Selbstmordneigung (Suizidalität)

Der Begriff Suizid setzt sich aus den beiden lateinischen Ausdrücken sui cadere (sich töten) oder sui cidium (Selbsttötung) zusammen. Suizidalität (Selbstmordneigung) ist definiert durch die Summe aller Denk- und Verhaltensweisen von Menschen oder Gruppen von Menschen, die in Gedanken, durch aktives Handeln oder Handelnlassen oder passives Unterlassen den eigenen Tod anstreben bzw. als mögliches Ergebnis einer Handlung in Kauf nehmen.
Psychiatrisch gesehen kommt Suizid bei allen seelischen Krankheiten, besonders bei endogenen Depressionen und abnormen seelischen Entwicklungen vor.
Besteht aufgrund einer anhaltend traurigen Verstimmung, zunehmender Zurückgezogenheit oder düsteren Äußerungen (präsuizidales Syndrom) Anlass zur Sorge, daß ein Freund oder Familienangehöriger selbstmordgefährdet ist, sollte man dies ansprechen.
Die Beurteilung der Suizidalität ist die wichtigste Grundlage für Behandlungsmaßnahmen (Psychotherapie, psychologische Beratung, evtl. auch eine medikamentöse antidepressive Behandlung).

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