Skoliose

Die Skoliose ist eine chronische seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule mit Verdrehungen, Stellungsänderungen und Verformungen der Wirbelkörper. Die meisten Skoliosen entwickeln sich im Wachstumsalter zwischen 7 und 16 Jahren. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen.
Ursachen und Einteilung der Skoliosen: Angeborene Fehlbildungen beim Aufbau einzelner Wirbelkörper (Kongenitale Mißbildungsskoliose oder Osteopathische Skoliosen); ein angborener oder erworbener Muskelabbau zwischen den einzelnen Wirbelkörpern (Myopathische Skoliose); durch angeborene oder erworbene Lähmungen (Neuropathische Skoliose) sowie beim Marfan-Syndrom durch eine Störung im Aufbau des Bindegewebes der Wirbelsäule (Fibropathische Skoliose).
Bei vielen Skoliosen ist die Ursache unbekannt (idiopathische Skoliose).
Die Skoliose stört die Statik und Mechanik der Wirbelsäule, sodaß die Betroffenen früh unter Verschleißerscheinungen mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen leiden. Bei der Untersuchung fallen eine Schulterdifferenz und evtl. ein Beckenschiefstand auf. Beugt sich der Betroffene vor, ist je nach Lokalisation der Skoliose ein Rippenbuckel oder ein Lendenwulst sichtbar. Bei starken Verbiegungen der Wirbelsäule und der Rippen kann der Rumpf so verkleinert sein, daß die Funktion von Herz, Lunge, Magen, Darm und Nieren eingeschränkt ist.
Die Behandlung erfolgt bei einer leichten Skoliose durch tägliche Krankengymnastik mit Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur. Bei stärkeren Verformungen wird ein Korsett angepaßt. Eine operative Korrektur ist nur bei schweren Verformungen notwendig.

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