Sumpffieber (Malaria)

Die Malaria ist eine fieberhafte Tropenkrankheit, die durch einzellige Parasiten (Plasmodien) verursacht und durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke übertragen wird. Die Plasmodien gelangen beim Stich der auch sog. Malaria-Mücke in die Blutbahn des Menschen, vermehren sich dort und dringen in die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ein, in denen sie sich weiter vermehren. Es gibt mehrere Arten von Erregern mit verschiedener Entwicklungsdauer. Die “bösartige” Malaria tropica (Erreger = Plasmodium falciparum) hat eine Inkubationszeit von ca. 7-12 Tagen. Sie kann rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Koma, Nierenversagen und Schock führen. Die “gutartige” Malaria tertiana (Erreger = Plasmodium Vivax) kann nach 9-16 Tagen auftreten, bisweilen noch bis zu einem Jahr nach der Rückkehr aus gefährdeten Reisegebieten. Spätere Rückfälle sowie eine dritte Art, die Malaria quartana (Erreger = Plasmodium malariae) sind extrem selten. Die Diagnose wird während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut gesichert, nachträglich kann sie noch durch spezielle Antikörperuntersuchungen geführt werden. Trotz zunehmender Resistenzprobleme ist die Malaria bei rechtzeitiger Behandlung mit spezifischen Antimalariamitteln heilbar. Die Vorbeugung erfolgt individuell durch prophylaktische Arzneimitteleinnahme, allgemein durch Gewässersanierung und Mückenbekämpfung.

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