Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Die Hyperhidrose ist eine über die normale Wärmeregulation hinausgehende gesteigerte Schweißabsonderung. Man unterscheidet zwei verschiedene Formen:
Die sekundäre Hyperhidrose tritt als Teilsymptom bei einige Krankheitsbildern wie Hyperthyreose, Adipositas, Hitzewallungen im Klimakterium oder Hormonbehandlung eines Prostatakarzinoms auf. Im allgemeinen betrifft die Hyperhidrose dabei den ganzen Körper.
Die primäre oder essentielle Hyperhidrose mit unbekannter Ursachen hingegen ist die weit häufigere Form. Sie beginnt im allgemeinen in der Pubertät und hält das ganze Leben lang an. Nervosität und Aufregung sind oft auslösende Faktoren, ohne daß dabei eine psychische Störung vorliegt.
Bei der sekundären Hyperhidrose sollte in erster Linie die zugrundeliegende Krankheit behandelt werden. Bei Patienten mit primärer Hyperhidrose oder bei sekundärer Hyperhidrose, die durch kausale Therapie nicht auf ein erträgliches Maß reduziert werden kann, können grundsätzlich folgende Behandlungsmethoden angewendet werden: Antitranspirantien, Ionophorese, Botulinustoxin oder chirurgische Verfahren (Exzision der axillären Schweißdrüsen, Sympathektomie).

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