Soziale Phopie

Unter dem Begriff Sozialphobie versteht man eine dauerhafte, unangemessene Furcht und Vermeidung von Situationen, in denen die Betroffenen mit anderen Menschen zu tun haben und dadurch einer möglichen Bewertung im weitesten Sinne ausgesetzt sind. Sie befürchten zu versagen, sich lächerlich zu machen oder durch ungeschicktes Verhalten gedemütigt zu werden. Innerhalb der Phobien ist die Soziale Phobie die zweithäufigste Angststörung.
Sozialphobien können sowohl eng umschrieben sein (z.B. Furcht vor öffentlichem Sprechen) als auch einen Großteil aller zwischenmenschlichen Aktivitäten einschließen (z.B. Parties, Gespräche, Essen, Schreiben vor anderen). Typischerweise löst die Konfrontation mit einer sozialen Situation fast immer sofort Angst aus und die Patienten zeigen ausgeprägte Erwartungsängste.
Die Soziale Phobie ist mit Psychotherapie, vor allem Gruppentherapie (Mittelpunktsübungen, Ansprechübungen, Blamierübungen) sowie auch durch eine befristete medikamentöse Therapie (z.B Serotoninselektive Antidepressiva, Tryptophan, Inositol, Phenylalanin) meist gut behandelbar.

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