Schlafstörungen (Insomnie/Hyposomnie)

Schlafstörung bezeichnet als Oberbegriff alle “krankhaften” Veränderungen des Schlafverhaltens bzw. Schlaferlebens. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird dieser Begriff jedoch meistens eingeengt auf Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen gebraucht. Derartige Schlafstörungen werden in der Schlafmedi-zin als Insomnie oder auch treffender als Hyposomnie bezeichnet, denn ein vollständiger Verlust der Schlaffähigkeit tritt extrem selten und dann auch nur im Zusammenhang mit hirnorganischen Veränderungen auf. Die Diagnose “Insomnie” setzt voraus, dass die Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen seit mehr als einem Monat an mindestens 4 von 7 Tagen auftreten und zu einer Einschränkung der Befindlichkeit und zumindest des subjektiv erlebten Leistungsvermögens am nächsten Tag führen. Die Diagnose “primäre Insomnie” besagt, dass die Schlafprobleme nicht sekundär zu einer körperlichen oder psychischen Erkrankung, wie z.B. Schilddrüsenfehl-funktionen, Magen-Darm-Geschwüren bzw. Depressionen auftreten, sondern eine selbständige Erkrankung darstellen. Betroffene können sich durch eine Reihe von einfachen Maßnahmen das Ein- und Durchschlafen erleichtern (Schlaf). Bei seelischen Konflikten oder Unfähigkeit, sich zu entspannen, kann Psychotherapie, besonders das autogene Training, hilfreich sein. Die Einnahme von Schlafmitteln sollte ausschließlich auf ärztliche Anordnung erfolgen, weil hier die Gefahr der Gewöhnung (Sucht) besonders groß ist.

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