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Die Antibabypille, die oft einfach Pille genannt wird, ist das beliebteste Verhütungsmittel. Eine Umfrage ergab, dass circa 48 Prozent der Frauen mit der Antibabypille verhüten. Kondome rangieren mit 47 Prozent auf Platz zwei. Platz drei belegt die Spirale (10 Prozent). Gründe für die Beliebtheit des hormonellen Verhütungsmittels gibt es viele. Was die Antibabypille ausmacht, wie sie wirkt und was es sonst noch zu beachten gibt, wird in diesem Artikel beleuchtet.

Was ist die Antibabypille?

Die Antibabypille ist ein hormonelles Verhütungsmittel für Frauen. Umgangssprachlich wird sie auch Pille genannt. Die Antibabypille gehört zu den Ovulationshemmern. Ovulationshemmer sind eine Gruppe von Arzneimitteln, die den Eisprung unterdrücken. Daher wird die Antibabypille auch Empfängnisverhütungsmittel genannt.

Exkurs in die Geschichte der Antibabypille

Ihr Wurzeln hat das Verhütungsmitteln in den 20er Jahren. Die Idee dazu hatte die Krankenschwester und Feministin Margaret Sanger, die bei einem Vortrag die vermögende Biologin Katharine McCormick kennenlernte. Diese engagierte 1951 den amerikanischen Physiologen Gregory Pincus, um hormonelle Verhütungsmittel zu erforschen. Das Projekt kostete circa 2 Millionen US-Dollar.

Zuvor hatte der deutsche Arzt Carl Clauberg im Konzentrationslager Auschwitz an Hormonpräparaten gearbeitet und somit die Grundlagen für die Antibabypille geschaffen. Daneben ebneten Carl Djerassi und Franc Colton, die Progesteron und Östrogen erstmals synthetisierten, den Weg für das Verhütungsmittel.

Im Jahr 1957 war es dann soweit. Die FDA, die amerikanischen Lebensmittel- und Arzneimittelüberwachungsbehörde, hatte das Medikament nach Humantests in Puerto Rico als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden freigegeben. 1960 kam „Enovid“ als Verhütungsmittel auf den amerikanischen Markt. Am 1. Juni 1961 kam die Antibabypille unter dem Namen „Anovlar“ auf den deutschen Markt. Anfangs wurde die hormonelle Verhütung von den Ärzten und der Bevölkerung jedoch kritisch gesehen. Lediglich 0,3 Prozent der Frauen verhüteten 1964 mit der Antibabypille.

Der Grund dafür waren moralische und ärztliche Bedenken vieler Ärzte, die die neue Verhütungsmethode nur selten verschrieben. Lediglich verheiratete Frauen über 30, die schon mehrere Kinder geboren hatten, wurde das Medikament gegen Menstruationsbeschwerden verschrieben. Erst als neuere Studien die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Antibabypille belegten und Ärzte in Bezug auf hormonelle Verhütung häufiger geschult wurden, wurde das Medikament häufiger verschrieben. Ab den 70er Jahren steht dem Siegeszug der Pille nichts mehr im Weg.

Das britische Wirtschaftsmagazin bezeichnet die Antibabypille als eine jener Erfindungen, die das 20. Jahrhundert maßgeblich prägten.

Bedeutung der Antibabypille für die Frau

In den 70er und 80er Jahren galt die Antibabypille als Befreiungsschlag für Frauen, da sie nun selbstbestimmt verhüten konnten. Beim Kondom trägt der Mann die Hauptverantwortung für die Verhütung. Bei der hormonellen Verhütung ist es die Frau.

Forscher glauben, die Antibabypille auch die „wilden 68er“ ermöglichte. Zudem gilt sie als einer der Grundpfeiler der Emanzipation, da sie Frauen ermöglichte, später Kinder zu bekommen.

Heute verhütet fast jede zwei Frau mit der Pille.

Welche Arten der Antibabypille gibt es?

Auf dem deutschen Markt existieren über 50 verschiedene Präparate zur hormonellen Verhütung. Diese unterscheiden sich teilweise stark im Wirkungsmechanismus. Für einen besseren Überblick wird die Antibabypille in drei Gruppen eingeteilt.

  • Kombinationspille
  • Minipille
  • Mikropille

Die Antibabypille unterscheidet sich in der Zusammensetzung von der „Pille danach“, deren Wirkstoff Ulipristalacetat ist.

Kombinationspille

Die Kombinationspille ist die klassische Pille. Sie enthält das weibliche Sexualhormon Östrogen und das Schwangerschaftshormon Gestagen. Die Wirkstoffkombination macht sie zu einem sehr sicheren Verhütungsmittel.

Der Pearl-Index gibt an, wie sicher ein Verhütungsmittel ist. Je niedriger der Index, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Der Pearl-Index der Kombinationspille liegt unter 0,1 – 0,9. Das bedeutet, von 1000 Frauen, die über ein Jahr mit der Kombinationspille verhüten, werden weniger als 9 Frauen schwanger.

Mikropille

Mikropillen enthalten wie Kombinationspillen sowohl Gestagen als auch Östrogen. Der Östrogenanteil ist jedoch niedriger und liegt bei unter 0,05 Milligramm pro Einnahme.

Viele Pillen sind heute Mikropillen, da der Östrogengehalt der meisten Antibabypillen zwischen 0,02 und 0,03 Milligramm liegt.

Kombinationspillen und Mikropillen werden nach dem Einnahmezeitraum in drei Gruppen eingeteilt.

  • Einphasenpillen: Die Zusammensetzung der Hormone aller Tabletten eines Blisters ist gleich. Die Tabletten können daher in beliebiger Reihenfolge eingenommen werden. Einphasenpillen werden für 21 aufeinanderfolgende Tage eingenommen.
  • Zweiphasenpillen: Die Einnahme verläuft in zwei Phasen. Die Tabletten müssen in einer bestimmten Reihenfolge eingenommen werden. Damit Verwechslungen ausgeschlossen sind, unterscheiden sich die Pillen farblich voneinander. Die Pillen der ersten Woche enthalten lediglich Östrogen, während die der zweiten Woche Östrogen und Gestagen enthalten. Diese Kombination soll den natürlichen weiblichen Zyklus nachahmen und somit verträglicher sein.
  • Drei- und Vierphasenpillen: Diese Pillen versuchen, dem natürlichen weiblichen Zyklus noch näher zu kommen, indem die Konzentration der Hormone noch besser angepasst ist. Die Einnahmereihenfolge muss daher zwingend eingehalten werden.

Minipille

Eine Minipille ist eine Kombinationspille, die kein Östrogen enthält. Sie wird auch östrogenfreie Pille oder Gestagenpille genannt. Sie eignen sich besonders für Frauen, die das weibliche Sexualhormon nicht gut vertragen. Gründe dafür können hoher Blutdruck, Diabetes, Übergewicht oder Rauchen sein.

Gestagen liegt in neueren Minipillen als Desogestrel und in älteren Präparaten als Levonorgestrel vor. Durch die regelmäßige Einnahme des Hormons verdickt sich der Gebärmutterschleim. Spermien können diesen Schleim nicht überwinden und die Eizelle kann somit nicht befruchtet werden. Falls eine Einzelle doch befruchtet ist, wird die Einnistung erschwert. Der Wirkstoff Desogestrel unterbindet zudem den Eisprung.

Der Vorteil ist, dass die Minipillen sehr nebenwirkungsarm sind. Sie müssen jedoch immer zu derselben Uhrzeit eingenommen werden. Disziplin ist somit sehr wichtig. Bei Minipillen mit Desogestrel liegt das Zeitfenster bei 12 Stunden und bei den mit Levonorgestrel beträgt das Sicherheitsfenster lediglich 3 Stunden.

Der Pearl-Index der Minipille liegt bei 0,4 bei einer optimalen Einnahme. In der Praxis liegt er jedoch höher, da das Sicherheitsfenster bei Levonorgestrel mit drei Stunden niedrig ist. Das begünstigt Einnahmefehler.

Vor- und Nachteile von Phasenpillen

Für wen Mehrphasenpillen geeignet sind, lässt sich nicht verallgemeinern. Sowohl Einphasenpillen als auch Mehrphasenpillen gelten als sehr sicher. Wird beispielsweise synthetisches Östrogen nicht vertragen, eignen sich Mehrphasen- sowie Kombinationspillen nicht.

Der Vorteil von Mehrphasenpillen ist, dass sie verträglicher sind. Sie passen sich dem natürlichen Zyklus der Frau an und führen so zu weniger Nebenwirkungen. Die Theorie unterscheidet sich jedoch häufig von der Praxis. Werden Hormone nicht vertragen, spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Einphasen- oder ein Mehrphasenpräparat handelt. Im Allgemeinen treten nur selten Nebenwirkungen auf.

Mehrphasenpillen können Schwankungen zwischen unregelmäßigen und regelmäßigen Blutungen verbessern. Frauen mit einem unregelmäßigen Zyklus profitieren daher häufig von Mehrphasenpillen.

Einen kleinen Nachteil haben Mehrphasenpillen jedoch. Die Einnahmereihenfolge muss zwingend eingehalten werden. Durch Durchfall, Erbrechen oder simples Vergessen kann es zu Fehlern kommen. Der Empfängnisschutz ist dann nicht mehr gewährleistet.

Wie wirkt die Antibabypille?

Die Antibabypille ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Sie beinhaltet die Hormone Östrogen (weiblichen Sexualhormon) sowie Gestagen (Schwangerschaftshormon) in künstlicher Form. Die künstliche Form unterscheidet sich nur geringfügig von den körpereigenen Hormonen, sodass die Hormone im Körper dieselbe Wirkung entfalten.

Je nach Art der Antibabypille unterscheidet sich die Zusammensetzung der Wirkstoffe und somit auch die Wirkungsweise. Das grundlegende Prinzip: Die Pille täuscht dem weiblichen Körper eine Schwangerschaft vor.

Wirkung der Kombinationspille sowie der Mikropille

Die Wirkung der Kombinationspille setzt im Gehirn an. Östrogen hemmen die FSH-Ausschüttung der Hypophyse. Das follikelstimulierendes Hormon (FSH-Hormon) ist für die Reifung der Eizelle verantwortlich. Wird dieses Hormon gehemmt, sammeln sich männliche Sexualhormone (Androgene) wie Testosteron in den heranreifenden Eizellen des Eierstocks an. Es reift keine Eizelle heran, wodurch der natürliche Eisprung ausbleibt.

Kommt es doch zu einem Eisprung, verhindert Gestagen die Befruchtung und Einnistung der Zelle. Es verdickt den Schleim in der Gebärmutter, sodass die Spermien diesen nicht durchdringen können. Die Eizelle kann somit nicht befruchtet werden.

Die meisten Präparate orientieren sich mit einem 21-Stück-Blister an dem natürlichen Zyklus der Frau. Nach 21 Tagen ist das Blister entweder leer und es werden sieben Tage Pause gemacht, oder es werden sieben Pillen ohne Wirkstoffe eingenommen. So wird die Regelmäßigkeit der Einnahme erhalten. Nach 21 Tagen kommt es zur Abbruchblutung. Da diese oftmals schwächer ausfällt als die normale Menstruationsblutung, können Antibabypillen auch gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden.

Wirkung der Minipille

Die Minipille entfaltet ihre Wirkung lediglich über Gestagen, da sie kein Östrogen enthält.

Gestagen sorgt dafür, dass der Zervixschleim der Gebärmutter verdickt. Dieser bildet eine Barriere vor den Spermien, sodass diese die Eizelle nicht erreichen können. Medikamente mit dem Wirkstoff Desogestrel unterbinden zusätzlich den Eisprung. Kommt es doch zu einem Eisprung, können die Spermien den verdickten Zervixschleim nicht überwinden.

Da die regelmäßige Einnahme für die Wirksamkeit wichtig ist, gilt die Minipille als Alternative. Sie wird beispielsweise eingesetzt, wenn Östrogen nicht vertragen wird oder die Frau stillt. Im Gegensatz zu anderen Kombinationspillen wird die Minipille durchgehen eingenommen.

Wie sicher ist die Antibabypille?

Eine Möglichkeit, die Sicherheit eines Verhütungsmittels anzugeben, ist der Pearl-Index. Er gibt an, wie viele Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden, wenn sie die Verhütungsmethode anwenden. Er ist altersabhängig.

Ohne Verhütung beträgt der Pearl-Index:

  • 82 bei 19- bis 26-jährigen Frauen
  • 86 bei 27- bis 34-jährigen Frauen
  • 82 bei 35- bis 39-jährigen Frauen

Die Interpretation des Pearl-Index ist teilweise schwierig. Viele Studien werden von Interessengruppen finanziert, sodass eine unabhängige Bewertung ausbleibt. Daneben gibt es Unterschiede in der Durchführung der Studien. Manche beziehen Anwendungsfehler ein und andere Studien klammern diese aus.

Der Pearl-Index der Antibabypille im Vergleich mit anderen Verhütungsmethoden:

  • Anibabypille: 0,1 bis 0,9
  • Minipille: 0,5 bis 3
  • Kondom: 0,6 bis 12
  • Diaphragma: 1 bis 20
  • Hormonspirale: 0,16
  • Kupferspirale: 0,3
  • Coitus interruptus: 4 bis 30
  • Temperaturmethode: 0,8 bis 3
  • Sterilisation (Frau): 0,2 bis 0,3
  • Sterilisation (Mann): 0,1

Kommt es trotz der Einnahme der Pille zu einer Schwangerschaft, sind häufig Fehler bei der Einnahme die Ursache. Oft entsteht Unsicherheit durch die Einnahme eines Antibiotikums, Erbrechen, Durchfall oder Vergessen (vor allem problematisch in der ersten Woche der Einnahme). Bei Zweifel sollte daher zusätzlich mit einem Kondom verhütet werden.

Bei großer Unsicherheit hilft ein Schwangerschaftstest. Die „Pille danach“ kann als Notlösung dienen. Sie kann ohne Rezept in der Apotheke gekauft werden. Die Kosten liegen zwischen 16 und 35 Euro. Die Pille ist nebenwirkungsarm und wird somit gut vertragen. Der Pearl-Index variiert und ist von der Dauer zwischen ungeschützten Geschlechtsverkehr und Einnahme abhängig. Wird die „Pille danach“ innerhalb von 12 Stunden eingenommen, liegt der Pearl-Index bei 1.

Was muss bei der Einnahme der Antibabypille beachtet werden?

Die Sicherheit der Pille hängt vor allem von der richtigen Einnahme ab. Wird die Pille falsch oder gar nicht eingenommen, ist kein Schutz gewährleistet.

Die wichtigsten Punkte, um sicher mit der Pille zu verhüten, sind:

Regelmäßigkeit

Für jedes Präparat gilt: Es muss regelmäßig eingenommen werden, um sicher vor einer Schwangerschaft zu schützen. Wird die Pille vergessen oder zu spät eingenommen, bleibt der Hormonspiegel im Körper nicht auf einem konstanten Level. Das ist jedoch notwendig, damit die Schutzmechanismen ununterbrochen funktionieren.

Bei einer Studie der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ von 2011 gaben 38 Prozent der Frauen an, schon einmal die Pille vergessen haben. Laut der „Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände“ (ABDA) wird die „Pille danach“ monatlich 60.000 Mal verkauft. Die Statistiken zeigen ein klares Bild: Die Antibabypille wird häufig vergessen.

Mediziner empfehlen daher, sich feste Routinen zu schaffen. So wird die Pille nur einmal und zu festen Zeiten eingenommen. Um die Routinen zu untersützen, können folgende Hilfsmittel verwendet werden:

  • spezielle Pillen-Apps
  • Alarm auf dem Handy einrichten
  • Blister fest in die Abendroutine einbauen und beispielsweise immer direkt nach dem Abschminken oder dem Zähneputzen einnehmen

Wird die Pille trotzdem vergessen, hängen die Folgen vor allem von dem Zeitpunkt ab.

Pille vergessen – was tun?

Trotz aller Maßnahmen, kann es passieren, dass die Antibabypille vergessen wird. Grundsätzlich gilt: Kühlen Kopf bewahren und die Einnahme so schnell wie möglich nachholen.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Pille in der 1. Woche vergessen: Wird die Einname in der ersten Woche (1. bis 7. Tablette) vergessen, ist das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft am höchsten. Die Einnahme der vergessenen Pille sollte nachgeholt werden, auch wenn das Vergessen erst bei der nächsten regelmäßigen Einnahme auffällt. Die nächsten sieben Tage entfällt der Schutz und eine zusätzliche Verhütung ist notwendig. Spermien überleben bis zu fünf Tage im Körper. Das Risiko einer Befruchtung besteht somit auch, wenn es innerhalb der letzten sieben Tage vor dem Vergessen zum Geschlechtsakt kam. In diesem Fall hilft eine Beratung bei einem Frauenarzt, der möglicherweise zur „Pille danach“ rät.
  • Pille in der zweiten Woche vergessen: Kein Risiko für eine Schwangerschaft besteht, wenn die Pille in der zweiten Einnahmewoche vergessen wurde. Mit einer Ausnahme: Wurde die Pille auch in der ersten Woche vergessen, besteht ein Schwangerschaftsrisiko. Dann sollte zusätzlich mit einem Kondom verhütet werden.
  • Pille in der dritten Woche vergessen: Die Verhütungswirkung der Pille ist nicht gemindert. Es gibt zwei Möglichkeiten, um mit dem Vergessen richtig umzugehen. Bei der ersten Möglichkeit wird die Pille nicht nachträglich eingenommen und die Einnahmepause vorgezogen. Nach den sieben Tagen wird die Einnahme mit dem nächsten Blister fortgesetzt. Bei der zweiten Möglichkeit wird die Einnahme so schnell wie möglich nachgeholt. Nachdem der Blister aufgebraucht ist, wird jedoch keine Einnahmepause gemacht, sondern sofort mit dem nächsten Blister begonnen.

Wurde mehr als eine Pille in der ersten oder zweiten Einnahmewoche vergessen, ist das Risiko für eine Schwangerschaft gegeben. Es steigt mit der Anzahl der vergessenen Tabletten und wird umso höher, je näher der Zeitpunkt des Vergessens an der vorherigen Einnahmepause ist.
Beim Vergessen mehrere Pillen in der dritten Woche, kann so vorgegangen werden, wie wenn lediglich eine Pille vergessen wurde.

Erbrechen oder Durchfall – trotzdem geschützt?

Die Wirkstoffe der Pille werden über die Schleimhäute des Darms vom Körper aufgenommen. Bei Durchfall oder Erbrechen innerhalb von vier Stunden nach der Pilleneinnahme können die Wirkstoffe nicht vollständig aufgenommen werden. Die verhütende Wirkung ist daher herabgesetzt oder nicht gegeben.

Daher sollte schnellstmöglich eine weitere Pille genommen werden. Darmbeschwerden und Erbrechen können auf eine Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) hinweisen. Dabei sind die Darmschleimhäute entzündet und die Wirkstoffe der Pille können schlechter resorbiert werden. Während einer Gastroenteritis sollte daher solange zusätzlich verhütet werden, bis wieder an sieben aufeinanderfolgenden Tagen die Pille ohne Darmbeschwerden eingenommen wurde.

Pille runterschlucken

Grundsätzlich ist es egal, wie die Pille eingenommen wird. Wichtig ist nur, dass die Pille im Darm ankommt. Daher ist es auch möglich, die Pille in einem Glas Wasser aufzulösen und dieses zu trinken oder die Antibabypille zu lutschen.

Bei der Einnahme der Pille kann also nichts falsch gemacht werden, solange die Wirkstoffe im Magen ankommen.

Pillenwirkung bei gleichzeitiger Antibiotika-Einnahme

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die Wechselwirkung zwischen Pille und Antibiotikum zum Gegenstand hatten. Zwar sind die Ergebnisse einiger Studien entwarnend, doch ein Großteil zeigt eine herabgesetzte Wirkung der Antibabypille bei gleichzeitiger Einnahme. Hierfür gibt es zwei Gründe.

  1. Antibiotika greifen die Darmbakterien an: Antibiotika greifen nicht nur die schlechten Bakterien an, sondern auch die guten Mitbewohner des Darms. Dazu zählen circa 3 Kilogramm guter Darmbakterien, die den menschlichen Darm besiedeln. Da die Hormone in der Pille erst durch die Darmbakterien aktiviert werden müssen, um wirken zu können, hängt Wirkung der Pille direkt mit einem intakten Mikrobiom (Gesamtheit aller Darmbakterien) zusammen. Prebiotika und Probiotika helfen beim Erhalt oder Aufbau eines gesunden Mikrobioms. Je niedriger die Pille dosiert ist, desto stärker beeinflusst das Antibiotikum die Wirkung.
  2. Antibiotika wirkt auf Enzyme: Die Pille wird über verschiedene Enzyme im Körper abgebaut. Hierzu zählen beispielsweise die CYP-Enzyme. Insbesondere das Enzym „CYP3A4“ spielt eine große Rolle in der Pharmakologie. Antibiotika haben eine komplexe Wirkung auf diese Enzyme. Sie hemmen die Funktionsweise der abbauenden Enzyme und erhöhen ihre Anzahl. Befinden sich mehr CYP-Enzyme im Körper, werden die Wirkstoffe schneller abgebaut. Dadurch kann die verhütende Wirkung der Antibabypille durch Antibiotika herabgesetzt werden.

Das erklärt auch, warum viele Experten davon abraten, die Antibabypille mit Grapefruitsaft zu nehmen. Grapefruitsaft hemmt das Enzym „CYP3A4“, wodurch die Wirkung der Pille beinträchtigt werden kann.

Für wen ist die Pille geeignet?

Die Pille ist für jede Frau geeignet, die verhüten möchte.

Mädchen ab dem 14. Lebensjahr können sich die Pille ohne Einverständniserklärung der Eltern verschreiben lassen. Davor benötigen sie eine Einverständniserklärung der Eltern.

Bei bestimmten gesundheitlichen Problemen, oder wenn Östrogen nicht vertragen wird, kann entweder auf eine andere Antibabypille oder auf eine andere Verhütungsmethode zurückgegriffen werden.

Die Pille bietet sowohl Vor- als auch Nachteile.

Vorteile der Pille

  • Sichere Verhütungsmethode: Wird die Pille richtig eingenommen, wirkt sie fast einhunderprozentig.
  • Akne und Hautunreinheiten: Die Hormone in der Pille können den Hormonspiegel ausgleichen und so Akne und Hautunreinheiten entgegenwirken. Mädchen bilden in der Pupertät vermehrt männliche Geschlechtshormone (Androgene). Die Antibabypille gleicht das Ungleichgewicht der Hormone wieder aus.
  • Menstruationsbeschwerden: Bauchkrämpfe und Schmerzen während der Periode können durch die Pille gemindert werden.
  • Regelmäßigkeit: Die Pille verringert häufig die Dauer sowie die Stärke der Periode.
  • Migräne: Bei einigen Frauen hilft die Pille gegen Migräne, bei anderen Frauen begünstigt sie Miräne. Bei einem erhöhten Risiko für Migräne ist eine Gestagen-Pille eine Möglichkeit der hormonellen Verhütung.
  • Erhalt der Fruchtbarkeit: Im Gegensatz zu anderen Verhütungsmethoden beeinflusst die Pille nicht die Fruchtbarkeit. Ist eine Schwangerschaft gewünscht, muss die Pille lediglich abgesetzt werden. Da Absetzen der Pille ist unkompliziert.

Nachteile der Antibabypille

  • Regelmäßige Einnahme: Damit die Pille schützt, muss sie täglich eingenommen werden. Das Zeitfenster dafür beträgt bei manchen Wirkstoffen (Levonorgestrel) nur drei Stunden.
  • Geschlechtskrankheiten: Kondome schützen sowohl vor einer ungewollten Schwangerschaft sowie vor Geschlechtskrankheiten. Die Pille schützt dagegen nicht vor Geschlechtskrankheiten.
  • Liste der Nebenwirkungen: Die Liste der möglichen Nebenwirkungen hängt von den Wirkstoffen ab. Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht, Diabetes und Thrombose in der Familie. Mögliche Nebenwirkungen sind Libidoverlust, Depression, Stimmungsschwankungen, Schmerzen im Brustbereich, Übelkeit und Kopfschmerzen. Zudem kann es zu einer Gewichtszunahme kommen.
  • Stillzeit: Kombinationspillen dürfen während der Stillzeit nicht eingenommen werden, da die Muttermilch ansonsten zu viele Hormone enthalten würde. Gestagenpillen sind jedoch unproblematisch.

Zudem scheint es einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Krebsarten (vor allem Brustkrebs) und der Einnahme der Pille zu geben. Das Thema ist unter Experten jedoch umstritten.

Die Pille und Haarausfall

Ein weiteres Thema, bei dem die Experten unterschiedliche Meinungen haben, ist Haarausfall. Frauen, die genetisch für Haarausfall anfällig sind, können durch die Einnahme der Antibabypille vermehrt Haare verlieren. Zudem kann das Absetzen der Pille zu Haarausfall führen. Insbesondere Gestagene begünstigen Haarausfall während der Einnahme. Beim Absetzen der Pille sind es wiederum die (fehlenden) Östrogene, die die Haare vom Wachstumsstadium in das Ruhestadium versetzen. Dadurch fallen die Haare einige Wochen versetzt aus.

Tritt das Problem während der Einnahme auf, sollte es mit dem Frauenarzt besprochen werden. Dieser kann ein Präparat mit weniger Gestagen verschreiben. Zudem verschwinden die Symptome, wenn die Pille wieder abgesetzt wird.

Wie kann die Pille gekauft werden?

Die Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel und unterliegt wie andere hormonelle Verhütungsmittel der Apotheken- sowie Rezeptpflicht. Die Pille danach unterliegt dagegen nur der Apothekenpflicht und kann somit rezeptfrei erworben werden.

Nicht jede Frau verträgt hormonelle Verhütungsmittel. Durch die Rezeptpflicht kann sie lediglich durch einen Arzt oder eine Ärztin verschrieben werden. Mädchen ab 14 können sich die Pille ohne Kenntnis der Eltern verschreiben lassen. Bei Mädchen unter 14 Jahren ist die Zustimmung der Eltern nötig.

Wie viel kostet die Pille?

Bis zum 18. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse den vollen Betrag für die Pille. Vom 18. bis zum 22. Lebensjahr fällt pro Rezept eine Zuzahlung von fünf bis zehn Euro an.

Ab dem 22. Lebensjahr liegen die Kosten pro Monat zwischen 4 und 15 Euro. Dreimonatspackungen lohnen sich, da sie billiger sind.

Frauen, die privat versichert sind, müssen die Kosten für die Pille selbst tragen.

Welche Alternativen gibt es zur Pille?

Die Antibabypille ist eine einfache Verhütungsmethode, die von vielen Frauen verwendet wird. Sie bietet viele Vorteile. Für Frauen die hormonelle Verhütung nicht vertragen, oder die zu einer Risikogruppe gehören, gibt es zahlreiche Alternativen.

Hormonelle Alternativen zur Pille

  • Verhütungspflaster: Wird an eine Stelle geklebt, an der es gut haftet. Es enthält ebenfalls Östrogen und Gestagen.
  • Hormonspirale: T-förmiger Kunststoff, der vor allem bei Frauen, die schon ein Kind haben, eingesetzt wird. Sie gibt kontinuierlich Levonorgestrel ab. Vor dem Einsetzen findet eine gynäkologische Untersuchung statt. Zudem wird in regelmäßigen Abständen die Lage kontrolliert.
  • Vaginalring: Der Vaginalring ist ein Ring aus weichem Kunststoff, der in die Scheide eingesetzt wird. Er gibt kontinuierlich Hormone an die Scheidenschleimhäute ab. So gelangen die Wirkstoffe in den Blutkreislauf. Nach drei Wochen wird der Ring herausgenommen, eine Woche kein Ring getragen und dann wieder ein neuer Vaginalring eingeführt.
  • Verhütungsstäbchen: Das hormonelle Implantat wird in den Oberarm eingesetzt und gibt dort Etonogestrel an den Blutkreislauf ab. Es wirkt circa drei Jahre.

Nicht-hormonelle Alternativen zur Pille

  • Kondome: Der Klassiker schützt nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten.
  • Kupferspirale: Ein T-förmiges Stäbchen aus Kunststoff, das mit Kupfer umkleidet ist. Die Spirale gibt Kupfer ab. Diese geringen Mengen Kupfer reichen, um den Schleim der Gebärmutter und den des Muttermundes zu verändern. Das Einsetzen erfolgt bei einem Frauenarzt, nachdem eine schriftliche Einverständniserklärung unterschrieben wurde.
  • Diaphragma: Eine Kappe aus Latex oder Silikon, die so eingesetzt wird, dass sie den Muttermund verschließt. Dadurch können Spermien die Eizelle nicht befruchten. Die Verhütungskappe funktioniert wie ein Diaphragma, ist jedoch kleiner.
  • Temperaturmethode: Hiefür wird jeden Morgen die Temperatur gemessen und ein weiteres Symptom aufgenommen. Dadurch lässt sich bestimmen, wann es zum Eisprung kommt. Somit muss nur während der fruchtbaren Zeit zusätzlich verhütet werden. Der Pearl-Index beträgt 0,8 bis 3. Eine genaue Anleitung kann im Internet recherchiert werden. Zudem gibt es einige Apps, die bei der Berechnung helfen.