem Blutdruck werden keine solchen Ursachen gefunden. Diese haben eine so genannte essentielle (primäre) Hypertonie, bei der Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle spielen. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Diese Veranlagung wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität.

Blutdruckanstieg bei der Periode

Frage:
Kann es sein, dass es bei Beginn der Menstruation zum Bluthochdruck kommt? Für meinen hohen Blutdruck nehme ich das Medikament Bisoprolol 5 mg. Meine Werte kurz vor der Periode 140/90, normale Werte 120/80 mmHg.
von SimoneMorath am 21.11.2005 12:07

Experten-Antwort:
In den Tagen vor der Menstruation kommt es zu einer hormonellen Umstellung, die bei einigen Frauen zu verschiedenen Beschwerden (prämentruelles Syndrom) führen kann. Dies kann auch mit einer vorübergehenden, geringen Erhöhung des Blutdrucks einhergehen. Allerdings ist der von Ihnen beobachtete Unterschied von 20 mmHg für den oberen (systolischen) und 10 mmHg für den unteren (diastolischen) Wert ungewöhnlich ausgeprägt. Es kann sein, dass dieser Unterschied bei häufig wiederholten Messungen geringer wird, wenn Ihr Blutdruck normalerweise 120/80 mmHg ist und nur während einiger Tage im Monat auf 140/90 mmHg steigt, ist das völlig in Ordnung und Sie müssen nichts dagegen unternehmen, insbesondere auch nicht die Behandlung mit Metoprolol (im Bisoprolol) erhöhen. Wenn Sie in den Tagen vor der Periode auch unter anderen Beschwerden leiden (z.B. Unruhe, Nervosität, depressive Verstimmung, Schmerzen in der Brust, Schwellungen an den Beinen), sollten Sie sich an Ihren Frauenarzt wenden.

Schilddrüsenunterfunktion und Bluthochdruck?

Frage:
Kann eine Schilddrüsen-Unterfunktion den Blutdruck in die Höhe treiben?
Vielen herzlichen Dank im Voraus!
von missi am 28.10.2005 18:31

Experten-Antwort:
Eine Schilddrüsenunterfunktion führt nicht zu einer Erhöhung des Blutdrucks oder zu einem Bluthochdruck.

Bluthochdruck bei Säuglingen

Frage:
Meine 14-tägige Tochter hat zu hohe Blutdruckwerte (mehrfach gemessen: Systole liegt zwischen 70-105 mmHg). Evtl. ist der bButhochdruck hormonell bedingt – dies wird aber noch untersucht. Ich möchte gern mehr über hormoInternet kaum informationen. Was hätte diese Diagnose zur Folge?
von kori89 am 27.10.2005 16:05

Experten-Antwort:
Neugeborene haben im Mittel einen Blutdruck von 70/30 mmHg und einen Puls von 140/min. Bei Säuglingen sind die entsprechenden Werte 85/60 mmHg und 120/min.
Der Blutdruck bei der Geburt von 70/30 mmHg steigt zunächst relativ schnell (ca. 1 – 2 mmHg pro Tag in der ersten Lebenswoche, dann ca. 1 mmHg pro Woche bis zur 6. Woche), später immer langsamer bis ins Jugendalter an.

Wichtig ist: bei diesen Werten handelt es sich um die Mittelwerte, d.h. der Normalbereich umfasst auch noch deutlich niedrigere und höhere Werte. Der Bereich von 70 – 105 mmHg umfasst also auch Normalwerte, d.h. es wurden bei Ihrer Tochter sowohl normale als auch erhöht Werte gemessen. Ohne Kenntnis aller Messungen kann man nicht sagen, ob der Blutdruck bei Ihrer Tochter tatsächlich dauerhaft erhöht ist.

Wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist, gibt es im wesentlichen zwei hormonelle (endokrine) Ursachen für einen Bluthochdruck: ein Phäochromozytom mit einer vermehrten Ausschüttung von Katecholaminen wie Adrenalin und Noradrenalin aus dem Nebennierenmark oder anderen chromaffinen Zellen des sympathischen Nervensystems und einen primären Hyperaldosteronismus mit vermehrter Bildung von Aldosteron in der Nebennierenrinde. Meistens erfolgt eine Behandlung durch Operation, evtl. auch mit Medikamenten.

Ablagerung in Arterien

Frage:
Können Ablagerungen in den Blutgefäßen duch spezezielle Ernährung, Sport o.ä. wieder abgebaut werden? Ist dieses Symptom gleichbedeutend mit Arterienverkalkung?
von Tom am 13.10.2005 11:35

Experten-Antwort:
Es gibt verschiedene Arten von Ablagerungen in den Arterien und in den Wänden der Arterien, z.B. Kalk, Cholesterin, Bindegewebe, Zellen, Blutanteile wie Blutplättchen (Thrombozyten) und rote Blutkörperchen (Erythrozyten), die zu Verdickung und Verletzungen der Arterienwände bzw. zu Auflagerungen (Plaques) und sogar zu Verengung der Gefäße führen können. Fragen Sie also, was genau Ihr Arzt bei der Untersuchung festgestellt hat.

Diese Veränderungen sind entweder Vorläufer einer Arteriosklerose oder bereits Ausdruck einer Arteriosklerose in sehr unterschiedlichen Stadien. Sie können nur selten rückgängig gemacht werden, allerdings können Verengungen durch Aufdehnung oder Operation beseitigt werden.

Wichtig und notwendig ist, dass ein Fortschreiten dieser Veränderungen auf jeden Fall verhindert wird und dass alle Verhaltensweisen und Befunde, die die Arteriosklerose und ihre Vorstufen begünstigen (Risikofaktoren für eine Arteriosklerose) aufgegeben oder behandelt werden. Dazu zählen Aufgabe des Rauchens, körperliche und sportliche Betätigung statt mangelhafter Bewegung und Verzicht auf ungesunde, insbesondere fettreiche Ernährung zugunsten einer Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Behandlung von erhöhten Fettwerten im Blut, von Bluthochdruck und einer evtl. Zuckerkrankheit.

Zusammenhang Blutdruck und Blutarmut

Frage:
Besteht zwischen einem zu hohen bzw. zu niedrigem Blutdruck und einer Blutarmut ein Zusammenhang?
von Demian am 19.09.2005 14:25

Experten-Antwort:
Der Zusammenhang zwischen Blutdruck und Blutarmut (Anämie) ist sehr komplex und vielschichtig. Deshalb seien hier nur drei sehr unterschiedliche Beispiele genannt.
1. In den meisten Fällen ist bei Patienten mit erhöhtem oder erniedrigtem Blutdruck das Blutbild völlig normal und es besteht keine Blutarmut.
2. Viele Patienten mit schweren Nierenerkrankungen haben sowohl einen hohen Blutdruck und eine Blutarmut.
3. Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Blutarmut. Bei Patienten mit schwerer Blutarmut ist der Blutdruck häufig niedrig.

Angststörung und hoher Puls

Frage:
Ich leide an Angststörungen und habe in den letzten 3 Wochen einen Puls von 90-96/min .Kann das zusammenliegen? Leider habe ich Übergewicht und mache zur Zeit auch keinen Sport. Bin 33 Jahre alt und rauche. Mein hausarzt geht nicht darauf ein.
von manu am 17.09.2005 16:41

Experten-Antwort:
1. Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Bei Unruhe und Nervosität, vor allem bei Aufregungen und erst recht bei Panik- und Angstattacken steigen Blutdruck und Puls teils ganz erheblich an. Diese Blutdruck- und Pulsanstiege sind nur kurz dauernd und gehen innerhalb kurzer Zeit von allein wieder zurück. Deshalb bedeuten Sie keine Gefährdung für Herz und Kreislauf und müssen nicht behandelt werden. Ihr Problem sind Angst und Panikattacken, die zu einem vorübergehenden, ungefährlichen Puls- und Blutdruckanstieg führen. Wichtig ist Ablenkung, z.B. durch geistige, körperliche und sportliche Betätigung. Wenn das nicht hilft, müssen bei Ihnen Angst und Panikattacken behandelt werden. Am ehesten eignet sich dafür eine Behandlung mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden. Suchen Sie einen Arzt für Psychosomatik und/oder Psychotherapie auf, auch Ärzte für Psychiatrie beschäftigen sich mit dieser Problematik.
2. Sie leben sehr ungesund. Nicht Ihr Hausarzt, sondern Sie selbst müssen etwas tun. Sie müssen abnehmen, Sie müssen das Rauchen aufgeben und Sie müssen sich körperlich und sportlich betätigen.
3. Im übrigen ist Ihr Puls trotz der Angststörung nicht zu hoch. Der Puls muss in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Ein Puls zwischen 60 und 100/min ist normal.

Herzstolpern

Frage:
Seit zwei Tagen leide ich unter Herzstolpern im Ruhezustand. Wenn ich laufe merke ich nichts, nur wenn ich zur Ruhe komme. Es fühlt sich an, als wenn das Herz so nervöse Zuckungen hätte. So langsam werde ich leicht panisch. Ich bin auch in anderen Dingen was meinen Körper angeht sehr sensibel. Kann dieses Stolpern der beginn eines Herzinfarktes sein?
von Mia am 10.07.2005 20:06

Experten-Antwort:
Am häufigsten handelt es sich beim Herzstolpern um supraventrikuläre Extrasystolen, d.h. um vorzeitige Extraschläge aus dem Vorhof des Herzens. Das ist harmlos und ungefährlich. Aus Langzeit-EKG´s wissen wir, dass fast alle Menschen mehr oder weniger häufig solches Herzstolpern haben. Die meisten Menschen merken das nicht und wissen deshalb nichts davon. Sie aber sind sehr sensibel, horchen in sich hinein, fühlen diese Extraschläge und ängstigen sich. Wenn Sie abgelenkt sind, bemerken Sie das Herzstolpern gar nicht.

Da dieses Herzstolpern jetzt erstmals aufgetreten ist, sollten Sie vorsichtshalber Ihren Arzt aufsuchen. Er kann durch Untersuchungen überprüfen (z.B. EKG), ob diese Vermutung richtig ist.

Plötzlicher Blutdruckanstieg

Frage:
Ich frage für eine liebe ältere Dame. Sie hat einen gut eingestellten Blutdruck bei ca 115/75 mmHg. Immer wieder treten ohne erkennbaren Grund innerhalb einer halben oder einer Stunde Blutdruckspitzen von bis zu 240/110 mmHg auf. Obwohl keine KHK besteht, nimmt sie dann Nitrospray und meist geht der Blutdruch nach kurzer Zeit wieder runter. Ich fühle mich hilflos, wenn ich das erlebe und möchte ihr gerne einen sinnvollen Rat geben. Ist das nicht ein sehr hoher Blutdruck? Was, wenn sie auch mal Brustschmerzen hat? Nützt das Nitrospray überhaupt etwas?
Mit herzlichem Dank
von hyperion am 10.07.2005 19:57

Experten-Antwort:

Mit Werten um 115/75 mmHg ist der Blutdruck sehr gut eingestellt. Das Problem besteht also in vorübergehenden starken Blutdruckanstiegen. Dafür gibt es zwei Ursachen:
1. Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst, Stress, verschiedene Beschwerden wie Schwindel und Kopfschmerzen, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Dies ist die häufigste Ursache für Blutdruckanstiege. Es macht keinen Sinn, den Blutdruck während solcher Zustände zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Solche Erhöhungen sind natürlich, gehen von allein wieder zurück und müssen bzw. sollten deshalb nicht behandelt werden, auch nicht mit Nitrospray. Wegen dieser Anstiege bei körperlichen und seelischen Belastungen muss der Blutdruck immer in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden.
2. Wenn der Blutdruck bei der Dame wirklich bei korrekter Messung und “ohne erkennbaren Grund”, d.h. in körperlicher und seelischer Ruhe plötzlich auf Werte von 240/110 mmHg ansteigt, muss ein Phäochromozytom ausgeschlossen werden. Bei dieser Erkrankung kann es zu einer Hormonausschüttung aus der Nebenniere und dann zu einem vorübergehenden, evtl. sehr starken und u.U. gefährlichen Blutdruckanstieg kommen. Eine derartige Ursache kann man durch eine Operation beseitigen. Der Hausarzt, evtl. ein Arzt für Endokrinologie sollte diese Hormone bestimmen, z.B. im 24-Stunden-Sammelurin die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Metanephrine, Normetanephrine und Vanillinmandelsäure und überprüfen, ob Sie erhöht sind.

Bluthochdruck in den Wechseljahren

Frage:
Ich bin in den Wechseljahren und habe hohen Blutdruck .Kann das mit den Wechseljahren zusammenhängen?
von Heidi am 04.07.2005 16:57

Experten-Antwort:
Ein Blutdruck kann bei Männern und Frauen in jedem Alter auftreten, wird aber mit zunehmendem Alter immer häufiger. Allerdings ist Bluthochdruck bei Frauen im geburtsfähigen Alter selten. Erst zum Zeitpunkt, wenn Frauen in die Wechseljahre (in die Menopause) kommen, tritt Bluthochdruck häufiger auf. Die hormonelle Umstellung in dieser Zeit ist nicht die alleinige Ursache für den Bluthochdruck, sondern Sie begünstigt sein Auftreten bei Frauen, die aufgrund von Anlage und Vererbung ohnehin zu Bluthochdruck neigen.

Schwankungen von Puls und Blutdruck

Frage:
Ich habe mit meinem Blutdruckmessgerät Werte zwischen 90/60 und 150/120 mmHg gemessen. Sind solche Schwankungen normal? Kann psychische Aufregung (Angst) Blutdruck und Puls (zwischen 66 und 140/min) erhöhen?
von Sabsi am 27.06.2005 13:04

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst, Schmerzen, Stress, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend. Es macht keinen Sinn, Blutdruck und Puls während solcher Zustände zu messen, weil sie dann immer zu hoch sind. Solche Erhöhungen sind natürlich, gehen von allein wieder zurück und müssen deshalb nicht behandelt werden. Puls und Blutdruck müssen deshalb immer in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden.

Bei Ihnen muss deshalb zunächst festgestellt werden, ob Blutdruck und Puls dauerhaft erhöht sind und behandelt werden müssen. Dazu eignen sich zwei Methoden:
a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie Blutdruck und Puls zweimal täglich morgens und abends immer zu den gleichen Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist. Ein Puls zwischen 60 und 100/min ist normal.
b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät.
Die Schwankungen, die Sie beobachtet haben, sind also durchaus üblich, wenn man die Messbedingungen nicht beachtet.

Isolierte systolische Hypertonie mit 34 Jahren

Frage:
Bei mir (m., 187 cm, 78kg, HF: 60, Alter: 34 Jahre) wurde eine isolierte systolische Hypertonie (Tagesmittelwert: 140/72) festgestellt. Organische Ursachen wurden ausgeschlossen, alles ohne Befund. Lediglich eine grenzwertige Herzwanddicke von 11,5 mm wurde beobachtet. Ich war jedoch jahrelang Leistungssportler und betreibe auch heute noch mind. 1St./Tag Ausdauertraining. Halten Sie hier eine medikamentöse Behanldung für notwendig? Nichtmedikamentös ist – denke ich – nichts mehr zu ändern (NR, gesunde Ernährung). Könnte es sich auch um eine Pseudohypertonie handeln und wie ist diese feststellbar?
von Jochen am 25.06.2005 11:22

Experten-Antwort:
Mit einem Tagesmittelwert von 140/72 mmHg bei der Blutdrucklangzeitmessung ist der obere (systolische) Wert nur gering erhöht, der untere völlig normal (Normalwert unter 130/80 mmHg) und es besteht nur eine relativ mild ausgeprägte isolierte systolische Hypertonie.

Im Alter von 34 Jahren kann dies völlig normal sein, vor allem bei relativ großen, eher schlanken Personen, die sportlich aktiv sind. Vorsichtshalber sollten ein Herzfehler (Aortenklappe, Ductus Botalli), Arterienverkalkungen (z.B. Ultraschall der Halsarterien = Arteria carotis), eine Schilddrüsenüberfunktion und kardiovaskuläre Risikofaktoren (insbesondere erhöhte Blutfette, Zuckerkrankheit) ausgeschlossen werden.

Wenn keine Ursache gefunden wird, sollten zunächst für ca. 6 Monate versuchen, den Blutdruck durch kochsalzarme Kost und Einschränkung des Alkoholkonsums zu normalisieren. Wenn sich dann die Werte bei einer neuerlichen Langzeitmessung besdtätigen, sollten Sie einen Blutdrucksenker nehmen.

Hypertensive Krise

Frage:
Ich hatte vor zwei Wochen eine Hypertensive Krise mit einem Maximalwert von 290/150 mmHg (3 Tage Intensivstation). Ob ich vorher Hypertonie hatte, ist nicht bekannt (nicht gemessen). Ich messe jetzt regelmäßig und habe meine Medikamentendosis fast wegreduziert, weil die Werte zu niedrig wurden (jetzt um 120/80 bei einer halben OlmetecPlus 20/12,5 morgens). Ist es möglich, dass ich gar keinen Hochdruck habe? Wie kann so eine Krise entstehen (keine Aufregung, körperlich habe ich gar nichts gespürt, wurde rein zufällig entdeckt)? Könnte es auch durch eine Virusinfektion ausgelöst worden sein? Muss ich wieder mit einem solchen Ereignis rechnen? Mein Internist hat keine Schäden an Organen festgestellt. Ich bin 47 Jahre alt.
von muddi am 24.06.2005 18:06

Experten-Antwort:
1. Aufgrund Ihrer Angaben ist es durchaus möglich, dass Sie gar keinen dauerhaft erhöhten Blutdruck haben. Wenn Ihr Blutdruck bei wiederholten Messungen weiterhin um 120/80 mmHg liegt, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Hausarzt Olmetec plus versuchsweise absetzen und den Blutdruck engmaschig überprüfen. Dazu eignen sich zwei Methoden:
a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen in der 2. und 3. Wochen nach dem Absetzen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist.
b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät, etwa 2 – 3 Wochen nach Absetzen des Medikamentes.
2. Sehr starke plötzliche Anstiege des Blutdrucks, so genannte „hypertensive Krisen oder Entgleisungen“, werden nach starken körperlichen und seelischen Belastungen beobachtet. Da der Blutdruckanstieg mit einem Wert von 290/150 mmHg ganz ungewöhnlich stark war und Sie schreiben, dass keine Aufregung bestand (und Sie sich nicht körperlich angestrengt haben?), sollte ein Phäochromozytom ausgeschlossen werden. Bei dieser Erkrankung kann es zu einer plötzlichen Hormonausschüttung aus der Nebenniere und dann zu einem vorübergehenden, evtl. sehr starken Blutdruckanstieg kommen. Lassen Sie von Ihrem Hausarzt, evtl. einem Arzt für Endokrinologie diese Hormone bestimmen, z.B. im 24-Stunden-Sammelurin die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Metanephrine, Normetanephrine und Vanillinmandelsäure. Erkundigen Sie sich aber vorher, ob diese Untersuchungen evtl. schon auf der Intensivstation gemacht wurden!
3. Eine Virusinfektion führt nicht zu einer Blutdruckkrise.

Hoher Ruhepuls bei starkem Übergewicht

Frage:
Ich (w. 1,72cm, 114 Kilo, 25) fühle mich seit längerer Zeit matt und abgeschlagen, habe zu nichts mehr richtig Lust, könnte ständig schlafen! Dabei werde ich nachts manchmal von Herzrasen wach, kann dann vor klopfen nicht mehr einschlafen. Zufällig habe ich mit einem Blutdruckmessgerät festgestellt, daß mein Ruhepuls zw. 104 und 121 liegt. Der Blutdruck ist normal. Soll ich das beim Arzt abklären lassen? Was kann das sein und was kann man dagegen selbst tun?
von sonnenschein am 20.06.2005 10:31

Experten-Antwort:
1. Das mit Abstand ernsteste Problem ist Ihr erhebliches Übergewicht. Sie müssen unbedingt an Gewicht abnehmen.
2. Der Puls muss in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden und sollte dann zwischen 60 und 100/min liegen. Ihr Übergewicht trägt sicher zum hohen Puls bei. Auch Personen, die sich körperlich bzw. sportlich wenig betätigen, tendieren zu hohem Puls.
3. Sie sollten sich auf jeden Fall wegen des hohen Pulses, wegen Ihrer Beschwerden und wegen Ihres Übergewichts, das häufig auch zu erhöhten Fettwerten im Blut, zu Leberschäden und zu Zuckerkrankheit führen kann, ärztlich untersuchen lassen.
4. Fragen Sie nach der Untersuchung den Arzt, ob Sie sich sportlich betätigen dürfen. Gewichtsabnahme und körperliche Aktivität werden Ihnen helfen.

Bluthochdruck in der Arztpraxis

Frage:
Vor kurzem hat mein Hausarzt bei mir einen Blutdruck von etwa 200/100 mmHg gemessen. Ich muss dazu sagen, dass ich sehr aufgeregt war. Als später die Helferin noch mal gemessen hatte, waren es nur noch 170 zu ? Zuhause war er wieder im Normalbereich. Bei Aufregung (kommt schnell vor) geht bei mir der Blutdruck immer furchtbar in die Höhe.

Ist sowas auch schädlich oder nur, wenn der Blutdruck konstant so hoch ist!?
(Ich bin 24 Jahre alt, 1,65 groß und wiege 78 kg)
von Nessi am 06.06.2005 12:25

Experten-Antwort:
Etwa jeder zehnte Patient, bei dem in der Arztpraxis ein erhöhter Blutdruck festgestellt wird, hat bei Selbstmessungen zu Hause oder bei der Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät einen völlig normalen Blutdruck. Diese Form des Bluthochdrucks bezeichnet man als Praxis-, Sprechstunden- oder auch Weißkittelhochdruck. Die Aufregung bei einem Arztbesuch und die Angst, dass bei der Untersuchung etwas Ernstes festgestellt werden könnte, treiben den Blutdruck bei bestimmten Patienten unverhältnismäßig stark in die Höhe. Weil der Blutdruck aber nur beim Arzt erhöht, sonst aber immer normal ist, ist er nicht gefährlich und muss nicht behandelt werden.

Bei solchen Personen ergibt die Blutdruckmessung in der Praxis immer erhöhte, also keine repräsentativen Werte. Deshalb muss der Blutdruck durch Selbstmessung bzw. durch Langzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät überprüft werden.

Auch bei der Selbstmessung kann der Blutdruck situationsbedingt vorübergehend erhöht sein. Denn er ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst und Stress erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Es macht keinen Sinn, den Blutdruck während solcher Zustände zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Solche Erhöhungen sind natürlich, gehen von allein wieder zurück und müssen nicht behandelt werden. Deshalb muss der Blutdruck bei der Selbstmessung immer in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden.
Anmerkung: Sie sind etwas übergewichtig und sollten an Gewicht abnehmen!

Hoher Blutdruck nach Dialyse

Frage:
Ich bin Dialysepatient (4 Jahre). Bis vor 6 Monaten hatte ich vor und nach der Dialyse normale Blutdruckwerte. Jetzt habe ich vor der Dialyse normale Werte. nach der Dialyse Werte von 200/100 mmHg. Es wurde bereits vor 3 Wochen die Nebenniere entfernt. Wie ist eine Verbesserung der Blutduckwerte nach der Dialyse zu erzielen ? Besten Dank für Ihre Antwort.
von Jonny am 30.05.2005 23:56

Experten-Antwort:
In der Regel wird bei der Dialyse dem Körper Flüssigkeit entzogen, so dass der Blutdruck nach der Dialyse meistens niedriger als vorher ist. Offenbar liegt bei Ihnen aber eine besondere Situation vor, sonst hätte man Sie nicht auf eine Anomalie der Nebenniere untersucht und Ihnen eine Nebenniere entfernt.

Ohne eigene Untersuchung und ohne Kenntnis aller Ihrer Befunde kann man Ihnen keinen Rat geben. Wichtig ist aber in jedem Fall, ob der Blutdruck nur für einige Stunden nach der Dialyse erhöht, dann aber wieder normal ist, oder ob er zwischen den Dialysen längere Zeit erhöht bleibt. Zur Überprüfung eigenen sich zwei Methoden:
a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt.
b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät.

Besprechen Sie das Ergebnis mit Ihrem Dialysearzt.

Bluthochdruck beim Arzt

Frage:
Vielleicht können Sie mir eine Frage beantworten, die ich schon seit mehreren Jahren mit mir rumtrage. Ich habe einen ziemlich hohen Blutdruck. Jedesmal wenn ich zum Arzt komme oder nur irgend jemand mich darauf anspricht ob er mir mal den Blutdruck messen soll steigt bei mir einen innere Unruhe (und natürlich auch der Blutdruck). So ist es schon vorgekommen, dass ich beim Arzt einen Blutdruck von 230/130 hatte. Natürlich nehme ich Medikamente ( Metoprolol 100 morgens und abends und Capto 50 morgens, mittags und abends. Wenn ich den Blutdruck selbst messe, ist er eigentlich immer normal. Ich habe zwei Geräte und er liegt immer zwischen 135-140 / 85-90. Es geht mir nur darum zu erfahren, warum er immer dermaßen hoch geht beim Arzt?
Danke

Elfi
von Elfi am 24.05.2005 16:23

Experten-Antwort:
Etwa jeder zehnte Patient, bei dem in der Arztpraxis ein erhöhter Blutdruck festgestellt wird, hat bei Selbstmessungen zu Hause oder bei der Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät einen völlig normalen Blutdruck. Diese Form des Bluthochdrucks bezeichnet man als Praxis-, Sprechstunden- oder auch Weißkittelhochdruck. Die Aufregung bei einem Arztbesuch und die Angst, dass bei der Untersuchung etwas Ernstes festgestellt werden könnte, treiben den Blutdruck bei bestimmten Patienten unverhältnismäßig stark in die Höhe. Weil der Blutdruck aber nur beim Arzt erhöht, sonst aber immer normal ist, ist er nicht gefährlich und muss nicht behandelt werden.

Diese Form der Blutdrucksteigerung gibt es auch beim echten, dauerhaften Bluthochdruck. Unbehandelt ist der dann bei Selbstmessung und bei Langzeitmessung erhöht, in der Praxis aber sehr viel höher. Bei guter und ausreichender Behandlung ist er bei Selbstmessung und Langzeitmessung normal, beim Arzt aber immer noch erhöht.
Die beste Methode, um einen Praxishochdruck bei normalem Blutdruck bzw. eine Praxishochdruckkomponente bei echtem Bluthochdruck zuverlässig zu erkennen, ist die Blutdrucklangzeitmessung.

Gerinnsel im Kopf

Frage:
Im welchem Zeitraum ensteht ein Blutgerinnsel im Kopf? Was ist die Hauptuarsache: Bluthochdruck, Stress oder auch anderes (z.B. Alkohol, Nikotin etc.)?
Weiche Symptome treten bei einem Schlaganfall auf ?
von Bea am 17.05.2005 19:35

Experten-Antwort:
1. Ein Blutgerinnsel in den Blutgefäßen des Kopfes kann unterschiedlich schnell, innerhalb weniger Sekunden und auch innerhalb von Wochen entstehen.
2. Die wichtigste Ursache sind arteriosklerotische Veränderungen der Gefäßwände. Deshalb sind alle Risikofaktoren für eine Arteriosklerose auch Ursachen für einen Schlaganfall, z.B. Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Zuckerkrankheit, Rauchen.
3. Lähmungen und Sprachstörungen sind zwar häufige Folgen eines Schlaganfalls. Es gibt aber noch sehr viele andere Symptome, die abhängig davon sind, in welchen Gefäßen bzw. in welchem Teil des Gehirns das Blutgerinnsel auftritt.

Erhöhung der Gamma GT

Frage:
Mein Vater hatte eine Untersuchung und da las ich beim Befund, dass seine Gamma GT Werte auf 414 liegen. Normal wäre anscheinend bei 66. Bitte um Antwort, wie gefährlich dieser Wert ist bzw. was es überhaupt auf sich hat mit der Gamma GT ?!! Danke im Voraus für eine Antwort.
von LIzzy am 17.05.2005 11:33

Experten-Antwort:
1. Die Gamma-GT ist ein Enzym, das bei einer Schädigung aus den Leberzellen austritt. Für die Schädigung gibt es zahlreiche Ursachen, die häufigste ist Alkoholkonsum.
2. Ohne Kenntnis aller anderen Untersuchungsergebnisse und Befunde sowie aller weiteren Beschwerden und Begleiterkrankungen Ihres Vaters kann man zur Bedeutung der erhöhten Gamma-GT nichts sagen.

Was ist ein nicht-essenbtieller Bluthochdruck?

Frage:
Was ist ein nicht-essenzieler Bluthochdruck?
von katze am 15.05.2005 14:37

Experten-Antwort:
Beim essentiellen oder primären Bluthochdruck spielen Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck.

Bei der seltenen sekundären (also nicht-essentiellen) Hypertonie gibt es sehr verschiedene Ursachen, nach denen vor allem bei noch jungen Patienten, bei schwerem und bei schlecht behandelbarem Bluthochdruck durch teils aufwändige Untersuchungen gefahndet werden muss. Es handelt sich um Nierenkrankheiten, Nierenarterienstenose, bestimmte Hormonstörungen der Nebennieren bzw. der Hypophyse (primärer Hyperaldosteronismus, Phäochromozytom, Morbus Cushing) und evtl. Aortenisthmusstenose.

Wiederholungsrisiko nach Gestose

Frage:
Am 09.09.2004 bin ich im Alter von 28 Jahren das erste Mal Mama geworden. Ich bin eine Bluthochdruckpatientin, so dass ich auch Betablocker nehme, die Ärzte sagen vererbt durch meine Mutter. Celine kam in der 28 SSW mit 925 g zur Welt. Ab der 25 SSW war mein Blutdruck bei 160/100. Am 01.09.04 hat mich mein Frauenarzt nach erfolgloser Gabe von Nepresol ins KHS eingeliefert. Bei der Aufnahme hatte ich einen Druck von 220/120. Im KHS konnten sie mich noch bis zum 09.09.04 mit Infusionen behandeln, aber mehr schlecht als recht. Mein Mann und ich wünschen uns noch ein zweites Kind, aber wir wissen nicht ob wir es riskieren sollen. Wie hoch sind die Chancen einer Wiederholung ? Kann man dem Vorbeugen ? Mein Frauenarzt meinte man könne da nichts machen und die Chancen wären 50/50. Vielen Dank.
von Katze Charly am 14.05.2005 20:48

Experten-Antwort:
1. Es gibt eine Form der Gestose, die nur in der ersten Schwangerschaft vorkommt. Fragen Sie Ihren Frauenarzt oder die Ärzte, die Sie in der Klinik behandelt haben, ob es in der ersten Schwangerschaft eine Ursache für Ihre Gestose gab (z.B. Bluthochdruck schon vor der Schwangerschaft, Zuckerkrankheit, Nierenerkrankung, Übergewicht, Gestose bei Mutter oder Schwester usw.). Wenn das alles verneint wird, könnte es sehr gut sein, dass es sich bei Ihnene um eine Gestose in der Erstschwangerschaft handelte, die bei einer zweiten Schwangerschaft nicht mehr auftritt.
2. Wenn keine Ursache für eine Gestose bestand und Ihr Blutdruck vor der ersten Schwangerschaft normal war, muss jetzt geklärt werden, ob Sie überhaupt noch einen Bluthochdruck haben. Bitten Sie Ihren Arzt um eine Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät. Wenn der Blutdruck normal ist, sollten Sie den Betablocker absetzen und 2 Wochen später eine erneute Langzeitmessung machen. Wenn der Blutdruck dann auch noch normal ist, haben Sie keinen Bluthochdruck und die Wahrscheinlichkeit einer Gestose in einer zweiten Schwangerschaft ist sehr gering.
3. Wenn der Blutdruck erhöht ist oder in der ersten Schwangerschaft eine Gestoseursache bestand, müssen Sie mit Ihrem Frauenarzt, der Sie und Ihre Befunde kennt, über das Risiko einer erneuten Gestose sprechen. Dann ist das Wiederholungsrisiko tatsächlich erhöht.

Bluthochdruck bei Panikattacken

Frage:
Manchmal überkommt mich ein Gefühl der absoluten Unruhe und Panik. Dann steigt mein Blutdruck auf 158/100 mmHg. Beim Arzt ist die erste Messung immer ähnlich, die zweite 130/88 mmHg. Eine Langzeitmessung ergab einen Wert von 135/84 mmHg. Was soll ich tun? TREIBE VOR ANGST KAUM NOCH GERNE SPORT
von angsthase am 14.05.2005 17:20

Experten-Antwort:
Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Bei Unruhe und Nervosität, vor allem bei Aufregungen und erst recht bei Panik- und Angstattacken steigt der Blutdruck teils ganz erheblich an. Das können auch Blutdrucksenker nicht verhindern.

Ihr Problem ist nicht der Blutdruck, sondern sind Angst und Panikattacken, die zu einem vorübergehenden, ungefährlichen Blutdruckanstieg führen. Bei Ihnen muss man die Angst und die Panikattacken behandeln. Am ehesten eignet sich dafür eine Behandlung mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden. Suchen Sie einen Arzt für Psychosomatik und/oder Psychotherapie auf, auch Ärzte für Psychiatrie beschäftigen sich mit dieser Problematik. Wichtig ist auch Ablenkung, z.B. durch geistige, körperliche und sportliche Betätigung. Sport ist also in Ihrer Situation nicht gefährlich, sondern im Gegenteil: regelmäßige sportliche Betätigung kann Ihnen helfen.

Die letzte Blutdruckmessung ist bei Ihnen die zuverlässigste. Lassen Sie sich also immer mehrfach, am besten drei – oder viermal, bzw. so lange den Blutdruck hintereinander messen, bis Sie völlig entspannt sind.

Hoher Puls, was tun?

Frage:
Ich bin 21 J. alt und wiege 48 Kg bei einer Größe von 1.58. Ich habe zur Zeit ein zu hohen Puls (ca. 98/min). Muss ich mir Sorgen machen?? Ich bin kein sportlicher Typ, habe aber jetzt mit Schwimmen angefangen! Was soll ich dagegen machen? Danke
von sandraina am 11.05.2005 19:13

Experten-Antwort:
Der Puls muss in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Unter diesen Bedingungen ist ein Puls zwischen 60 und 100/min normal. Somit liegt Ihr Puls mit 98/min im oberen Normalbereich. Es besteht also keinerlei Grund, dass Sie sich Sorgen machen.
Vor allem Personen, die sich körperlich wenig belasten und nicht sportlich aktiv sind, neigen zu höheren Pulswerten. Es ist deshalb sehr gut, dass Sie sich vorgenommen haben, jetzt regelmäßig Sport zu treiben. Das ist nicht nur für den Puls, sondern allgemein für die Gesundheit sehr gut. Sie sollten wegen Ihres Pulses auf keinen Fall irgendein Medikament nehmen.

Warum wird der Kopf beim Kopfstand rot?

Frage:
Warum wird beim Kopfstand der Kopf rot, aber die Beine nicht?
von motterloade am 11.05.2005 14:25

Experten-Antwort:
Beim Kopfstand muss das Blut aus Kopf und Hals nach oben zum Herzen fließen. Die Rotfärbung der Kopfhaut zeigt an, dass sich das Blut in den oberflächlichen Venen staut, weil es nur ungenügend und zu langsam zum Herzen zurückfließt. Es kommt noch etwas anderes hinzu: beim Kopfstand strengt man sich in der Regel an und hält die Luft an. Dadurch wird der Druck im Brustraum, in dem sich das Herz befindet, stark erhöht. Auch deshalb kann das Blut schlechter gegen diesen erhöhten Druck zum Herzen zurück fließen und staut sich im Kopfbereich. Der zuletzt genannte Grund kann auch allein – im Stehen und Sitzen – zu einem roten Kopf führen, z.B. wenn man die Luft anhält und stark presst, z.B. bei Verstopfung beim Stuhlgang oder bei starken Hustenanfällen.

Beim Kopfstand hat es das Blut in den Beinen besonders leicht, es kann nach unten fließen. An den Beinen kommt es aber auch im Stehen, wenn das Blut nach oben fließen muss, nicht zur Rotfärbung, weil die Beinvenen (im Gegensatz zu den Hals- und Kopfvenen) Klappen haben, die das Versacken des Blutes nach unten verhindern. Wenn es allerdings zu einem Blutstau in den Beinvenen kommt, z.B. durch eine Venenverstopfung infolge einer Thrombose, dann kann es sehr wohl auch an den Beinen zu einer Rot- bzw. Blaufärbung kommen.

Diastolischer Bluthochdruck

Frage:
Welche Ursachen gibt es für einen erhöhten diastolischen Wert?
von Diastole am 10.05.2005 10:17

Experten-Antwort:
In der Regel führen alle Ursachen für Bluthochdruck wie z.B. Übergewicht, kochsalzreiche Ernährung, Alkoholkonsum, Hormonstörungen, Nierenerkrankungen usw. zu einem Anstieg des oberen (systolischen) und gleichzeitig auch des unteren (diastolischen) Blutdrucks.
In seltenen Fällen gibt es auch eine isolierte diastolische Hypertonie, bei der der diastolische Wert erhöht (bei Arztmessung über 90, bei Selbstmessung über 85 mmHg), der systolische Wert aber normal ist (unter 140 bzw. 135 mmHg). Diese Form des Bluthochdrucks hat die gleichen Ursachen wie die gleichzeitige Erhöhung von systolischem und diastolischem Druck, doch wird sie besonders begünstigt durch Übergewicht.
Wenn der diastolische Blutdruck deutlich erhöht ist, der systolische Blutdruck gleichzeitig völlig normal oder gar niedrig ist (z.B. 115/95 mmHg), kann es sich auch um Fehlmessungen handeln.

Wie entsteht Bluthochdruck?

Frage:
Seit ca. einem Monat habe ich ständig konstanten Bluthochdruck? Was ist die ursache?
von hfvj am 25.04.2005 10:05

Experten-Antwort:
Etwa 98 von 100 Patienten mit erhöhtem Blutdruck haben eine essentielle oder primäre Hypertonie. Dabei spielen Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Diese Veranlagung wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität.

Bei der seltenen sekundären Hypertonie gibt es sehr verschiedene Ursachen, nach denen vor allem bei noch jungen Patienten, bei schwerem und bei schlecht behandelbarem Bluthochdruck durch teils aufwändige Untersuchungen gefahndet werden muss. Es handelt sich um Nierenkrankheiten, Nierenarterienstenose, bestimmte Hormonstörungen der Nebennieren bzw. der Hypophyse (primärer Hyperaldosteronismus, Phäochromozytom, Morbus Cushing) und evtl. Aortenisthmusstenose.

Bluthochdruck nach Kortison-Spritzen

Frage:
Ich habe nach 4 Spritzen mit Kortisonpräparaten, im Rahmen eines Bandscheibenvorfalls einen Ruhepuls- und Blutdruckanstieg zu verzeichnen. Die letzte Spritze habe ich vor 3 Wochen bekommen, die oben genannten Probleme treten jetzt erst richtig auf, wie lange muß ich rechnen bis sich die Werte wieder normaliesieren?
von ML270CDI am 17.04.2005 16:14

Experten-Antwort:
1. Durch die Gabe von Kortison können Puls und Blutdruck ansteigen, wobei die Dauer des Anstiegs von der Art des Kortisons abhängt. Es gibt Kortisonzubereitungen, die schon nach einem halben Tag, aber auch Depotpräparate, die erst nach einigen Wochen ihre Wirkungen und Nebenwirkungen verlieren. Spätestens vier Wochen nach der letzten Injektion sollte die Wirkung auf Puls und Blutdruck aber verschwunden sein.
2. Berücksichtigen Sie aber, ob Sie den Blutdruck auch schon vor der ersten Kortisoninjektion regelmäßig überprüft haben. Vielleicht war Ihr Blutdruck schon vorher erhöht, Sie haben ihn nur nicht gemessen.

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Herzschlag außerhalb des Körpers?

Frage:
Warum schlägt das Herz auch außerhalb des Körpers?
von schmetterfink am 17.04.2005 13:46

Experten-Antwort:
Wenn das Herz in Tierexperimenten isoliert, aus dem Körper genommen und in optimaler Umgebung (normale Temperatur, Perfusion der Herzkranzgefäße mit Sauerstoff usw.) aufbewahrt wird, schlägt es mehr oder weniger lange weiter. Das beruht darauf, dass die regelmäßige Herztätigkeit bis zu einem hohen Grad selbständig (automatisch) und unabhängig von anderen Organen erfolgt.

Unterschiedliche Werte und Schwindel

Frage:
Habe meinen Mittelwert über 2 Wochen ermittel: 112/72 mmHg. Letzte Messung beim Arzt: 140/100 mmHg. Hatte jetzt Belastungs-EKG, Herzecho, normales EkG, Blutwerte usw… Alles in Ordnung, ich bin Herz-Kreislaufmässig sogar recht fit- trotz Übergesicht bin ich doch sportlich und ernähre micht gut. Mich nervt der Schwindel, der an manchen Tagen ständig da ist, ich halte meinen B-druck eher für zu niedrig (nehme 1x Enahexal) und mein Arzt ist aber immer besorgt. Ich habe jetzt schon Zweifel, ob mein Messgerät nicht funktioniert, aber eigentlich glaub ich das nicht. Wie viel Punkte kann ein Handmessgerät von einem Oberarmgerät abweichen? Bin auch eher nervös und auch im psychotherapeutischer Behandlung, u.a. weil ich so hypochondrisch bin.
von jula am 10.04.2005 11:22

Experten-Antwort:
1. Entscheidend für die Beuteilung Ihres Blutdrucks ist nicht die gelegentliche Arztmessung, sondern der Mittelwert Ihrer Messungen in körperlicher und seelischer Ruhe über 2 Wochen. Dieser ist mit 112/72 mmHg eher niedrig.
2. Hatten Sie den Schwindel schon vor der Behandlung mit EnaHEXAL oder ist er erst nach Beginn der Behandlung aufgetreten? Schwindel kann nämlich auftreten, wenn ein Bluthochdruck zu streng behandelt wird und dann der Blutdruck zu niedrig ist. Manchmal ist der Blutdruck im Liegen und Sitzen normal und sinkt im Stehen ab, so dass es zu Schwindel im Stehen, besonders kurz nach dem Aufstehen kommt.
3. Wenn Ihr Blutdruck vor Beginn der Behandlung mit EnaHEXAL nur in der Arztpraxis, nicht aber von Ihnen zu Hause gemessen wurde, ist Ihr Blutdruck möglicherweise gar nicht dauerhaft erhöht. In diesem Fall fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie das Medikament versuchsweise absetzen können, um selbst noch einmal den Blutdruck über 2 – 3 Wochen ohne Medikament zu überprüfen.
4. Wenn der Blutdruck mit einem Handgelenksgerät richtig, d.h. in Herzhöhe gemessen wird, treten keine Unterschiede zwischen Handgelenks- und Oberarmmessung auf. Es gibt Patienten, die haben nur bei der Messung in der Arztpraxis einen erhöhten Blutdruck (so genannter Praxis-, Sprechstunden- oder Weißkittelhochdruck), der aber nicht behandelt werden muss.

Angst bei Herzrythmusstörungen

Frage:
Ich bin 36 Jahre alt, 1,68 m groß und wiege ca. 56 kg. Mein Blutdruck schwankt zwischen niedrig und “normal”. Seit einiger Zeit habe ich eine Art “Herzstolpern”, d. h. das Herz setzt für kurze Zeit aus und schlägt dann meist etwas schneller weiter. Was kann das sein? Ein EKG ergab einen normalen Befund. Das Ganze ist aber sehr beängstigend und auch extrem unangenehm.
Zudem habe ich oft starke und beklemmende Schmerzen in der Herzgegend.
von Bine68 am 08.04.2005 18:30

Experten-Antwort:
1. Wenn Sie wegen der „starken und beklemmenden Schmerzen in der Herzgegend“ noch nicht bei Ihrem Arzt waren, müssen Sie das unbedingt sofort nachholen.
2. Wegen des Herzstolperns sind Sie ja bereits beim Arzt gewesen und es wurde ein EKG geschrieben. Fragen Sie also Ihren Arzt, der Sie und Ihre Befunde kennt.
3. Am häufigsten handelt es sich beim Herzstolpern um supraventrikuläre Extrasystolen, d.h. um vorzeitige Extraschläge aus dem Vorhof des Herzens. Das ist harmlos und ungefährlich. Aus Langzeit-EKG´s wissen wir, dass fast alle Menschen mehr oder weniger häufig solches Herzstolpern haben. Die meisten Menschen merken das nicht und wissen deshalb nichts davon. Sie horchen in sich hinein, fühlen diese Extraschläge und ängstigen sich. Wenn Sie abgelenkt sind, bemerken Sie das Herzstolpern wahrscheinlich gar nicht. Aber wie gesagt: Fragen Sie Ihren Arzt, der Sie und Ihre Befunde kennt.

Bluthochdruck beim Kind nach Herzklappenfehler

Frage:
Mein Sohn kam mit einer kritischen Aortenklappenstenose zu Welt. Jetzt ist er 4 1/2 Jahre alt und hatte vor drei monaten die Ross-op wobei er auch noch eine Spenderherzklappe erhielt. Vor einem halben Jahr wurde ein Bluthochdruck diagnostiziert. Mittlerweile erhält er drei mal täglich belock 15mg und zwei mal täglich Lopirin 5mg. Wie sollte seine Ernährung aussehen um den Blutdruck evtl. zu senken?
Mein Sohn, 4 1/2 Jahre alt hat auch einen Bluthochdruck an den Füßen, mit vom Arzt gemessenen Werten von bis zu 200/70. Er hat eine opperierte Aortenklappenstenose, mit reststenose der Aortenklappe und leichter insuffizienz der Pulmonalklappe, nach Ross-op. Woher kommt der hohe Blutdruck?
von Gierz1 am 06.04.2005 23:09

Experten-Antwort:
Zur Blutdrucksenkung ohne Medikamente werden im Erwachsenenalter Gewichtsabnahme bei Übergewicht, kochsalzarme Ernährung, Einschränkung des Alkoholkonsums und körperliche bzw. sportliche Betätigung empfohlen. Diese Empfehlungen gelten prinzipiell auch im Kindesalter (Alkohol wird Ihr Sohn ja überhaupt nicht trinken). Wegen der Herzerklappenerkrankung müssen Sie den behandelnden Arzt fragen, ob Ihr Sohn Sport treiben darf. Ohne eigene Untersuchungen und Kenntnis aller Befunde kann man über die Ursache des Bluthochdrucks nichts sagen. Fragen Sie die Ärzte, die Ihren Sohn behandeln bzw. behandelt haben und deshalb ihn und seine Befunde genau kennen.

Blutgerinsel im Kopf und Nasenbluten

Frage:
Kann tägliches Nasenbluten Anzeichen für ein Blutgerinsel im Kopf sein?
von Engel am 03.04.2005 20:35

Experten-Antwort:
Unter „Blutgerinnsel im Kopf“ versteht man eine Thrombose in den Blutgefäßen des Gehirns. Dies führt nicht zu Nasenbluten.

Blutdruckwerte mal normal, mal hoch

Frage:
Seit längerem habe ich Probleme mit meinem Blutdruck. Er ist plötzlich für einige Std erhöht bis ca. 180/100 mmHg. Meist hat er sich selbst reguliert bzw. ich hatte bereits Betablocker, die ich aber nur in dem Fall nahm. Ich merke erhöhte Werte meist sofort, fühle mich unwohl. An vielen Tagen war der Blutdruck allerdings normal (bis 130/80 mmHg). Ich nehme nun seit Monaten Betablocker, 1 tägl. Leider ist der Zustand ähnlich. Häufig optimal, plötzlich Stunden/Tage erhöht (bis 170/100 mmHg). Der Puls ist dabei neuerdings eher niedrig. Ich mache mir an den Tagen mit hohen Werten sofort Sorgen, was dazu führt, dass die Werte erst Recht oben bleiben. Mein Arzt weiß bisher auch noch keinen guten Rat. Ich habe das Gefühl, dass die Angst davor ihn verstärkt.
Ich habe leichtes Übergewicht, bin 40 J., hatte allerdings die Probleme auch schon mit Normalgewicht.

Wie gefährlich stufen Sie das ein?
Sollte ich sofort mit regelm. Ausdauersport beginnen, auch an den Tagen, wo der Wert hoch ist?
von Felizia64 am 28.03.2005 14:16

Experten-Antwort:
Sie haben sich selbst sehr gut beobachtet und dabei über wichtige Zusammenhänge richtige Erkenntnisse und Vermutungen gewonnen. Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst, Schmerzen, Stress, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend. Es macht keinen Sinn, Blutdruck und Puls während solcher Zustände zu messen, weil sie dann immer zu hoch sind. Solche Erhöhungen sind natürlich, gehen von allein wieder zurück („meist hat er sich selbst reguliert“). Deshalb müssen solche Anstiege auch nicht behandelt werden. Im Übrigen können Blutdrucksenker solche Anstiege nicht verhindern, weil sie eine Folge des Charakters und des Temperaments sind. Diese aber kann man durch Medikamente nicht verändern. Ihre Werte wären auch ohne Betablocker wieder normal geworden.
Aber auch das Gegenteil haben Sie beobachtet: wenn Sie sich dann bei hohen Werten ängstigen und Sorgen machen, bleiben Puls und Blutdruck hoch bzw. es treibt sie weiter in die Höhe. Es ist auch nicht so, dass Sie hohen Blutdruck wahrnehmen und sich dann unwohl fühlen, sondern umgekehrt: Sie fühlen sich unwohl und das treibt den Blutdruck hoch.
Was ist zu tun?
1. Der Blutdruck muss in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Da Sie in Ruhe einen Blutdruck von 130/80 mmHg haben, ist Ihr Blutdruck normal und Sie sollten ihn allenfalls in größeren Abständen von 6 – 12 Monaten in körperlicher und seelischer Ruhe überprüfen.
2. Sie sind aufgrund Ihres Charakters und Temperaments wahrscheinlich nicht geeignet für die Selbstmessung des Blutdrucks. Verzichten Sie auf die regelmäßige Blutdruckmessung. Solange Sie nicht an Ihren Blutdruck denken, ist er normal.
3. Verzichten Sie – nach Rücksprache mit Ihrem Arzt – auf die Einnahme des Betablockers. Richtig haben Sie beobachtet, dass der Betablocker den Puls zwar langsamer macht, die Blutdruckanstiege aber nicht verhindert. Durch Aufregung bedingte Blutdruckerhöhungen gehen von allein wieder zurück – auch das haben Sie beobachtet.
4. Wenn Sie im Übrigen keine Herzkreislauferkrankungen haben, dürfen und sollten Sie sich körperlich bzw. sportlich betätigen, weil das prinzipiell gesund und bei Ihnen nicht gefährlich ist. An den Blutdruckanstiegen bei seelischen Belastungen wird das aber nur wenig ändern, weil Sport Ihren Charakter nicht verändert. Sie sollten auf jeden Fall versuchen, Ihr Übergewicht abzubauen.

Ursache eines Bluthochdrucks

Frage:
Wie kann man genau feststellen warum man unter Bluthochdruck leidet? Besonders wenn man sich gesund ernährt und sich sportlich betätigt?
von xmic am 27.03.2005 16:45

Experten-Antwort:
Etwa 98 von 100 Patienten mit erhöhtem Blutdruck haben eine essentielle oder primäre Hypertonie. Dabei spielen Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Diese Veranlagung wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität. Gesunde Ernährung und sportliche Betätigung schützen zwar vor der Entwicklung eines Bluthochdrucks, können aber den Einfluss von Anlagen und Vererbung häufig nicht unterdrücken.
Bei der seltenen sekundären Hypertonie gibt es sehr verschiedene Ursachen, nach denen vor allem bei noch jungen Patienten, bei schwerem und bei schlecht behandelbarem Bluthochdruck durch teils aufwändige Untersuchungen gefahndet werden muss. Es handelt sich um Nierenkrankheiten, Nierenarterienstenose, bestimmte Hormonstörungen der Nebennieren bzw. der Hypophyse (primärer Hyperaldosteronismus, Phäochromozytom, Morbus Cushing) und evtl. Aortenisthmusstenose.

Bluthochdruck bei Panikattacken

Frage:
Habe seit ca. 5 Wochen zu hohen Blutdruck, seit einer Panikattacke. Bei Langzeitmessung, hatte ich jedesmal einen Schreck, wenn das Gerät anfing zu pumpen und musste dann auf das Ergebnis gucken.Mittags landete ich dann mit einem Wert von 203/101 bei meinem Arzt.Der beruhigte mich.Ich kam mir total lächerlich vor,denn bei der Messung in der Praxis war mein Wert bei 140/80.Die Auswertung der Langzeitmessung ergab einen zu hohen Blutdruck/Mittel ca. 150/95!
1. Ist diese Messung überhaupt aussagekräftig, da ich den ganze Tag aufgeregt war?
Bekomme jetzt 1Tabl.Diucomb am Morgen, da ich Allergiker bin kein B-Blocker.
2. Warum fängt mein Puls nach dem Frühstück an zu rasen(ca.100)und der Blutdruck an zu steigen?
Habe inzwischen ständig Panik und messe dauernd Blutdruck,kann so nicht arbeiten.
von Isi am 20.03.2005 13:15

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst, Schmerzen, ganz besonders Angst- und Panikattacken erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend, teils ganz erheblich. Es macht keinen Sinn, Blutdruck und Puls während solcher Zustände zu messen, weil sie dann immer zu hoch sind. Solche Erhöhungen sind ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Im Übrigen können Blutdrucksenker solche Anstiege nicht verhindern.
Der Blutdruck muss deshalb in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Das war bei der Langzeitmessung nicht gewährleistet, weil Sie bei jeder Messung einen Schreck bekommen haben und weil Sie ängstlich, aufgeregt und voller Anspannung auf den Wert gewartet haben. Bei der Blutdruckmessung in der Praxis waren Sie wahrscheinlich ruhiger bzw. der Arzt hat Sie beruhig, so dass die Messung korrekt war und einen normalen Wert ergeben hat. Es macht überhaupt keinen Sinn, dass Sie sich selbst den Blutdruck messen. Sie sind für die Selbstmessung ungeeignet und machen sich selbst nur immer nervöser und unruhiger. Wenn sie abgelenkt sind und an Ihren Blutdruck gar nicht denken, ist er völlig normal.
Ihr Problem ist nicht der Blutdruck, sondern sind Angst- und Panikattacken, die zu einem vorübergehenden, ungefährlichen Blutdruckanstieg führen. Bei Ihnen muss man die Angst und die Panikattacken behandeln. Am ehesten eignet sich dafür eine Behandlung mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden.
Suchen Sie einen Arzt für Psychosomatik und/oder Psychotherapie auf, auch Ärzte für Psychiatrie beschäftigen sich mit dieser Problematik. Wichtig ist auch Ablenkung, z.B. durch geistige, körperliche und sportliche Betätigung.

Plötzlicher Blutdruckanstieg auf 200/110 mmHg

Frage:
Plötzlicher Anstieg auf 200/110 mmHg, Dauer ca. 3 – 5 Stunden bis zur Normalität, Könnten es Panikatacken sein?
von Margarete am 18.03.2005 20:57

Experten-Antwort:
1. Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Bei Unruhe und Nervosität, vor allem bei Aufregungen und erst recht bei Panik- und Angstattacken steigt der Blutdruck teils ganz erheblich an.
2. In sehr seltenen Fällen kommt es zu derartigen vorübergehenden Blutdruckanstiegen, häufig mit zusätzlichen anderen Beschwerden auch bei einer bestimmten Hormonstörung der Nebennieren, dem Phäochromozytom. Fragen Sie Ihren Arzt, ob er eine Untersuchung Ihres 24-Stunden-Sammelurins auf Katecholamine und ihre Abbauprodukte (Adrenalin, Noradrenalin, Metanephrine, Normetanephrine, Vanillinmandelsäure) für sinnvoll erachtet.

Was ist eine hypertensive Herzerkrankung?

Frage:
Ausschluß einer koronaren Herzerkrankung durch Koronarangiographie.
Symptomatik erklärbar im Rahmen einer hypertensiven Herzerkrankung.
Was versteht man darunter?
von Rena am 18.03.2005 17:14

Experten-Antwort:
Bei bestimmten Beschwerden, wie z.B. Schmerzen, Druck- und Engegefühl über dem Herzen und Atemnot bei Belastung besteht der Verdacht auf eine Herzerkrankung und Untersuchungen müssen dann ihre Ursache klären. Die häufigste Ursache ist eine koronare Herzerkrankung, d.h. eine Arteriosklerose mit Verengung der Herzkranzgefäße (Koronararterien). Durch eine Koronarangiographie kann dies einwandfrei bestätigt oder ausgeschlossen werden. Wenn diese Untersuchung einen normalen Befund ergibt, schreibt der Arzt deshalb in seinem Bericht: „Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung durch Koronarangiographie“. Dann muss der Arzt nach einer anderen Ursache bzw. Erklärung für die Beschwerden suchen. Wenn der Patient einen Bluthochdruck, und vor allem, wenn dieser schon zu einer Verdickung der Herzwände (linksventrikuläre Hypertrophie) geführt hat, sind seine Beschwerden am ehesten eine Folge seines Bluthochdrucks (Hypertonie, häufig auch Hypertension genannt). Sein Beschwerdebild (seine Symptomatik) ist also durch eine Herzerkrankung als Folge des Bluthochdrucks, d.h. durch eine „hypertensive Herzerkrankung“ erklärbar.

Niedriger Puls bei hohem Blutdruck: ist das paradox?

Frage:
Mein Problem ist, dass mein Pulsschlag zwischen 42 und 50/min liegt, und ich Bluthochdruck habe. Ist das nicht widersprüchlich?
von phylle am 09.03.2005 15:05

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls können sich unabhängig voneinander ändern. In der Regel haben Patienten mit Bluthoch einen normalen Puls. Ihr langsamer Pulsschlag (Bradykardie) hat nichts mit dem Bluthochdruck zu tun, es sei denn, dass Ihr Bluthochdruck mit einem Betablocker behandelt wird (die chemischen Kurzbezeichnungen dieser Medikamente enden alle auf –olol, z.B. Atenolol, Metoprolol, Bisoprolol usw.). Wenn das nicht der Fall ist, kommen auch andere Ursachen in Betracht. Leistungs- und Ausdauersportler haben häufig einen niedrigen Puls.

Sie sollten sich vorsichtshalber ärztlich untersuchen und ein EKG schreiben lassen. Falls Sie einen Betablocker nehmen, fragen Sie Ihren Arzt, ob der Betablocker das für Sie am besten geeignete Medikament ist.

Niedriger Puls bei hohem Blutdruck: ist das paradox?

Frage:
Mein Problem ist, dass mein Pulsschlag zwischen 42 und 50/min liegt, und ich Bluthochdruck habe. Ist das nicht widersprüchlich?
von phylle am 09.03.2005 15:05

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls können sich unabhängig voneinander ändern. In der Regel haben Patienten mit Bluthoch einen normalen Puls. Ihr langsamer Pulsschlag (Bradykardie) hat nichts mit dem Bluthochdruck zu tun, es sei denn, dass Ihr Bluthochdruck mit einem Betablocker behandelt wird (die chemischen Kurzbezeichnungen dieser Medikamente enden alle auf –olol, z.B. Atenolol, Metoprolol, Bisoprolol usw.). Wenn das nicht der Fall ist, kommen auch andere Ursachen in Betracht. Leistungs- und Ausdauersportler haben häufig einen niedrigen Puls.
Sie sollten sich vorsichtshalber ärztlich untersuchen und ein EKG schreiben lassen. Falls Sie einen Betablocker nehmen, fragen Sie Ihren Arzt, ob der Betablocker das für Sie am besten geeignete Medikament ist.

Bluthochdruck trotz Behandlung mit zwei Medikamenten

Frage:
Ich (37 J.,154cm,,64 kg) leide seit meiner Schwangerschaft vor 7 Jahen an Bluthochdruck. Ursachen wurden nicht gefunden. Unter Einnahme von Metropolol und Fempress waren die Werte immer um 140/90 mmHg. Vor ca.1 1/2 Wochen stieg mein Blutdruck bis auf 200/130, Puls immer zw. 48 und 55 mmHg, begleitet von Kopfschmerz, Augendruck, Übelkeit und Schwindel. Umstellen auf andere Medikamente hat bisher nichts gebracht. Ursachen wurden wieder keine gefunden.Was kann ich tun=
von Simone am 07.03.2005 10:20

Experten-Antwort:
1. Wenn Sie trotz regelmäßiger Einnahme von zwei Blutdrucksenkern und korrekter Messungen immer wieder erhöhte Blutdruckwerte haben, muss eine Überprüfung durch eine Langzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät erfolgen.
2. Wenn dabei der Mittelwert aller Messungen über 24 Stunden (bei gutem Schlaf) bzw. am Tag zwischen 6 und 22 Uhr erhöht ist, muss bei einer jungen Patientin unbedingt nach einer Ursache des Bluthochdruck gesucht werden. Ich kann nicht beurteilen, ob alle Ursachen überprüft und sicher ausgeschlossen wurden (Phäochromozytom [!!], Nierenerkrankung, Nierenarterienstenose, Hyperaldosteronismus und evtl. Aortenisthmusstenose).
3. Wenn alle Ursachen ausgeschlossen wurden und der Blutdruck bei der Langzeitmessung erhöht ist, muss er intensiver behandelt werden, d.h. mit höheren Dosen bzw. weiteren Blutdrucksenkern.
4. An erster Stelle stehen allerdings Allgemeinmaßnahmen. Sie sind mit 154 cm und 64 kg übergewichtig (übrigens: eine Ursache für Bluthochdruck !!!) und müssen unbedingt an Gewicht abnehmen. Weitere Maßnahmen: kochsalzarme Kost, Einschränkung des Alkoholkonsums und körperliche und sportliche Betätigung.

Plötzlicher Anstieg des Blutdrucks unter psychischem Stress

Frage:
Unter psyschischen Stress und starkem Druck wegen der Arbeit steigt der Blutdruck abends trotz Betablocker und ACE Hemmer auf über 200/100 mmHg. Trotz internistischer Behandlung ergibt sich keine Besserung. Die Blutwerte sind normal.
von Otti am 03.03.2005 12:23

Experten-Antwort:
1. Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst, Schmerzen, Stress, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend. Es macht keinen Sinn, Blutdruck und Puls während solcher Zustände zu messen, weil sie dann immer zu hoch sind. Solche Erhöhungen sind natürlich, gehen von allein wieder zurück und müssen deshalb nicht behandelt werden. Im Übrigen können Blutdrucksenker solche Anstiege nicht verhindern, weil sie keine Krankheit sind, sondern eine Folge der persönlichen Stressverarbeitung bei vorgegebenem Charakter und Temperament. Diese aber kann man durch Medikamente nicht verändern.
2. Bei der Behandlung des hohen Blutdrucks kommt es darauf an, den Mittelwert zahlreicher Messungen in den Normalbereich zu senken. Man muss bei Ihnen also zunächst einmal feststellen, ob der Blutdruck dauerhaft erhöht ist. Dazu eigenen sich zwei Methoden:
a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne erhöhte Werte gehen in die Mittelwertberechnung ein, dürfen diese Grenze aber ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist.
b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät.

Hoher Blutdruck und Nasenbluten

Frage:
Ich leide seit Jahren an Bluthochdruck, hauptsächlich bedingt durch Übergewicht. Konusum von Nikotin und Alkohol ist ausgeschlossen. Der Druck war eigentlich gut eigestellt. Ich habe morgens eine Tablette Metaprolol 50 genommen. Seit ein paar Tagen wache ich morgens auf und stelle fest, dass ich in der Nacht Nasenbluten gehabt habe. Daraufhin habe ich den Druck wieder genauer beobachtet und er war zeitweise sehr hoch. Ich bin daraufhin wieder zu meiner alten Medikation übergegangen: 1x Metoprolol und 1x Nitrendipin 20mg. Beide Tabletten nehme ich morgens.
Kann man beide Medikamente parallel benutzen?

Trotzdem habe ich abends einen Druck von 160 zu 100 bei alttäglichen Belastungen. Nun habe ich monetan auch die allgemeine Erkältung, vielleicht führt das auch zu den Schwankungen bei. Ich mache mir wirklich grosse Sorgen.

Danke für die Antworten.
von Kagel am 03.03.2005 08:14

Experten-Antwort:
Bei Nasenbluten kommt das Blut fast immer aus Venen, in denen der Blutdruck, auch bei Patienten mit Bluthochdruck immer normal, d.h. nicht erhöht ist. Bluthochdruck führt also nicht zu Nasenbluten, aber bei Nasenbluten hat der Patient Angst, ist besorgt oder aufgeregt, und das treibt den Blutdruck vorübergehend nach oben.
Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Sorgen über Beschwerden wie z.B. Nasenbluten, Ärger, Angst, Schmerzen, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend. Es macht keinen Sinn, Blutdruck und Puls während solcher Zustände zu messen, weil sie dann immer zu hoch sind. Solche Erhöhungen sind natürlich und ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Im Übrigen können Blutdrucksenker – wie Sie ja selbst bei der Rückkehr zur alten Medikation erlebt haben – solche Anstiege nicht verhindern, weil sie keine Krankheit sind, sondern eine Folge des Charakters und des Temperaments. Diese aber kann man durch Medikamente nicht verändern.
Blutdruck und Puls müssen deshalb in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Bei Ihnen muss zunächst festgestellt werden, ob der Blutdruck dauerhaft erhöht ist und intensiver als bisher behandelt werden muss. Dazu eigenen sich zwei Methoden:
a) Die Blutdruckselbstmessung: Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen, schreiben Sie die Werte auf und zeigen Sie diese Ihrem Arzt. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert unter 135/85 ist.
b) Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät.
Falls wirklich erforderlich, können Sie beide Medikamente, Metoprolol und Nitrendipin, zusammen einnehmen. Besser wäre, Sie würden an Gewicht abnehmen.

Blutdruck im höheren Alter

Frage:
Der Blutdruck meines Großvaters verhält sich z. Zt. etwas seltsam: der systolische Wert liegt meist zw. 160 und 175, der diastolische aber meist konstant zw. 70-85 mmHg!
Wieso ist das so und was hat es zu bedeuten?
von Skippy am 01.03.2005 19:06

Experten-Antwort:
Die häufigste Ursache für eine Erhöhung der oberen (systolischen) Werte bei normalen oder niedrigen unteren (diastolischen) Werten ist eine Abnahme von Dehnbarkeit und Elastizität der Hauptschlagader und der großen Arterien. Das ist eine typische Alterserscheinung und kommt in der Regel jenseits des 60. – 70. Lebensjahres vor. Deshalb wird diese Form des Bluthochdrucks, die isolierte, systolische Hypertonie, häufig auch als Altershochdruck bezeichnet.
Der isolierte systolische Bluthochdruck ist gefährlich wie jeder andere dauerhafte Bluthochdruck und muss deshalb mit Blutdrucksenkern behandelt werden.

Was ist ein hyperkinetisches Herzsyndrom?

Frage:
Ich habe öfter Herzstolpern. die Diagnose lautet: Hyperkinetisches Herzsyndrom. Was ist das?
von pflege am 27.02.2005 16:20

Experten-Antwort:
Das „hyperkinetische Herzsyndrom“ geht mit gesteigerter Herzfrequenz, erhöhtem Herzminutenvolumen, evtl. mit erhöhtem oberen (systolischen) und erniedrigtem unteren (diastolischen) Blutdruck einher, d.h. das Herzkreislaufsystem ist überaktiv. Manchmal kommt es auch zu Herzstolpern, meist in Form von supraventrikulären Extrasystolen, d.h. Extraschlägen aus dem Herzvorhof. Ursache ist eine gesteigerte Aktivität des autonomen sympathischen Nervensystems mit Erhöhung von körpereigenen Hormonen, den Katecholaminen (insbesondere Noradrenalin). Manchmal wird das hyperkinetische Herzsyndrom als Frühphase eines späteren essentiellen Bluthochdrucks betrachtet.

Hoher Blutdruck beim Joggen

Frage:
Ich leide unter Belastungshypertonie. Mein Blutdruck geht bei Bewegung, z.B. beim Joggen auf über 270. Außerdem habe ich Herzrhytmusstörungen. Mein Arzt kriegt mich nicht eingestellt. Was soll ich tun?
von schreckwurm am 25.02.2005 18:52

Experten-Antwort:
1. Ein erhöhter Blutdruck wird nur behandelt, wenn er in körperlicher und seelischer Ruhe dauerhaft, d.h. bei häufig wiederholten Messungen erhöht ist. Ein erhöhter Blutdruck bei körperlichen Anstrengungen ist normal und wird, wenn er in körperlicher Ruhe normal ist, nicht behandelt. Das gilt auch dann, wenn die Werte bei körperlichen Belastungen oder beim Joggen stärker als sonst üblich erhöht sind. Bei körperlichen Anstrengungen muss der Blutduck ansteigen, damit alle an der Leistung beteiligten Organe, vor allem Herz, Lunge und Muskeln den nötigen Sauerstoff erhalten. Wenn der Blutdruck beim Joggen normal bliebe, müssten Sie sich nach 300 m schlapp wie eine Maus ins Gras legen. Sie “leiden” also nicht unter Belastungshochdruck, sondern Sie müssen darüber glücklich sein.
2. Bei Herzrhythmusstörungen handelt es sich am häufigsten um supraventrikuläre Extrasystolen. Diese sind in der Regel harmlos und ungefährlich. Aus Langzeit-EKG´s wissen wir, dass fast alle Menschen mehr oder weniger häufig solches Herzstolpern haben. Die meisten Menschen merken das nicht und wissen deshalb nichts davon. Sie horchen in sich hinein, fühlen diese Extraschläge und ängstigen sich. Wenn Sie abgelenkt sind, arbeiten oder Sport treiben, bemerken Sie diese Herzrhythmusstörungen vermutlich gar nicht. Allerdings kann man zu Ihren Herzrhythmusstörungen ohne Kenntnis von EKG und evtl. ohne Langzeit-EKG keine zuverlässigen Aussagen und keine Empfehlungen machen.

Was ist ein Belastungshochdruck?

Frage:
Was ist ein Belastungshochdruck, was ist die Ursache und welche Werte werden gemessen?
von Usri am 23.02.2005 16:18

Experten-Antwort:
Bei körperlichen Anstrengungen steigt der Blutdruck teils ganz erheblich an. Dabei hängt die Höhe des Anstiegs in erster Linie vom Ausmaß der Belastung ab. Neben anderen Faktoren wie Trainingszustand, Alter usw. spielt auch die Art der Belastung eine wichtige Rolle: der Anstieg ist bei statischen Belastungen (heben, drücken, tragen, etwa Gewichtheben stärker als bei dynamischen Belastungen, etwa Laufen).
Es gibt also einen Belastungshochdruck. Dieser ist nicht nur normal, sonders er wird sogar benötigt, damit alle an der Leistung beteiligten Organe, vor allem Herz, Lungen und Muskeln den nötigen Sauerstoff erhalten.
Beim Belastungs-EKG wird der Blutdruck immer gemessen und steigt häufig über 200 mmHg an. In der Regel erfolgt vorsichtshalber ein Abbruch der Belastung, wenn der systolische Blutdruck über 220 mmHg steigt. Richtwerte kann man nur angeben, wenn die Untersuchung bei submaximaler dynamischer Belastung standardisiert wird. Hierfür gilt etwa: bei 20 – 50-jährigen soll der Blutdruck bei 75 Watt 185/100 mmHg, bei 100 Watt 200/100 mmHg nicht überschreiten.

Hoher Blutdruck bei Panik und Angst

Frage:
Ich (3 Kinder) leide seit längerem an Angst- und Panikattacken. Außerdem kommt dann eine gewisse Angst vor Herzinfarkt dazu. Mehrere EKG`s in den letzten Jahren waren normal, außer dass der Blutdruck während eines Angstanfalls immer sehr hoch ist (160-180/110 mmHg). Wenn ich nicht unter Streß stehe, ist der Blutdruck relativ normal (120-140/70-90 mmHg). Wie kann ich diese Angst bekämpfen? Bis jetzt hat nichts geholfen. Gibt es irgendwelche wirksamen Medikamente gegen diese Herzangst?
Bevor ich zum erstenmal eine Panikattacke durchlebt habe, hatte ich immer normalen Blutdruck, auch beim Arzt (eher zu niedrig). Während der letzten beiden Schwangerschaften wurde ich immer mit Betablockern gegen Gestose und Hellp-Syndrom behandelt, was aber zum Glück nie zutraf. Was kann ich gegen diese Angst tun. Bis vor 7 Jahren kannte ich diese Herzangst nicht.
von laula am 23.02.2005 12:59

Experten-Antwort:
1. Wenn Ihr Blutdruck in Ruhe zwischen 120 – 140/70 – 90 mmHg beträgt, ist er nicht nur „relativ“, sondern völlig normal.
2. Ihr Problem ist nicht der Blutdruck, sondern sind Angst und Panikattacken, die zu einem vorübergehenden, ungefährlichen Blutdruckanstieg führen. Bei Ihnen muss man die Angst und die Panikattacken behandeln. Am ehesten eignet sich dafür eine Behandlung mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden. Suchen Sie einen Arzt für Psychosomatik und/oder Psychotherapie auf, auch Ärzte für Psychiatrie beschäftigen sich mit dieser Problematik. Wichtig ist auch Ablenkung, z.B. durch geistige, körperliche und sportliche Betätigung.

Abnahme der Pulsfrequenz beim Sport

Frage:
Da nach langjähriger Gabe von Atacand mein Blutdruck wieder angestiegen ist, nehme ich seit einiger Zeit zusätzlich ein Diuretikum, mit guter Wirkung.
Leider fällt bei sportlicher Anstrengung mein Puls und ich bekomme Kreislaufprobleme. Wie kann ich damit umgehen?
von oselika am 18.02.2005 08:36

Experten-Antwort:
Wenn bei körperlicher Anstrengung, z.B. beim Sport Ihr Puls nicht wie normal schneller, sondern sogar langsamer wird und Sie auch noch Kreislaufprobleme bekommen, sollten Sie sich unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Bei einem Belastungs-EKG kann der Arzt Ihre Beobachtung überprüfen und evtl. weitere Untersuchungen veranlassen.
Die beiden Medikamente verursachen keine Abnahme der Herzfrequenz.

Bluthochdruck durch Colagetränke?

Frage:
Ich bin nicht dick, nicht schwer, rauche nicht, null alkohol, trinke aber eigentlich nur Coca-Cola. Frage: Da ich jetzt seit einigen Tagen eine Bluthochdruck-Entgleisung gelegentlich habe, vermute ich, dass das Cola irgendeinen Stoff dem Körper entzieht. Stimmt das?
von Ahnungslos am 10.02.2005 21:26

Experten-Antwort:
In Colagetränken ist – wie im Kaffee und Tee – Koffein enthalten, das bei manchen, keineswegs allen Personen für die Dauer von 2 bis maximal 3 Stunden den Blutdruck ein wenig steigen lässt. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass Ihr Blutdruck durch Cola nennenswert erhöht wird. Allerdings gibt es starke individuelle Unterschiede.
Machen Sie einen Selbstversuch: trinken Sie zwei Wochen regelmäßig ein Colagetränk und messen Sie morgens und abends den Blutdruck. Anschließend messen Sie weiter zwei Wochen den Blutdruck, ohne Cola zu trinken. Vergleichen Sie die Mittelwerte beider Perioden. Dann können Sie erkennen, ob Cola bei Ihnen den Blutdruck erhöht.
Colagetränke entziehen dem Körper keinen Stoff, der den Blutdruck normal hält.

Bluthochdruck nach Akupunktur?

Frage:
Ich bin 47 Jahre, männlich und habe seit 3 Wochen Bluthochdruck. Bis dahin hatte ich immer einen zu niedrigen Blutdruck (um 110/75 mmHg), der auch durch regelmässige Kontrollen beim Arzt belegt werden kann. Alles, was sich geändert hat, ist ein zweimaliger Besuch zur Akupunktur. Das erste mal musste nach 5 Minuten abgerochen werden, da mein Kreislauf zusammen brach. Beim zweitenmal hatte ich 6 Stunden lang starke Kofschmerzen. Kann hier irgendeine Verbindung bestehen?
von Torsten am 07.02.2005 20:50

Experten-Antwort:
Während eines Arztbesuches und während einer ärztlichen Behandlung kann sich der Blutdruck verändern, vor allem bei leicht erregbaren und ängstlichen Patienten ansteigen. Vermutlich kann sich der Blutdruck auch während einer Akupunktur verändern. Einen dauerhaften Anstieg oder Abfall des Blutdrucks nach sachgerecht durchgeführter Akupunktur gibt es aber nicht.

Wie kommt es zu Blutdruckschwankungen?

Frage:
Mich beschäftigt das Thema Blutdruckschwankung sehr, da ich teilweise nach dem Mittagessen Werte um 70/90 und gegen Abend dann plötzlich 110/200 mmHg habe. Die Werte schnellen dabei regelrechtin die Höhe bzw stürzen ab.
Ich wäre dankbar, wenn mir jemand erklären könnte, wie in Detail überhaupt solche Blutdruckschwankungen entstehen. Bitte sparen Sie nicht mit Fachwissen, da ich biologisch schon etwas aufgeklärt bin (Biologielehrer am Gymnasium) und sehr gerne die biologischen Hintergründe verstehen und kennen möchte.
von Junger Mann am 06.02.2005 19:28

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen (psychischen) und körperlichen (physischen) Belastungen. Aufregungen im privaten und beruflichen Bereich, Ärger, Angst, Schmerzen, Schrecksituationen, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend bzw. für die Dauer der Belastung.
Verantwortlich für diese Anstiege ist das sympathische Nervensystem, das durch physische und psychische Belastungen aktiviert wird und das die Ausschüttung körpereigener Hormone mit Wirkung auf Herz und Kreislauf, der Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin bewirkt. Diese sind „vasoaktiv“, d.h. erhöhen Blutdruck und Puls.

Teleologisch handelt es sich um eine Bereitschafts-, Abwehr- oder Notfallreaktion, damit der Körper in der gegeben Situation adäquat reagieren kann bzw. vor Schaden bewahrt wird. Einige Beispiele: Nach den ersten drei Treppenstufen springt das System an und sorgt dafür, dass man auch bis in die 4. Etage kommt; in einer brenzligen Verkehrssituation schafft dieser Mechanismus die Voraussetzungen für eine möglichst optimale körperliche und geistige Reaktion; bei einem schweren akuten Blutverlust verengen sich die Blutgefäße (Vasokonstriktion), damit ein gefährlicher Blutdruckabfall verhindert wird.

Die plötzlichen Blutdruckanstiege bei körperlichen und seelischen Belastungen sind also physiologisch richtig und biologisch sinnvoll. Der dauerhaft erhöhte Blutdruck in Ruhe dagegen ist schädlich. Dadurch wird klar, dass man von einem Bluthochdruck nur dann spricht, wenn der Blutdruck in körperlicher und seelischer Ruhe aufgrund mehrfach wiederholter Messungen an verschiedenen Tagen erhöht ist.

Verdacht auf Nebennierentumor

Frage:
Hatte vor 10 Jahren bei Verdacht auf ein Phäochromozythom eine Op an der rechten Nebenniere. Nun wurde wieder 48Stunden Urin gesammelt und festgestellt, dass meinNoradrenalin 1 x 110,2 und 120,8 hatte. Mein Normethanephrin liegt bei 672 und 692. Ich habe strake Blutdruckschwankeungen(140/80 bis 230/135)trotz Tabletten , extrem starkes schwitzen, und bin schlapp und immer Müde. Da ich seit Jahren eine chr. rez. Pankrias habe mit Beginn von Diabethes möchte ich durch viele Krankenhausbesuche eine ambulante Untersuchung vorziehen. gibt es so etwas und was würden Sie mir empfehlen
von huggy am 26.01.2005 17:34

Experten-Antwort:
1. Die Ärzte haben nach der Operation vor 10 Jahren die Nebenniere untersucht und können Ihnen sagen, ob es ein Phäochromozytom war oder nicht. Sie müssen auch wissen, ob damals die Nebenniere auf einer Seite entfernt wurde oder nicht. Der Arzt, der Sie damals ins Krankenhaus eingewiesen hat, besitzt sicher den ärztlichen Entlassungsbericht, evtl. muss Ihr jetziger Arzt den Bericht im Krankenhaus anfordern.
2. Man weiß, dass ein Phäochromozytom nach einer Operation wieder neu auftreten kann. Deshalb war es bei den Blutdruckschwankungen richtig, dass man erneut Hormonuntersuchungen gemacht hat. Die Methoden, mit denen die Hormone bestimmt werden, sind unterschiedlich. Deshalb muss man bei der Beurteilung der Ergebnisse die Normalwertbereiche kennen. Ich kann deshalb nicht beurteilen, ob Ihre Werte normal, leicht oder stark erhöht sind.
3. Sie haben ein sehr spezielles Problem und sollten sich deshalb an einen Facharzt für Hormonkrankheiten (Endokrinologie) oder für Nieren- und Hochdruckkrankheiten (Nephrologie) wenden.
4. Die notwendigen Untersuchungen der Hormone und der Nebenniere mit Kernspintomographie und evtl. Szintigraphie kann man in der Regel auch ambulant machen.

Ursachen für eine Schrumpfniere

Frage:
Bei mir wurde eine Schrumpfniere, die im Laufe des Lebens entstanden ist, festgestellt. Durch welche Faktoren kann eine Schrumpfniere entstehen?
von Elfi am 24.01.2005 12:39

Experten-Antwort:
Eine einseitige Schrumpfniere kann im Laufe des Lebens aufgrund verschiedener Ursachen entstehen. Am häufigsten ist eine schwere Infektion der Niere, eine Stauung des Harnabflusses, z.B. durch einen Stein im Harnleiter oder eine Unterbrechung der Blutzufuhr in die Nierenarterie, z.B. durch einen schweren Unfall oder eine Verstopfung des Nierengefäßes durch ein Blutgerinnsel, d.h. durch eine Thrombose oder eine Embolie. Alle diese Erkrankungen bleiben aber nicht unbemerkt und verursachen in der Regel mehr oder weniger starke Beschwerden bzw. schwere Erkrankungen.
Wenn Sie nie eine Erkrankung oder Verletzung der Nieren hatten, ist die Schrumpfniere wahrscheinlich angeboren, d.h. Sie sind mit der Schrumpfniere auf die Welt gekommen und man hat sie erst später im Laufe des Lebens – meist sogar zufällig – festgestellt.

Bluthochdruck bei einseitig kleiner Niere: die Niere entfernen?

Frage:
Ich bin 64 Jahre und leide seit ca. 5 Jahren unter starker Müdigkeit/Schlappheit, die täglich ab ca 17:00/18:00 Uhr auftritt. Ich kann deshalb abends nichts mehr unternehmen, da ich meistens schon ab 19:00 Uhr im Bett liege, was für mich eine sehr große Belastung ist.
Bei diversen Untersuchungen wurden Bluthochdruck und eine stark verkleinerte Niere festgestellt, die nicht mehr funktioniert.
Meine Fragen:
1. Kann meine Müdikgkeit/Schlappheit im Zusammenhang mit dem Bluthochdruck und der nicht mehr funktions-fähigen Niere stehen?
2. Kann der Bluthochdruck an der Nierenerkrankung schuld sein?
3. Soll ich die Niere entfernen lassen?
von Elfi am 21.01.2005 12:50

Experten-Antwort:
1. Vermutlich ist die andere Niere völlig gesund und die Nierenwerte im Blut sind normal. Dann kann Ihre Müdigkeit nicht von der funktionslosen Niere kommen. Auch der Bluthochdruck und die Blutdrucksenker, die Sie einnehmen, sind mit allergrößter Wahrscheinlich nicht die Ursache Ihrer Müdigkeit.
2. Der Bluthochdruck ist nicht die Ursache der einseitig stark verkleinerten Niere. Im Gegenteil: eine einseitig kleine Niere kann zu Bluthochdruck führen.
3. Eine einseitig kleine Niere ist in der Regel nicht völlig funktionslos, sondern hat meist noch eine Restfunktion, die mit den verfügbaren Methoden nicht gemessen werden kann. Eine einseitig kleine Niere wird heute nur noch sehr selten und nur unter strengen Auflagen entfernt, z.B. wenn ein Bluthochdruck mit mehreren Blutdrucksenkern nicht normal wird oder wenn eine Entzündung in der kleinen Niere nicht behandelt werden kann bzw. ein Übertritt auf die gesunde Niere befürchtet werden muss.
Ohne genaue Kenntnis der Befunde und evtl. anderer Erkrankungen und ohne evtl. notwendige eigene zusätzliche Untersuchungen kann man keine zuverlässige Empfehlung geben. Sie sollten sich zuerst von einem Facharzt für Nierenkrankheiten (Nephrologie) beraten lassen, bevor Sie einen Urologen oder Chirurgen aufsuchen.

Bei Bluthochdruck nierenkrank?

Frage:
Bei mir wurde ein Blutdruck von 140/95 mmHg gemessen. Bin ich nierenkrank?
von laralila am 20.01.2005 16:14

Experten-Antwort:
Wenn aufgrund mehrfacher, häufig wiederholter Messungen an verschiedenen Tagen der Blutdruck in körperlicher und seelischer Ruhe beim Arzt 140/90 mmHg oder höher, bei Eigenmessungen 135/85 mmHg oder höher ist, besteht ein erhöhter Blutdruck.
Selten kann ein Blutdruckdruck eine renale Ursache haben, d.h. durch eine Nierenerkrankung verursacht sein. Der Arzt kann durch Untersuchung des Blutes (Werte für Kreatinin und Harnstoff) und des Urins (auf rote Blutkörperchen und Eiweiß) feststellen, ob eine Nierenerkrankung vorliegt.
Die mit Abstand häufigste Ursache der Hypertonie sind entsprechende Anlagen und Vererbung. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck.

Herzstolpern durch Alkohol?

Frage:
Ich bin 52 und Nichtraucher.
Ich nehme Atacand 8mg, Norvarsc 5mg und ConcorCor 1.25mg wegen Bluthochdruck und Extra-“Pulsschlägen”. Beim Einschlafen höre ich mein Herz und wenn ich mehr als zwei Gläser Wein getrunken habe, habe ich extra Pulsschläge. Was könnte die Ursache sein? Sollte ich auf ein Medikament verzichten?
von Jannis am 19.01.2005 11:41

Experten-Antwort:
Am häufigsten handelt es sich beim Herzstolpern um supraventrikuläre Extrasystolen, d.h. um gelegentliche Extraschläge aus dem Vorhof des Herzens. Das ist harmlos und ungefährlich. Aus Langzeit-EKG´s wissen wir, dass fast alle Menschen mehr oder weniger häufig solches Herzstolpern haben. Die meisten Menschen merken das nicht und wissen deshalb nichts davon. Sie aber horchen in sich hinein, vor allem nachts. Wenn Sie tagsüber abgelenkt und beschäftigt sind, merken Sie die Extraschläge meist gar nicht.

Fragen Sie Ihren Arzt, der bestimmt schon einmal ein EKG geschrieben hat, ob es sich um solche Extraschläge handelt. Starker Alkoholkonsum kann allerdings sehr verschiedenartige Herzrhythmusstörungen auslösen oder begünstigen. Da Sie die Extraschläge nach dem Trinken von Wein beobachten, sollten Sie einen Selbstversuch machen: trinken Sie für 4 Wochen abends keinen Alkohol und beobachten Sie, ob die Extraschläge verschwinden. Die Medikamente verursachen keine Extra-Pulsschläge.

Panik bei der Blutdruckmessung

Frage:
Ich bin verzweifelt!
Bis vor 2 Jahren hatte ich überwiegend zu niedrigen Blutdruck. Bei einem Arztbesuch stellte sich plötzlich ein zu hoher Blutdruck dar, Auch der zweite Wert lag über 100. Ich bekam Panik. Mein jetztiger Zustand: Wenn ich nur das Messgerät sehe (zu Haus oder beim Arzt), rast mein Herz und der Bludruck steigt bis 180. Ich nehme Med. Votum 40 mg 1 Tabl.und Berloc zok 1/2 Tabl.. Ganz selten kann ich mich so beruhigen, daß ein Wert von 140 an-gezeigt wird. Einen Arztbesuch schiebe ich immer weiter hinaus, aus panischer Angst, es könnte wieder ein so hoher Wert herauskommen.

Was kann ich nur tun?
von Mimose am 18.01.2005 14:41

Experten-Antwort:
Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen. Deshalb muss der Blutdruck immer in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden.
Ihr Problem sind Panikattacken, die Blutdruck und Puls erhöhen. Sie beschreiben sehr schön, wie allein schon der Anblick des Messgerätes und der Gang zum Arzt Sie in Angst und Schrecken versetzen, und damit den Blutdruck in die Höhe treiben. Das bedeutet aber auch, dass man bei Ihnen mit den üblichen Methoden den Blutdruck gar nicht richtig messen kann. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit haben Sie im Schlaf, und immer dann, wenn Sie nicht an ihren Blutdruck denken, einen ganz normalen Blutdruck.
Der erhöhten Blutdruckwerte sind also nicht die eigentliche Krankheit, sondern nur eine Folge, ihre Ursache sind die Panikattacken. Man muss aber die Ursache beseitigen, nicht die Folgen behandeln. Außerdem helfen Blutdrucksenker bei dieser Art von erhöhten Blutdruck nicht – was Sie ja schon erleben mussten.
Bei Ihnen muss man die Angst und die Panikattacken behandeln. Am ehesten kommt eine Behandlung mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden. Wichtig ist auch Ablenkung, z.B. durch geistige, körperliche und sportliche Betätigung.
Vielleicht hilft Ihnen auch diese Antwort: Ihr Blutdruck ist 23 von 24 Stunden am Tag völlig normal und daher ungefährlich. Sie können beruhigt sein.

Ursachen, Risikofaktoren, Symptome und Folgen des Bluthochdrucks

Frage:
Was sind Symptome und Ursachen für Bluthochdruck?
Was sind die größten Risikofaktoren?
Und was sind Folgeerkrankungen?
von Ford am 17.01.2005 09:59

Experten-Antwort:
1. Bluthochdruck macht zunächst keine Beschwerden und wird deshalb der „heimliche Killer“ genannt. Selbst Kopfschmerzen sind kein zuverlässiger Hinweis. Beschwerden treten erst auf, wenn der Bluthochdruck bereits zu schweren Folgen geführt hat.
2. Etwa 98 von 100 Patienten mit erhöhtem Blutdruck haben eine essentielle Hypertonie. Dabei spielen Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Seltene Ursachen sind Nierenerkrankungen, eine Stenose der Nierenarterien, übermäßige Produktion von Aldosteron, Katecholaminen und Kortison in den Nebennieren, eine Verengung der Hauptschlagader und die Einnahme bestimmter Medikamente.
3. Die Veranlagung zum Bluthochdruck wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität.
4. Die wichtigsten Folgen des Bluthochdrucks betreffen das Gehirn (Schlaganfall, Hirnleistungsstörungen, Demenz), des Herz (Verkalkung der Herzkranzgefäße = koronare Herzerkrankung, Herzschwäche), die Blutgefäße (Verkalkung = Arteriosklerose) und die Nieren (Funktionseinschränkung, Nierenschwäche = Niereninsuffizienz, Nierenversagen).

Blutdruckanstieg in 6 Monaten

Frage:
Seit ca. 6 Monaten ist der diastolische Blutdruck bei mir von vorher 60 bis 70 auf ca. 88 bis 99 mmHg sprunghaft angestiegen. Der systolische Blutdruck ist auch etwas gestiegen. Er war vorher immer zwischen 105 und 120 und liegt jetzt zwischen 135 und 150 mmHg.
von retkla am 11.01.2005 11:03

Experten-Antwort:
Bei Eigenmessungen in körperlicher und seelischer Ruhe ist ein Blutdruck unter 135/85 mmHg normal. Wenn Sie jetzt einen Blutdruck von systolisch 135 – 150 und diastolisch von 88 – 99 mmHg haben, sind beide Werte erhöht. Ein derartiger Anstieg ist auch ohne erkennbare Ursache innerhalb von 6 Monaten möglich. Begünstigt wird ein Anstieg durch Änderung der Ernährung (salzreiche Kost), Gewichtszunahme, starken Alkoholkonsum und Stress, aber auch durch bestimmte Erkrankungen, z.B. der Niere.

Hoher Puls beim Laufen

Frage:
Ich fahre sehr viel Rad und bin eigentlich auch gut trainiert (Ruhepuls im Bett 44/min). Wenn ich allerdings laufe (was ich vorzugsweise im Winter tue anstatt zu radeln) ist mein Puls selbst bei sehr langsamem Laufen (ca. 7km /std) schon über 160/min, aber anstrengend ist es keineswegs. Beim Radfahren dagegen ist er niedriger, selbst bei größerer Anstrengung. Woran kann das liegen? Dem Herz sollte es doch egal sein (bei gleicher Anstrengung), ob ich nun Radfahre oder Laufe?!
von Heinz am 07.01.2005 16:38

Experten-Antwort:
Es gibt eigentlich nur eine Erklärung: ihr subjektives Gefühl für den Grad der Anstrengung stimmt nicht mit der tatsächlichen Leistung überein. Die Leistung kann objektiv beispielsweise anhand des Sauerstoffverbrauches oder der Laktatbestimmung gemessen werden. Eigenartig ist, daß Sie als gut trainierter Sportler beim langsamen Laufen einen Puls über 160/min haben. Damit ist Ihre optimale Ausdauertrainingsherzfrequenz sehr wahrscheinlich überschritten (Formel: „220 minus Lebensalter minus etwa 20 – 30%“). Irgend etwas stimmt da nicht. Am besten lassen Sie sich einmal sportmedizinisch untersuchen und beraten.

Zeitweise niedriger Puls zwischen 35 und 48/min

Frage:
Meine Mutter (73 J.) nimmt seit Jahren Medikamente gegen hohen Blutdruck. Seit ein paar Wochen hat sie morgens ganz niedrigen Puls zwischen 35 und 48/min. Sie fühlt sich aber nicht schwindelig. Im Laufe des Tages geht der Puls auf ca. 60/min. Woran kann dieses liegen?
von Katha am 03.01.2005 20:11

Experten-Antwort:
Wenn Sie zuverlässig einen Puls zwischen 35 und 48/min getastet haben, liegt eine Herzrhythmusstörung vor (evtl. nur zeitweise, da der Puls zu anderen Zeiten 60/min beträgt). Es muss auf jeden Fall, auch wenn kein Schwindel und keine anderen Beschwerden bestehen, durch ein EKG, evtl. sogar durch ein Langzeit-EKG überprüft werden, um welche Herzrhythmusstörung es sich handelt. Erst dann kann man etwas über die Ursache sagen. Betablocker, mit denen ein erhöhter Blutdruck häufig behandelt wird, können einen langsamen Puls verursachen.

Blutdruckdruck und Pille

Frage:
Ich nehmwe seit 13 Jahren die Pille ein. Sie bekommt mir sehr gut. Nun habe ich seit ca.3 Monaten Bluthochdruck (160/90 mmHg). Ich nehme Betablocker ein. Muss ich die Pille absetzen?
von inka am 28.12.2004 13:55

Experten-Antwort:
Orale Kontrazeptiva (die „Pillen“) können in seltenen Fällen zu Bluthochdruck führen bzw. bestehenden Bluthochdruck verstärken.Fragen Sie Ihren Frauenarzt, ob es für Sie eine Alternative zur „Pille“ gibt. Wenn Sie die oralen Kontrazeptiva wirklich benötigen und keine Alternative verfügbar ist, müssen Sie zusätzlich Blutdrucksenker einnehmen. Vielleicht gelingt es Ihnen aber auch, durch Gewichtsabnahme bei Übergewicht, salzarme Kost, Einschränkung des Alkoholkonsums und körperliche bzw. sportliche Betätigung den Blutdruck ohne Medikamente zu senken.

Blutdruckspitzen – woher?

Frage:
Eigentlich bin ich, zumindest nach dem Ergebnis meiner letzten Untersuchung, organisch vollkommen gesund, Ich habe jedoch offenbar einen labilen Blutdruck. Seit mehr als zwei Jahren nehme ich regelmäßig tägl. eine halbe BelocZok 95. Letzte Nacht habe ich miserabel geschlafen und stellte heute morgen fest, daß ich nicht nur einen schnellen Puls (89), sondern auch einen Blutdruck von bis 160/115 hatte. Ich habe eine weitere halbe BZ genommen. War das richtig ? Ansonsten ist mein Blutdruck eigentlich im Normbereich.
von Braunerpaul am 27.12.2004 16:00

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Aufregungen, Ärger, Angst, Schmerzen, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend. Auch nach einer unruhigen Nacht kann der Blutdruck erhöht sein. Es macht keinen Sinn, Blutdruck und Puls während solcher Zustände zu messen, weil sie dann immer zu hoch sind. Solche Blutdruck- und Pulserhöhungen sind natürlich und ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Im Übrigen können Blutdrucksenker erhöhten Puls und Blutdruck infolge Aufregung nicht normalisieren. Es war unnötig, eine weitere halbe Tablette zu nehmen, Der Blutdruck wäre bald auch ohne Medikament wieder normal geworden.
Messen Sie den Blutdruck zweimal täglich morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe für 2 – 3 Wochen und schreiben Sie die Werte auf. Wenn der Mittelwert aller Messungen unter 135/85 mmHg liegt, ist der Blutdruck normal. Einzelne Werte dürfen diese Grenze ohne weiteres überschreiten, wenn nur der Mittelwert normal ist.

Urachen für Bluthochdruck

Frage:
Meine Frau leidet seit Wochen unter wechselndem Blutdruck. Nachts abwechselnd frieren und schwitzen, tagsüber Schwindelanfälle und Herzrasen. Schilddrüse ist ausgetestet und i.O. Es wird nun eine 24-Stunden-Aufzeichnung vorgenommen. Unser Arzt konnte uns noch keine genaue Diagnose stellen. Welche Ursachen können vorliegen?
von siba am 13.12.2004 21:29

Experten-Antwort:
Etwa 95 bis 98 von 100 Patienten mit erhöhtem Blutdruck haben eine essentielle Hypertonie. Dabei spielen Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Diese Veranlagung wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität. Daneben gibt es vereinzelt andere Ursachen für Bluthochdruck, vor allem Nierenerkrankungen, Hormonstörungen und Gefäßveränderungen an den Nierenarterien.
Die 24-Stunden-Langzeitmessung wird zeigen, ob der Blutdruck bei Ihrer Frau wirklich erhöht ist und behandelt werden muss.

Erhöhte Pulswerte durch Alkohol?

Frage:
Steigen nach Alkoholkonsum die Pulswerte an oder sinken sie eher, bzw. lässt sich das nicht generell sagen? Sind Pulswerte bei Nierenerkrankungen eher höher?
von sonnenblume am 12.12.2004 15:47

Experten-Antwort:
1. Alkohol wirkt bis zu einer bestimmten Menge anregend, so dass der Blutdruck bei den meisten Menschen in Ruhe etwas ansteigt. Bei größeren Mengen dämpft Alkohol, so dass die Herzfrequenz normal ist bzw. wieder normal wird. Die Veränderungen sind individuell aber sehr unterschiedlich. Bei zu starkem regelmäßigem Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit kommt es nach Beendigung des Konsums zu einem Entzugssyndrom, dass mit einer deutlichen Steigerung der Herzfrequenz für 2 – 5 Tage einhergeht.
2. Nierenerkrankungen verursachen in der Regel keine Änderungen der Herzfrequenz.

Extreme Blutdruckschwankungen

Frage:
Meine Schwiegermutter (65 J.) hat eine Hypertonie, wie ich sie noch nie erlebt habe (Werte von 320/195 mmHg). Sie behauptet immer wieder, sie sei abgeklärt worden und die Ärzte (sie lebt in Österreich) hätten nichts gefunden?? Sie schluckt derzeit Concor, Caldiar und Inflamac. Zu erwähnen ist, dass sie sehr schlank ist und an einer schweren Polyarthritis leidet. Wie kann ein BD ohne erfindliche Ursache so hoch sein? Sie sagt, sie habe so hohe Werte anfallsweise, zwischendurch ist der BD135/85 mmHg.
Ich und mein Mann sind völlig hilflos, da sie uns manchmal mitten in der Nacht anruft, wenn ihr Druck so hoch ist und sie Schwindel, Unwohlsein etc. hat. Haben Sie evtl. einen Rat? Oder sehen sie eine Ursache für diese Hypertonie??
von FLORA am 04.12.2004 02:33

Experten-Antwort:
Ihre Schwiegermutter ist offenbar schon mehrfach untersucht worden. Ohne genaue Kenntnis, was bisher untersucht wurde und wie die Ergebnisse ausgefallen sind, und ohne eigene Untersuchung kann man Ihre Frage nicht beantworten. Am besten setzt sich Ihr Mann einmal mit dem Hausarzt seiner Mutter in Verbindung, um genaueres über das Krankheitsbild zu erfahren. Dann kannn er Sie bei Telefonanrufen besser beraten.

Ist Herzstolpern gefährlich?

Frage:
Seit drei Tagen habe ich Herzstolpern. Das macht mir Angst, obwohl mein behandelnder Arzt hat mir gesagt, dass das Stolpern nicht gefärlich ist. Seit Jahren nehme ich Tabletten gegen Herzrytmusstörung.
von Christine am 28.11.2004 21:18

Experten-Antwort:
Am häufigsten handelt es sich beim Herzstolpern um supraventrikuläre Extrasystolen, d.h. um Extraschläge aus dem Vorhof des Herzens, die harmlos und ungefährlich sind. Aus Langzeit-EKG´s wissen wir, dass fast alle Menschen mehr oder weniger häufig solches Herzstolpern haben. Die meisten Menschen merken das nicht und wissen deshalb nichts davon. Bei Ihnen besteht ein Unterschied: Sie beobachten sich sehr genau und horchen in sich hinein, spüren und fühlen deshalb das Stolpern. Wenn Sie abgelenkt sind durch irgendwelche Beschäftigungen, z.B. beim Arbeiten oder bei sportlicher Betätigung, merken Sie das Herzstolpern nicht. Ihr Arzt, der Sie untersucht hat und Sie kennt, hat Ihnen ja bereits gesagt, dass das Herzstolpern nicht gefährlich ist. Sie können ihm vertrauen.

Hoher Puls beim Aufwachen in der Nacht

Frage:
Ich bin 58 Jahre alt und nehme seit 15 Jahren Betablocker (5 mg pro Tag), seit einem Jahr 10 mg, da mein Puls vor allem in der Nacht sehr hoch war. Jetzt ist es wieder soweit und ich werde gerade kardiologisch durchgecheckt. Bei einer stündlichen Blutdruckmessung über das Wochenende (hat mir mein Arzt geraten), habe ich festgestellt, daß ich trotz Betablocker jede Nacht um 3 Uhr aufwache durch eine Pulsfrequenz über 90, Spitze 98/min. Ich kann dann nicht mehr schlafen und nach ca. 2 Stunden normalisiert sich der Puls wieder etwas, z. B. von 98 auf 78/min. Was kann das sein?
von Loveday am 22.11.2004 10:34

Experten-Antwort:
1. Ein Puls zwischen 60 und 100/min in Ruhe ist normal.
2. Der Puls ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Solche Pulsanstiege sind natürlich und ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Da Betablocker durch Aufregung bedingte Pulsanstiege nicht verhindern, besteht die Gefahr, dass man immer höhere Dosen einnimmt.

Der Puls muss deshalb immer in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Wenn Sie nachts aufwachen, regen Sie sich auf und der Puls steigt. Wenn Sie sich wieder beruhigen, wird er normal – wie Sie das beobachtet haben. Noch einmal: Sie wachen nicht auf, weil der Puls hoch ist, sondern weil Sie aufwachen und sich aufregen, geht der Puls hoch. Bei der Blutdruck- und Pulsmessung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät gelten die nächtlichen Werte nur beim schlafenden Patienten. Wenn er bei der Messung aufwacht, darf man die Blutdruck- und Pulswerte nicht verwerten.

Bluthochdruck mit 26 Jahren

Frage:
Bin 26 Jahre jung, weiblich, habe Idealgewicht, bin sportlich, nehme die Pille und habe einen Bluthochdruck mit Werten von 170/130 mmHg. Keiner weiss warum. Ich habe oft Kopfschmerz, auch Blasenentzündungen. Sonst fühle ich mich kerngesund und fit. Habe während 7 Jahren mässig geraucht, normal getrunken. Jetzt Nichtraucher.
von Zujung am 16.11.2004 18:29

Experten-Antwort:
Orale Kontrazeptiva („die Pille“) können in seltenen Fällen einen teils schweren Bluthochdruck verursachen. Bei Ihnen muss zunächst einmal geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen Ihrem Bluthochdruck und der Einnahme der Pille besteht.
1. Sie sollten wissen, ob ihr Blutdruck vor der ersten Einnahme der Pille normal oder erhöht war. Denn vor jeder Erstverordnung der „Pille“ sollte der Blutdruck gemessen werden.

a) Wenn Ihr Blutdruck schon vorher erhöht war, kann das nicht an der „Pille“ liegen, sondern muss andere Ursachen haben. Mit ihrem Frauenarzt und Hausarzt sollten Sie besprechen, ob es andere Möglichkeiten der Empfängnisverhütung gibt.
b) Wenn Ihr Blutdruck damals normal war, ist die „Pille“ sehr wahrscheinlich die Ursache des erhöhten Blutdrucks. In diesem Fall ist es umso wichtiger, dass Sie mit Ihrem Frauenarzt eine andere Möglichkeit der Empfängnisverhütung finden.
c) Wenn Sie nicht wissen, ob der Blutdruck damals normal oder erhöht war, sollten Sie die „Pille“ für 4 – 6 Monate absetzen. Wenn der Blutdruck erhöht bleibt, siehe unter a), wenn er normal wird, siehe unter b).
2. Wenn der Bluthochdruck nicht durch die Pille verursacht ist, also durch Absetzen nicht normalisiert werden kann, und wenn als Mittelwert mehrfacher Messungen an verschiedenen Tagen – evtl. nach 4 – 6 monatigem Absetzen – tatsächlich um 170/130 mmHg liegt und dieser Werte evtl. sogar durch eine Blutdrucklangzeitmessung bestätigt wird (vergleichbare Werte sind dabei etwas niedriger, etwa 160/120 mmHg), sollten angesichts des schweren Hochdrucks und Ihres jugendlichen Alters folgende Ursachen nachgewiesen oder ausgeschlossen werden:

  • eine Nierenerkrankung durch Untersuchungen von Urin und Blut,
  • eine Nierenarterienstenose durch Dupplexsonographie der Nierenarterien, eine Nierenangiographie oder eine Angiokernspintomogrpahie (eine Nierensonographie reicht nicht aus),
  • ein Phäochromozytom durch Bestimmung von Adrenalin, Noradrenalin und ihrer Abbauprodukte im 24-Stunden-Urin,
  • ein Hyperaldosteronismus durch Bestimmung von Renin und Aldosteron im Blut,
  • evtl. auch eine Aortenisthmusstenose durch einem Kardiologen.
Interessant:  Tetanus

Erhöhter Blutdruck durch Medikamente bei Lungenerkrankungen?

Frage:
Kann es durch die Einnahme von Apsomol und Symbicort
zu einem erhöhtem, unteren Blutdruckwert kommen? Ich habe einen Blutdruck von 140/90 mmHg, trinke mäßig Alkohol und bin leicht übergewichtig, treibe jedoch viel Sport.
von Hotte am 06.11.2004 21:56

Experten-Antwort:
1. Salbutamol (im Apsomol) und Formoterol (im Symbicort) sind Beta-2-Adrenozeptoragonisten, die nur selten eine vorübergehende Blutdrucksteigerung verursachen. Dabei sind der obere (systolische) und der untere (diastolische) Wert betroffen. Sie müssen zusammen mit Ihrem Hausarzt abwägen, ob der Nutzen der Medikamente (vermutlich bei einer Lungenerkrankung) ihren Nachteil (Blutdrucksteigerung möglich, aber nicht gesichert) überwiegt oder nicht. Wahrscheinlich müssen Sie die Medikamente weiterhin einnehmen.
2. Ein Blutdruck von 140/90 mmHg liegt genau an der Grenze zwischen normalem und erhöhtem Blutdruck, wenn er in der Arztpraxis gemessen wird, ist aber leicht erhöht, wenn er durch den Patienten selbst gemessen wird (Grenze 135/85 mmHg). Bei erhöhten Blutdruckwerten ist es wahrscheinlicher, dass Sie eine eigenständige Bluthochdruckerkrankung haben als dass die Medikamente dafür verantwortlich sind. Sicher entscheiden kann man dies nur, wenn der Blutdruck 1 – 2 Wochen nach Absetzten der Medikamente wieder normal ist. Vermutlich können Sie Medikamente aber nicht absetzen.
3. Durch Allgemeinmaßnahmen wie Gewichtsabnahme und kochsalzarme Kost können Sie Ihren Blutdruck senken. Wenn er dauerhaft erhöht bleibt, müssen Sie zusätzlich auch einen geeigneten Blutdrucksenker einnehmen.

Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft, und danach?

Frage:
Ich hatte vor kurzem eine Präeklampsie (Blutdruck 200/120 mmHg) und nehme jetzt während der Stillzeit Medikamente (Beloc Zok Herz und Nepresol). Jetzt sind meine Werte wieder im Normalbereich (120/78 mmHg). Eine dauerhafte Medikamenteneinnahme gegen Bluthochdruck ist erforderlich. Künftig möchte ich nicht mehr mit der Pille verhüten. Welche Alternativen, die gut verträglich und sicher sind, gibt es?
von Sternchen am 02.11.2004 14:38

Experten-Antwort:
1. Es gibt einen Bluthochdruck, der nur während der Schwangerschaft – vor allem der ersten – auftritt. Wenn Sie vor der Schwangerschaft einen normalen Blutdruck hatten, besteht bei Ihnen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Blutdruck nach dem Ende der Schwangerschaft wieder weg ist. In Absprache mit Ihrem Arzt sollten Sie deshalb bei den sehr guten Werten, die Sie jetzt haben, die Medikamente absetzen und kontrollieren, ob Ihr Blutdruck ohne Medikamente überhaupt noch erhöht und eine Behandlung notwendig ist.
2. Warten Sie zunächst einmal ab, ob Ihr Blutdruck normal bleibt oder wieder ansteigt. Wenn er ohne Blutdrucksenker normal bleibt, können Sie die Pille versuchsweise wieder nehmen. Sie müssten dann allerdings überprüfen, ob der Blutdruck unter der Pille wieder ansteigt. In diesem Fall und wenn der Blutdruck nach Absetzen der Medikamente ohnehin wieder ansteigt, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt, der Sie kennt, über die beste Möglichkeit einer Schwangerschaftsverhütung sprechen.

Hat der essentielle Bluthochdruck keine Ursache?

Frage:
Ein Familienangehöriger hat seit 4 Jahren Bluthochdruck und wird mit Delmuno 2,5/2,5 behandelt, trotzdem sind die Blutdruckwerte bis zu 170/100. Insbesondere der diastolische Wert ist ständig über 90 bzw. 100 bei relativ langsamem Herzschlag 53 – 65. Ist der Puls einmal höher, z.B. 70, ist auch der Blutdruck niedriger. Der Arzt spricht von essentieller Hypertonie, d.h. ohne erkennbare Ursache. Daran können wir nicht recht glauben. Könnte es dafür nicht eine konkrete Ursache geben, und wenn ja, welche Untersuchungsmethoden?
von Ede am 29.10.2004 09:14

Experten-Antwort:
1. Etwa 95 bis 98 von 100 Patienten mit erhöhtem Blutdruck haben eine essentielle Hypertonie. Dabei spielen Anlagen und Vererbung eine wichtige Rolle. Häufig, wenn auch nicht immer, haben dann Eltern oder andere Blutsverwandte ebenfalls einen Bluthochdruck. Diese Veranlagung wird begünstigt und führt schneller zum Bluthochdruck bei Übergewicht, kochsalzreicher Diät, reichlichem Alkoholkonsum und körperlicher Inaktivität. Die essentielle Hypertonie hat also sehr wohl Ursachen.
2. Delmuno enthält zwei Medikamente, darunter den Betablocker Felodipin. Unter Betablockern kann die Herzfrequenz (der „Puls“) langsamer werden, so dass die relativ niedrige Herzfrequenz von 53 – 65/min möglicherweise durch dieses Medikament verursacht ist. In Einzelfällen kann der Blutdruck, vor allem der obere (systolische) Wert bei langsamer Herzfrequenz höher, bei höherer Frequenz niedriger sein. Der Patient muss seinen Hausarzt, der ihn, seine Befunde und seine Erkrankungen gut kennt, fragen, ob eine Behandlung ohne den Betablocker möglich ist. Wenn der Blutdruck zu hoch ist, muss die Behandlung intensiviert werden. Allerdings sind dabei nicht die höchsten Blutdruckwerte oder Ausreißer entscheidend, sondern die Mittelwerte vieler Messungen in körperlicher und seelischer Ruhe.

Bluthochdruck bei Grippe??

Frage:
Ich bin 30 Jahre alt, 1,98 cm groß und wiege 108 Kg. Mein Blutdruck war heute morgen und auch in den letzten Tagen bei ca. 160/105. Ich habe derzeit eine Grippe (bis gestern Fieber). Kann das damit etwas zu tun haben?Außerdem behandle ich gerade ein Ohrensausen mit Tebonin. Hängt das Ohrensausen vielleicht mit dem Blutdruck zusammen?
von jhp am 27.10.2004 09:21

Experten-Antwort:
Bei Grippe ändert sich der Blutdruck in der Regel nicht. In Einzelfällen können starke Beschwerden oder bestimmte Grippenmittel zu einer Erhöhung, eine Entwässerung des Körpers durch mangelhafte Flüssigkeitsaufnahme oder hohes Fieber zu einer Senkung des Blutdrucks führen. Sie sollten den Blutdruck messen, wenn Sie wieder völlig gesund und bei Kräften sind. Das geht am besten durch Selbstmessung, zweimal täglich morgens und abends in körperlicher und seelischer Ruhe. Wenn der Mittelwert aller Messungen 135/85 mmHg oder höher ist, zeigen Sie die Werte Ihrem Arzt. Einzelne Werte dürfen die genannte Grenze durchaus überschreiben. Ohrensausen hat viele verschiedene Ursachen. Es kann bei Fieber auftreten, weil dann das Blut schneller und unruhiger durch die Arterien der Körpers, auch des Kopfes und des Innenohres fließt.

Bluthochdruck durch Kortisonbehandlung bei hämolytischer Anämie?

Frage:
Kann es durch die Einnahme von Kortison, welches ich wegen meiner chronischen hämolytischen Anämie zwingend benötige, zu zusätzlichen Kreislauferkrankungen (z. B. Bluthochdruck) kommen?
von Annelie am 01.11.2004 16:26

Experten-Antwort:
Durch die regelmäßige Einnahme von Kortison kann ein Bluthochdruck entstehen oder ein bestehender Bluthochdruck verstärkt werden. Viele Patienten, z.B. mit chronischem Gelenkrheuma, nehmen jahrelang Kortison ein, ohne dass sich der Blutdruck ändert, d.h. der Blutdruck kann, muss aber nicht ansteigen. Außerdem hängt es natürlich von der Kortison-Dosis ab, die zur Behandlung der entsprechenden Erkrankung erforderlich ist und – auch bei chronischer hämolytischer Anämie – sehr unterschiedlich sein kann.

Bluthochdruck in der Nacht

Frage:
Es geht um eine 81-jährige Patientin. Sie nimmt Delix 5mg, Dilatrend 12,5mg und Norvasc, ferner Bromazanil 6 mg und als Ersatz für Unatcor Torasemid.
Besonders bei zunehmendem Mond klagt die Patientin über extreme Bluthochdruckschwankungen und hat Ausreißer von über 200/70 mmHg. ein Herzklappenfehler soll lt. Arzt den niedrigen zweiten Wert erklären.
Bei diesen Attacken nimmt sie Aprical Lösung. Das Paradoxe ist, dass der Blutdruck tagsüber noch einigermaßen steuerbar ist, aber nach ca. 4 Studen Nachtruhe bereits wieder steigt. Kochsalzzufuhr wurde bereits drastisch gesenkt, Patientin isst praktisch ungesalzene Kost, trinkt ausreichend und hat weder Übergewicht noch Diabetes. Das EKG wurde auch heute wieder als unverdächtig bezeichnet, trotz heftigster Schmerzen im Arm während der Nacht.
von Dieterli am 26.10.2004 20:46

Experten-Antwort:
Es macht keinen Sinn, nachts den Blutdruck zu messen. Denn entweder schläft der Patient, dann soll man ihn nicht wecken, oder er ist schlaflos, unruhig, besorgt, macht sich Gedanken oder hat Schmerzen, was zu einem Blutdruckanstieg infolge der seelischen Anspannung führt. Sofort nach dem Einschlafen ist er wieder normal. Deshalb ist es auch unsinnig, Aprical zu geben, der Blutdruck geht von allein wieder runter und kann durch Aprical höchstens zu stark abfallen. Wenn überhaupt, behandelt man nicht den erhöhten Blutdruck, der nur die Folge der Aufregung oder der Schmerzen ist, sondern die Ursache des erhöhten Blutdruck, nämlich Unruhe, Angst, Anspannung oder die Schmerzen. Ganz offensichtlich hat der Hausarzt Aufregungs- und Angstzustände der Patientin bereits durch die Verordnung von Bromazanil zu behandeln versucht. Ofenbar hat er auch an eine Angina pectoris gedacht und deshalb ein EKG gemacht, ist aber afugrund des Gesamtbefundes zum Ergebnis gekommen, dass es sich nicht um eine Angina pectori handelt.

Entscheidend ist, ob der Blutdruck tagsüber – in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen – normal oder erhöht ist. Ausreißer werden nicht bewertet. Da der untere Wert völlig normal ist, darf der obere Wert bei einer Patientin im Alter von 81 Jahren höher sein.

Hoher Blutdruck vor und währemd der Regel?

Frage:
Vor und während der Monatsblutungen steigt mein Blutdruck immer bedeutend an. Gibt es da einen Zusammenhang mit den Monatsblutungen?
von schnia am 26.10.2004 13:11

Experten-Antwort:
Während der normalen Regel verändert sich der Blutdruck nicht. Anders kann das bei Frauen sein, die unter einem mentruellen oder prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden. Bei Ihnen können Beschwerden wie Nervosität, Stimmungsschwankungen, Schmerzen, Wassereinlagerung zu einem vorübergehenden Anstieg des Blutdrucks führen.
Sie berichten von einem „bedeutenden“ Anstieg, nennen aber keine Zahlen. Aufgrund zahlreicher Störfaktoren können nämlich einzelne Werte täuschen. Messen Sie doch einmal an den Tagen der nächsten drei Monatsblutungen und außerhalb der Regel zweimal täglich morgens und abends den Blutdruck, schreiben Sie die Werte auf und vergleichen Sie die Mittelwerte.

Schwindel und Bluthochdruck nach Unfall

Frage:
Ich bin 28 Jahr alt, 91 kg, 197 cm. Mir ist vor einiger Zeit ein Eisengestell auf den Kopf gefallen. Da ich jedoch weiters keine Beschwerden hatte, ging ich nicht zum Arzt. Meine Kollegen machten mir jedoch Angst und sagten, ich bekäme ein Blutgerinsel im Gehirn. Daher habe ich seither panische Angst, an einem Gerinsel zu sterben. Zeitgleich bekam ich ständiges Schwindelgefühl, dass manchmal stärker, manchmal schwächer ist. Zusätzlich hat sich mein Blutdruck auf 140/70 erhöht. Leider weiss ich nicht, ob dieser Wert vorher auch schon so hoch war. In der Regel habe ich jetzt bei Messungen ca. 135/70. Mein Arzt hat mir blutdrucksenkende Mittel verschrieben (Cosar), die jedoch keine Besserung bewirken (Blutdruck bleibt bei 135 und Schwindel ist nachwievor da). Was kann ich tun?
von larry am 24.10.2004 12:50

Experten-Antwort:
1. Sie haben jetzt in der Regel Werte von 135/70 mmHg und damit einen normalen Blutdruck.
2. Wenn Sie in den ersten Tagen nach dem Unfall keine Beschwerden hatten, besteht keinerlei Grund zu der Annahme, dass durch den Unfall ein Blutgerinnsel im Gehirn entstanden ist. Ich verstehe nicht, wie Ihre Kollegen auf diese Idee gekommen sind.
3. Schwindel und Bluthochdruck – der ja jetzt nicht mehr besteht – haben in Ihrem Fall nichts mit dem Unfall zu tun. Schwindel kann sehr viele Ursachen haben. Sie sollten sich von Ihrem Hausarzt untersuchen lassen und erhalten evtl. auch noch eine Überweisung zum HNO-Arzt und zum Neurologen.

Blutdruckkrise und kurzfristiger Sehverlust

Frage:
Hatte neulich das Gefühl, als blitzt mir jemand ins Auge. Danch konnte ich für 1 Stunde auf dem rechten Auge nichts mehr sehen. Am nächsten Tag wurde beim Arzt ein Blutdruck von 18o/ 100 mmHg festgestellt. Daraufhin habe ich den Blutdruck über Tage kontrolliert. Am nächsten Tag war er schon auf ca. 120/75 gesunken und ist dort auch geblieben. Eine gründlich Untersuchung beim Augenarzt blieb ohne Befund. Weitere Blutuntersuchungen ergaben einen erhöhten Adrenalinspiegel. Ich habe beruflich viel Stress und fühle mich innerlich oft unter Druck. Jetzt will mein Arzt mich mit Betablockern behandeln, was mir aber nicht wirklich gefällt. Wie wirken die in meinem Fallüberhaupt, und wie kann ich den Adrenalinsiegel senken?
von Klaus am 20.10.2004 15:56

Experten-Antwort:
1. Wenn der Adrenalinspiegel im Blut richtig (d.h. nach 30 Minuten Ruhe, eine nicht ganz einfache Untersuchung) gemessen wurde und erhöht ist, müssen unbedingt weitere Untersuchungen zum endgültigen Ausschluss oder Nachweis eines Phäochromozytoms gemacht werden. Das ist eine Erkrankung der Nebennieren, die zu plötzlichem starken Blutdruckanstieg, auch mit Sehstörungen führen kann. Offenbar hat Ihr Arzt an diese Möglichkeit gedacht und einen entsprechenden Anfangsbefund erhoben.
2. Sie haben einen kurzfristigen Sehverlust, eine Amaurosis fugax gehabt. In einem solchen Fall sucht man nach Herzrhythmusstörungen oder einer Arteriosklerose der Blutgefäße, z.B. an der Halsschlagader mittels Ultraschalluntersuchung, ferner auch nach möglichen Ursachen einer Arteriosklerose wie z.B. einer Zuckerkrankheit und erhöhten Blutfettwerten (der Blutdruck ist ja normal), auch nach Gerinnungsstörungen und Bluterkrankungen (z.B. erhöhte Zahl von Blutplättchen). Die Behandlung erfolgt je nach Befund. In der Regel erfolgt auch dann, wenn man keine Ursache finden kann, eine Behandlung mit Acetylsalizylsäure (z.B. 100 mg Aspirin oder gleichwertiges anderes Präparat).
3. Da Ihr Blutdruck völlig normal ist, benötigen Sie keine Behandlung. Betablocker dämpfen das sympathische Nervensystem. Manche Ärzte verordnen Sie deshalb an Patienten, die nervös und unruhig sind, unter Stress stehen und Druck verspüren, leicht schwitzen und dies als unangenehm empfinden. Sie können ja einmal probieren, ob es Ihnen unter dem Betablocker besser geht.

Hoher Puls in der Schwangerschaft

Frage:
Ich bin in der 35. SSW und habe zeitweise (relativ häufig) einen Puls von 100 -110/min. Ist das bedenklich? Was kann passieren?
von wolf am 19.10.2004 21:43

Experten-Antwort:
Ein vorübergehender Anstieg des Pulses über 100/min während oder kurz nach körperlicher Belastung oder Aufregung ist – auch in der Schwangerschaft – normal. Entscheidend ist der Puls in körperlicher und seelsicher Ruhe. Wenn der Ruhepuls erhöht ist, müssen Sie Ihren Frauenarzt bzw. Geburtshelfer fragen, der Sie betreut und der Sie gut kennt.

Bluthochdruck durch Akupunktur ?

Frage:
Kann Bluthochdruck durch Akupunktur ausgelöst werden bzw.
kann es sein, dass Menschen nach einer Akupunktur mit Bluthochdruck
als Nebenwirkung reagieren ?
von melanie am 18.10.2004 23:12

Experten-Antwort:
Akupunktur kann keinen Bluthochdruck auslösen, ist also keine Nebenwirkung der Akupunktur. Wenn Sie festgestellt haben, dass der Blutdruck nach der Akupunktur hoch war, dann war er auch schon vorher erhöht, wurde aber nicht gemessen und deshalb nicht erkannt.

Schwere, isolierte systolische Hypertonie mit 22 Jahren

Frage:
Ich (22) leide an einer isolierten systolischen Hypertonie, anfangs 200/60 mmHg. Jetzt liegt er dank 4 verschiedener Medikamente (ACE-Hemmer, Diuretikum, At2-Blocker und Betablocker) bei 110 bis 145 systolisch. Wenn jedoch Messungen beim Arzt vorgenomen werden, liegt er regelmäßig bei 180 bis 220 systolisch. Welche Ursachen hat die systolische Hypertonie? Wie kann man sie am besten behandeln? Schilddrüse wurde untersucht, ohne Befund. es wurde nur Jod verschrieben.
von Alex am 17.10.2004 19:05

Experten-Antwort:
Bevor ein 22-jähriger Patient mit Blutdrucksenkern, erst recht mit vier verschiedenen Medikamenten behandelt wird, muss eine sehr gründliche Untersuchung zur Bestätigung des Bluthochdrucks und seiner Ursachen erfolgen.
1. Es fällt auf, dass Sie jetzt bei Selbstmessungen einen ganz guten, bei Messungen durch den Arzt trotz Einnahme von vier Medikamenten immer noch einen deutlich erhöhten Blutdruck haben. Das kann darauf hinweisen, dass Sie eine so genannte Praxishypertonie (auch Sprechstundenhochdruck, Weißkittelhypertonie oder Aufregungshochdruck genannt) haben. Dieser Hochdruck besteht nur bei Messungen durch den Arzt, nicht aber sonst im Laufe des Tages, muss nicht behandelt werden und wird auch nicht durch Blutdrucksenker normal. Am besten erkennt man das aufgrund einer 24-Stunden-Langzeitmessung mit einem tragbaren Gerät, die bei Ihnen unbedingt durchgeführt werden sollte. Wenn dabei die Mittelwerte Ihres Blutdrucks über 24 Stunden unter 130/80 mmHg und tagsüber unter 135/85 mmHg liegen, sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und unter Selbstmessungen zu Hause die Blutdrucksenker nacheinander absetzen und überprüfen, ob Ihr Blutdruck auch ohne Medikamente bei den Eigenmessungen bzw. bei der Langzeitmessung normal bleibt.
2. Eine isolierte systolische Hypertonie mit zuverlässig gemessenen und mehrfach bestätigten Werten von 200/60 mmHg im Alter von 22 Jahren ist äußerst ungewöhnlich und bedarf einer gründlichen Untersuchung, u.a. von einem Kardiologen zum Ausschluss von bestimmten angeborenen (Ductus Botalli, aortopulmonales Fenster) oder erworbenen Herzfehlern (z.B. Aorteninsuffizienz).

Bluthochdruck durch Kortisonspritze

Frage:
Ich habe 2 Wochen nach einer hochdosierten Kortisonspritze (weiterer Bestandteil Diclofenac) in den Ellenbogen wegen einer Sportverletzung eine dramatische Bluthochdruckkrise gehabt (plötzlich Werte von 220/130, vorher immer normale Werte 120/80) sowie plötzlich einen stark erhöhten Ruhepuls (über 100) sowie Schwindelattacken. Ich werde nun seit 4 Monaten mit Betablockern und ACE-Hemmern behandelt, Blutdruck pendelte sich ein auf normale Werte (110/80) ein. Ich bin sportlich, schlank und ernähre mich gesund, rauche nicht und trinke keinen Alkohol. Alter 43 J. Bin organisch völlig gesund, keine sonstigen Erkrankungen. Kann diese Spritze einen Bluthochdruck ausgelöst haben? Kann ich die Medikamente wieder irgendwann ausschleichen?
von Rose am 13.10.2004 18:03

Experten-Antwort:
1. Vor allem hoch dosiertes Kortison, aber auch Diclofenac können zu einer Steigerung, evtl. sogar zu einer krisenhaften, aber vorübergehenden Erhöhung von Blutdruck und Puls führen. Wenn die Medikamente abgesetzt werden, werden auch Blutdruck und Puls wieder normal
2. Wenn Ihr Blutdruck tatsächlich früher immer 120/80 mmHg und damit normal war, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Hausarzt die beiden Blutdrucksenker absetzen und Ihren Blutdruck kontrollieren. Entweder hat das Kortison Ihren Blutdruck nur vorübergehend erhöht und er ist jetzt auch ohne Medikamente wieder normal oder Kortison hat mit Ihrem Bluthochdruck gar nichts zu tun und Sie haben seit der letzten Messung vor Kortison unbemerkt einen Bluthochdruck entwickelt. Ist Ihr Blutdruck unmittelbar vor der Kortisonspritze gemessen worden?

Bluthochdruck beim Frauenarzt und in der Schwangerschaft

Frage:
Beim Frauenarzt wurde ein Blutdruck von 157/75 mmHggemessen, was eindeutig zu hoch ist. Da ich schwanger bin, wurde mir empfohlen, ein Gerät auszuleihen und es in Ruhe zu Hause zu testen. Kann es sein, dass Bluthochdruck bei Schwangeren öfters und nur vorübergehdn vorkommt? Ich habe allerdings auch viel Stress durch einen Hausbau, sodass auch nach Feierabend ein Termin den anderen jagt und man kaum Zeit zum verschnaufen hat. Was geben Sie mir für einen Rat? Ich denke für den Nachwuchs ist es auch nicht gut, wenn er konstant hoch wäre.
von Ines am 13.10.2004 12:39

Experten-Antwort:
1. Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Schmerzen, aber auch Aufregungen, Ärger, Angst, Stress, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Deshalb muss der Blutdruck in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Etwa jeder zehnte Patient hat nur beim Arzt einen erhöhten, sonst immer einen völlig normalen Blutdruck (Praxishypertonie, Weißkittelhypertonie, Sprechstundenhypertonie).
Deshalb sollten Sie der Empfehlung Ihres Hausarztes folgen und ihren Blutdruck selbst für 2 – 3 Wochen morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe messen und die Werte notieren. Dabei sollte der Mittelwert unter 135/85 mmHg liegen. Einzelne Werte dürfen diese Grenze durchaus überschreiten.
2. Der Blutdruck kann – vor allem bei erstmaliger Schwangerschaft oder bei Frauen mit Nierenerkrankungen – in der Schwangerschaft ansteigen. Falls der Blutdruck wirklich erhöht ist, sollten zunächst nur Allgemeinmaßnahmen eingeleitet werden, insbesondere körperliche Schonung, keine Berufs- und Hausarbeit, evtl. Bettruhe zu Hause oder in einer ruhigen Umgebung. Nur wenn der Blutdruck konstant auf Werte über 170/100 mmHg ansteigt, erhöht sich das Risiko für Mutter und Kind deutlich und es muss mit Medikamenten behandelt werden, entweder ambulant oder besser in einer Klinik.

Blutdruck zwischen 90/50 und 170/110 mmHg

Frage:
Ich bin 30 Jahre alt, nehme seit 13 Jahren Betablocker auf Grund eines Mitralklappenprolapssyndrom. Seit ca. einem Monat habe ich ständig Blutdruck-Schwankungen mal 170/110, dann wieder 90/50. Mein Arzt hat Ultraschall von Herz und Abdomen gemacht, konnte aber nichts feststellen.
von Liane Kr. am 11.10.2004 17:34

Experten-Antwort:
1. Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Schmerzen, Aufregungen, Ärger, Angst, Stress, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Deshalb muss der Blutdruck in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden.
Entscheidend sind nicht einzelne Werte, sondern die Mittelwerte häufig wiederholter Messungen. Messen Sie Ihren Blutdruck für 2 – 3 Wochen morgens und abends zu festgesetzten Zeitpunkten in körperlicher und seelischer Ruhe und notieren Sie die Werte. Dabei sollte der Mittelwert unter 135/85 mmHg liegen, wobei einzelne Wwerte diese Grenze durchaus überschreiten dürfen. Wenn die Werte unklar oder grenzwertig sind, sollte evtl. eine Blutdrucklangzeitmessung gemacht werden.
2. Falls auch bei der Blutdrucklangzeitmessung erhebliche, krisenhafte Steigerungen des Blutdrucks ohne ersichtlichen Grund auftreten, könnte eine Hormonstörung vorliegen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob er eine Bestimmung der Katecholamine im 24-Stunden-Sammelurin zum Nachweis oder Ausschluss eines Phäochromozytoms für erforderlich hält.

Herzgesund, aber Herzstolpern

Frage:
Bei mir tritt Herzstolpern mehrere Male hintereinanter, d.h.im Abstand von Sekunden auf. Mehrere Ärtze haben mich als herzgesund erklärt. Kann das eine Angsterkrankung sein?
von kaychen_1 am 11.10.2004 13:41

Experten-Antwort:
Wenn nach einer entsprechenden Untersuchung mehrere Ärzte Sie als herzgesund erklären, sollten Sie das akzeptieren und eigentlich beruhigt, glücklich und zufrieden sein. Es ist nicht so, dass Angst dieses Herzstolpern verursacht. Vielmehr löst das harmlose Herzstolpern bei Ihnen Angst aus, weil Sie Ihren Ärzten nicht glauben und ohne Grund etwas Schlimmes befürchten.

Zu hoher Puls

Frage:
Seit einiger Zeit habe ich einen zu hohen Puls – in Ruhephase zwischen 95 und 105/min. Mein Blutdruck ist dabei normal (120/80 mmHg).
Mein Arzt meint, es könne von der Schilddrüse kommen. Ich bin mir da aber nicht so sicher und frage daher, welche Ursachen es noch geben kann, wenn der Puls zu hoch, der Blutdruck aber normal ist. Ich bin Nichtraucher, trinke keinen Alkohol und treibe gelegentlich Sport.
von Bianca am 10.10.2004 17:25

Experten-Antwort:
1. Die normale Herzfrequenz („der Puls“) liegt zwischen 60 und 100/min in Ruhe. Somit liegen Sie an der oberen Normgrenze, aber nicht notwendigerweise in einem krankhaften Bereich. Blutdruck und Puls verändern sich in der Regel unabhängig voneinander, d.h. hoher Puls geht mit normalem Blutdruck, hoher Blutdruck mit normalem Puls einher.
2. Eine Schilddrüsenüberfunktion ist eine mögliche Ursache für hohen Blutdruck. Durch eine Blutuntersuchung kann man das beweisen oder ausschließen.
3. Für einen dauerhaft erhöhten Puls gibt es zahlreiche Ursachen, u,a. mangelnde körperliche und sportliche Betätigung, Aufregung, Blutarmut, Infektionen, Herzerkrankungen und viele andere. Ohne Befragung und körperliche Untersuchung, die je nach Befund weitere Labor- oder Apparateuntersuchungen notwendig machen, kann man Ihre Frage nicht beantworten.

Anstieg von Gewicht und Blutdruck

Frage:
Ich habe seit einem Jahr erhöhten Blutdruck (160/80 mmHg), bei Aufregung etwas höher (180/80). Ich glaube, das liegt an der kräftigen Gewichstzunahme. Jetzt Gewicht 87 kg, Körpergröße 183 cm, 25 Jahre alt.
Vor einem Jahr habe ich die Bundeswehr verlassen und seitdem keinen Sport mehr getrieben. Ich versuche seit kurzem regelmäßig Sport zu treiben (Joggen 4-mal pro Woche, Distanz 6 km). Ich habe auch vollständig auf Zigaretten und Alkohol verzichtet.
Kann ich bei einem Blutdruck von 160/80 ohne Bedenken Joggen, ohne mir ein Schaden zuzufügen? Und wird sich mein Blutdruck normalisieren? Vor einem Jahr hatte ich noch Werte um 120/80 nach einer körperlichen Anstrengung. Und wieso ist bei mir nur der systolischer Wert so hoch? Kann es in diesem Fall zu Normalisierung des Blutdrucks kommen, falls ich meine Lebensgewohnheiten umstellen werde?
von Alex am 05.10.2004 17:50

Experten-Antwort:
Es spricht vieles für Ihre Vermutung, dass Ihr Blutdruck wegen der „kräftigen“ Gewichtszunahme angestiegen ist, obwohl Sie nach der strengen Definition bei einem Gewicht von 87 kg und einer Größe von 183 cm nur zum Übergewicht tendieren. Aber auch innerhalb des Normalbereiches steigt der Blutdruck mit der Gewichtszunahme an. Auch mangelnde körperliche Betätigung kann zum Blutdruckanstieg beigetragen haben.
Ihre Vorsätze sind völlig richtig und lobenswert (mehr Sport, Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, vielleicht auch Gewichtsabnahme zum früheren Gewicht). Ich gehe davon aus, dass Sie bei der Bundeswehr gründlich untersucht wurden und keine Herz- und Kreislauferkrankungen haben. Dann können Sie ohne Bedenken Sport treiben. Sie haben zwar keine Garantie, aber sehr große Chancen, dass Ihr Blutdruck dadurch wieder in den alten Bereich sinkt.

Übrigens: der Blutdruck muss in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen werden. Bei Aufregung ist er erhöht, vor allem der obere (systolische) Wert. Das ist normal.

Pille wegen starker Menstruation und Bluthochdruck

Frage:
Bei mir (36) ist seit einem Monat Bluthochdruck bekannt, der relativ konstant hoch ist. Jetzt hatt mir mein Kardiologe u.a. empfohlen, vorerst täglich Telmisartan einzunehmen. Ich nehme seit 2 Jahren die Pille “Mikro-30 Wyeth” ein, wobei nicht die Empfängnisverhütung im Vordergrund steht, sondern vielmehr eine sehr starke Menstruation mit sehr starken Blutungen. Vor zwei Jahren drehte sich in meinem Leben alles um die “Tage”. Da ich einem Lehrerberuf nachgehe, kann ich mir nicht jeden Monat leisten, 4-5 Tage nicht leistungsfähig bzw. krank zu sein. Seit ich die Pille nehme, bin ich ausgeglichen, fast schmerzfrei und viel lebenslustiger. Wahrscheinlich habe ich auch an PMS gelitten. Ich habe große Ängste, die Pille abzusetzen. Gibt es denn eine andere Lösung? Gibt es andere Medikamente, die die Menstruation abschwächen?
von Joyce am 30.09.2004 19:52

Experten-Antwort:
Sexualhormone („die Pille“, z.B. Micro 30 Wyeth) können in seltenen Fällen zu einer Erhöhung des Blutdrucks und sogar zu einem Bluthochdruck führen. In der Regel wird man in einem solchen Fall genau prüfen, ob es eine gleichwertige Alternative gibt. Fragen Sie Ihren Frauenarzt! Da Micro 30 Wyeth Ihnen so durchschlagend geholfen hat, wird es wahrscheinlich keine gleichwertige andere Behandlungsmöglichkeit für Sie geben. In diesem Fall müssen Sie zusammen mit Ihrem Frauenarzt die Vorteile (erfolgreiche Behandlung der Menstruationsblutungen, deutliche Verbesserung der Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit) gegen die Nachteile (mögliche, keineswegs gesicherte Ursache für den Bluthochdruck, Notwendigkeit zur Einnahme eines Blutdrucksenkers) gegeneinander abwägen und eine Entscheidung treffen. Wenn der Bluthochdruck mit Medikamenten gut und zuverlässig normalisiert wird, besteht für Sie keine Gefahr.

Nasenbluten durch Vitalstoffe?

Frage:
Ich nehme Spirulina algen als Nahrungsergänzung. Uch nahm es morgens und hatte abend starkes Nasenbluten und Bluthochdruck. Ich nehme schon Blutdrucksenker. Kann die Algen-Einnahme Nasenbluten verursachen, obwohl nur Vitalstoffe darin enthalten sind ?
von liza scholz am 30.09.2004 08:12

Experten-Antwort:
Die Frage kann man zuverlässig nur beantworten, wenn man ganz genau die chemische Zusammensetzung des Präparates kennt. Häufig ist diese selbst dem Hersteller nicht bekannt. Die ungenaue Angabe, dass ein Präparat nur Vitalstoffe, Naturprodukte, Pflanzenextrakte usw. enthält, reicht nicht aus. Es ist immer wieder einmal beobachtet worden, dass auch solche Stoffe im Körper bestimmte Wirkungen verursachen können.

Ursachen für einen plötzlichen Blutdruckabfall

Frage:
Was kann man daraus schließen, wenn bei einem Menschen die Blutdruckwerte plötzlich abfallen?
von schule am 27.09.2004 17:10

Experten-Antwort:
In der Regel fällt der Blutdruck „plötzlich“, d.h. innerhalb von Minuten und wenigen Stunden nur bei schweren Erkrankungen ab, z.B. bei einem Herzinfarkt, bei Herzrhythmusstörungen, bei einem erheblichem innerlichen oder äußerlichen Blutverlust, bei einem Schock, bei schweren Infektionskrankheiten, bei Vergiftungen oder anderen schweren Erkrankungen. Der Blutdruck kann unter bestimmten Voraussetzungen bzw. bei bestimmten Menschen auch beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen abfallen.
Bei einem plötzlichen Blutdruckabfall muss sofort nach der Ursache gesucht werden.

Bluthochdruck bei Kindern

Frage:
Mein Sohn ist 3,6 Jahre und hat einen Blutdruck von 130/75 mmHg, Ist das zu hoch und wie wird behandelt?
von nico am 26.09.2004 20:42

Experten-Antwort:
Ein Blutdruck von 130/75 mmHg ist bei Kleinkindern, d.h. im Alter von 3,6 Jahren zu hoch. Sie sollten mit Ihrem Sohn auf jeden Fall einen Kinderarzt aufsuchen, der zunächst die Messung überprüft und bei Bestätigung der Werte entsprechende Untersuchungen einleiten wird. Die Behandlung hängt von dem Untersuchungsergebnis ab.

Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

Frage:
Ich bin 20 Jahre, 160 cm und wiege 65Kg. Ich bin in letzter Zeit oft müde, antriebslos und es ist mir immer kalt. Deshalb vermutet mein Arzt zu niedrigen Blutdruck und hat mir empfohlen, mit einem Gerät den Blutdruck zwei Monate selbst zu messen und auf zu schreiben. Meine Frage: wie niedrig dürfen Blutdruck und Puls in meinem Alter sein?
von Sternenfunkeln am 17.09.2004 23:02

Experten-Antwort:
In keiner Altersgruppe gibt es für die untere Grenze des Blutdrucks einen bestimmten Wert. Vielmehr wird die Diagnose eines zu niedrigen Blutdrucks (Hypotonie) nur gestellt, wenn bei niedrigen Werten entsprechende Beschwerden bestehen. Es gibt Menschen, die fühlen sich bei Werten von 90/60 mmHg pudelwohl, andere haben Beschwerden. Müdigkeit und Antriebslosigkeit, evtl. auch Kältegefühl können von einem niedrigen Blutdruck kommen. Es gibt aber zahlreiche andere Ursachen, z.B. Schilddrüsenunterfunktion (!), Blutarmut, Hormonstörungen, Störungen des Nervensystems, Einnahme von bestimmten Medikamenten u.a.
Der Puls liegt normalerweise in Ruhe zwischen 60 und 100/min.

Niedriger diastolischer Blutdruck im Alter

Frage:
Mein Blutdruck liegt bei 140/58 mmHg. Ich bin 67 Jahre alt, männlich, 172 cm, 78 kg. Ab welchen Werten ist ein niedriger, diastolischer Druck bedenklich? Warum sinkt der Druck so stark ab?
von Rentner am 13.09.2004 18:13

Experten-Antwort:
Wenn der obere (systolische) Wert normal oder erhöht, der untere (diastolische) Wert niedrig ist, spricht man von einem Blutdruck bei nachlassender Windkesselfunktion der Arterien oder von einem Altersblutdruck bzw. einem Altershochdruck oder einer isolierten systolischen Hypertonie. Ursache ist eine Abnahme der Elastizität der Hauptschlagader (Aorta) und der großen Blutgefäße (Arterien), zu der es mit zunehmendem Alter häufig kommt.

Da der obere (systolische) Wert normal oder erhöht ist und somit der wichtige arterielle Mitteldruck praktisch unverändert bleibt, ist der Abfall des unteren Wertes für die Durchblutung der Organe unbedenklich. Andererseits besagt ein derartiger Blutdruck mit großer Amplitude bzw. hohem Pulsdruck (d.h. einer großen Differenz zwischen oberem und unterem Wert), dass die Gefäße „gealtert“ und wahrscheinlich durch Arteriosklerose verändert sind.

Deshalb sollte man bei einem derartigen Blutdruck nach Risikofaktoren (z.B. erhöhte Blutfette, Rauchen) und Krankheiten (z.B. Diabetes mellitus) suchen, die eine Arteriosklerose begünstigen oder verursachen und diese behandeln. Wenn der obere (systolische) Wert erhöht ist, muss man diesen mit Blutdrucksenkern behandeln.

Normaler Blutdruck nach Absetzen von Blutdrucksenkern?

Frage:
Ich nahm über Jahre Diovan 160 und Beloc-Zok mite. Nach Absetzen der Hormone sank mein Blutdruck, so dass ich mit der jeweils halben Ration gut zurecht kam (130/85 mmHg). Nun muss ich mich gegen Insekten desensibilisieren lassen und nehme deshalb seit 2 Wochen kein Beloc-Zok mite mehr. Mein Blutdruck ist jetzt bei 100/70 mmHg. Wie kann das sein?
von Brieftaube am 06.09.2004 14:26

Experten-Antwort:
Wenn Ihr Blutdruck jetzt immer normal und teilweise mit Werten von 100/70 mmHg sogar sehr niedrig ist, sollten Sie nach Absprache mit Ihrem Hausarzt auch das Diovan absetzen. Dann müssen Sie allerdings den Blutdruck regelmäßig kontrollieren, ob er wieder ansteigt. Es ist aber sehr gut möglich, dass Ihr Blutdruck ohne jedes Medikament normal bleibt und dass Sie überhaupt keinen Bluthochdruck haben. Es gibt drei Möglichkeiten für diese Beobachtung:
1. Ihr damaliger Bluthochdruck war durch die Hormone (orale Kontrazeptiva = „die Pille“ oder Oestrogene) verursacht. Nachdem Sie die Hormone nicht mehr nehmen, ist der Blutdruck wieder normal.
2. In seltenen Fällen kann es bei schwerem Bluthochdruck mit starken Gefäß- bzw. Arterienveränderungen – was bei Ihnen aber vermutlich nicht vorlag – durch eine sehr gute Blutdruckbehandlung zur Normalisierung des Blutdrucks kommen.
3. Sie hatten seinerzeit nur eine vorübergehende Blutdrucksteigeung, z.b. durch eine Nierenerkrankung, oder nur situationsbedingte Blutdrucksteigerungen, z.B. durch Aufregung, Angst vor der Blutdruckmessung, aber keine stabile, dauerhafte Blutdruckerhöhung. Jetzt ist die Nierenerkrrnakung geheilt bzw. Sie haben sich an die Messungen gewöhnt, und es gibt keine situationsbedingte Steigerungen mehr.

Was tun bei mittelschwerer Hypotonie im Alter von 25 Jahren?

Frage:
Ich bin 25 Jahre und habe bei der 24h Messung tagsüber 147 und nachts 138 mmHg. Mein Problem ist eher der diastolische Blutdruck, der in der Regel am Tag bei 95 mmHg liegt, nachts aber auch abfällt. Das EKG ist ohne Auffälligkeiten, die Blutwerte sind bestens und die Nierensonografie ergab keine Besonderheiten. Bei mir besteht ein offenes Weitwinkelglaukom mit einem zu hohen Augeninnendruck.

Meine Mutter und mein Grpßvater haben ebenfalls zu hohen Blutdruck. Ich trinke fast keinen Alkohol und rauche auch nicht. Gelegentlich betreibe ich Kraft- und Ausdauersport.
Mein Arzt hat mir jetzt ein Medikament auf Basis Irbesartan verschrieben, welches mir wegen der geringen Nebenwirkungen auch vertretbar erscheint. Prinzipiell sehe ich mich aber als noch zu jung an, bereits mit Medikamenten zu beginnen. Könnte es noch spezielle Gründe für einen erhöten (diastolischen) Blutdruck geben?
von Mark am 04.09.2004 09:37

Experten-Antwort:
Wenn bei der Langzeitmessung der Blutdruck am Tage zwischen etwa 6 und 22 Uhr 147/95 mmHg beträgt, haben Sie definitionsgemäß keinen milden, sondern einen mittelschweren Bluthochdruck. Da die Normalwerte unter 135/85 mmHg liegen, sind beide Werte, der systolische (obere) und diastolische (untere) Wert erhöht. Nachts im Schlaf liegen oberer und unterer Wert niedriger.

Bei Ihnen besteht eine familiäre Belastung zu Bluthochdruck, so dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine so genannte essentielle Hypertonie handelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Bluthochdruck eine andere, heilbare Ursache hat, ist gering (schätzungsweise 1 bis 4%). Die Standpunkte sind hier unterschiedlich: die einen sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, eine heilbare Ursache zu finden, den Aufwand und die Kosten von Untersuchungen nicht lohnen (man muss schließlich 25 – 100 Patienten untersuchen, um eine heilbare Ursache zu finden). Andere sagen, dass man Im Alter von 25 Jahren diese geringe Chance wahrnehmen und dafür einige Untersuchungen über sich ergehen lassen sollte.

Die Untersuchungen: eine Nierenarterienstenose muss durch Dupplexsonographie bei einem ausgesprochenen Kenner und Experten, zuverlässiger durch eine Nierenangiographie oder eine Angiokernspintomogrpahie (eine Nierensonographie reicht nicht aus), ein Phäochromozytom durch Bestimmung von Adrenalin, Noradrenalin und ihre Abbauprodukte im 24-Stunden-Urin und ein Hyperaldosteronismus durch Bestimmung von Renin und Aldosteron im Blut, evtl. auch eine Aortenisthmusstenose bei einem Kardiologen ausgeschlossen werden.

Die Behandlung sollte nicht-medikamentöse Allgemeinmaßnahmen einschließen: salzarme Koste, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Verzicht auf Konsum größerer Alkoholmengen und körperliche bzw. sportliche Betätigung. Irbesartan ist ein guter Blutdrucksenker, allerdings sollten Sie Ihren Augenarzt fragen, ob Sie nicht durch einen Betablocker zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, d.h. den Blutdruck und den Augeninnendruck senken können.

Wie kommt es zur Blutdruckerhöhung durch Alkohol?

Frage:
Welchen physiologischen Zusammenhang gibt es zwischen dem Verzehr von Alkohol und hohem Blutdruck? Ich weiss nur, dass Alkohol den Blutdruck erhöht, aber ich habe noch keine Literatur gefunden, wo die Zusammenhänge erklärt sind, die durch den Alkohol im Körper ablaufen und so den Blutdruck erhöhen.
von Schlumpf am 02.09.2004 15:10

Experten-Antwort:
Bei Personen, die regelmäßig täglich etwa 60 g Alkohol konsumieren, ist der Blutdruck etwa 5 – 10 mmHg systolisch und 2 – 6 mmHg diastolisch höher und die Häufigkeit der Hypertonie etwa doppelt so hoch wie bei Abstinenzlern.
1. Alkohol enthält viele Kalorien. Wer reichlich Alkohol trinkt, ist häufig übergewichtig. Übergewicht ist eine wichtige Ursache für Bluthochdruck.
2. Aber auch dann, wenn alle bekannten Ursachen für Bluthochdruck, also auch Übergewicht berücksichtigt bzw. ausgeschlossen werden, führt Konsum von Alkohol zum Anstieg des Blutdrucks. Ab einer Menge von täglich 30 g Alkohol gilt: je höher der Konsum, umso höher der Blutdruck. Trotz verschiedener Theorien und zahlreicher experimenteller Studien ist letztlich unklar, über welchen Mechanismus der Blutdruckanstieg zustande kommt.
3. Wenn Personen, die regelmäßig reichlich Alkohol trinken, plötzlich zu trinken aufhören, kommt es für einige Tage zu einem leichten Entzugssyndrom, das mit einer Kreislaufaktivierung, Erhöhung der Pulsfrequenz und Blutdruckanstieg einhergeht.
4. Berechnung der Alkoholmenge: Die Angabe der Alkoholmenge in „Vol%“ auf der Flasche entspricht etwa der Alkoholmenge in Gramm pro 100 ml. Es gilt also folgendes:
Alkoholmenge (in g) in der Flasche = Inhalt in Liter mal Vol % mal 10.
Steht also auf einer Flasche mit 0,75 l Wein „12 Vol%“, so enthält sie 90 g Alkohol (0,75 x 12 x 10 = 90).

Psychische Ursachen für Bluthochdruck?

Frage:
Stimmt es, dass essentieller Bluthochdruck psychische Ursachen hat ?
von theater am 30.08.2004 23:10

Experten-Antwort:
Als „essentiell“ bezeichnet man einen Bluthochdruck, der nicht durch bestimmte Krankheiten (z.B. Hormonstörungen, Nierenerkrankungen) verursacht ist und bei dem in der Regel eine familiäre, erbliche Prädisposition besteht. Diese Veranlagung kann, muss aber nicht notwendigerweise im Laufe des Lebens zu einem Bluthochdruck führen. Die Entwicklung eines Bluthochdrucks wird bei solchen Personen aber begünstigt durch zahlreiche Faktoren, so genannte permissive Faktoren oder Realisationsfaktoren. Dazu zählen Übergewicht, hoher Kochsalzkonsum, starker Alkoholgenuss, Bewegungsmangel, auch psychosoziale bzw. psychische Faktoren und Stress verschiedener Art, wie berufliche Überlastung, finanzielle Sorgen, familiäre Probleme, Zeitdruck, Angst usw.
Also: psychische Faktoren sind nicht die Ursache für einen essentiellen Bluthochdruck, sie können aber bei einer entsprechenden Anlage den Anstoß dazu geben, dass die Krankheit Bluthochdruck auftritt.

Plötzlicher Blutdruckanstieg mit 83 Jahren

Frage:
Meine Mutter (83 J.) hatte über Jahre unbemerkten hohen Blutdruck (220-200/100 mmHg), der mit Medikamenten sehr gut eingestellt wrden konnte (140-160/80 mmHg).
Was uns Sorge macht, ist ein plötzlicher hoher diastolischer Blutdruckwert (180/105-120 mmHg). Woran kann es liegen, dass der “untere” Wert schlagartig angestiegen ist und welche Folgen kann dieser Wert auf den Körper haben?
von Marianne am 29.08.2004 11:39

Experten-Antwort:
Wenn der Blutdruck unter der Behandlung bei 140 – 160/80 mmHg lag und jetzt bei 180/105 – 120 mmHg liegt, sind doch beide Werte im Mittel um jeweils etwa 30 mmHg, nicht nur der untere (diastolische) Wert höher. Falls der Blutdruck wirklich „schlagartig“ und bei wiederholten Messungen um diesen Betrag angestiegen ist, gibt es eigentlich nur drei Erklärungen:
1. Es handelt sich um einen Messfehler, weil anders, mit einem anderen Gerät, an einer anderer Stelle, in anderer Armstellung, mit einem defekten Gerät usw. gemessen wird.
2. Ihre Mutter nimmt die Medikamente nicht mehr wie bisher ein.
3. Es ist plötzlich eine Nierenerkrankung oder eine Nierenarterienstenose aufgetreten. Der Hausarzt kann das durch eine Untersuchung von Kreatinin im Blut und des Urins nachweisen oder ausschließen.

Schwindel bei/nach Bluthochdruck

Frage:
Ich bin 23 und hatte seit einer Woche ständige leichte Schwindelgefühle, bin dann zum Arzt und es wurde ein zu hoher Blutdruck festgestellt. Nach 2 Tagen Einnahme von Betablockern war der Blutdruck wieder normal. Allerdings ist der ständige leichte Schwindel geblieben und mein Arzt sagt, dass ich es weiter beobachten soll. Meine Frage: Ist der ständige Schwindel noch eine Spätfolge vom zu hohen Blutdruck ? Zum Abend hin nimmt er teilweise zu.
von McGyver am 23.08.2004 11:49

Experten-Antwort:
Schwindel ist nur eine Folge des hohen Blutdrucks, wenn dieser bereits lange besteht und eine deutliche Arteriosklerose der Gefäße mit Durchblutungsstörungen verursacht hat. In Ihrem Alter halte ich es für äußerst unwahrscheinlich, dass der Schwindel eine Folge des hohen Blutdrucks ist.

Es kann gut sein, dass Sie gar keinen dauerhaft erhöhten Blutdruck haben, sondern dass nur die Aufregung, die Sorgen und die Angst wegen Ihres Schwindels des Blutdruck hochgetrieben haben. Es ist auch nicht üblich, nach wenigen Blutdruckmessungen sofort ein Medikament zu verordnen. Ich würde Ihnen empfehlen, den Blutdruck ohne Medikamenteneinnahme erst einmal über längere Zeit wiederholt, am besten durch Selbstmessungen zweimal täglich morgens und abends in körperlicher und seelischer Ruhe zu messen, aufzuschreiben und dem Arzt die Werte vorzulegen. Erhöht ist der Blutdruck nur, wenn der Mittelwert aller Messungen über 135/85 mmHg liegt (einzelne Werte dürfen diese Grenze überschreiten).

Schwindel kann viele Ursachen haben, so dass u.U. mehrere Ärzte wie Kardiologe, HNO-Arzt und Neurologe untersuchen müssen. Allerdings wird oftmals trotz vieler Untersuchungen keine Ursache gefunden.

Bluthochdruck und Atmung

Frage:
Nach einer Aterienruptur wegen Blutdruckentgleisung (Fiedler), zum 2. Mal in 10 Jahren, wurde ich nachts auf der Intensivstation von der Schwester geweckt. Ich sollte tief durchatmen, meine Lippen wären schon ganz blau. Auf meine Frage, ob es Atemaussetzer während des Schlafes sein könnten, meinte sie, ich hätte nur zu flach geatmet. Allerdings war mein Hb-Wert wegen des Blutverlustes sehr niedrig (9,1) und aufgrund einer Mischkollagenose bestand sowieso eine Anämie. Jetzt habe ich festgestellt, daß ich tatsächlich flach atme. Kann man etwas an der Atmung willentlich verändern? Autogenes Training? Mein Blutdruck wird mal wieder neu eingestellt, ist aber immer noch viel zu hoch. Ca. 180/100 in Ruhestellung. Vermeide z. Zt.jegliche Anstrengung. Nehme seit 4 Tagen zum Beta-Blocker und ACE-Hemmer noch Eprosartan. Übe mich in Geduld, aber die Angst vor einem Rückfall bleibt.
von Frau, 47Jahre, Normalgewicht am 09.08.2004 22:57

Experten-Antwort:
Man kann zwar die Atmung kurzfristig willkürlich verändern, also stärker oder schwächer atmen, aber auf Dauer erfolgt die Atmung ohne das man das merkt, d.h.völlig unwillkürlich und unbewusst. Das liegt daran, dass sie über sehr feine Mechanismen, in erster Linie über die Konzentration des Kohlendioxyds und des Sauerstoffs im Blut aufs feinste und genaueste nach dem Bedarf geregelt wird.

Nur bei bestimmten Erkrankungen der Lunge, der Atemwege oder des Brustkorbs kann es sein, dass der Patient trotz automatisch verstärkter Atmung zu wenig Sauerstoff und zu viel Kohlendioxyd im Blut hat und deshalb Atemnot verspürt. Das kann der Arzt durch Untersuchung der so genannten „Blutgase“ in Ruhe oder unter Belastung messen.

Wie kommt es zu Blutdruckspitzen?

Frage:
Ich habe im allgemeinen einen niedrigen Blutdruck. Im Laufe des Tages kommt es hin und wieder zu Blutdruckspitzen, so dass ich dann unter starkem Schwindel leide. Die Ursachen der Blutdruckspitzen sind nicht erklärbar. Wenn ich z. B. intensiv Sport treibe, so ist auch nach einer 60-minütigen Belastung keine Veränderung des Blutdrucks erkennbar. Die Blutdruckspitzen hängen also nicht mit körperlichen oder seelischen Belastungen zusammen. Was kann ich tun?
von webby am 07.08.2004 16:45

Experten-Antwort:
Ihre Aussagen zeigen mir, dass Ihre Blutdruckspitzen mit „seelischen“ Belastungen zusammenhängen.
1. Wenn jemand unangenehme Körperempfindungen hat, z.B. Schmerzen, Druckgefühl über dem Brustkorb, aber eben auch Schwindel, dann geht der Blutdruck in die Höhe. Auch das ist mit „seelischen Belastungen“ gemeint. Nicht der hohe Blutdruck macht Schwindel, sondern der Schwindel führt zum Blutdruckanstieg.
2. Der Blutdruck ist nur während der körperlichen Belastung erhöht, sofort nach Ende der Belastung, spätestens nach 3 – 5 Minuten, also in der Regel noch bevor Sie das Blutdruckgerät geholt und angelegt haben, ist er schon wieder unten. Bei vielen Ärzten, vor allem Kardiologen, wird ein Belastungs-EKG gemacht und dabei der Blutdruck gemessen: während der Belastung ist der Blutdruck immer erhöht. Machen Sie einen Test: Legen Sie das Blutdruckmeßgerät an, machen Sie Kniebeugen, bis Sie außer Atem kommen und messen Sie dann sofort. Wenn Sie schnell genug sind, ist der Blutdruck noch erhöht.
3. Wenn Ihr Blutdruck, wie Sie schreiben, „im allgemeinen immer niedrig“ ist, brauchen Sie sich überhaupt keine Gedanken zu machen. Die Blutdruckspitzen sind normal und nicht krankhaft. Sie müssen gar nichts machen, nicht einmal regelmäßig den Blutdruck messen. Wenn Sie messen, dann nur, wenn Sie seit mindestens 5 Minuten in körperlicher Ruhe sind und sich völlig wohl fühlen und keine Beschwerden haben.

Bluthochdruck durch Stress?

Frage:
Bei mir (Nichtraucherin) wurde Bluthochdruck diagnostiziert trotz eines BMI von 20, regelmäßigem Sport und nur geringem Alkoholkonsum, aber hohem beruflichem Stress. Muss ich mich dauerhaft auf Medikamente einstellen (z.Z. Betablocker) oder läßt sich der Hochdruck anders in den Griff bekommen?
von Elli am 04.08.2004 09:56

Experten-Antwort:
Grundsätzlich kann man einen Bluthochdruck haben, auch wenn man normalgewichtig ist, Sport treibt, nicht raucht und nur wenig Alkohol trinkt. Die Frage ist nur, wie zuverlässig der Blutdruck bei Ihnen (in körperlicher und seelischer Ruhe mehrfach nur beim Arzt, oder auch durch Selbstmessung über 2 – 3 Wochen zweimal täglich morgens und abends und/oder durch Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden) gemessen wurde und welche Werte dabei festgestellt wurden. Denn es gibt auch vorübergehende Blutdruckerhöhungen, die normal sind und nicht behandlungsbedürftig sind, z.B. bei seelischen und körperlichen Belastungen, bei Schmerzen, Aufregungen, Ärger, Angst, und eben auch Stress. Es macht wenig Sinn, den Blutdruck während solcher Zustände zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Anderersetis muss der Blutdruck vor der Verordnung von Medikamenten umso häufiger und sorgfältiger gemessen werden, je jünger ein Patient ist und je weniger Risikofaktoren für Bluthochdruck bestehen (wie bei Ihnen).
Wenn der Blutdruck allerdings dauerhaft erhöht ist, muss man – umso sorgfältiger, je jünger der Patient und je höher der Blutdruck ist – nach möglichen Ursachen für den Bluthochdruck suchen (vor allem nach Nierenerkrankungen und Hormonstörungen).
Wenn man keine Ursache findet, die man heilen oder beseitigen kann, muss ein dauerhaft erhöhter Blutdruck in aller Regel zeitlebens behandelt werden.
Eine durch Stress verursachte Blutdruckerhöhung kann man mit Betablockern vorübergehend behandeln, weil sich der Patient meist besser fühlt, die Blutdruckanstiege werden dadurch aber nur wenig beeinflusst.

Was bedeutet “Labiler Blutdruck”

Frage:
Aufgrund eines sehr labilen Blutdruckes (steigt bei jeder Kleinigkeit an, liegt im Ruhezustand unter 120/70, Puls 60) wurde mir Obsidan verschrieben. Ich habe über drei Monate täglich 1/2 bis 1 Tablette genommen.
Ich bin bisher 4 mal wöchentlich 30-40 min. gerannt. Während der Behandlung mit Obsidan habe ich nach ca. 20 min. sportlicher Betätigung starke Schweißausbrüche und muss oft wegen Schwindel das Sportprogramm abbrechen. Ich vermute, das das auf die Einnahme von Obsidan zurückzuführen ist. Ich würde Obsidan gerne absetzen und nur noch nach Bedarf nehmen
Ist sowas denkbar?
von sabine am 03.08.2004 10:02

Experten-Antwort:
Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich (d.h. er ist normalerweise „labil“ und den Begriff „labiler Hochdruck“ verwendet man heute nicht mehr). Schmerzen, Aufregungen, Ärger, Angst, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Schon beim Belastungs-EKG steigt der Blutdruck häufig über 200 mmHg an. Nach kurzer Zeit bzw. wenn die seelische Belastung nachlässt, sinkt er wieder. Es macht wenig Sinn, den Blutdruck während solcher Zustände zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Solche Blutdruckerhöhungen sind natürlich und ungefährlich. Deshalb sollte man den Blutdruck nur in körperlicher und seelischer Ruhe messen.

Mit 120/70 mmHg in Ruhe ist Ihr Blutdruck völlig in Ordnung (er ist erst erhöht, wenn er bei Eigenmessungen im Mittel die Grenze von 135/85 mmHg bzw. bei Arztmessungen von 140/90 mmHg erreicht bzw. überschreitet) und Sie benötigen kein Medikament, auch nicht „bedarfsweise“ oder in „Extremsituationen“. Wahrscheinlich ist Ihre Beobachtung korrekt, dass der Betablocker Propranolol (im Obsidan) bei Ihnen die Nebenwirkungen (zu niedriger Blutdruck, Schwindel und Leistungsminderung) verursacht.

Hoher Puls und Blutdruck bei Aufregung

Frage:
Seit ca. 4 Wochen habe ich (22 Jahre) es mit hohem Puls zu tun. Als es das erste Mal aufgetreten ist, war ich mit der Bahn unterwegs nach Hause und bekam einen kleinen Schock als ich meinen hohen Puls merkte. Anschließend war ich beim Arzt, wo ich dann vor Aufregung auch einen Blutdruck von 150/100 hatte!! Ohne irgendwelche Tests bekam ich einen Betablocker verschrieben, wo ich dann den Blutdruck von 80/60 hatte und ihn absetzte. Heute weiß Ich, dass der hohe Blutdruck nur dann kommt, wenn Ich mich in den hohen Puls reinsteigere. Mein Puls liegt im Ruhezustand bei 80-90. Was kann die Ursache sein? Ich bin Raucher und treibe auch nicht wirklich viel Sport.
von MIMI am 28.07.2004 20:27

Experten-Antwort:
Blutdruck und Puls sind nicht konstant, sondern schwanken in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils erheblich. Auch Aufregungen, Ärger, Angst, Schmerzen, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen Blutdruck und Puls vorübergehend. Bei vielen Menschen sind Puls und Blutdruck auch bei einem Arztbesuch erhöht. Nach kurzer Zeit, wenn die körperliche Anstrengung vorüber ist bzw. die seelische Belastung nachlässt, sinken sie wieder. Es macht wenig Sinn, Blutdruck und Puls während Aufregungen zu messen, weil Sie dann immer zu hoch sind. Blutdruck und Puls sollte man deshalb nur in körperlicher und seelischer Ruhe messen.

Da Ihr Puls in Ruhe 80 – 90/min beträgt, ist alles bestens in Ordnung. Sie benötigen keinen Betablocker. Trotzdem wäre es gut, wenn Sie das Rauchgen beenden und etwas mehr Sport treiben würden.

Jetzt wissen Sie, wann Puls und Blutdruck normalerweise ansteigen und brauchen sich nicht weiter darüber aufregen (das würde nämlich Puls und Blutdruck zusätzlich noch weiter in die Höhe treiben).

Herzinfarkt – eine chronische Erkrankung?

Frage:
Sind Herzinfarkt-Patienten chronisch Kranke? Wird diese Krankheit von jeder Krankenkasse gleich anerkannt?
von Otter am 18.07.2004 12:37

Experten-Antwort:
Die Erkrankung, die zum Herzinfarkt führt, ist die Verkalkung und Verengung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit). Von größter Bedeutung ist, dass man ihr Fortschreiten durch konsequente Behandlung der Risikofaktoren, wie Aufgabe des Rauchens, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Behandlung von Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und einer evtl. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sowie durch körperliche bzw. sportliche Aktivität nach Absprache mit dem behandelnden Arzt verhindert. Manchmal kann man auch den Zustand bessern, z.B. durch eine Dehnung der Herzkranzgefäße oder Einlage einer Gefäßprothese. In der Regel ist die koronare Herzerkrankung aber eine chronische Erkrankung, die von jeder Krankenkasse anerkannt wird.

Der Herzinfarkt ist eine akute Folge bzw. Komplikation der koronaren Herzkrankheit. Es gibt leichte und schwere Herzinfarkte, solche, die Folgen hinterlassen und andere, die das weitere Leben bei gesunder Lebensweise überhaupt nicht beeinträchtigen. Der amerikanische Präsident Johnson hatte z.B. einen Herzinfarkt, bevor er Präsident wurde.

Bluthochdruck durch Stressphase?

Frage:
Vor 4 Wochen bekam ich eine gründliche Herzuntersuchung mit Langzeit-Blutdruckmessung, bei der alles in Ordnung war. Etwa seit dieser Zeit leide ich beruflich und privat unter sehr starkem Stress, so dass vor 1 Woche im Rahmen einer Panikattacke mein Blutdruck auf über 160/100 ging und ich mich nicht mal mehr getraute zu joggen, obwohl das sonst den Blutdruck senkt. Es wechselten Panikattacken mit allgemeinen Aufregungsgefühlen ab, und seitdem ist mein Blutdruck kaum einmal im Normbereich. Vor 4 Tagen fing ich dann mit einem Betablocker an, was aber den Blutdruck nur in Entspannungsphasen normalisiert. Ansonsten habe ich immer noch Werte im Sitzen von etwa 160/95-100. Kann sich der Blutdruck nach solchen Stressphasen wieder (auch ohne Medikamente) normalisieren und sind diese zeitweiligen Blutdruckspitzen ungefährlich?
von Bobbele am 13.07.2004 14:51

Experten-Antwort:
Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Bei Unruhe, Nervosität, Stress, Aufregungen und erst recht bei Panikattacken steigt der Blutdruck ganz erheblich an.

Wenn die Blutdrucklangzeitmessung bei Ihnen normal war, leiden Sie nicht an der Krankheit Bluthochdruck, die man mit Blutdruck senkenden Medikamenten behandeln muss. Vielmehr stehen Sie unter Stress und leiden an Panikattacken, die zur Erhöhung des Blutdrucks führen, d.h. die hohen Blutdruckwerte sind nur ein kurzfristiges, harmloses Symptom bzw. eine Folge dieser Attacken.

Derartige situations- bzw. aufregungsbedingte Blutdrucksteigerungen kann man nicht mit Blutdruck senkenden Medikamenten behandeln. Man muss vielmehr die Ursache, nicht ihre Folgen behandeln. In Ihrem Falle heißt das: man muss versuchen, den Stress abzubauen und die Panikattacken zu behandeln, dann verschwinden auch die Bluthochdruckerhöhungen. Mit Betablockern kann man zwar versuchsweise vorübergehend Stresssituationen lindern und auch Panikattacken behandeln. Im wesentlichen erfolgt bei entsprechendem Leidensdruck die Behandlung aber mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden. Viel wichtiger: gerade in solchen Situtationen sollten Sie eher mehr als weniger Sport treiben. Das hilft der Seele und dem Körper.

Ursache für Bluthochdruck schon im Jugendalter

Frage:
Ich (27 Jahre, 173cm/54kg, Nichtraucherin, kein Alkohol, sportlich aktiv, relativ gesunde Ernährung) hatte immer einen niedrigen, ab dem Abitur vor 10 Jahren aber erhöhten Blutdruck. Ich bin schon zweimal eingestellt worden. Dies hat meine Werte allerding nur von ca. 180/120 auf 150/110 gesenkt. Seit 1 1/2 Jahren habe ich keine Medikamente mehr genommen, fange jetzt aber mit Aprovel wieder an.
Meine Blut- und Urinuntersuchungen haben nie etwas ergeben und auch der Internist hat nichts rausgefunden (Nieren und Herz in Ordnung). In meiner Verwandtschaft gab es noch nie hohen Blutdruck, eher nur zu niedrigen. Gibt es noch andere Untersuchungsmöglichkeiten, um eine Ursache festzustellen oder muß ich mich einfach damit abfinden?
Ist eine Schwangerschaft ein sehr hohes Risiko?
Kann ich sonst irgendetwas tun, um selbst den Blutdruck zu senken?
von Giraffe am 09.07.2004 07:59

Experten-Antwort:
In Ihrem Alter sollte vor Beginn der Behandlung auf jeden Fall durch eine Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden festgestellt werden, ob überhaupt und wie stark Ihr Blutdruck erhöht ist. Bei Messungen in der Arztpraxis und auch bei Selbstmessungen könnte ein Aufregungshochdruck (auch Praxishypertonie, Weißkittelhypertonie oder Sprechstundenhochdruck genannt), der nicht behandelt werden muss, mit einem Dauerhochdruck verwechselt werden.
Wenn der Blutdruck tatsächlich in einem so jungen Alter von 17 Jahren erhöht ist und in der Familie derartiges nicht bekannt ist, muss man äußerst sorgfältig nach Ursachen für einen erhöhten Blutdruck suchen, die man heilen kann oder spezifisch behandeln muss. Folgende Ursachen müssen sicher ausgeschlossen werden.
• eine Nierenerkrankung (offenbar bei Ihnen bereits gemacht)
• eine Nierenarterienstenose bzw. eine fibromuskuläre Dysplasie der Nierenarterien
• ein primärer Hyperaldosteronismus durch Renin- und Aldosteronbestimmung
• ein Phäochromozytom durch Bestimmung verschiedener Katecholamine im 24-Stunden-Sammelurin
• eine Aortenisthrmusstenose (am besten durch einen Kardiologen)
Wenn diese Ursachen ausgeschlossen sind, muss man den Bluthochdruck mit Medikamenten behandeln. Allgemeinmaßnahmen (salzarme Kost, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Senkung des Alkoholkonsums auf unter 30g/Tag und regelmäßige körperliche Aktivität) sind bei Ihnen – evtl. mit Ausnahme einer salzarmen Kost – schon ausgeschöpft.
Bluthochdruck erhöht bei einer Schwangerschaft das Risiko für Mutter und Kind. Vor einer geplanten Schwangerschaft müssen Sie die Problematik unbedingt mit Ihrem Hausarzt / Internisten und Frauenarzt besprechen.

Hochdruck durch die “Pille”

Frage:
Meine Tochter (20) hat durch die Einnahme der Pille
starken Bluthochdruck bekommen. Nach Absetzen der Pille ist er auf Normalwerte zurückgegangen. Sollte sie jetzt ganz auf die Pille als Verhütungsmittel verzichten oder kann sie auf ein anderes Präparat umsteigen?
von Brigitte am 05.07.2004 15:03

Experten-Antwort:
1. In derartigen Fällen muss die erste Frage lauten: Ist die Einnahme der „Pille“ wirklich notwendig bzw. erwünscht oder kann man darauf auch verzichten? Dabei sollte man u.a. berücksichtigen, das es Verhütungsmethoden auch für den Partner gibt.
2. Wenn eine Empfängnisverhütung erfolgen soll bzw. muss, sollte Ihre Tochter mit einem Frauenarzt besprechen, ob es eine andere Form der Empfängnisverhütung gibt. Evtl. kommt auch ein Versuch mit einer „Pille“ in Betracht, in der andere Hormone enthalten oder niedriger dosiert sind, so dass es nicht zu einem Bluthochdruck kommt.
3. Die letzte und schlechteste Alternative ist die Einnahme der Pille und die Behandlung des Bluthochdrucks mit Blutdrucksenkern.

Bluthochdruck durch die “Pille…

Frage:
Ich bin 28 und habe seit gut einem Jahr hormonelle Schwierigkeiten (zu häufige/starke Monaastsblutungen) und bekam die Pille verschrieben. Nach Schwierigkeiten mit Zwischenblutungen und Pillenwechsel klappt es nun ganz gut. Im letzten Monat habe ich die Regel um 10 Tage verschoben und nun am Tag der eigentlichen Regelblutung Zwischenblutungen und einen Blutdruck von 135/100 bekommen (sonst 120/80). Kann hier ein Zusammenhang bestehen?
von Sibi am 16.06.2004 13:21

Experten-Antwort:
Orale Kontrazeptiva („Pille“) können in seltenen Fällen zu einer Erhöhung des Blutdrucks und sogar zu einem Bluthochdruck führen. In Ihrem Fall sollte man folgendermaßen vorgehen:
1. Da Sie immer einen völlig normalen Blutdruck hatten, muss zunächst einmal durch häufig wiederholte Blutdruckmessungen beim Arzt oder durch 2 – 3-wöchige Eigenmessung zweimal täglich morgens und abends, evtl. durch eine Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden festgestellt werden, ob Ihr Blutdruck wirklich dauerhaft erhöht ist.
2. Wenn der Blutdruck erhöht ist, muss Ihr Frauenarzt entscheiden, ob es eine andere Möglichkeit für die Behandlung Ihrer hormonellen Störungen gibt und ob man die „Pille“ absetzen kann. Wenn diese tatsächlich für die Blutdruckerhöhung verantwortlich war, muss der Blutdruck 3 – 6 Monate nach dem Absetzen wieder normal sein. Andernfalls muss man nach einer anderen Ursache des Bluthochdrucks suchen und Sie könnten das Hormonmittel wieder einnehmen.
3. Wenn es keine andere Behandlungsmöglichkeit gibt, müssen Sie zusammen mit Ihrem Frauenarzt den Nutzen (wie stark sind Ihre Beschwerden und wie gut hat das Hormonpräparat Ihnen geholfen?) gegen die Nachteile (Blutdruckanstieg mit der Notwendigkeit, zusätzlich Blutdrucksenker einnehmen zu müssen; evtl. andere Nebenwirkungen) des Medikamentes gegeneinander abwägen.

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Bluthochdruck und Hormonbehandlung

Frage:
1992 wurde die Diagnose “Bluthochdruck” gestellt. Ich bekam Concor 5 und Nifedippin 20, je 1/Tag. Ich bin familiär vorbelast. 1992 hatte ich die Pille, die ich 1999 absetzte. Nach 1/2 Jahr sank der Blutdruck in Ruhe auf 110/60. So wurde das Nifedipin abgesetzt. Im Jahre 2000 wurde Eierstockzysten per Not-OP entfernt. Nun habe ich 3 Zysten und wieder eine Hormonbehandlung. Seit ich wieder Hormone (zuerst Diane 35, nun Neo-Eumomin) nehme, ist der Blutdruck wieder angestiegen auf 160/105. Mein Hausarzt gab mir einen anderen Blutdrucksenker (Amlodipin 10). Ich vertrug es gut, der Blutdruck sank nach wenigen Tagen wieder. Der Hausarzt isst gegen eine Hormonbehandlung, der Gynäkologe nicht. Wie ist ihre Meinung zur Hormonbehdlung?
von Wallhalla am 05.06.2004 15:01

Experten-Antwort:
Die Hormone, die in der „Pille“ (orale Kontrazeptiva) und in Medikamenten wie Diane-35 und Neo-Eunomin enthalten sind, können bei bestimmten Frauen in seltenen Fällen einen Bluthochdruck bei familiärer Belastung auslösen oder einen bestehenden Bluthochdruck verstärken. Ihre Beobachtung, dass Ihr Blutdruck nach Einnahme derartiger Medikamente steigt und nach dem Absetzen wieder sinkt, spricht dafür, dass Sie zu diesem Personenkreis zählen und eine derartige Hormon bzw. Östrogen assoziierte Hypertonie entwickeln.

In einem derartigen Fall muss man sehr sorgfältig den Nutzen und den Nachteil einer Hormonbehandlung gegeneinander abwägen. Das ist oft nicht einfach. Wie Sie selbst beobachten, sind Hausarzt und Frauenarzt unterschiedlicher Meinung. Sie sollten deshalb Ihren Frauenarzt bitten, ihnen genau zu erklären, welche Folgen ein Verzicht auf die Einnahme von Hormonen hat, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass solche Nachteile auftreten, und wie schwerwiegend sie sind. In einem solchen Fall sollte sich der Patient ein eigenes Urteil bilden und über die Behandlung mitentscheiden.

Ursache von Kopfschmerzen

Frage:

Seit ca. 2 Jahren habe ich mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Vor 1 Jahr wurde ich an den Nasenscheidewänden operiert, allerdings ohne Erfolg. Es plagen mich immer noch permanente stechende Schmerzen, vor allem über den Augen.
Die Ärzte sind ratlos. Kann es sein, dass dies mit Bluthochdruck oder Augenüberdruck zusammenhängt? Können Sie mir einen Therapievorschlag unterbreiten?
von Tatanka am 04.06.2004 11:10

Experten-Antwort:

Weil sowohl Kopfschmerzen als auch Bluthochdruck sehr häufig sind, treffen beide manchmal bei Patienten zusammen, ohne dass das eine das andere verursacht. Bei Bluthochdruck kommen aber wahrscheinlich Kopfschmerzen häufiger vor als bei Personen mit normalem Blutdruck. Wenn der Blutdruck aber über einige Monate gut eingestellt bzw. unter Behandlung wieder normal ist, verschwinden Kopfschmerzen, die durch den Bluthochdruck entstanden sind. Wenn Sie also erhöhten Blutdruck haben, sollten Sie ihn gut behandeln lassen.
Ein erhöhter Augeninnendruck kann zu Kopfschmerzen führen. Den erhöhten Augendruck kann der Augenarzt gut erkennen, genau messen und behandeln, so dass auch diese Ursache beseitigt werden kann.
Bedenken Sie aber: Kopfschmerzen sind sehr häufig und haben zahlreiche Ursachen. Es kommt immer wieder vor, dass man trotz gründlicher Untersuchungen keine Ursache findet.

Schneller Puls und Bluthochdruck

Frage:

Meine Tochter (32 J.) hat seit einem Jahr Hashimoto. Sie mißt täglich ihren Blutdruck, der meistens um die 125/75 ist. Aber zwei bis drei mal im Monat (und dies ohne Grund) bei Ruhezustand bekommt sie plötzlich Herzrasen. Wenn sie dann den Blutdruck mißt, ist dieser bei 160/90 oder 100 und der Puls ist dann meistens bei 110. Woran kann das liegen ? Sie wurde schon untersucht, ein EKG usw. gemacht, aber es wurde nichts gefunden. Warum kann der Blutdruck auf einmal so ansteigen ?
von crisi100 am 02.06.2004 20:52

Experten-Antwort:

Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Schmerzen, aber auch Aufregungen, Ärger, Angst, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Nach kurzer Zeit bzw. wenn die seelische Belastung nachlässt, sinkt er wieder. Es macht wenig Sinn, den Blutdruck während Aufregungen zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Deshalb sollte man den Blutdruck nur in körperlicher und seelischer Ruhe messen.
Bei Ihrer Tochter bedeutet der schnelle Puls (100 bis 110 ist noch kein Herzrasen), dass sie sich nicht im körperlichen oder seelischen Ruhezustand befindet (es gibt einen Grund, nur haben Sie ihn noch nicht herausgefunden). Deshalb ist auch der Blutdruck erhöht. Solche gelegentlichen Blutdrucksteigerungen sind normal und harmlos. Der Blutdruck Ihrer Tochter liegt ja sonst immer um 125/75 mmHg und ist damit völlig normal. Bei diesem Blutdruck muss man nicht täglich kontrollieren. Es reicht aus, wenn Ihre Tochter jedes halbe Jahr einmal eine Woche lang überprüft, ob sich der Blutdruck verändert hat.

Bluthochdruck im Alter von 26 Jahren?

Frage:

Ich habe seit über einem Jahr einen Blutdruck von 170/110 mmHg. Ich bin nicht übergewichtig und rauche sehr wenig. die Nierenarterien wurden “geröngt”, alles ok. Kann dies eine vorübergehende Erkrankung sein oder gibt es noch andere Ursachen? Ich möchte mit 26 keine Tabletten nehmen.
von Nicknack am 31.05.2004 17:24

Experten-Antwort:

Die Frage, ob Sie mit 26 Jahren wirklich Blutdrucksenker einnehmen müssen, kann man wie folgt überprüfen:
1. Besteht wirklich ein dauerhaft erhöhter Blutdruck oder nur ein vorübergehender, evtl. durch äußere Umstände bedingter Hochdruck, z.B. eine sogenannte Praxishypertonie, die nicht behandelt werden muss? Falls noch nicht gemacht, sollten Sie unbedingt zwei bis drei Wochen den Blutdruck selbst morgens und abends regelmäßig zu den gleichen Zeiten messen und aufschreiben. Eine andere Möglichkeit ist die Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden. Die Normalwerte finden Sie in der „Kategorie: Blutdruckmessung“ unter dem Thema „Normalwerte des Blutdrucks“ (http://www.bluthochdruck-patienten.de/forum/).
2. Wenn der Blutdruck bei diesen Messungen ehöht ist, muss man – besonders in Ihrem jugendlichen Alter – zuerst nach einer Ursache des Bluthochdrucks suchen. Aufgrund Ihrer Angaben vermute ich, dass durch eine Angiographie mit Röntgenuntersuchung bzw. durch eine Kernspinangiographie eine Nierenarterienverengung zuverlässig ausgeschlossen wurde. Man muss aber auch nach einer Nierenerkrankung, einer Hormonstörung (Bestimmung von Renin, Aldosteron und Katecholaminen). und einer Gefäßanomalie an der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose) als mögliche Ursachen suchen.
3. Wenn keine heilbare Ursache gefunden wird und der Blutdruck dauerhaft erhöht ist, müssen Sie sehr wahrscheinlich lebenslang Blutdrucksenker einnehmen. Auf jeden Fall muss man aber auch versuchen, mit Allgemeinmaßnahmen wie Gewichtsabnahme bei Übergewicht (entfällt bei Ihnen), salzarme Kost, körperliche Aktivität und Verzicht auf reichlich Alkoholkonsum den Blutdruck zu senken oder gar zu normalisieren bzw. Medikamente einzusparen.

Bluthochdruck unter Belastung

Frage:

Ich habe vor kurzem einen Belastungstest beim Arzt auf dem Ergometer durchgeführt. Bei 300 Watt und 160 Puls wurde der Test abgebrochen wegen 245 Blutdruck. Mein Blutdruck in Ruhe ist eigentlich ganz normal ca. 130. Das EKG ist ok. Ich bin 39 J. alt, 84kg, bei 193 cm, Nichtraucher und trainiere ca. 3 mal pro Woche intensiv. Der Ruhepuls ist 52.
Gibt es so etwas wie einen Belastungsbluthochdruck ? Ursachen ? Behandlungsmöglichkeiten ?
von badesalz am 27.05.2004 10:01

Experten-Antwort:

Bei körperlichen Anstrengungen steigt der Blutdruck teils ganz erheblich an. Dabei hängt die Höhe des Anstiegs in erster Linie vom Ausmaß der Belastung ab (300 Watt sind eine beachtliche Leistung!). Auch die Art der Belastung spielt eine Rolle: der Anstieg ist bei statischen Belastungen (heben, drücken, tragen, etwa Gewichtheben) stärker als bei dynamischen Belastungen (z.B. Laufen). Es gibt also einen Belastungshochdruck. Dieser ist nicht nur normal, sonders er wird sogar benötigt, damit alle an der Leistung beteiligten Organe den nötigen Sauerstoff erhalten.
Weil dieser „Belastungshochdruck“ normal und nicht krankhaft ist, wird er nicht behandelt. Eine durch Medikamente erzwungene Blutdrucksenkung würde nur dazu führen, dass der betreffende die gewohnte Leistung nicht mehr bringen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass der Blutdruck in Ruhe normal ist.
Personen, die bei Anstrengungen einen überhöhten Blutdruckanstieg haben, entwickeln im Verlauf von Jahren häufig einen Bluthochdruck auch in Ruhe, der dann natürlich behandelt werden muss.

Was ist essentielle Hypertonie?

Frage:

Mein Sohn ist 12 Jahre alt und hat essentiellen Hochdruck. Was ist damit gemeint? Alle Untersuchungen im Krankenhaus waren negativ. Er wird nächste Woche medikamentös eingestellt. In der Familie hat keiner bluthochdruck. Er hat bei 160cm ein Gewicht von 72 kg. Kann sich der Hochdruck bei Gewichtsreduzierung wieder geben?
von bär am 26.05.2004 16:18

Experten-Antwort:

Wenn ein Bluthochdruck durch eine Nierenerkrankung, eine Hormonstörung, eine Anomalie an den Blutgefäßen oder eine andere Störung verursacht wird, handelt es sich um eine sekundäre Hypertonie. Wird aber trotz gründlicher Untersuchungen keine Ursache gefunden, spricht man von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Wenn im Krankenhaus alle Untersuchungen „negativ“ waren, dann ist damit gemeint, dass man bei Ihrem Sohn keine Ursache gefunden hat. Häufig, aber keineswegs immer, besteht dann eine gewisse Veranlagung zu hohem Blutdruck in der Familie.
Bei einem Gewicht von 72 kg und einer Größe von 160 cm hat Ihr Sohn Übergewicht, das hohen Blutdruck begünstigt oder auslösen kann. Durch Gewichtsabnahme kann der Blutdruck sinken oder sogar wieder normal werden. Sie sollten Ihrem Sohn dringend dazu raten und Sie selbst können dabei helfen, indem Sie ihm eine kalorienarme, insbesondere fettarme Kost anbieten.

Hoher und niedriger Blutdruck

Frage:

Seit einiger Zeit wird mir schon nach 2 Minuten Stehen schwindlig, so dass ich umherlaufen muss. Mein Blutdruck ist dann jedesmal niedrig (91-96/62-65 mmHg), der Puls über 110. Ausserdem kann ich mich kaum mehr zu belasten (joggen, fitness), da ich sofort ausser Atem und total erschöpft bin und mir schwarz vor Augen wird.
Schon bei leichten Belastungen (2x 17 Stufen rauf und runter; Staubsaugen) steigen mein Blutdruck auf 223/99 bzw. 161789, mein Puls auf 135 bzw. 102 an. Ich leide besonders abends und nachts unter Pulsrasen (bis zu 110), da ich innerlich total nervös und aufgewühlt dann bin.
Mein normaler Blutdruck liegt meist zwischen 128 – 155/87 – 99 mmHg, der Puls meist bei 94-98, manchmal auch über 100.
von Fragende am 25.05.2004 17:26

Experten-Antwort:

Besonders bei jungen, schlanken (asthenischen) Frauen besteht manchmal ein niedriger Blutdruck. Bei ruhigem Stehen kann der Blutdruck weiter abfallen, so dass Müdigkeit, Schwindel, ja sogar Ohnmachtsanfälle auftreten können. Der Puls steigt dabei an. Bei niedrigem Blutdruck ist die körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Bei Anstrengungen steigt der Puls besonders stark an. Auch wenn der Blutdruck in Ruhe oder im Stehen zu niedrig ist, kann er bei Anstrengungen oder Aufregungen bzw. bei Nervosität ansteigen.
Aufgrund Ihrer Schilderungen kann man vermuten, dass bei Ihnen etwas derartiges vorliegt. Meist handelt es sich um einen Anlage bedingten niedrigen Blutdruck (konstitutionelle Hypotonie). Weil manchmal aber auch bestimmte Erkrankungen, z.B. des Herzens, des Kreislaufs, der Hormone (Nebenniere, Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse) dies verursachen können, muss unbedingt eine gründliche ärztliche Untersuchung erfolgen.

Blutdruck und Schwindel

Frage:

Ich nehme seit ca. 3 Monaten den Betablocker Metroprolol 50 jeweils 1 Tabl. morgens. Mein Arzt hat mir diese verschrieben, weil ich öfter erhöhte Werte hatte (150/90 oder 160/100). Gleichzeitig hatte ich starken Schwindel. Bei einer Langzeitmessung war eigentlich alles ziemlich im Rahmen. Folgende Untersuchungen wurden ohne Befund durchgeführt: EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruck, 24-Stunden-Urin, Blutbild, Nierendoppler. Beim Kardiologen wurde ein Ultraschall gemacht. Alles ohne Auffälligkeiten.
Mein Problem ist: der Schwindel ist jetzt wieder stärker, der Blutdruck bei Selbstmessung meist 140/95 oder 150/90. Komisch ist nur, wenn ich am Wochenende bei völliger Ruhe messe, dann sind die Werte bei 135/80 oder 135/85. Wie kommt das ?
Trotzdem habe ich dann Schwindel. Beim Neurologen war ich auch schon, ohne Befund. Mein Arzt will mich langsam auf die Psycho-Schiene schieben. Wenn ich stehe, dann wackelt der Boden , eine Art Drehschwindel. Was kann ich tun?
von Franky am 18.05.2004 21:27

Experten-Antwort:

Die endgültige Entscheidung darüber, ob der Blutdruck normal oder erhöht ist, ergibt die Blutdrucklangzeitmessung. Wenn diese bei Ihnen ein normales Ergebnis gebracht hat, ist alles in Ordnung. Wenn die Langzeitmessung vor der Behandlung mit Metoprolol war, haben sie keinen Hochdruck, wenn sie nach Beginn der Behandlung erfolgte, haben Sie erhöhten Blutdruck, der aber nun mit Metoprolol gut behandelt ist.
Da Sie von Ihrem Hausarzt, einem Kardiologen und einem Neurologen untersucht wurden und dabei nichts gefunden wurde, muss ich – ohne Kenntnis der Einzelbefunde – davon ausgehen, dass ein erhöhter Blutdruck und evtl. Folgen nicht die Ursache des Schwindels sind. Wenn keine Ursache gefunden wurde, bedeutet dass nicht unbedingt, dass er psychisch bedingt ist. Im übrigen sind psychisch bedingte Beschwerden und Erkrankungen genau so ernst zu nehmen wie körperliche Ursachen. Eine psychische Ursache darf auf keinen Fall als diskriminierend empfunden werden.
Ü brigens: Wenn der Schwindel nur im Stehen auftritt und nicht im Liegen, sollte der Blutdruck auch einmal im Stehen mehrfach hintereinander 10 Minuten lang gemessen werden. Es könnte nämlich sein, dass der Blutdruck im Stehen absinkt und den Schwindel verursacht.

Sport: niedriger Puls und hoher Blutdruck

Frage:

Trainiere derzeit 20-25 Stunden/Woche (Schwimmen, Radfahren, Laufen, 7.Triathlonsaison), ich habe aber seit ~2 Monaten einen erhöhten Blutdruck, zugleich einen niedrigen Puls 135-145/90-95 bzw. 45-50
(Ruheblutdruck bzw. Puls). Was könnte ihrer Meinung nach der Grund sein ?
von Triathlet am 08.04.2004 19:38

Experten-Antwort:

1. Bei Personen, die Leistungssport mit regelmäßigem Dauertraining oder Ausdauersportarten ausüben, ist der Puls langsam. Bei den von Ihnen genannten Sportarten und einer Dauer von 20 – 25 Stunden pro Woche ist ein Puls von 45 – 50/min völlig normal. Ich kenne Sportler (Marathonläufer, Radrennfahrer) mit Pulswerten unter 30/min. Trotzdem hoffe ich, dass ein EKG bereits gemacht wurde oder nachgeholt wird, und einen regelmäßigen Sinusrhythmus zeigt.
2. Sport verursacht keinen Bluthochdruck, vielmehr wird sportliche Betätigung zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks empfohlen. Ob und wie stark Ihr Blutdruck erhöht ist, hängt von der Meßmethode ab. Ein Blutdruck ist erhöht, wenn der Mittelwert aus möglichst vielen Messungen beim Arzt >=140/90 mmHg, bei Eigenmessungen durch den Patienten >=135/85 mmHg ist. In bestimmten Fällen wird zusätzlich eine Blutdruckmessung über 24 Stunden durchgeführt. In jedem Fall liegt Ihr Blutdruck an der Grenze zwischem normalem und erhöhten Blutdruck bzw. ist nur leicht erhöht. Nach den internationalen Empfehlungen wird man zunächst versuchen, den Blutdruck ohne Medikamente, d.h. durch Gewichtsabnahme bei Übergewicht, salz- und fettarme Ernährung mit viel Gemüse und Obst und Reduktion des Alkoholkonsums zu senken. Erst wenn das nach 6 – 12 Monaten nicht zu einer Normalisierung des Blutdrucks führt, müssen Sie Medikamente einnehmen.

Bluthochdruck trotz gesunder Lebensweise und Sport

Frage:

Seit ca. 20 Jahren habe ich Bluthochdruck, zum Teil über 160/95 mmHg. Seit über 15 Jahren betreibe ich Laufsport, habe kein Übergewicht, trinke nur mässig Alkohol, mache zwei mal im Jahr Marathon. Mein Internist hat mich auf den Kopf gestellt ( Blut, Urin über 24 Std. , Dauermessung ). Organisch ist alles in Ordnung. Gibt es jemanden in ähnlicher Situation ? Was tut Ihr dagegen ?
von ThomasThe Runner am 01.04.2004 14:58

Experten-Antwort:

Auch wenn man noch so gesund lebt, kann man krank werden. Dann kann man sich kein persönliches Verschulden vorwerfen, vielmehr ist das schicksalhaft, manchmal liegt es auch an den Erbanlagen. Bluthochdruck kann, muss aber nicht „in der Familie“ liegen. Das kann man vermuten, wenn ein oder beide Elternteile, vielleicht auch andere Verwandte hohen Blutdruck haben.
Da Ihr Internist Sie gründlich untersucht hat und offenbar auch bei der Blutdrucklangzeitmessung über 24 Stunden einer erhöhten Blutdruck festgestellt hat, muss eine Behandlung erfolgen. Die nicht-medikamentösen Maßnahmen scheinen aufgrund Ihrer Schilderung ausgeschöpft: sie haben kein Übergewicht, treiben Sport und trinken nur wenig Alkohol. Vielleicht können Sie noch eine salzarme Kost einhalten. Wenn Sie das schon machen oder eine solche Diät innerhalb von 3 Monaten nicht zum Ziel führt, müssen Sie einen Blutdrucksenker nehmen. Wegen Ihres Leistungssports kommen am ehesten ACE-Hemmer, AT1-Blocker oder Kalziumantagonisten in Betracht, weniger Betablocker oder Diuretika.

Blutdruckanstieg trotz Blutdrucksenkern

Frage:

Ich war Anfang Februar krank und bin befördert worden, seitdem steigt mein Druck bei Einnahme der Medikamente (Physiotens 0,2, Arelix 6mg) anstatt zu sinken. Woran kann das liegen und was kann ich dagegen machen?
von Tommy am 14.03.2004 00:49

Experten-Antwort:

Für den Blutdruckanstieg trotz Einnahme von Blutdrucksenkern gibt es bei Ihnen prinzipiell drei mögliche Ursachen:
1. Ihre Lebenssituation hat sich durch die Beförderung verändert. Wahrscheinlich haben Sie wichtigere Aufgaben und mehr Verantwortung übernommen, Sie sind mehr gefordert, evtl. fühlen sie sich überfordert. Das bedeutet Stress, der den Blutdruck erhöhen kann.
2. Wenn die Erkrankung Anfang Februar eine Nierenerkrankung war oder eine andere Erkrankung mit Nierenbeteiligung, kann dadurch der Blutdruck angestiegen sein.
3. Es kann auch sein, dass der Anstieg gar nichts mit den vor genannten Ursachen zu tun hat. Im Laufe der Jahre bzw. mit zunehmendem Alter kann sich ein Bluthochdruck verschlimmern, so dass die bisherige Behandlung nicht mehr ausreicht. Auch andere Ursachen, z.B. Gewichtszunahme, salzreiche Ernährung, starker Alkoholkonsum können den Bluthochdruck verstärken.
Wenn keine Ursache, die man beseitigen oder behandeln kann, gefunden wird, sollte man in Ihrem Fall die Behandlung ändern (z.B. einen ACE-Hemmer, einen AT1-Rezeptorblocker, einen Betablocker oder einen Kalziumantagonisten statt Physiotens), evtl. sogar ein drittes Medikament einnehmen.

Plötzlich Bluthochdruck

Frage:

Ich bin 37, alleinerziehend, Raucherin. Bisher hatte ich immer Blutdruckwerte so um 120/75 – also super. Seit ein paar Tagen geht es mir schlecht und die Hausärztin stellt fest, dass ich plötzlich Werte so um 165/111 habe. Ich leide dadurch an Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und körperlicher Schwäche. Seit 2 Tagen halte ich Bettruhe ein, also kein Stress, keine Aufregung u.s.w. – nehme 1/2 Tabl. Betablocker tägl. und trotzdem keine Besserung. An was kann das liegen ? Was kann ich noch dagegen tun ?
von Petra am 13.03.2004 11:40

Experten-Antwort:

Wahrscheinlich haben Sie aufgrund irgendeiner körperlichen oder seelischen Ursache, z.B. Virusinfekt oder privaten bzw. beruflichen Belastungen Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, körperliche Schwäche und den Bluthochdruck entwickelt. Eher unwahrscheinlich ist, dass der hohe Blutdruck zuerst da war und die genannten Beschwerden verursacht hat.
Wenn Sie keine anderen Herzkreislaufkrankheiten und keine Zuckerkrankheit haben, ist überhaupt keine Eile geboten. Sie sollten in den nächsten 8 – 12 Wochen den Blutdruck mehrfach kontrollieren lassen. Bei konstant erhöhten Werten wird Ihre Ärztin eine Blutdrucklangzeitmessung veranlassen und dann entscheiden, ob der Blutdruck erhöht ist, welche Untersuchungen (aufgrund Ihres niedrigen Alters) erforderlich sind und ob der Bluthochdruck allein mit Allgemeinmaßnahmen oder zusätzlich mit Blutdrucksenkern behandelt werden muss.
Allerdings sollte man bei den von Ihnen genannten Beschwerden eine Nierenerkrankung als mögliche Ursache der plötzlichen Blutdruckerhöhung sofort ausschließen (im Urin kein Eiweiß und keine roten Blutkörperchen; im Blut Normalwert für Kreatinin).

Bluthochdruck bei Kindern

Frage:

Meine Tochter ist 7. Wie hoch darf ein Blutdruck bei Kindern in diesem Alter sein und was könnte es für Ursachen geben?
von Heike am 07.03.2004 20:06

Experten-Antwort:

Eine Beurteilung des Blutdrucks kann nicht anhand einer einzelnen Messung, sondern nur anhand von mehrfachen Messungen an verschiedenen Tage, evtl. durch Verlaufskontrollen erfolgen.
1. Der Blutdruck wird im Wachstumsalter anhand der Körpergröße beurteilt. Er gilt als erhöht, wenn er dauerhaft oberhalb der 95. Perzentile ist. Diese Grenze liegt bei einer 7-jährigen, die etwa 125 cm groß ist, bei etwa 120 – 125 / 70 – 75 mmHg. Wenn dieser Wert überschritten wird, sollte man mit dem Kinderarzt über mögliche, nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie Gewichtsabnahme bei Übergewicht, körperliche bzw. sportliche Betätigung sprechen.
2. Untersuchungen auf eine mögliche Ursache des erhöhten Blutdrucks und eine evtl. Behandlung mit Medikamenten erfolgt aber erst, wenn der Blutdruck aufgrund wiederholter Messungen bei 6 – 11-jährigen über 135/80 mmHg liegt.
3. Im Kindesalter ist der Blutdruck nur selten erhöht. Ursachen können neben erblicher Veranlagung vor allem verschiedene Nierenerkrankungen, Hormonstörungen oder Anomalien an Blutgefäßen sein (an der Hauptschlagader, an den Nierenarterien).

Oberer Wert hoch, unterer Wert niedrig

Frage:

Seit einiger Zeit fällt mir auf, dass meine systolischen Werte eher etwas zu hoch sind (115-140). Die diastolischen dagegen sind sehr niedrig ( 50-65). Woran kann das liegen bzw. was würden sie empfehlen?
von jörg am 22.02.2004 23:25

Experten-Antwort:

Die häufigste Ursache für eine Erhöhung der oberen (systolischen) Werte bei normalen oder niedrigen unteren (diastolischen) Werten ist eine Abnahme von Dehnbarkeit und Elastizität der Hauptschlagader und der großen Arterien. Das ist eine typische Alterserscheinung und kommt in der Regel jenseits des 60. – 70. Lebensjahres vor. Deshalb wird diese Form des Bluthochdrucks, die isolierte, systolische Hypertonie, häufig auch als “Altershochdruck” bezeichnet.
Andere Ursachen für eine isolierte systolische Hypertonie, die auch im jüngeren Lebensalter auftreten, sind verschiedene Formen des „Volumenhochdrucks“, z.B. bei Überfunktion der Schilddrüse oder bei bestimmten angeborenen (Ductus Botalli, aortopulmonales Fenster) oder erworbenen Herzfehlern wie Aortenklappenfehlern (z.B. Aortenklappeninsuffizienz).
Bei Ihnen ist die Differenz zwischen oberem und unterem Wert, der Pulsdruck, deutlich erhöht. Was Sie tun müssen, hängt also wesentlich von Ihrem Alter ab: wenn Sie jung sind, müssen Sie sich gründlich untersuchen lassen. Wenn Sie älter sind, ist erst ein systolischer Wert über 135 mmHg als Mittelwert aus vielen Messungen erhöht und sollte behandelt werden. Allerdings sollten Sie dann gleichzeitig auch evtl. bestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren wie erhöhte Blutfettwerte und eine Zuckerkrankheit sorgfältig behandeln und das Rauchen aufgeben.

Blutdruckanstieg und Beschwerden

Frage:

Ohne erkennbare Ursachen schnellt mein Blutdurck hoch auf ca. 180/120, verbunden mit Übelkeitgefühl, blasser Haut und Panikgefühl. Ich nehme Obsidan und Norvasc. Der Anstieg verschwindet nach ca 2 Std., meist nach zusätzl. Einnahme von Obsidan
von Marita am 15.02.2004 13:42

Experten-Antwort:

1. Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Körperliche Beschwerden wie z.B. Übelkeit oder Schmerzen, aber auch Aufregungen, Anspannung, Nervosität, Gereiztheit, Ärger, Angst, vor allem Panikattacken, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Nach einiger Zeit bzw. wenn die seelischen Belastungen oder die körperlichen Beschwerden nachlassen, man sich daran gewöhnt oder nicht mehr daran denkt, sinkt er wieder. Es macht wenig Sinn, den Blutdruck während derartiger Phasen zu messen, weil er dann immer zu hoch ist. Deshalb sollte man den Blutdruck nur in körperlicher und seelischer Ruhe, und wenn man beschwerdefrei und ruhig ist, messen. Am wahrscheinlichsten ist, dass bei Ihnen Übelkeit und Panikgefühl den hohen Blutdruck verursachen, nicht aber der hohe Blutdruck zu den genannten Beschwerden führt.
2. In sehr seltenen Fällen können plötzliche, vorübergehende Blutdruckanstiege auch durch eine Hormonstörung verursacht werden. Fragen Sie Ihren Arzt, ob bei Ihnen eine Untersuchung auf ein Phäochromozytom, d.h. auf Vergrößerung der Nebennieren und auf Katecholamine im Sammelurin oder im Blut, evtl. in einer Spezialabteilung, erforderlich ist.

Bluthochdruck durch Antibabypille?

Frage:

Ich bin 39 Jahre, verheiratet, habe eine 17jährige Tochter, bin 169 cm groß, wiege 62 kg, jogge 3 – 4 mal die Woche und kann deshalb nicht verstehen, warum ich zu hohen Blutdruck habe. Körperlich geht es mir sehr gut. Ich habe nicht bemerkt, dass mein Blutdruck zu hoch ist. Ich nehme seit 1,5 Jahren Provas 80 – eine Tablette täglich. Ich vermute sehr stark, dass der hohe Blutdruck durch die Einnahme der Antibabypille hervorgerufen wird. Ich bin am Überlegen, ob ich mich sterilisieren lassen sollte. Was würden Sie mir empfehlen?
von Helga am 09.02.2004 20:47

Experten-Antwort:

Wichtig ist zunächst einmal die Beantwortung der Frage, ob die „Pille“ wirklich für Ihren Bluthochdruck verantwortlich ist. Da sollten Sie eigentlich wissen, ob der Blutdruck vor der ersten Einnahme der Pille normal oder erhöht war. Denn vor jeder Erstverordnung der „Pille“ sollte der Blutdruck gemessen werden.
a) Wenn Ihr Blutdruck damals schon erhöht war, muss man in Ihrem Alter nach Ursachen suchen (z.B. Nierenerkrankungen, Nierengefäßerkrankung = Nierenarterienstenose, Hormonstörungen = Phäochromozytom oder primärer Hyperaldosteronismus). Es kann auch sein, dass man dabei keine Ursache findet und der Bluthochdruck vielleicht in der Familie liegt. Eines aber ist klar: wenn Sie damals schon Bluthochdruck hatten, kann die Pille nicht die Ursache sein.
b) Wenn Ihr Blutdruck damals normal war, ist die „Pille“ sehr wahrscheinlich die Ursache des erhöhten Blutdrucks. In diesem Fall müssen Sie mit Ihrem Frauenarzt überlegen, welche anderen Möglichkeiten der Empfängnisverhütung bestehen. Dabei kommen Optionen wie Sterilisierung oder Gebärmutterentfernung, deren Vor- und Nachteile Sie ausführlich mit Ihrem Frauenarzt besprechen sollten, grundsätzlich in Betracht.
c) Wenn Sie nicht wissen, ob der Blutdruck damals normal oder erhöht war, sollten Sie die „Pille“ für 4 – 6 Monate absetzen. Wenn er erhöht bleibt, ist die Pille nicht die Ursache des Bluthochdrucks (s. unter a), wenn er normal wird, ist die Pille wahrscheinlich die Ursache des Bluthochdrucks (s. unter b).

Hoher systolischer Wert im jüngeren Alter

Frage:

Ich bin 37 Jahre alt. 1,85 mtr. , 90 kg, betreibe regelmäßig Ausdauertrainig (joggen, Rennrad) und haben einen Ruhepuls um die 50. Bereits seit Jahren habe ich unter Stressbedinungen (bin sehr anfällig dafür !) hohe Blutdruckwerte (insbes. systolische Werte bis 180). Es sind keine organische Schäden oder sonstigen Risikofaktoren vorhanden. Nehme nun seit Monaten 4 mg Atacand ein. Bei der letzten 24 Std. Messung hatte ich einen Durchschnittswert von 139/77 (wobei ich nachts um 2 Uhr das Messgerät ablegte, weil ich nicht schlafen konnte). Einzelne systolische Spitzen lagen wieder bei 180, jedoch kaum erhöhte diast. Werte. Mein Arzt will nun die Dosis Atcand auf 8mg erhöhen und zusätzl. 1/2 Carmen No.28 verschreiben. Halten Sie das für sinnvoll ?
von Günther am 30.01.2004 10:50

Experten-Antwort:

Der Blutdruck muss bei körperlicher und seelsicher Ruhe gemessen werden. Erhöhte Messwerte unter Stress sind nicht krankhaft. Das Ergebnis der Langzeitmessung muss – da Sie das Gerät nachts ablegten – als Tagesmittelwert (normal < 135/85 mmHg) gewertet werden und bestätigt, dass Ihr unterer (diastolischer) Wert normal, nur Ihr oberer (systolischer) Wert gering erhöht ist.
Diese Konstellation ist charakteristisch für junge, große Männer, die sportlich aktiv sind und einen langsamen Ruhepuls haben. Wenn Sie auch noch Nichtraucher sind, passen Sie voll in dieses Bild. Dann ist der Blutdruck in der Hauptschlagader in der Nähe des Herzens normal, nur – infolge eines komplizierten hämodynamischen Effektes – in den Arm- und Beinarterien erhöht (Pseudohochdruck oder spurious systolic hypertension). Dies spricht dafür, dass Ihr Herz gesund und Ihre Arterien besonders elastisch sind.
Diese Deutung entspricht wissenschaftlichen Erkenntnissen, doch wurde der weitere Verlauf solcher jungen Männer nicht jahrelang verfolgt. Deshalb fehlt die letzte Sicherheit, ob diese Form des Bluthochdrucks auf Dauer wirklich unschädlich ist. Angesichts dieser Überlegungen und in Absprache mit Ihrem Hausarzt, der evtl. auch andere Gesichtspunkte berücksichtigt, ist es aber wahrscheinlich vertretbar, auf eine Intensivierung der Hochdruckbehandlung zu verzichten, vielleicht etwas an Gewicht abzunehmen und den weiteren Verlauf des oberen und unteren Blutdruckwertes in den nächsten 1 – 2 Jahren abzuwarten.

Blutdruckanstieg bei “Pillenpause”

Frage:

Nach schwerer Schwangerschaftsgestose mit Blutdruckwerten bis 220/120 habe ich (31 J., 164 cm, 68 kg) 1/2 Jahr u.a. Beloc Zok mite einnehmen müssen. Mittlerweile ist der Blutdruck bei der täglichen Selbstmessung im Normbereich (ca. 125/80, morgens niedriger als abends), solange ich die Pille (Trigoa) nehme. In der üblichen Pillenunterbrechung von 1 Woche steigt der Wert jedoch teilweise bis zu 135/95 an. Vor der Schwangerschaft war nur ein sogenannter “Weißkittelhochdruck” (beim Arzt in der Regel Werte von 140/80) bekannt. Nieren etc. wurden im Krankenhaus nach der Geburt alles kontrolliert und o.B.
Mein Frauenarzt meint, ich müsse mir keine Gedanken machen. Ich würde gern wissen, ob es irgendwelche bekannten hormonellen Ursachen gibt oder woran die Erhöhung sonst liegen könnte. Muss man dagegen etwas tun?
von Jany am 27.01.2004 16:04

Experten-Antwort:

Früher sind durch Verhütungsmittel (orale Kontrazeptiva, „Pille“) bei 5 – 10% der Frauen teils schwere Blutdrucksteigerungen aufgetreten. Seitdem in den Verhütungsmitteln geringere Dosen der Hormone Oestrogen und Progesteron enthalten sind, ist ein Anstieg des Blutdrucks seltener und geringer. Wenn es zu einem Blutdruckanstieg kommt, bleibt dieser auch während der „Pillenpause“ und sogar noch 3 – 6 Monate nach Absetzen erhöht.
Die Beobachtung, dass der Blutdruck bei Ihnen nur während der Pillenpause ansteigt, deckt sich also nicht mit den langjährigen Erfahrungen bei der Schwangerschaftsverhütung mit Hormonen. Es wäre – auch wissenschaftlich – interessant, sorgfältig zu überprüfen und genau zu dokumentieren, ob sich Ihr Blutdruck in der Pillenpause tatsächlich und wie stark verändert. Dazu sollten Sie 3 Monate lang jeden Morgen und Abend zur gleichen Zeit den Blutdruck selbst messen und aufschreiben, und dann den Mittelwert in den drei Wochen der Einnahme mit dem während der Pause vergleichen.
Wenn sich dabei bestätigt, dass Ihre Werte nur bis auf 135/95 mmHg ansteigen, meistens also darunter liegen, hat Ihr Frauenarzt sicher recht und Sie müssen sich keine Gedanken machen. Im Zweifelsfall – und weil Sie einen Weißkittelhochdruck“ haben – könnten Sie nach Absprache mit Ihrem Hausarzt während der Pillenpause eine Blutdrucklangzeitmessung machen lassen.

Nasenbluten und Bluthochdruck

Frage:

Bei meiner 14-jährigen Tochter trat gestern plötzlich starkes Nasenbluten auf und kurz darauf erbrach sie auch Blut. Ich bin sofort mit ihr ins Krankenhaus gefahren und dort teilte man mir mit, dass ihr Blutdruck (145/85) zu hoch sei und daher eine Ader im Hals geplatzt sei. Medikamente wollte man noch nicht verabreichen, sondern wir sollen zuerst den Hausarzt konsultieren und die Blutwerte, besonders den Blutgerinnungswert, überprüfen lassen. Ich möchte nun gerne wissen, auf was ich alles achten muss bzgl. Untersuchungen, Sport, Ernährung usw. Durch Nachfragen in der Familie väterlicherseits erfuhr ich von Bluthochdruck. Könnte meine 12-jährige Tochter auch davon betroffen sein? Was kann ich zur Vorbeugung tun?
Vielen Dank im Voraus.
von Jolina am 10.01.2004 16:57
Experten-Antwort:

Ihre Tochter hat Nasenbluten gehabt und dabei auch Blut, das im Magen wie ein Brechmittel wirkt, verschluckt und später wieder erbrochen. Das ist für jeden, erst recht für einen jungen Menschen, höchst aufregend und beängstigend und führt zu einer vorübergehenden Blutdrucksteigerung. Es ist also nicht so, dass hoher Blutdruck die Ursache für das Nasenbluten war, sondern mit allergrößter Wahrscheinlich hat die Aufregung über das Nasenbluten den Blutdruck in die Höhe getrieben. Außerdem blutet es in der Nase kaum jemals aus Arterien, in denen der Blutdruck bei Bluthochdruck erhöht ist, sondern aus Venen, in denen der Druck auch bei Bluthochdruck niedrig ist.
Mit allergrößter Wahrscheinlich hat Ihre Tochter keinen dauerhaft erhöhten Blutdruck und bei weiteren Kontrollen wird er normal sein. Dann sind Vorsorgemaßnahmen nicht nöitg.

“Pille” und Bluthochdruck

Frage:

Ich bin 23 Jahre alt und habe einen Blutdruck von 130/110 mmHg. Organisch ist alles gesund. Ich nehme seit 5 Jahren die Pille. Die Meinungen von meinem Internisten und meiner Frauenärztin sind sehr unterschiedlich. Soll ich die Pille absetzen oder Blutdruckmedikamente nehmen?
von Nadine am 06.01.2004 18:14
Experten-Antwort:

Bei Ihnen bestehen zwei unterschiedliche Probleme:
1. Ihr oberer (systolischer) Wert ist normal, während der untere (diastolische) Wert erhöht ist. Hierzu finden Sie eine Antwort in der „Kategorie: Blutdruckmessung“ unter dem Titel „Diastolischer Blutdruck“. Die dort vorgeschlagenen Untersuchungen werden klären, ob es sich um einen Messfehler handelt oder ob Ihr Blutdruck tatsächlich erhöht ist. Wenn es sich um einen Messfehler handelt und Ihr Blutdruck normal ist, bestehen aus dieser Sicht keine Bedenken gegen die Einnahme der „Pille“.
2. Wenn Ihr Blutdruck aber erhöht ist, sollten Sie wissen, ob der Blutdruck vor der ersten Einnahme der Pille normal oder erhöht war. Denn vor jeder Erstverordnung der „Pille“ sollte der Blutdruck gemessen werden.
a) Wenn Ihr Blutdruck damals schon erhöht war, kann das nicht an der „Pille“ liegen, sondern muss andere Ursachen haben, nach denen man in Ihrem jugendlichen Alter suchen muss (z.B. Nierenerkrankungen, Nierengefäßerkrankung = Nierenarterienstenose, Hormonstörungen = Phäochromozytom oder primärer Hyperaldosteronismus). Wenn der Bluthochdruck nicht geheilt werden kann, also in der Familie liegt oder unbekannte Ursachen hat, müssen Sie Blutdruck senkende Medikamente einnehmen. Mit ihrem Frauenarzt und Hausarzt sollten Sie besprechen, ob es andere Möglichkeiten der Empfängnisverhütung gibt oder ob Sie die „Pille“ weiter einnehmen können.
b) Wenn Ihr Blutdruck damals normal war, ist die „Pille“ sehr wahrscheinlich die Ursache des erhöhten Blutdrucks. Auch in diesem Fall müssen Sie mit Ihrem Frauenarzt überlegen, ob es eine andere Möglichkeit der Empfängnisverhütung gibt. Falls das nicht der Fall ist, müssen Sie mit Ihrem Frauenarzt überlegen und letztlich selbst entscheiden, ob Sie die Blutdruckerhöhung und die Einnahme Blutdruck senkender Medikamente um der Empfängnisverhütung willen in Kauf nehmen wollen.
c) Wenn Sie nicht wissen, ob der Blutdruck damals normal oder erhöht war, sollten Sie die „Pille“ für 4 – 6 Monate absetzen. Wenn er erhöht bleibt, siehe unter a), wenn er normal wird, siehe unter b).

Schwere Blutdruckkrisen: mögliche Ursachen

Frage:

Mein Vater (67 Jahre) leidet unter sehr plötzlich extrem ansteigenden Blutdruck. Damit verbunden treten Kreislaufbeschwerden, Schwindel und Übelkeit auf. Der untere (diastolische) Wert kann dabei bis auf über 130 hochgehen. Innerhalb von 15 – 45 Minuten geht dann der Blutdruck wieder nach unten und normalisiert sich. Oft tritt dieser plötzliche Anstieg nachts auf, gelegentlich auch tagsüber.
Durch jahrelanges schweres Heben ist auch die Wirbelsäule meines Vaters schwer geschädigt. Soweit ich weiss, nimmt mein Vater gegen den daraus resultierenden Schmerz entsprechende Medikamente.
Kann evtl. auch die Wirbelsäule Ursache für den Bluhochdruck sein ?
von Andreas am 01.01.2004 18:59
Experten-Antwort:

1. Bei einem Patienten, bei dem krisenhaft und vorübergehend sehr hohe Blutdruckwerte auftreten, muss man an eine Hormonstörung (Phäochromozytom) denken. Eine solche Ursache ist allerdings sehr selten. Ihr Vater sollte seinen Hausarzt fragen, ob eine Untersuchung auf Vergrößerung der Nebennieren und auf entsprechende Hormone (Katecholamine) im Sammelurin oder im Blut, evtl. in einer Spezialabteilung für Bluthochdruck oder Endokrinologie, erforderlich ist.
2. Sehr viel häufiger treten plötzliche Blutdruckanstiege bei körperlichen und seelischen Belastungen, aber auch bei körperlichen Beschwerden (z.B. Schmerzen, aber auch bei Beschwerden, die den Patienten beunruhigen und ängstigen) auf. Wenn der Arzt eine Hormonstörung sicher ausgeschlossen hat, ist eine solche Ursache am wahrscheinlichsten.
3. Ein Wirbelsäulenleiden als solches führt nicht zu Bluthochdruck. Nur bei Schmerzen kann der Blutdruck ansteigen (s. oben) oder wenn bestimmte Schmerzmittel – über viele Jahre in großen Mengen eingenommen – die Nieren geschädigt haben. Die Nierenschädigung kann der Arzt durch Blut- und Urinuntersuchung feststellen bzw. ausschließen.

“Weißkittel-Hochdruck”

Frage:

Ich bin 25 jahre und habe folgendes Problem: immer wenn ich zu einer Untersuchung muß, steigt mein Blutdruck. Ich habe Betablocker verschrieben bekommen und ich wollte gerne wissen, ob man das Medikament in einem großen Blutbild feststellen kann.
von Olaf am 27.12.2003 20:22
Experten-Antwort:

Sehr wahrscheinlich haben Sie gar keinen dauerhaft erhöhten Blutdruck, sondern einen so genannten Sprechstunden- oder „Weißkittel“-Hochdruck bzw. eine Praxishypertonie. Die Aufregung bei einem Arztbesuch und die Angst, dass bei der Untersuchung etwas ernstes festgestellt werden könnte, treiben den Blutdruck bei bestimmten Patienten unverhältnismäßig stark in die Höhe.
Ob es sich um einen dauerhaft erhöhten Blutdruck oder um eine Praxishypertonie bei sonst normalem Blutdruck handelt, kann man durch eine Blutdrucklangzeitmessung über 24-Stunden gut feststellen. Eine Praxishypertonie muss nicht mit Medikamenten behandelt werden.
Betablocker kann man durch Spezialuntersuchungen im Blut nachweisen, nicht aber anahnd eines Blutausstrichs ( häufig “Blutbild” genannt).

Bluthochdruck durch Kortison ?

Frage:

Ich bin verweifelt. Meine Mutter hat die Lungenkrankheit Sarkoidose. Dafür nimmt Sie Prednisolon. Das Problem ist, dass meine Mutter sehr hohen Blutdruck hat. Das kommt bestimmt von den Tabletten. Der Arzt hat ihr mehrere Tabletten verschrieben, aber es hilft nichts. Tagsüber hat sie keinen hohen Blutdruck, nur nachts,. Ich weiss nicht mehr weiter. Was können wir noch tun?? Für eine Antwort wäre ich sehr, sehr dankbar
von Hakan1978 am 27.11.2003 22:08
Experten-Antwort:

1. Da der Blutdruck tagsüber normal ist, sollte Sie das zunächst einmal sehr beruhigen. Wenn man unruhig schläft oder nachts plötzlich aufwacht, und dann den Blutdruck misst, ist er in der Regel durch Aufregung erhöht. Beim erneuten Einschlafen geht er sofort wieder runter. Ob der Blutdruck nachts wirklich dauerhaft erhöht ist, muss man mit einem Gerät zur automatischen Langzeitmessung während des Schlafes überprüfen. Wenn der Patient allerdings bei diesen Messungen immer aufwacht, muss man sich bei der Beurteilung und Behandlung des Blutdrucks allein auf die Tageswerte stützen.
2. Kortison (z.B. Prednisolon) wird bei Sarkoidose nur in bestimmten Krankheitsstadien und in hohen Dosen, die den Blutdruck steigern können, meist nur zeitlich begrenzt verordnet. Es sollte von einem Lungenfacharzt überprüft werden, wie lange bzw. ob eine derartige Behandlung weiterhin notwendig ist.

Schneller Blutdruckanstieg

Frage:

Mein Freund hatte einen Bluthochdruck zwischen 140-160. Dann bekam er ein blutdrucksenkendes Mittel. Kurz danach ging der Blutdruck auf 110 runter. Jedoch ca. 1 Woche nach Einnahme des Medikamtentes stieg der Blutdruck immer höher, von 170 auf momentan 220. Kann das sein trotz blutsrucksenkendem Mittel?
von sternchen am 24.10.2003 11:23
Experten-Antwort:

Das Blutdruck senkende Medikament treibt mit Sicherheit den Blutdruck nicht nach oben. Deshalb gibt es prinzipiell nur zwei Möglichkeiten für den ungewöhnlichen Blutdruckanstieg:
1. Es gibt Untersuchungen, dass der Blutdruck bei bestimmten, vor allem sensiblen Personen ansteigt, sobald ein Arzt den Bluthochdruck feststellt. Ursachen sind Sorge, Angst und Aufregung über diesen Befund, auch Ärger über die Notwendigkeit einer Tabletteneinnahme. Wenn sich der Patient mit der Situation abfindet, geht der Anteil „Aufregungshochdruck“ innerhalb einiger Wochen wieder zurück. Durch wiederholte Blutdruckmessungen, insbesondere eine Blutdrucklangzeitmessung kann man dies feststellen.
2. In seltenen Fällen steigt der Blutdruck innerhalb weniger Tage und Wochen sehr stark an, z.B. bei bestimmten Nierenerkrankungen (vor allem bei einer Glomerulonephritis), bei Störungen der Hormonausschüttung in den Nebennieren und bei Verengungen an den Nierenarterien. Wenn der Blutdruck trotz Medikamenteneinnahme hoch bleibt (s.o. Blutdrucklangzeitmessung) , muss der Arzt Untersuchungen zur Erkennung dieser Ursachen einleiten.

Diabetes und Blutdruckanstieg

Frage:

Vor 14 Tagen wurde bei mir Diabetes festgestellt. Am 18.09. hatte ich noch einen Blutdruck von 145/95. Seit Feststellung des Zuckers habe ich meine Ernährung total umgestellt, durch Diät 4 Kg Gewcht verloren und einen Blutdruckanstieg auf weit über 200/130.
Eingestellt bin ich mit Beloc Zok, MonoMack Depot und Co Aprovel 250/12,5. Was ist hier los?
von Ulrich50 am 06.10.2003 09:25
Experten-Antwort:

Ihre Beobachtung ist äußerst ungewöhnlich. Diabetes und Bluthochdruck kommen zwar häufig gemeinsam vor. Es ist aber nicht so, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem der Diabetes festgestellt wird, der Blutdruck hoch schnellt. Bei Ihnen ist das umso eigenartiger, als Sie ja durch die Gewichtsabnahme von 4 kg das Beste für Ihren Diabetes und für Ihren Blutdruck getan haben.
Eigentlich gibt es nur zwei Erklärungen für diesen Befund: entweder haben Sie sich über die Diagnose Diabetes so geärgert, dass es zu einem Aufregungshochdruck gekommen ist. Dann kommt ihr Blutdruck bald wieder in regelmäßige Bahnen. Oder es handelte sich um eine Fehlmessung entweder vor oder nach der Diagnose Diabetes..
Da Sie jetzt Diabetiker sind, sollte der Blutdruck strenger als bisher behandelt werden und in Zukunft unter 135/80 mmHg liegen.

Bluthochdruck und Pille

Frage:

Ich (35) hatte seit 8 Jahren zu hohen Blutdruck, der mit Metoprolol gut behandelt wurde. Ich habe morgens die Blutdrucktablette und abends die Pille (Trigoa) genommen. Nach Absetzen der Pille vor 5 Monaten ging der Blutdruck runter (110/80),so dass ich Metoprolol absetzen konnte. Ich würde gern wieder die PILLE nehmen, befürchte aber ,dass mein Blutdruck dann wieder steigen könnte. Meine Hausärztin meinte, es wäre nicht so schlimm, wenn ich dann wieder beides einnehme, es sei medizinisch unbedenklich.
Was würden Sie mir in diesem Fall empfehlen? Kann man wirklich bedenkenlos jahrelang beides einnehmen? Vielen Dank im voraus !
von Susanne am 01.10.2003 21:41
Experten-Antwort:

Aus ärztlicher Sicht muss man es ablehnen, dass unerwünschte Wirkungen eines Medikamentes (hier der Blutdruckanstieg durch die Pille) durch ein anderes Medikament (hier ein Blutdruck senkendes Medikament) beseitigt werden müssen – zumindest solange es Alternativen gibt.
Falls das bisher noch nicht erfolgt ist, sollten sie zunächst vertrauensvoll mit ihrem Frauenarzt(in) über eine andere Möglichkeit zur Empfängnisverhütung sprechen. Das weite Spektrum heute verfügbarer Methoden reicht von der üblichen „Pille“ mit niedrigem Hormongehalt über Minipille, Intrauterinspirale, Vaginalring, Tubenligatur, Gebärmutterentfernung bis hin zur Vasektomie (Sterilisation) des Partners. Dies macht deutlich, dass das am besten geeignete Verfahren für die Frau bzw. die Partnerschaft ganz individuell ausgewählt werden muss unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren, wie Alter, evtl. zukünftigem Kinderwunsch, Familienplanung, frauenärztlicher Untersuchung usw.

Bluthochdruck nach Todesfall

Frage:

Durch einen Todesfall in der Familie habe ich mit 33 Jahren Probleme mit dem Blutdruck bekommen und muß nun einen Betablocker (Metoprolol 50mg retard einmal täglich) schlucken. Jetzt befindet sich mein Blutdruck vielmals so um die 116/70 und der Puls öfters unter 75. Ist das normal?? Dieses Medikament nehme ich seit 7 Tagen. Ich bin auch sehr viel müder wie vorher. Habe ich Hoffnung, jemals wieder ohne Medikament zu leben??
von Spirit69 am 23.08.2003 13:16
Experten-Antwort:

Ihr Blutdruck ist wahrscheinlich nicht dauerhaft, sondern durch die seelischen Belastungen anlässlich des Todesfalles in der Familie nur vorübergehend erhöht. Dafür spricht auch, dass Ihr Blutdruck unter dem Betablocker jetzt eher niedrig ist. Der Puls ist aber mit 75 normal. Sie sollten in Absprache mit Ihrem Hausarzt den Betablocker absetzen, wenn die psychische Belastung abgenommen hat, und den Blutdruck erneut überprüfen lassen. Sehr wahrscheinlich ist Ihr Blutdruck dann wieder normal und Sie benötigen keine dauerhafte Behandlung.

Blutdruckschwankungen

Frage:

Ich nehme seit 2 Monaten Beloc Zok Mite gegen zeitweise auftretenden Blutdruck und Herzrasen bei Aufregung. Damit ist mein Blutdruck wunderbar eingestellt, bei 120/70 im Durchschnitt. Oft auch etwas zu niedrig. Nun kommt es jedoch alle paar Wochen vor, dass einen Tag lang der Blutdruck hochschnellt auf 140 – 160/90. Woran kann das liegen?
An Untersuchungen wurde ein Herzultraschall, ein EKG, eine LZ-Blutdruckmessung und der Ausschluss eines Nebennierentumors gemacht. Ist das eine normale Schwankung, die immer mal wieder vorkommen kann, gerade wenn man Angst hat? Es ist dann bei mir auch so, dass ich bei einer einmaligen höheren Messung gleich Angst bekomme und ständig kontrolliere? Oder was könnte da noch dahinter stecken?

Vielen Dank!

Claudia.
von Claudia am 13.08.2003 10:49
Experten-Antwort:

Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament des einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Schmerzen, aber auch Aufregungen, Ärger, Angst, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck vorübergehend. Das ist völlig normal. Hier dürfte am ehesten die Ursache Ihrer Blutdruckanstiege „alle paar Wochen“ liegen. Ein Nebennierentumor, der plötzliche Blutdruckanstiege verursachen kann, ist ja ausgeschlossen.
Entscheidend für die Beurteilung des Blutdrucks sind deshalb nicht einzelne Werte, sondern der Mittelwert aus zahlreichen Messungen. Bei Ihnen ist der Blutdruck immer normal, oft sogar etwas zu niedrig. Wenn auch die Langzeitblutdruckmessung ein gutes Ergebnis hatte, sollten Sie Ihren Blutdruck nur jedes halbe Jahr durch Eigenmessungen morgens und abends für eine Woche kontrollieren. Wenn Sie sich bei der Messung allerdings aufregen, sind Sie zur Selbstmessung nicht geeignet.
Möglicherweise haben Sie gar keinen erhöhten Blutdruck, sondern sind ein sehr sensibler, leicht erregbarer Mensch. Der Betablocker (Beloc Zok) hat bei Ihnen dann eine beruhigende Wirkung und senkt deshalb Blutdruck und Herzrasen.

Bluthochdruck bei Jugendlichen

Frage:

Ich würde gerne wissen, ob man auch mit 16 Jahren unter Bluthochdruck leiden kann! Wenn ja, sollte ich dann zum Arzt gehen?
von Krissi am 09.08.2003 22:58
Experten-Antwort:

Bluthochdruck kommt in jedem Lebensalter vor, auch bei Jugendlichen und Kindern, selbst bei Säuglingen. Glücklicherweise ist das aber selten. Während bei Erwachsenen etwa jeder vierte, bei Personen jenseits des 65. Lebensjahres etwa jeder zweite einen hohen Blutdruck hat, beobachtet man dies nur etwa einmal auf 100 Kinder und Jugendliche.
Wenn in jüngerem Alter ein hoher Blutdruck (ab dem 12. Lebensjahr Werte über 140/90 mmHg bei einer Größe über 150 cm und wiederholten Messungen durch den Arzt, über 135/85 bei Selbstmessung oder bei Langzeitmessung am Tag) festgestellt wird, muss eine gründliche ärztliche Untersuchung erfolgen. Denn sehr viel häufiger als bei Erwachsenen findet man eine konkrete Ursache für den Bluthochdruck, die man beseitigen kann oder gezielt bzw. spezifisch behandeln muss.
Neben der üblichen Form der essentiellen Hypertonie mit familiärer Belastung sind Nierenerkrankungen, Verengung der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose), Nierengefäßerkrankungen und Hormonstörungen (in seltenen Fällen direkt vererbt) die häufigsten Ursachen für Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen.

Panikattacken und Blutdruckspitzen

Frage:

Ich bin 39 Jahre alt und vor 2 Wochen wurde bei mir nach einer Art Panikattacke mit Hyperventilation ein oberer Blutdruckwert von 220 gemessen. Daraufhin, einige Tage später hatte ich auch beim Arzt einen Blutdruck von 200/100 (wieder Panik). Ich bekam BelokZoc Mite verschrieben. Vorher hatte ich nie einen zu hohen Blutdruck und auch die letzte 24-Stunden- Messung unter BelocZok war vollkommen in Ordnung, eher sogar etwas zu niedrig (im Mittel 115/75). Heute morgen habe ich mir den Blutdruck gemessen bei innerer Unruhe und Nervosität und hatte wieder einen zu hohen Wert (150/90). Ich bin zur Zeit insgesamt sehr nervös mit Paniktendenzen. Kann dies alleine schon so hohe Blutdruckspitzen verursachen? All meine Gedanken drehen sich nur noch um die Blutdruckmessung.

Gruß Claudia
von Claudia am 16.06.2003 10:51
Experten-Antwort:

Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern schwankt in Abhängigkeit von seelischen und körperlichen Belastungen, auch vom Temperament den einzelnen teils mehr oder weniger deutlich. Bei Unruhe und Nervosität, vor allem bei Aufregungen und erst recht bei Panikattacken steigt der Blutdruck ganz erheblich an – wie bei Ihnen.
Sehr wahrscheinlich leiden Sie nicht an der Krankheit Bluthochdruck, den man mit Blutdruck senkenden Medikamenten behandeln muss. Vielmehr leiden Sie an Panikattacken und die vorübergehend während der Attacken auftretenden hohen Blutdruckwerte sind nur ein Symptom bzw. eine Folge dieser Attacken. Man muss die Ursache, nicht ihre Folgen behandeln. In Ihrem Falle heißt das: man muss die Panikattacken behandeln, dann verschwinden auch die Blutdruckspitzen..
Diese Vermutung wird gestützt durch die Blutdrucklangzeitmessung, bei der Ihr Blutdruck eher zu niedrig war. Wahrscheinlich bleibt Ihr Blutdruck auch ohne BelocZok normal. Allerdings kann man mit Betablockern, zu denen Beloc Zok zählt, auch Panikattacken behandeln. Im wesentlichen erfolgt die Behandlung von Panikattacken aber mit psychosomatischen und psychotherapeutischen Methoden.

Bluthochdruck bei Jugendlichen

Frage:

Ich werde jetzt bald 18 Jahre und habe ab und zu hohen Blutdruck. Ich bin doch keine 40 Jahre, ich bin doch zu jung für Bluthochdruck! Oder haben doch einige so junge leute zu hohen Blutdruck? Kann mann mit zu hohen Blutdruck überhaupt Sport machen wie bsp. Handball, Leichtatletik oder Stadtlauf 5,6 km oder 10 km-Lauf ?
von Hermmiene am 12.06.2003 17:27
Experten-Antwort:

Zunächst muss bei Ihnen festgestellt werden, ob der Blutdruck dauerhaft oder wenigstens meistens erhöht ist. Das geht am besten durch Selbstmessung des Blutdrucks über zwei bis drei Wochen morgens und abends: Wenn der Mittelwert aller Messungen über 135/85 mmHg liegt, haben Sie vermutlich einen erhöhten Blutdruck und sollten sich vom Hausarzt untersuchen lassen.
Es ist zwar sehr selten, aber nicht ausgeschlossen, dass man schon mit 18 Jahren einen erhöhten Blutdruck hat. Bei der Untersuchung findet man dann als Ursache viel häufiger als im höheren Alter eine Nieren-, Hormon- oder Gefäßerkrankung, die man heilen kann. Wenn wirklich ein „essentieller“ Bluthochdruck, evtl. durch familiäre Belastung vorliegt, muss man ihn durch Allgemeinmaßnahmen (salzarme Kost, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Senkung des Alkoholkonsums unter 30g/Tag und regelmäßige körperliche Aktivität) und evtl. durch Medikamente behandeln. Bei hohem Blutdruck wie bei Ihnen ist Sport nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht.
Eine Anmerkung: da Sie Ausdauersportarten betreiben, könnte Ihr Puls sehr langsam sein. Das kann den oberen Wert etwas erhöhen, ohne dass das schädlich ist.

Blutdruckspitzen

Frage:

Ich kontrolliere meinen Blutdruck regelmäßig am Morgen nach dem Aufstehen. Durchschnittswert 125/90 Puls 50. Ich nehme jeden Abend eine 1/2 Enalapril 5mg. Unregelmäßig, aber alle 4 bis 8 Wochen steigt mein Blutdruck auf Werte von 150/105 und Pulswerte von 60. Eine Verdopplung der Enalaprilmenge oder eine zusätzliche Tablette brachten nichts. Ich habe dann meist heftige Kopfschmerzen und z.T. auch Schmerzen im Bereich der Nebenhöhlen oder z.T. Erkältungssymtome.
Ich bin männlich 1,90m groß und wiege 88kg. Ich trinke wenig Alkohol
und rauche nicht. Auf Betablocker habe ich in Absprache mit dem Arzt verzichtet weil dies schon beim Freizeitsport störte.
von Koronah am 25.05.2003 11:41
Experten-Antwort:

Der Blutdruck ist nicht konstant, sondern zeigt bei fortlaufender Messung ständige Schwankungen. Diese sind im Verlauf der Jahreszeiten gering, im Laufe eines 24-Stunden Tages deutlich und bei körperlichen und seelischen Belastungen teils ganz erheblich. Schmerzen, aber auch Aufregungen, Ärger, Angst, ja selbst angenehme Gefühle wie bei plötzlichen freudigen Ereignissen erhöhen den Blutdruck kurzfristig. Das ist völlig normal.
Wenn der Blutdruck immer gut eingestellt ist und nur alle 4 – 8 Wochen eine Blutdruckspitze – z.B. bei Kopfschmerzen – auftritt, ist das normal und hat auch keine Folgen. Dass der Kopfschmerz Sie belastet, erkannt man auch schon daran, dass ihr Puls dann um 10 Schläge höher ist. Sie brauchen dann keine zusätzlichen Medikamente einnehmen: der Blutdruck geht von selbst wieder runter.

Hochdruck durch psychische Belastungen

Frage:

Ich bin 36 Jahre, 164 cm groß und 50 Kilo schwer, habe also kein Übergewicht. Trotzdem spüre ich seit 2 – 3 Wochen wie mein ununterbrochen und unangenehm Herz schlägt. Heute in der Apotheke hatte ich einen Wert von 150/90. Ist das beängstigend? Ich hatte sonst immer 120/80. Habe allerdings zur Zeit private Probleme in der Partnerschaft, bin sehr eifersüchtig und kann das ehemalige Verhältnis meines Mannes mit einer anderen Frau nicht vergessen. Kann es daran liegen und geht das wieder von alleine vorbei? Komme mir komisch vor damit zum Arzt zu gehen, da ich bestimmt in Tränen ausbreche und niemand von meinem Kummer wissen soll.
von Danny am 14.05.2003 12:35
Experten-Antwort:

Wenn Sie immer einen völlig normalen Blutdruck hatten, ist ein Wert von 150/90 mmHg zunächst kein Anlass zur Sorge. Es ist sehr gut möglich, dass Sie Ihren Herzschlag spüren und Ihr Blutdruck angestiegen ist, weil Ihre seelischen Belastungen auch den Kreislauf beeinflussen. Sie sollten versuchen, Ihre privaten Problem zu lösen, durch Gespräche mit Ihrem Mann, mit Freunden und Bekannten, evtl. auch mit einem Psychologen. Beobachten Sie Ihren Blutdruck weiterhin einmal wöchentlich. Wenn er jedoch in 3 Monaten immer noch so hoch ist, müssen Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen.

Bluthochdruck mit 32 Jahren

Frage:

Seit ca. 1 1/2 Jahren leide ich an Hypertonie, deren Ursache nicht gefunden wird. Da ich (nun 32 Jahre) einen Bluthochdruck von 240 zu 190 (ohne Belastung) vor Einnahme von Medikamenten hatte, wurde ich auf Cibadrex in Verbindung mit Metohexal eingestellt. Nur fühle ich mich zu jung, um ein Leben lang diese Tabletten einnehmen zu müssen. Durch ein Cardioprogramm und Einnahme der Tabletten bin ich zwar z.Zt. optimal (120/80) eingestellt, doch ich möchte weg von den Tabletten. Können Sie mir vielleicht einen Spezialisten oder eine Klinik in meinem Umkreis (PLZ 41836) empfehlen?
von Musicjulchen am 04.05.2003 19:08
Experten-Antwort:

Ein derart hoher Blutdruck in so jungen Jahren ist ungewöhnlich. Deshalb sollte man besonders sorgfältig nach einer seltenen Ursache für Bluthochdruck fahnden, die man heilen bzw. beseitigen oder auch gezielter behandeln kann. Im günstigsten Fall ist es dann nicht erforderlich, lebenslang Medikamente einzunehmen. Dazu muss man mehr über Sie wissen, das Ergebnis der bei Ihnen durchgeführten Voruntersuchungen kennen und dann evtl. gezielt einige Spezialuntersuchungen durchführen.
Solche Ursachen für Bluthochdruck sind z.B.: eine Verengung der Nierenarterien (Nierenarterienstenose, bei jungen Frauen vor allem durch eine fibromuskuläre Dysplasie), Hormonstörungen durch die Nebenniere (Phäochromozytom, Hyperaldosteronismus, M. Cushing), eine Verengung der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose), einseitige oder beidseitige, angeborene oder erworbene Nierenerkrankungen oder auch Beteiligung der Nieren bei anderen Erkrankungen, evtl. auch bestimmte Medikamente.
Diese Ursachen sind bei Ihnen evtl. schon ausgeschlossen oder Ihr Arzt wird selbst oder durch Überweisung zu einem Spezialisten nach Ihnen suchen. Wenn nichts gefunden wird, müssen Sie tatsächlich evtl. lebenslang Medikamente einnehmen.
Wir dürfen keine bestimmten Ärzte empfehlen.

Zeitweiser Blutdruckanstieg

Frage:

Ich habe zeitweise erhöhten Blutdruck. Dann fühle ich mich unwohl mit Überkeit. Dabei muß ich häufig zur Toilette mit Stuhlgang. Zuletzt war der Blutdruck 198/90 und ging langsam nach 4-5 Std. auf 166/88 runter. Was kann das sein. 1.72/72 Kilo
von Ludigo am 15.04.2003 20:21
Experten-Antwort:

Aufgrund der spärlichen Angaben ist eine zuverlässige Beantwortung nicht möglich. Grundsätzlich gibt es aber zwei Möglichkeiten:
1. Nicht der erhöhte Blutdruck verursacht Unwohlsein und Übelkeit, sondern Unwohlsein und Übelkeit verursachen eine so genannte situationsbedingte Blutdrucksteigerung, einen Aufregungshochdruck.
2. Ihre Schilderung lässt auch daran denken, dass Sie eine sehr seltene Hormon-bedingte Ursache für krisenhafte, vorübergehende Blutdrucksteigerungen haben könnten.
Sie müssen sich auf jeden Fall ärztlich untersuchen lassen. Im übrigen ist der Blutdruck auch nach 4 – 5 Stunden mit 166/88 mmHg erhöht, zumindest der erste (=systolische) Wert. Wenn sich das bei wiederholten Messungen – ohne Übelkeit und Unwohlsein – bestätigt, haben Sie eine „isolierte systolische Hypertonie“ und müssen behandelt werden.

Situationsbedingter Hochdruck

Frage:

Meine Mutter hatte seit letzen Montag eine akute Lungenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde (im Urin waren auch weisse Blutkörperchen und etwas Blut). Am Samstag Abend hatte Sie solche Kopfschmerzen, Brustschmerzen, ihr war schlecht, so dass sie brechen musste und sie war ganz zittrig. Sie hat dann ihren Blutdruck gemessen und der systolische Wert lag bei 225! Sie liess sich dann ins Krankenhaus bringen, wo der Blutdruck schnell gesenkt wurde und auch die Antibiose per Infusion weitergeführt wurde. Inzwischen geht es ihr viel besser. Was können die Ursachen für einen solch hohen Blutdruck sein?
Was ist bei der weiteren Behandlung wichtig.

Martina Rapp
von Martina70 am 13.04.2003 20:44
Experten-Antwort:

Aufgrund Ihrer Schilderung handelt es sich am ehesten um einen vorübergehenden Hochdruck infolge Schmerzen und Erbrechen, vielleicht auch durch Fieber bei Lungenentzündung und Aufregung (Zittern). Ein solcher Blutdruckanstieg ist normal. Wenn Ihre Mutter sich wieder wohl fühlt, sollte bei körperlicher und seelischer Ruhe und Entspannung – evtl. mehrfach – überprüft werden, ob der Blutdruck dauerhaft erhöht oder wieder normal ist. Es sollte auch kontrolliert werden, ob weiterhin Blut im Urin ist. Von den Ergebnissen dieser Untersuchungen wird der behandelnde Arzt das weitere Vorgehen abhängig machen.

Kategorie: Krankheiten
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