Pseudokrupp (Laryngitis subglottica)

Der Pseudokrupp ist eine von mehreren Varianten der Entzündung der Schleimhäute des Kehlkopfes und seiner Umgebung. Er tritt meist im Rahmen einer Erkältungs- bzw. Grippeerkrankung, also eines Virusinfektes der Luftwege auf. Betroffen sind Kinder bis zum Eintritt ins Schulalter, mehr Jungen als Mädchen. Typisch sind plötzlich auftretender, nächtlicher, bellender Husten (Krupp-Husten), Heiserkeit, ein pfeifendes Geräusch beim Einatmen (Stridor) und eine Schwellung der Schleimhaut von Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien. In schweren Fällen besteht auch deutliche Atemnot. Wichtigste erste Behandlung besteht in der Beruhigung des Kindes und Freiluftbehandlung (offenes Fenster, besser noch Balkon oder Terrasse). Bessern sich die Beschwerden mit diesen Maßnahmen nicht, so ist die Gabe von kortisonhaltigen Zäpfchen, in schwereren Fällen auch die Inhalation von speziell zubereitetem Adrenalin notwendig. Wenn sich die Atemsituation unter den eingeleiteten Maßnahmen nicht bessert, sollte der ärztliche Notdienst aufgesucht werden.

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