Brustkrebs (Mammakarzinom)

Das Mammakarzinom ist in den westlichen Industrieländern das häufigste Karzinom der Frau. Die Inzidenz, an einem Mammakarzinom zu erkranken, hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen und liegt heute etwa bei 100 von 100.000 Frauen. Eine wesentliche Ursache für den Anstieg ist die Zunahme des Durchschnittsalters der Frauen, da die Inzidenz des Mammakarzinoms mit dem Alter steil ansteigt. Etwa 10% aller Mammakarzinompatientinnen haben eine familiäre Disposition. Dieser bedeutendste Risikofaktor kommt vor allem bei prämenopausalen Patientinnen mit einem Mammakarzinom zum Tragen. Epidemiologische Studien zeigen, daß Frauen mit einer am Mammakarzinom erkrankten Verwandten ersten Grades ein erhöhtes Risiko haben. Die Höhe des Risikos hängt weiterhin vom Erkrankungsalter ab, wieviel Familienmitglieder betroffen sind und ob ein bi- oder unilateraler Befall vorliegt. Die geringe Genfrequenz bei autosomal dominantem Erbgang zeigt, daß nur ein kleiner Teil der Frauen in der Bevölkerung Genträger ist und die meisten Mammakarzinomerkrankungen nicht erblich bedingt sind.

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