Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn; Colitis ulcerosa)

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch, entzündliche Darmerkrankungen. Während Morbus Crohn zwischen Speiseröhre und Darmausgang, jedoch meist im letzten Teil des Dünndarms (Ileum terminale) vorkommt, betrifft Colitis ulcerosa ausschließlich den Dickdarm. Die Entstehungsmechanismen der Krankheiten sind noch nicht genau bekannt. Es wird eine genetische Veranlagung und eine Störung des Immunsystems (Autoimmunerkrankung) vermutet; auch eine Auslösung durch Infektionen wird diskutiert. Die Hauptsymptome, wie Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Gewichtsverlust und Erschöpfungszustand können von Haut-, Augen- und Gelenksentzündungen begleitet sein. Beide Erkrankungen sind bisher unheilbar und verlaufen in Schüben. Auf Phasen mit starken Beschwerden folgen meist beschwerdefreie Zeiten. Seelische Belastungen, Stress und Überforderung können Schübe auslösen. Die Diagnose wird durch eine Darmspiegelung (Koloskopie) mit der Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) gestellt. Der akute Krankheitsschub wird mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Eine psychotherapeutische Behandlung und der Kontakt zu Selbsthilfegruppen sind hilfreich.

© 1997-2018 | -