Synästhesie

Die Synästhesie – abgeleitet von den altgriechischen Wörtern “syn” (zusammen) und “aisthesis” (Empfinden) ist eine seltene psychologisch-neurologische Fähigkeit, bei der sich unwillkürlich Sinnesempfindungen miteinander vermischen. Manche Synästhetiker können Buchstaben fühlen, andere können Töne in bunten Farben sehen. Die meisten sehen Texte und Zahlen in Farbe.
Synästhesie ist keine Erkrankung, sondern das Resultat einer spezifisch-neuronalen Vernetzung im Gehirn.
Es spricht einiges dafür, daß das Phänomen der Synästhesie genetische Ursachen hat und vererbt wird. Über 80 Prozent der Synästhetiker sind Frauen und auch der Anteil der homosexuellen Männer ist überdurchschnittlich hoch.
Synästhetiker wissen häufig nichts von ihrer Veranlagung. Für sie sind ihre Sinnesempfindungen völlig normal. Andere Synästhetiker wiederum verdrängen ihre Begabung aus dem Bewußtsein, da sie in der Kindheit die Erfahrung gemacht haben, für verrückt erklärt zu werden oder auf Unverständnis stießen, wenn sie ihren synästhetischen Erfahrungen Ausdruck gaben.

© 1997-2018 | -