Ewing-Sarkom

Beim Ewing-Sarkom handelt es sich um eine bösartige Knochengeschwulst, die aus undifferenzierten Mesenchymzellen des Knochenmarks hervorgeht. Es tritt v.a. bei Kindern und Jugendlichen bis zum 15. Lebensjahr auf. Die Krebsart kommt bei männlichen Patienten häufiger vor als bei weiblichen.
Der Tumor befindet sich bevorzugt im Oberschenkelknochen oder Schienbein, kann aber auch im Becken und Oberarm auftreten. Die Krankheit beginnt oft mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl wie Fieber, Entzündungserscheinungen und Schmerzen. Der Tumor wächst rasch vom Knochenmark aus über die Knochenrinde bis in die Weichteile hinein. Metastasen entstehen früh in anderen Knochen und der Lunge.
Im Röntgenbild sind eine mottenfraßähnliche Auflösung des Knochengewebes und bösartige Knochenneubildungen zu erkennen. Für eine sichere Diagnose ist eine Gewebeprobe (Biopsie) erforderlich.
Je nach Diagnose ist zunächst eine strahlentherapeutische Behandlung des lokalen Tumorareals möglich. Meist sind operative Eingriffe günstiger, unter Umständen gefolgt von postoperativen Nachbestrahlungen. Zusätzlich wird eine intensive Chemotherapie angewandt, um die häufig auftretenden Lungen- und Knochenmetastasen zu vernichten.

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