Bulimie (Ess-Brech-Sucht)

Bulimie, die sogenannte Freßsucht, bezeichnet ein übermäßiges Eßbedürfnis, bei dem das Hungergefühl fehlen kann. Bulimia nervosa ist eine zu den Eßstörungen gehörende, häufig auftretende Phasen exzessiver hochkalorischer Nahrungsaufnahme (“Freßattacken”) mit anschließendem – selbst herbeigeführtem – Erbrechen oder Laxanzienabusus bei häufig geringen Schwankungen des Körpergewichts. Sie kann isoliert oder als Anorexia nervosa mit bulimischen Störungen auftreten. Häufig wird sie begleitet von Menstruationsstörungen, Hypokaliämie (Abführmittel!), akuter Magendilatation sowie depressiven Verstimmungen nach Nahrungsaufnahme. Die Behandlung erfolgt durch Psychotherapie, Verhaltensmodifikation oder Familientherapie.

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