Wechseljahre (Klimakterium)

Die Wechseljahre der Frau (Klimakterium) sind ein Lebensabschnitt, der durch den dauerhaften Rückgang der Hormonproduktion der Eierstöcke (Östrogen und Progesteron) und den daraus resultierenden körperlichen, aber auch psychischen Veränder-ungen geprägt ist. Die Wechseljahre beginnen meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Als Menopause wird der Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation bezeichnet. Die Wechseljahre lassen sich in 3 Abschnitte einteilen. 1. Prämenopause: Rückgang der Hormonproduktion vor der letzten Regelblutung, jedoch noch ohne typische Beschwerden; 2. Perimenopause: Einsetzen der typischen Beschwerden, Dauer zwei bis vier Jahre nach der letzten Regelblutung; 3. Postmenopause: der Zeitraum danach bis etwa zum 65. Lebensjahr. Typische akute Beschwerden in den Wechseljahren sind: Hitzewallungen, bei denen die Haut insbesondere im Bereich von Gesicht und Oberkörper rötlich und warm wird, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Das Ausmaß der Beschwerden kann durch psychische Faktoren (Familie, Beruf, Lebensumfeld) beeinflußt werden. Neben den akuten Beschwerden sind langfristige Beschwerden möglich. Mit fortschreitendem Alter bilden sich Brustgewebe, Genitalien und Knochengewebe zurück, während das Körpergewicht bei vielen Frauen eher ansteigt. Die Prophylaxe und Therapie beinhaltet je nach vorherrschendem Beschwerdebild naturheilkundliche Verfahren, physikalische Maßnahmen wie Wechselbäder und -duschen, Hormontherapie sowie in Ausnahmefällen Antidepressiva und Beruhigungsmittel. Eine begleitende psychologische Betreuung kann bei seelischen Konflikten wertvolle Hilfe leisten.

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