Fleckfieber ( Flecktyphus, Typhus exanthematicus)

Das Fleckfieber ist der Oberbegriff für bakterielle Infektionskrankheiten, die in den Tropen, Subtropen oder Nordamerika auftreten und mit Fieber und typischem Hautausschlag verlaufen.
Die Fleckfieberarten werden durch Bakterien der Gattung Rickettsia verursacht und werden durch Gliederfüßer (Zecken, Läuse, Flöhe oder Milben) von Haus- und Weidetieren auf den Menschen übertragen, d.h., sie sind Zoonosen. Das epidemische Fleckfieber wird durch Rickettsia prowazekii hervorgerufen und kommt heute nur noch in kühlen Höhenlagen der Tropen unter schlechten hygienischen Bedingungen vor. In den Tropen, Subtropen und USA kommt der Erreger des murinen Fleckfieber (R. typhi) vor, der Hafenarbeiter und Berufstätige im Lebensmittelbereich befällt. Das Felsengebirgsfleckfieber tritt in den Rocky Mountains (USA) auf; der Erreger (R. rickettsii) wird durch Zecken übertragen. Eine Variante ist das brasilianische Fleckfieber.
Die Therapie des Fleckfiebers erfolgt mit Tetracyclinen (z.B. Doxycyclin), die anfangs gespritzt und später in Form von Tabletten gegeben werden. Zusätzlich steht Chloramphenicol zur Verfügung. Daneben ist eine sorgfältige Pflege des Kranken mit Überwachung der Kreislauffunktionen notwendig. Verläuft die Erkrankung ohne Komplikationen bilden sich die Symptome auch ohne Therapie in ca. 14 Tagen zurück.

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