Nierentumoren

Als Nierentumoren bezeichnet man sämtliche benigne (gutartige) und maligne (bösartige) Geschwülste der Niere.
Zu den gutartigen Tumoren der Niere zählen das Nierenadenom der Nierenrinde sowie Geschwülste des Nierenbindegewebes wie Fibrome, Myome oder Lipome. Da sie meistens keine Beschwerden verursachen, werden sie häufig rein zufällig gefunden und bedürfen meist anstelle einer sofortigen Behandlung nur einer engmaschigen Kontrolle.
Ungefähr 90% aller Nierentumoren sind bösartig. Der häufigste bösartige Nierentumor ist das von den Tubuluszellen ausgehende Nierenzellkarzinom (Hypernephrom) des Erwachsenen, während beim Kind das Nephroblastom (Wilms-Tumor) überwiegt. Zu den typische Symptomen des Nierenzellkarzinoms gehört die Hämaturie (Ausscheidung von roten Blutkörperchen mit dem Urin).
Die Diagnostik und die Beurteilung der Ausbreitung des Tumors erfolgt über bildgebende Verfahren wie Sonographie, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).
Falls möglich werden Niere und Tumor radikal entfernt. Dabei werden auch der Harnleiter mit den umgebenden Blutgefässen und die Lymphknoten um Aorta bzw. Vena cava reserziert. Die Prognose ist abhängig von der Ausdehnung des Tumors, bei Beschränkung auf die Niere beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 70-80%. Liegen jedoch bereits Metastasen vor, so sinkt sie auf unter 5%.

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