Virushepatitis

Bei der Virushepatitis handelt es sich um eine durch die Hepatitisviren A bis G verursachte Leberentzündung. Sie beginnt akut mit typischem Verlauf und kann in eine chronische Form übergehen. Die Virushepatitis ist im deutschsprachigen Raum mit jährlich mehr als 20000 Erkrankungen eine der häufigsten schweren Infektionskrankheiten und ist meldepflichtig. Die akute Virushepatitis wird je nach Struktur des Hepatitisvirus, nach Übertragungsweg, Inkubationszeit, Verlauf und möglichen Folgeerkrankungen in verschiedene Formen unterteilt: Eine Hepatitis-A-Infektion erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser und Nahrung bei Reisen in Länder mit schlechtem Hygienestandard, außerdem durch Schmierinfektion (Speichel, Schweiß, Sperma bzw. Vaginalsekret und Fäkalien). Hepatitis B und Hepatitis C werden meist über den Blutweg und ebenfalls durch Schmierinfektion übertragen. Gefährdet sind v.a. Drogenabhängige, die unsauberes Spritzenbesteck benutzen, Menschen mit häufig wechselndem Geschlechtspartner, Bluterkranke oder andere Personen, die Bluttransfusionen unklarer Herkunft bekommen, Dialysepatienten und (zahn)medizinisches Personal. Mit Hepatitis D stecken sich nur Menschen an, die schon zuvor mit Hepatitis B infiziert sind. Hepatitis E kommt v.a. in Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika vor, Hepatitis F in Indien. Hepatitis G ist vor allem unter Drogenabhängigen verbreitet. Die chronische Virushepatitis ist eine durch Viren hervorgerufene Leberentzündung, die länger als 6-12 Monate besteht und entweder einen chronisch persistierenden oder einen chronisch aggressiven Verlauf nimmt.

© 1997-2019 | -