Schizophrenie

Mit dem Begriff Schizophrenie wird eine Gruppe endogener Psychosen bezeichnet, denen eine vielschichtige Persönlichkeitsstörung mit charakteristischen Veränderungen des Denkens, Fühlens, Willens und der Beziehung zur Umwelt zugrunde liegt.
Die Erkrankungswahrscheinlichkeit beträgt etwa 1%, unabhängig von Rasse und Kulturkreis. Die Ätiologie bzw. die Genese ist multifaktoriell; ein genetischer Faktor ist, wie u.a. die Zwillingsforschung zeigt, meist beteiligt. Etwa 60% der schizophrenen Erkrankungen beginnen zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr.
Unverzichtbare Säule der Behandlung ist die medikamentöse Therapie mit Neuroleptika von unterschiedlichem Wirkspektrum. Eine begleitende Psychotherapie, in die auch die nächsten Angehörigen mit einbezogen werden sollten, verbessert die Langzeitprognose. Da der Betroffene im akuten Schub mangels Krankheitseinsicht oder auch infolge eines Verfolgungswahns oft wenig bereit ist, seine (“von anderen aufgezwungenen”) Medikamente einzunehmen, ist eine stationäre Einweisung vielfach unumgänglich.

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