Vogelkrankheit (Ornithose, Psittakose)

Die Ornithose ist eine durch Vögel auf Menschen und Tiere übertragbare akute, bakterielle Infektionskrankheit, verursacht durch den Erreger Chlamydia psittaci. Erfolgt die Ansteckung durch Sittiche oder Papageien, spricht man von Psittakose (Papageienkrankheit). Latent infizierte Tiere stellen einen ständigen Infektionsherd da. Diese und klinisch kranke Tiere scheiden den Erreger mit dem Nasensekret, dem Kot und Urin, Tauben auch mit der Kropfmilch, aus. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch Einatmen von erregerhaltigem Staub, der durch Aufwirbeln angetrockneten Kotes entsteht, sowie durch Kontakt mit erregerhaltigen Ausscheidungen (Futter, Trinkwasser). Die Ansteckungmöglichkeiten sind bei der Haltung vieler Tiere in geschlossenen Räumen am größten.
Die Krankheit bricht 6-20 Tage nach der Infektion aus. Symptome sind grippeähnliche Erscheinungen (Kopfschmerzen, Gelenks- und Muskelschmerzen), Fieber bis 40 Grad, Bindehautentzündung sowie eine atypische Lungenentzündung. Die Therapie besteht in der Gabe eines Antibiotikums (meist Tetrazyklin). Nach überstandener Krankheit besteht eine langjährige Immunität. Die Ornithose ist bei Verdacht, Erkrankung und Tod meldepflichtig.

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