Arterielle Verschlußkrankheit (Schaufensterkrankheit, Claudicatio intermittens)

Unter Claudicatio intermittens versteht man Beschwerden, die bei der arteriellen Verschlußkrankheit auftreten. Sie wird durch chronisch-entzündliche Prozesse kleiner und und mittlerer Arterien besonders der unteren Extremitäten verursacht und betrifft vor allem Männer zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Die Ursache ist unbekannt, Autoimmunerkrankungen gelten als wahrscheinlich. Durch Anlagerung von Thromben und Venenvernarbungen kommt es zu peripheren Gefäßverengungen oder -verschlüssen mit Durchblutungsstörungen in den betreffenenden Körperteilen.
Die Symptome bestehen in Kältegefühl, Kribbeln und belastungsabhängigen brennenden Schmerzen, die in den unteren Extremitäten zu einem intermittierenden Hinken (Claudicatio intermittens) führen: In Abhängigkeit vom Gehtempo treten infolge muskulärer Mangeldurchblutung Wadenschmerzen auf, die zum Stillstand zwingen und dann wieder verschwinden (“Schaufensterkrankheit”, da Erholungsphasen unauffällig zum Betrachten von Schaufensterauslagen genutzt werden). Mit fortschreitender Verengung treten die Schmerzen auch im Ruhezustand auf, schließlich kommt es zu Gewebsnekrosen (“Raucherbein”) mit Gliedmaßenverlust.
Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Symptomatisch werden gefäßerweiternde, gerinnungshemmende und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Bei Gefäßverschlüssen wird eine operative Gefäßplastik durchgeführt.

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