Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)

Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) wird durch bösartige Zellveränderungen im Kehlkopf verursacht. Kehlkopfkrebs ist eine Erkrankung, die überwiegend Männer betrifft (vier von fünf Neuer-krankungen). Hauptgrund für die Entstehung von Kehlkopfkrebs ist eindeutig das Rauchen, vor allem in Kombination mit erhöhtem Alkoholgenuss. Zu den Risikofaktoren gehören aber auch lang anhaltende Kehlkopfentzündungen, örtliche Bestrahlungen oder ein sehr staubiges Umfeld. Das Larynxkarzinom wird in Abhängigkeit von der Tumorlage zur Stimmritze (Glottis) eingeteilt: Etwa 60 % der Geschwülste liegen im Bereich der Stimmritze (glottisches Karzinom), etwa 30 % oberhalb der Stimmritze (supraglottisches Karzinom), sehr selten entwickelt sich der bösartige Tumor unterhalb der Stimmritze (subglottisches Karzinom). Das erste Anzeichen des Larynxkarzinom ist oft anhaltende Heiserkeit. Neben der Heiserkeit können auch Räusperzwang oder ein Fremdkörpergefühl Hinweise auf ein Larynxkarzinom geben. Ein trockener Reizhusten, Schluckbeschwerden oder eine Schwellung der Halslymphknoten sind möglich. Selten treten Schmerzen als erstes Symptom auf. In weit fortgeschrittenen Fällen können ins Ohr ausstrahlende Schmerzen, blutiger Auswurf und Atemnot erscheinen. Diagnostiziert wird das Larynxkarzinom mittels der Kehlkopfspiegelung. Computertomographie oder Kernspintomographie dienen der genauen Erfassung der Tumorausdehnung und der Suche nach Tochtergeschwülsten.

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