Hautpilzkrankheit (Dermatomykose)

Die Dermatomykose ist der Oberbegriff für Infektionskrankheiten der Haut, Haare oder Nägel durch Pilze verschiedener Gattungen. Die Übertragung kann von Mensch zu Mensch, vom Tier auf den Menschen oder auch über infizierte Gegenstände (z.B. Handtücher) erfolgen. Meist betreffen Hautpilze nur begrenzte Körperregionen und sind harmlos. Der Hautpilz entsteht fast immer auf vorgeschädigter Haut und bei Vorliegen günstiger Wachstumsbedingungen für die Pilze (fakultativ pathogene Pilze). Hierzu zählen basisches Hautmilieu, vermehrtes Schwitzen oder feuchtwarmes Klima, wie es in den Körperfalten (Achselhöhlen, zwischen den Zehen) herrscht. Bei Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Immunschwäche besteht generell ein erhöhtes Risiko. Nur wenige, obligat pathogene Pilze verursachen bei Kontakt mit der menschlichen Haut immer eine Erkrankung, hierzu zählen z.B. die Mikrosporie oder die in Süd- und Nordamerika vorkommenden Histoplasmosen. Meist werden Hautpilzerkrankungen durch Dermatophyten ausgelöst, seltener durch Hefepilze oder Schimmelpilze. Die Befunde der Hautpilzkrankeit: Bei der Interdigitalmykose, der häufigsten Pilzerkrankung überhaupt, sind neben den Zwischenräumen der Finger v.a. die der Zehen befallen (“Fußpilz”), gelegentlich übergreifend auf Fußsohlen oder Handinnenflächen. Trichomykosen breiten sich auf der behaarten Haut, meist des Bartes, aus und können bei Störung des Abwehrsystems Abszesse bilden, der Favus als Sonderform befällt die Kopfhaut. Onychomykosen entstehen an den Nägeln, wenn eine Störung des Nagelwachstums vorliegt. Zur Diagnosestellung werden Schuppen aus einem erkrankten Hautbezirk abgeschabt und mikroskopisch untersucht.

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