Nierenversagen (Niereninsuffizienz)

Die Niereninsuffizienz ist ein akut einsetzender oder langsam fortschreitender Funktionsverlust der Niere. Im Blut steigt dann die Konzentration der sog. harnpflichtigen Substanzen wie Kreatinin und Harnstoff an, die eigentlich mit dem Urin ausgeschieden werden müssen. Schließlich kommt es zu einer Harnvergiftung (Urämie). Zusätzlich wird Flüssigkeit ins Gewebe eingelagert (Ödem).
Das akute Nierenversagen kann verursacht werden durch eine Minderdurchblutung der Nieren (“Schockniere”) in Folge eines starken Blutdruckabfalls, etwa bei Unfällen, großen Blutungen, Herzversagen oder Flüssigkeitsmangel. Daneben gibt es etliche Medikamente, die zu einem akuten Nierenversagen führen können. Leberversagen, Entzündungen der Niere oder Infektionen sind ebenfalls mögliche Auslöser. Fast alle Nierenerkrankungen können zu einem über Monate und Jahre fortschreitenden Verlust von funktionsfähigem Nierengewebe führen (chronisches Nierenversagen). Als Ursache stehen an erster Stelle die Glomerulonephritis, der Diabetes, Gefäßerkrankungen (Bluthochdruck), angeborene Zystennieren und Nierenbeckenentzündungen. Oft lässt sich kein Auslöser finden. Die Therapie erfolgt symptomatisch. Nicht selten müssen sich Betroffene der chronischen Niereninsuffizienz einer Dialyse oder Nierentransplantation unterziehen.

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