Kokainsucht

Kokain ist neben Heroin eines der gefährlichsten Rauschgifte. Gewonnen wird es aus den Blättern des Coca-Strauches (Erythroxylum coca). Als Medikament wird es aufgrund seiner gefäßverengenden und lokal betäubenden Wirkung in der Augenheilkunde verwendet. Beim Schnupfen, Kauen oder Spritzen von Kokain entsteht eine starke Euphorie. Darauf kann eine Phase einer empfundenen Bedrängung und gewissen Hoffnungslosigkeit folgen. Seit den 80er-Jahren ist besonders das ebenfalls schnell süchtig machende Crack verbreitet. Dabei handelt es sich um einen Kokainabkömmling, der geraucht werden kann. Die Gefahr der Kokainabhängigkeit ist sehr groß. Dies macht sich vor allem psychisch bemerkbar. Da das Alkaloid nicht in den Stoffwechsel eingebaut wird, liegt keine physische Abhängigkeit vor, wie man sie von den Opiaten (Heroin etc.) kennt. Die körperlichen Schäden bei Dauerkonsum wie die sog. Koksnase und der körperliche Verfall ließen sich bei reinem Stoff und sozialer Unterstützung weitgehend vermeiden.

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