Immunhyperthyreose (Basedow-Krankheit, Morbus Basedow)

Der Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Autoantikörper gegen das Gewebe der Schilddrüse gebildet werden. Die Krankheit äußert sich überwiegend als Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Da es außerdem zu einer Kreuzreaktion mit Fettgewebe hinter dem Auge kommt, zeigen 70 Prozent der Patienten das Symptom hervortretender Augäpfel (endokrine Orbitopathie). Weitere typische Symptome des Morbus Basedow sind eine vergrößerte Schilddrüse (Kropf), Herzrasen oder schneller Herzschlag (Trachykardie). Die drei genannten Symptome werden auch als Merseburger Trias bezeichnet (nach dem Wirkort, wo Karl Adolf von Basedow die Erkrankung erstmals beschrieb). Die Diagnose wird durch den laborchemischen Nachweis bestimmter Autoantikörper gesichert. Um eine normale Schilddrüsenfunktion zu erreichen, werden unter regelmäßiger Kontrolle der Schilddrüsenhormone für 6-18 Monate Thyreostatika verordnet, welche die Produktion oder Freisetzung von Schilddrüsenhormonen hemmen. Falls die Krankheit hierdurch nicht zum Stillstand gebracht werden kann oder es zum Rückfall kommt, kann eine Radiojodtherapie oder Operation notwendig sein.

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