Blutvergiftung (Sepsis)

Als Blutvergiftung bezeichnet man eine Allgemeininfektion, die durch laufende oder periodische Einschwemmung von Bakterien in die Blutbahn verursacht wird. Der Einbruch der Bakterien geht dabei von einem lokalen Entzündungsherd (Sepsisherd) aus und verläuft je nach Erregerart und Immunstabilität des Organismus verschieden schwer.
Typische Sepsisherde sind Lokalinfektionen der Gebärmutter (z.B. septischer Abort, Kindbettfieber), des Mittelohrs (Mittelohreiterung), des Nierenbeckens sowie der Mandeln. Häufigste Erreger der Sepsis sind Staphylokokken, Colibakterien u.a.
Die Symptome bestehen in rasch ansteigendem und in Schüben verlaufendem Fieber mit Schüttelfrost, grau-blasser Hautverfärbung, Milz- und Leberschwellung. Durch Absiedelung von Erregern in Organe kann es zur Bildung von Tochterherden (septische Metastasen), mit der Gefahr eines septisch-toxischen Schocks kommen.
Die Diagnose wird durch Bestimmung der Erreger in Blutkulturen gestellt. Die Therapie erfolgt durch einen schnellen, gezielten Einsatz von Antibiotika, gegebenenfalls auch durch Schockbehandlung und Intensivtherapie mit Zufuhr von Gammaglobulinen, Antitoxinen, Plasma- oder Bluttransfusion sowie chirurgischer Herdsanierung.

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